• Hallo Leute,


    ich war jetz schon öfter auf der seite "meisterschützen" und hab mich jetz dazu entschieden mich hier auch mal anzumelden.
    Eine Frage habe ich auch gleich, aber erst mal würde ich mich kurz vorstellen.


    ich bin 20 jahre alt, schieße bereits seit 9 Jahren und komme aus der oberpfalz. Mit meinem ergebnissen bin ich meistens zufrieden, aber nun zu meiner Frage.


    In letzer zeit habe ich das problem das ich extrem viele schüsse brauche um richtig ruhig zu werden, Im wettkampf sieht es dann so aus das mein letzer streifen meistens der beste ist. Mein problem ist das ich bammel habe wenn ich so viele probeschüsse mache (im training sind das schon so an die 30) das mir die zeit aus geht.


    Ich hoffe ihr versteht was ich meine und habt vl ein paar tipps für mich.


    mit besten grüßen
    toobsn

  • Nutz die Zeit VOR dem Probeschießen für Trockenanschläge und Trockenklicks - dort und dann, wenn es erlaubt ist.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Hallo erstmal.


    Ich weiß es ist unhöflich eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, aber es bleibt mir in dem fall nix anderes übrig.


    Welche Disziplin schießt du denn? Das wird helfen zumindest im ansatz ideen entwickeln zu können um dir zu helfen.


    Und was meinst du mit "ziemlich ruhig"?

  • oh verdammt stimmt erzwo das hab ich komplett vergessen, es geht um Luftgewehr.


    mit ziemlich ruhig meine ich das ich dann auf einmal eine 99 serie hinbekomme, aber in den ersten serien nur 94-96. und ich im moment einfach nicht verstehe wiso ich es am schluss schaffe aber am anfang nicht

  • Hat er doch geschrieben: Luftgewehr.


    im wettkampf sieht es dann so aus das mein letzer streifen meistens der beste ist.

    (Wo sonst werden Streifen beschossen?)

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

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  • Das wort "Streifen" habe ich ehrlich gesagt vollkommen überlesen.


    Und toobsn was geht dir denn am anfang des wettkampfes durch den kopf und was am ende? Und wie schaut deine Probe aus? Wie die ersten Serien oder eher wie die letzte?


    Das mit den Trockenklicks vor der offiziellen Probezeit ist ein guter Tipp, den solltest du zumindest beherzigen.


    Wie schaut denn deine sonstige Vorbereitung vor dem Schießen aus?

  • also am anfang muss ich ehrlich zugeben mach ich mir immer ein bisschen druck (daran arbeite ich aber schon) weil ich schon ergeizig bin und mich immer wieder steigern will. Am ende bin ich dann meistens bissl ruhig weil ich mitbekommen habe das es läuft.
    Jetz wenn ich es selber so schreibe, könnt ih mir vorstellen das es an dem druck liegt :huh:


    zur vorbereitung: erst musik hören, dann dehnen, und versuchen mit positiven gedanken ans schießen zu gehen.


    und das mit den trockenklicks mach ich jetz echt das nächste mal, das habe ich sont eher selten gemacht, aber ich probiers einfach

  • (im training sind das schon so an die 30)

    toobsn, reduziere deine Probeschüsse auch im Training auf die mögliche Anzahl vom Wettkampf. Ich schiesse auch im Training fix 15 Probeschüsse (im Wettkampf 15 Minuten und dann fixen Start) wenn ich ein Resultat trainieren will.

  • ...
    und das mit den trockenklicks mach ich jetz echt das nächste mal, das habe ich sont eher selten gemacht, aber ich probiers einfach

    Ein weitere Option ist das Erstellen eines Merkzettels. Du schreibst dir den Schussablauf in Stichpunkten auf und gehst den vor den Wertungsschüssen durch (auch wenn du die einzelnen Schritte im Schlaf beherrscht, gibt es dir Sicherheit). Konzentriere dich zu 100% auf die Stichpunkte und blende den Rest aus. Nicht denken, schiessen (du musst funktionieren wie ein Roboter).


    Mit persönlich helfen Trockenklicks und viele Probeschüsse nicht. IdR mache ich 5 Probeschüsse und nicht selten habe ich zwischen 48-50 Ringe (also alles in Butter könnte man meinen). Sobald aber die Wertungschüsse beginnen, beginnt auch das große Zittern.
    Grundsätzlich musste du deine Erwartungen runterschrauben (ist leichter gesagt als getan, besonders wenn es im Trainng gut lief). Sieh den Wettkampf als Training an.

  • Grundsätzlich musste du deine Erwartungen runterschrauben (ist leichter gesagt als getan, besonders wenn es im Trainng gut lief). Sieh den Wettkampf als Training an.

    Das ist in meinen Augen genau der falsche Ansatz, da kann man das Schießen auch gleich sein lassen.



    Ich kenne das beschriebene Problem und kämpfe auch regelmäßig damit, dass Training und Wettkampf bzw. Probe und Wertung wie Himmel und Hölle auseinander gehen- ich vermute bei mir liegt es daran, dass ich mir ein neues LG gegönnt habe, damit fleißig trainiert und neue persöhnliche Rekorde im Training erzielt habe, die weit weg von meinen bisherigen und vor allen Dingen auch konstant waren- Nur im Wettkampf wollte es bisher nicht so wirklich funktionieren, da fehlten da 10-20 Ringe, ich habe sogar schlechter geschossen als mit meinem altem Gewehr...


    Aber um auf das eigentliche Problem zurückzukommen, versuche dich, ich weiß, wie schwer das sein kann, abzulenken. Du musst für dich etwas finden, was dich das eigentliche Problem, den Druck, vergessen lässt. Bei mir funktioniert der Tunnel, wenn ich stark gestresst bin. Vielleicht musst du den Knoten auch nur einmal platzen lassen und dein Training im Wettkampf bringen, damit der Druck verschwindet, das hat mir auch schon sehr geholfen.

    DE-JO Evolution IV mit Anschütz 1907
    KK 100m, 3x10, 3x20, 3x40, Liegend


    Walther LG 400 Expert E


    Immer auf der Suche nach einem guten Training(-spartner) ;)

  • @Califax habe jetzt gestern wieder trainiert und gleich mal das mit den trockenklicks getestet, ich glaube aber nach einmal training kann ich da noch nicht viel sagen.


    @Felix danke auch für deinen tipp, aber wie du selber schon geschrieben hast muss ich sagen hört sich das für mich wirklich schwirig an, das mit dem ablenken. Weil ich hatte eigentlich immer das problem wenn ich mich mal nicht konzentriert habe, heißt an was anderes dachte, dann hatte ich gleich einen schlechten schuss...


    @homofaber merkzettel hab ich mir erstellt und vor dem schießen angeschaut.
    ^^

  • merkzettel hab ich mir erstellt und vor dem schießen angeschaut

    Hallo,


    ich glaube, @homofaber meinte das ein bisschen anders: Du sollst die Checkliste bei jedem Schuss durchgehen. Ich habe das Problem mit der Aufregung bei wichtigen Wettkämpfen auch und versuche auf zwei Arten, meinen Puls runter zu bekommen. Zum einen versuche ich langsam und bewusst in den Bauch zu atmen und zum andern habe ich für mich einen Ablauf (= Checkliste) im Kopf, den ich durchgehe. Das ist nichts, was ich mir selbst ausgedacht habe, sondern aus dem Buch "Luftgewehrschießen 2010" von Reinkemeier/Bühlmann genommen: Ich beginne mit der Statik (richtiges Einsetzen der Stützhand auf der Hüfte), dann Balance (Fußgelenk im Gleichgewicht), Entspannung (Schulterbereich, Arme, Hände, Hintern, Beine), Atmung (immer flacher bis zum Anhalten) und zum Schluß Zielbild.
    Ist ein Vorschlag, must Du nicht auch so machen :)


    Viel Spaß beim Üben
    Konrad

    Über 30 Jahre aktives Schiessen und immer noch was zum dazulernen!

  • ups, achso :)


    na ich werde das mit der checkliste (jetz weis ich ja wie es gemeint war ;) ), und mit den Trockenklicks auf jeden fall weiter hin testen.


    Danke nochmal für die Tipps. ^^

  • Das ist in meinen Augen genau der falsche Ansatz, da kann man das Schießen auch gleich sein lassen.
    ...

    Kommt ganz darauf an, wie ernst man sein Training nimmt.
    Wie gesagt man so schön: "Quäle dich im Training und dir wird der Wettkampf leicht fallen".
    Grundsätzlich sollte man im Training mindestens die Leistung bringen wie im Wettkampf. Der Unterschied ist, dass das Training keine negativen Konsequenzen nach sich zieht, wenn ich mal nicht zu 100% dabei bin. Und genau dies weiss dein Unterbewusstsein sehr genau! Mir geht es darum, dass man diese Konsequenzen ausblendet und sich auf das Wesentliche, nämlich den Schussablauf konzentriert.


    Allerdings muss ich zu geben, dass ich nicht die Coolness besitze den Wettkampf völlig auszublenden. Leider gehöre ich auch zu denen, die sich und ihre Mitmenschen absolut wahnsinnig machen, wenn es um einen Wettkampf geht. Es legt sich aber nach der ersten Passe. Die ersten zehn Schuss sind bei mir bisher immer schlecht gewesen.


  • Kommt ganz darauf an, wie ernst man sein Training nimmt.


    Da gibt es einen ganz einfachen Grundsatz: "Was man im Training nicht macht, macht man auch im Wettkampf nicht."


    Beispiel: Halte ich im Training nicht nach, dann werde ich das auch im Wettkampf nicht tun.

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)