Kimme am Anschlag bei Luftpistole

  • Hallo zusammen,


    ich habe folgendes Problem beim Luftpistolen-Schießen:
    Ich habe eine Feinwerkbau P34, schieße damit recht gut (350 Ringe im Schnitt), aber habe meine Kimme fast komplett hoch drehen müssen (also "bei tief") als ich die bekommen habe (Schussbild war zentral aber tief). Nun kann ich nur ca. 5 Raster "bei tief" korrigieren, was eigentlich nicht akzeptabel ist, da ich dann am Anschlag bin. Habe ein normales Korn. Andere Schützen habe ich deswegen mal mit meiner paar Schuss machen lassen und die sind nahezu alle im 4-5er Bereich oben. Nun habe ich eine Schießbrille, mein Optiker meinte aber, dass es nicht an dem Glas oder meinen Augen liegen kann.


    Weis jemand was ich da falsch mache, oder wie ich es ändern kann, dass die Kimme halbwegs wieder mittig ist und ich trotzdem in die Mitte treffe?
    Vllt. mit einem erhöhten Korn oder Korn evtl. abfeilen?


    Hoffe mal dass jemand mir helfen kann :)

  • Ich hatte/habe meiner meiner LP ein sehr ähnliches Problem, nur das ich grade mein einen Rasten hatte bis ich am Anschlag war.
    Lösung, von fackundigem Personel habe ich mir mein Korn etwas abfeilen lassen, jetzt habe ich 8 -10 Rasten bis ich am Anschlag bin. Die brauche ich aber auch nur wenn ich auf Elektronik schiesse, ansonsten dreh ich nur mal rechts/links.

  • Sagen wir es mal vereinfacht: "Jeder schaut anders."


    Es kann sein das du meine Waffe in die Hand nimmst und immernoch tief schießt, kann aber ebenso sein das du die Waffe von einem Schützenkolegen in die Hand nimmst und aufmal, während er mittig trifft, du links oben in der 2 deine Schüsse hast.


    Das kann man nicht immer vorraussehen aber möglich ist da alles.

  • Ne, mein Zielbild stimmt soweit. Musste aber von dem Halteraum beim 4er, 5er nach oben gehen, dass das mit der Kimme etwas besser passt. Ist jetzt im 6er und eig für mich nicht so ideal, aber wenn ich weiter runter geh vom Halteraum, hab ich nur 1 bis 3 Rasten noch übrig und das war mir zu wenig..


    Bleibt also nur noch feilen übrig ?! niedrigere Korne habe ich jetzt nirgends finden können :(

  • Erzwo hat schon recht, Korn abfeilen hilft, das Problem hab ich auch an meiner Tesro, liegt aber nicht an den Waffen, sondern
    an der Stellung des Handgelenks..... wenn die Griffverstellung auch schon ausgeschöpft ist bleibt nur noch das Korn kürzen über.
    Aber Vorsicht, nicht zu tief machen und absolut gerade feilen !!!! oder machen lassen.....

  • Na ja, ich kann die Verwunderung von Marius schon verstehen. Wenn die Oberkanten von Kimme und Korn übereinstimmen unten auf die 5 zeigen, müsste eigentlich unabhängig vom Schützen, der Trefferpunkt immer gleich sein.


    Das ist die Theorie. :D Es ergeben sich natürlich Unterschiede je nachdem, wie lang der Arm ist und wie groß man ist.

    • Bei unterschiedlicher Länge des Armes würde man die Kimmenbreite anpassen.
    • Die Körpergröße dürfte eigentlich kaum Auswirkung haben. Man zielt ja mit dem Korn unten auf die 5.


    Und dann gibt es Unterschiede, wie breit man das Kontrollweiß habe möchte, was wiederum vom Auge abhängt, also Tiefenschärfe, Helligkeitsempfunden, usw.


    Die Stellung des Handgelenks ist eigentlich nur dann wichtig, wenn ich das Korn nicht auf eine Linie mit der Kimme bekomme. 8)


    Kann es sein, dass Deine LuPi relativ wenig Druck hat, so dass das Diabolo auf dem Weg zur Scheibe einfach zu weit durchfällt? Oder hast Du Diabolo für Gewehr, die im kurzen LuPi-Lauf nicht genügend Geschwindigkeit entwickeln und darum zu langsam fliegen? ?(



    Gruss, Marcos

  • Kann es sein, dass Deine LuPi relativ wenig Druck hat, so dass das Diabolo auf dem Weg zur Scheibe einfach zu weit durchfällt? Oder hast Du Diabolo für Gewehr, die im kurzen LuPi-Lauf nicht genügend Geschwindigkeit entwickeln und darum zu langsam fliegen? ?(

    Ich habe Diabolo für Pistole, daran kanns schon mal nicht liegen.. Der Druck bzw. die Geschwindigkeit könnte ein Faktor sein, aber dann müssten doch meine Schützenkollegen auch nicht so hinkommen mit meine LP, oder ?


    Aber es muss definitiv an mir liegen.. schieße auch noch LG und KK gewehr und da ist das Phänomen genau anders rum, wenn alle halbwegs gleich in die mitte schießen, bin ich konstant 40 rasten obendrüber 8) wird zwar nix miteinander zu tun haben, da es vermutlich vom anschlag her kommt (inneren und äußeren). so wurde es mir von einem befreundeten optiker gesagt, der auch früher eine zeit lang sehr erfolgreich war im schießen.


    was anderes, was mir grad spontan einfällt: gibt es sowas wie ne visierlinienerhöhung für die pistole ? :D also dass ich was unter die kimme klemme oder schraube, dass es mit ihr höher komm und dafür die rasten runter drehen kann?

  • Dann Zitiere ich mich mal wieder selber

    Sagen wir es mal vereinfacht: "Jeder schaut anders."


    Es kann sein das du meine Waffe in die Hand nimmst und immernoch tief schießt, kann aber ebenso sein das du die Waffe von einem Schützenkolegen in die Hand nimmst und aufmal, während er mittig trifft, du links oben in der 2 deine Schüsse hast.

    Frag spaßeshalber mal deine Schützenkolegen ob du mit deren Waffe mal zwei bis drei schüsse machen kannst, dann siehst du das ich meine

  • Hallo zusammen,


    mir ist so etwas auch mal passiert - wahnsinnig lustig, weil... ich einen Maßgriff von einer alten auf ein neues Modell des gleichen Herstellers geschraubt hatte und damit die Kimme festgeklemmt hatte. In diesem Fall half es, den Griff etwas auszuschleifen...


    Bis ich das gemerkt habe, habe ich auch an der Kimmenverstellung herumgeschraubt, und geschraubt, etc.


    Gruß aus Landsberg


    Alex


    P.S.: Ich muss mindestens 20 Klicks drehen, wenn ich mit einer fremden Waffe was treffen will!

  • Sei beruhigt du bist nicht der Einzige der Probleme mit dem Ende der Kimmenverstellbarkeit hat.


    Wie meine Vorredner bereits erwähnten kann dies im günstigsten Fall ein mechanisches Problem, wie das Aufsitzen der Kimme am Griff usw. sein. Ein Abfräsen des Korns ist auch eine einfache und praktikable Lösung. Selbst ein unterschiedliches Zugreifen (Kraft) kann für Höhendifferenzen sorgen. Ist mechanisch und anschlagmäßig jedoch alles in Ordnung kann dir unter umständen doch die Optik (Auge) einen gehörigen Streich spielen. Nicht jeder Feldwaldwiesenoptiker weiß worauf es beim Scheßen mit der Offenen Visierung ankommt. Schärfe allein ist nicht alles!


    Schon mal was von Hornhautverkrümmung, Beugungsunschärfe oder Farbtemeratur gehört ?


    Gerade die erste Spezies ist sehr individuell und produziert auf der Netzhaut ein ganz anderes Abbild als das eines anderen Auges bzw. Schützen. Zwar ungewohnt aber Feststellbar wenn man mal mit dem anderen Auge Zielt.


    Die zweite Spezies die Beugungsunschärfe entsteht immer wenn Licht über eine Kante (zB. Visierung) huscht. Mehr oder minder stark je nach Lichtintensitat (Helligkeit).
    Unterschiedlich deshalb weil unsere Iris den Lichteinfall regelt und somit eine Abblendfunktion hat. Wenig Licht, große Iris alles wird fuffiger.
    Eventuelle Abhilfe eine zusätzliche Irisblende. Mit der angenehmen Erscheinung, man sieht mit dem Abblenden die Viesierung und evtl. die Scheibe zusammen schärfer.
    Aber vorsicht je kleiner die Blende desto mehr nimmt die Beugungsunschärfe wieder zu !


    Die letzte, die Farbtemperatur wird meist nicht erkannt bzw. gar nicht wargenommen. Da das Licht generell als weiß empfunden wird. Dabei hat jede Beleuchtungsart ihr eigenes Farbspektrum. Glühlampenlicht gelb, Neonlicht grün, Sonne oder LED´s hell weiß, usw. usw. Aber genau diese Farben mit ihren unterschiedlichen Wellenlängen haben auch unterschiedliche Brennpunkte in unserem Auge, (als Farblängsfehler oder chromatische Aberration bekannt). Gerade deshalb ist es nicht verwunderlich wenn man bei unterschiedlich beleuchteten Ständen, und oder vom Wechesel von Scheibe auf Elektronik auch ein paar Rasten drehen muss.


    Hatte erst neulich den Fall und hab das Wort Hornhautverkrümmung am Stammtisch erwähnt. Einige hielten mich für verrückt und der betroffene Schützenkolege war sogar etwas beleidigt. Aber ich bin mal gespannt um wieviel Rasten er nach dem Lasern der Augen die Visierung verdrehen muß.