• Guten Tag,


    wir haben seit einiger Zeit große Probleme. Ich schieße sehr gern im Liegendanschlag, wenn die Füße an der Seite des Tisches hinunter hängen. Soweit war dies kein Problem. Bei der Deutschen Meisterschaft gab es keine Einwände. Im Kader sagte mein Trainer das dies nicht erlaubt sei. Jedoch steht dies nicht in der Sportordnung. Jetzt stellt sich bei mir die Frage, wer hat Recht?


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen! Vielen Dank im Voraus!


    Liebe Grüße

  • wieso sollte das nicht erlaubt sein? das einzigste wo du dann später mal probleme damit bekommst, wenn du vom boden aus schießen musst (münchen final halle usw) deswegen hab ichs mir gleich abgewöhnt ihn runterhängen zu lassen weil es da ja schlecht geht und man so ein anderes gefühl hat und damit es immer gleich bleibt egal bei welchn stand würde ich den fuß lieber auf den liegentisch (wie dus auch immer nennst) stellen oder legen. damit du da mal keine probleme bekommst

  • Hallo,


    vielen Dank. Das stimmt, wenn ich natürlich auf dem Boden Liege... dann hoff ich einfach das ich das Finale im 3*20 erreiche, da darf ich im stehend schießen :D


    Liebe Grüße

  • Auf einigen Sommerbiathlon-Wettkämpfe war bis vor gut einem Jahr noch der ein oder andere Verein, bei denen man liegend nicht auf dem Boden schoss, sondern auch auf der Liege. Wir bekamen damals ebenfalls gesagt, dass man die Füße nur ja nicht links und/oder rechts herunterhängen lassen darf - dies würde unweigelich zur Disqualifikation führen. Ich hab's trotzdem gemacht - so eng liegend kann ich garnicht richtig in den Anschlag gehen - und siehe da - bis heute hat mich noch niemand verwarnt. Allerdings gehören diese Liegen beim Sommerbiathlon glücklicherweise der Vergangenheit an. Mich würde auch mal interessieren wo diese Klausel steht, dass das "Füßerherunterhängenlassen" verboten ist.

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • Ich lege auch, wenn ich schon von so einer blöden Pritsche aus schießen muss, die linke Fußspitze neben die Platte. Anderenfalls müsste ich bei den meisten Pritschen sonst das linke Bein nach innen abwinkeln, was ja anschlagsmäßig überhaupt nicht gut geht. Normal habe ich den linken Fuß auf der Spitze stehend, aber den Unterschied empfinde ich als nicht bedeutend. Was mich viel mehr bei den Pritschen stört, ist, dass der Anschlag für mich erstmal zu hoch ist. Ich kann das nur sinnvoll verändern, indem ich den Handstop und die Kappe verstelle und das führt dann zu einem ungewohnten Anschlag. Auf ganz alten Ständen sind die Pritschen ja oft sogar noch geneigt. Da kann ich dann gleich Flugabwehr spielen.


    In der Sportordnung ist das Beinchen baumeln lassen nicht explizit verboten. Bei mir hat bisher auch noch keiner gemeckert. Wenn doch, ginge das ja auch nur über den Gummiparagraphen mit der Chancengleichheit. Ich würde dann aber argumentieren, dass die Chancengleichheit bei mir mit meiner Körpergröße über 1,90 auf Pritschen auch nicht gegeben ist.


    Habe ich euch eigentlich schon gesagt, dass ich Pritschen doof finde.


    Richtig lustig wird es dann noch auf Pritschen, die sich durchbiegen oder bei jedem Schuss wippen. Auf einem mir bekannten Stand ist mal einer im Kniendanschlag durchgebrochen. Und der zählte eher zu den Leichtgewichten.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • achja was ich vergessn hab,
    ich schieße liegend aber nicht mit schießschuhen, hose
    ich hab da immer n ur meine jacke an und halt ne jogging hose und meine socken fürs schießen
    da kann ich mein fuß viel besser auf die pritsche legen
    also ich hab das mal aus faul heit so geschossen ((keine lust gehabt mich umzuziehen)) seit dem
    schieß ich so weil cih es besser finde
    man kann sich da viel besser hin legen :thumbsup:

  • Hallo,




    auch da hat mir mein Kader trainier ein schnitt durch die Rechnung gemacht. Er
    sagte, man müsse den Wettkampf so weiterführen wie man ihn begonnen hat. Was
    natürlich für stehend und kniend fatal wäre ohne Hose und Schuhe zu schießen.


    Steht das in der Sportordnung oder hat er sich das wieder aus der Nase gezogen?




    Liebe Grüße






    ps... stimmt Pritsche heißt es. Jetzt ist es mir auch wieder eingefallen

  • also ich hab es noch nicht gelesn das man es nicht darf xD
    und meine ehem. kader trainer haben auch nichts dazu gesagt
    und standaufsicht an der deutschen auch nicht.
    also denk cih mal ist es auch nicht verboten


    ich hab schon viele leute an der deutschen gesehen die im dreistellungskampf
    nur mit unterbekleidung da liegen und nich mit schießhose, schuhe

  • Hallo rumeniger,


    frage deinen Kader-Trainer doch mal, wo dass so steht. Schließlich schießen wir ja nicht nach den Regeln deines Trainers, sondern nach den Regeln der DSB-Sportordnung oder bei internationalen Wettkämpfen nach den Regeln der ISSF. Generell sollte ein Trainer ja auch eine Vertrauensperson sein. Wenn er also etwas anordnet, dann sollte er es auch vernünftig begründen können. Sonst führt so etwas nur zur Verunsicherung der Betreuten.


    Vielleicht verfolgt dein Trainer ja nur die Strategie, dass ihr durch Übererfüllung der Regeln definitiv keine Probleme mit übereifrigen Kampfrichtern haben sollt. Es gibt immer mal wieder Kampfrichter, die bei den Regeln nicht so ganz sattelfest sind und das dann durch Übereifrigkeit kompensieren. Ist dann zwar vom Trainer her gut gemeint, aber wenn es mit persönlichen Nachteilen verbunden ist, auch kontraproduktiv.


    Du darfst zwar bei den DSB-Wettkämpfen nur eine Schießausrüstung verwenden, also keine zwei Schießjacken für Liegend und Stehend, aber Du darfst immer auch "nur" in normaler (Straßen)bekleidung antreten. Wenn Du also in einem der Anschläge auf einen Teil der möglichen Hilfsmittel verzichtest, dann verschaffst Du dir damit doch keinen Vorteil, sondern bist nach der Logik ja eher benachteiligt.


    Kleine Anmerkung: Du kannst natürlich auch Liege oder Tisch sagen. Pritsche ist wahrscheinlich auch nicht überall in Deutschland so gebräuchlich.


    janeS


    Ich schieße Liegend auch ohne Schießhose und Schießschuhe. Ich sehe darin auch keinen Vorteil. Beim Dreistellungskampf ziehe ich aber die
    Klamotten vorher an, da mir das sonst mit dem Umziehen zu umständlich ist. Aber ich finde wie Du auch, das die Hose beim Liegend-Anschlag eher stört als nützt. Es gibt aber auch Schützen, die das genau anders herum sehen.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • in deutschland meint fühlen sich viele kampfrichter berufen, regeln so zu interpretieren wie sie lust haben. in der sportordnung ist die pritschenbreite und länge festgelegt, nicht aber, wieviel man davon benutzen darf und wieviel nicht. in vielen neuen anlagen gibt es ja gar keine pritschen mehr, man liegt auf dem boden. ich wurde auch schon mal auf der bezirksmeisterschaft verwarnt, meinen linken fuss auf die


    pritsche raufzunehmen. ich fragte ihn, wo das steht. er: in der sportordnung. ich: nummer? daraufhin suchten bezirkssportleiter und aufsichten über eine stunde in der sportordnung mit dem ergebnis, dass das nicht geregelt ist. "aber früher war da mal was" :sleeping: war ihre antwort.

  • Hallo,


    na dann kann ich beruhigt zu den Deutschen Meisterschaften im Sommer, ohne was umzustellen!


    Zum Thema Kampfrichter. Bei den Landesmeisterschaften im letzten Jahr laß der Kampfrichter ein falsches Wettkampfsprogramm vor. Kein Schütze bemerkte dies, aber 90Minuten bei 3*20 kam mir doch sehr knapp vor :P Aber ich ging da auf sicherer Seite und schaute selbst nach...


    Viele Grüße

  • hab ich keine bedenken. weder auf einer bayrischen noch auf der deutschen hat mich je einer darauf angesprochen. und ich brauch vieel platz. :P

  • Hallo rumeniger,


    ich schreibe hier zwar nach bestem Wissen und Gewissen, aber ich bin jetzt nicht der oberste Kampfrichter von Deutschland. Ich habe allerdings auch schon oft Diskussionen erlebt, wo die Kampfrichter definitiv falsch lagen. Mich stört so etwas auch nicht (mehr) vor einem Wettkampf, aber das ist auch nicht jedermanns Sache. Neulich wollte mich mal wieder jemand nicht in der Disziplin KK 3x20 starten lassen, weil mein Gewehr mit knapp 7kg angeblich doch zu schwer sei. Ich habe dem dann freundlich mitgeteilt, dass ich doch offensichtlich kein Mädchen sei. Die Pointe hat er aber nicht verstanden. Selbst als ich ihn dann den Passus in der SpO mit dem Freigewehr für alle 50m Bewerbe für männliche Teilnehmer laut vorgelesen hatte, herrschte immer noch Ratlosigkeit und Unglauben. Er behauptete nämlich, wir würden Sportgewehr schießen und da ständ halt in der Tabelle bis max. 6,5kg. Erst ein höherer Verbandsfunktionär konnte die Sache dann retten. Lustig ist auch immer wieder der böse Korntunnel, der entweder zu lang ist oder aber über die Mündung ragt.


    Aber wir waren ja hier bei deinem Verbands-Trainer. Frag ihn doch mal, warum er auf seinen Forderungen besteht und wo das in der SpO steht. Mich würde mal die Begründung interessieren.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Für mich als Sommerbiathletin ist das Liegendschießen ziemlich wichtig und ich wundere mich immer wieder darüber, wie der Liegendanschlag auf so vielfältige Weise aufgebaut wird. Und wann immer man sich mit Lehrbüchern zum sportlichen Schießen auseinander setzt, zeigt man den Liegendanschlag IMMER auf dem Boden. Für uns Biathleten kein Thema, aber wenn man 50 m KK liegend schießt, muss man fast immer auf die Pritsche steigen. Und je nachdem wie man sich vorher auf der Matte "eingeschossen" hat - wird das Schießen auf der Pritsche oft eine Farce. Nicht nur, dass man mit Schießklamotten auf die Pritsche steigt sondern dass die für manche Schützen gewohnte "breite" Beinstellung hier nicht praktiziert werden kann. Nun muss ich sagen, dass ich nicht unbedingt nach Lehrbuchmanier (Sportschützen) liegend schieße sondern mit relativ weit abgespreiztem linken Bein, sodass sich das rechte Bein in fast gerader Linie zum Lauf befindet. Dies ist auf einer Pritsche einfach nicht zu realisieren.

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.

  • Für mich als Sommerbiathletin ist das Liegendschießen ziemlich wichtig und ich wundere mich immer wieder darüber, wie der Liegendanschlag auf so vielfältige Weise aufgebaut wird. Und wann immer man sich mit Lehrbüchern zum sportlichen Schießen auseinander setzt, zeigt man den Liegendanschlag IMMER auf dem Boden. Für uns Biathleten kein Thema, aber wenn man 50 m KK liegend schießt, muss man fast immer auf die Pritsche steigen. Und je nachdem wie man sich vorher auf der Matte "eingeschossen" hat - wird das Schießen auf der Pritsche oft eine Farce. Nicht nur, dass man mit Schießklamotten auf die Pritsche steigt sondern dass die für manche Schützen gewohnte "breite" Beinstellung hier nicht praktiziert werden kann. Nun muss ich sagen, dass ich nicht unbedingt nach Lehrbuchmanier (Sportschützen) liegend schieße sondern mit relativ weit abgespreiztem linken Bein, sodass sich das rechte Bein in fast gerader Linie zum Lauf befindet. Dies ist auf einer Pritsche einfach nicht zu realisieren.


    mir is das schon oft aufgefallen wenn ich immer im TV Biathlon schau das alle sehr breit da liegen
    deswegen wollte ich das auhc mal ausprobieren aber es funkt einfach nicht,
    aber wie wir mal bayernkaderlehrgang hatten irgwo in schwaben und abends nach sport noch theorie in einem schützenhaus hatten
    haben da vereinsmitglieder Biathlon trainiert und die haben auf Pritschen geschossen,
    aber die hatten sich 2 neben einander gestellt damit sie sich überhaupt so breit hinlegen können

  • Hallo red gecko,


    die Pritschen oder Liegen sind ja immer dann nötig, wenn der Stand mit einer Brüstung und einer Zuganlage ausgestattet sind, wo die Scheiben auf den Seilen laufen. Bei einer hängenden Zuganlage oder elektronischen Scheiben ist das ja nicht nötig. Wahrscheinlich hat man sich früher beim Bau der Anlagen oft an schon bestehenden Ständen orientiert und das dann auch so gemacht. Eine liegende Zuganlage ist wohl auch etwas billiger als eine hängende. Selbst in München auf der Olympiaanlage hat man ja liegende Zuganlagen und Pritschen gebaut. Ganz tückisch war da, dass die Pritschen auch noch seitlich versetzt zu den Zuganlagen standen.


    Den Anschlag Liegend gibt es wohl nicht. Die Anatomie, individuelle Eigenheiten und auch die gängige Trainermeinung im Land führen doch zu großen Unterschieden. Schau Dir mal die Finalwettkämpfe auf der Webseite der ISSF an. Bei manchen Anschlägen kann man sogar zu der Vermutung kommen, dass da jemand trotz seines Anschlages trifft und nicht wegen seines Anschlages.


    Wenn man schon von einer Pritsche aus schießen muss, dann hat man ja oft die Möglichkeit, diese schräg zu stellen. Somit kann man die Fläche dann besser ausnutzen und auch das linke Bein (bei Rechtsschützen) richtig ausstrecken. Richtig blöd wird es nur, wenn dann Rechts- und Linksschütze aufeinander treffen.


    Ich selbst liege nicht übermäßig breitbeinig, aber bin nicht gerade klein und komme schon daher oft an die Grenzen der 'Pritsche. Ich liege leicht schräg, strecke das linke Bein aus und ziehe das rechte Bein im Winkel leicht an.



    Einen Vorteil der Tische möchte ich Dir aber auch nicht vorenthalten. Wenn in der Ausbildung die seitliche Ausrichtung des Schützen noch nicht passt, dann kann man als Trainer oder Betreuer sehr schnell helfen, indem an den ganzen Tisch etwas dreht. Funktioniert normalerweise prima. Auf den Boden geht das nur bedingt und wenn, dann nur mit Matte.



    Mit bestem Shützengruß


    Frank

  • Hallo,


    also ich kenne in unserem Württembergischen Raum keinen einzigen Stand ohne Pritsche. Kniend wird immer vom Boden geschossen, aber für liegend haben wir eine Pritsche.


    Neulich wollte mich mal wieder jemand nicht in der Disziplin KK 3x20
    starten lassen, weil mein Gewehr mit knapp 7kg angeblich doch zu schwer
    sei. Ich habe dem dann freundlich mitgeteilt, dass ich doch
    offensichtlich kein Mädchen sei. Die Pointe hat er aber nicht
    verstanden. Selbst als ich ihn dann den Passus in der SpO mit dem
    Freigewehr für alle 50m Bewerbe für männliche Teilnehmer laut vorgelesen
    hatte, herrschte immer noch Ratlosigkeit und Unglauben. Er behauptete
    nämlich, wir würden Sportgewehr schießen und da ständ halt in der
    Tabelle bis max. 6,5kg.


    So gings mir auch. Dann fragte ich ihn, ob er schonmal was vom Freigewehr gehört habe... Der gute Herr meinte: dies gelte nur für KK International... Daraufhin hab ich ihm mal den Punkt gezeit. Und was kam... achso, ja dann...



    Liebe Grüße

  • So gings mir auch. Dann fragte ich ihn, ob er schonmal was vom Freigewehr gehört habe... Der gute Herr meinte: dies gelte nur für KK International... Daraufhin hab ich ihm mal den Punkt gezeit. Und was kam... achso, ja dann...


    Da hast Du ja echt Glück gehabt, dass der lesen konnte und das Gelesene auch sofort verstand. :D


    Aber mal Spaß beiseite. Die meisten Funktionäre machen ihren manchmal auch nicht immer ganz einfachen Job recht gut und sind auch nicht der natürliche Feind des Schützen. Ich wechsle ja selbst auch schon mal die Seite. Nur ist es halt immer so, dass einem immer nur die schlechten Ausnahmen im Gedächtnis hängen bleiben. Wenn jemand seinen Job gut und unauffällig macht, dann fällt das ja auch nicht auf.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Ich muß den Thread mal für eine blöde Frage hochholen.


    Ich war gestern dann doch mal wieder beim Training und hab mich gegen Ende auch mal spaßeshalber hinlegen wollen.
    (Der Aufbau des Anschlags scheiterte dann am verstellten Luftgewehr, aber ich werde es u.U. nächste Woche mal mit KK probieren.)


    Wie könnt Ihr denn stabil liegen, wenn ein Bein hinunterhängt?
    Das lenkt doch ab?