kk-liegend - wie kann ich meine Ergebnisse steigern

  • Hallo Schießsportfreunde,
    ich versuche mir Tip, Ratschläge etc von Euch zu holen.
    Grund: Meine Ergebnisse im KK liegend hängen auf einen gewissen Stand fest ( 560 - 574 Ringe) und ich weis einfach nicht mehr woran es liegt?
    Ausrüstung: Da habe ich schon vieles versucht:
    1.Anschutz KK mit Holzschaft, dann eine Walther Aluschaft kk 300 montiert. Auch mal ein Feinwerkbau KK 2600 im MEC Mark1 Aluschaft versucht. - spielt eigentlich keine Rolle welches Gewehr ich nehme!!!!!!!!!!
    2. KK Munition: Ich schieße ausgesuchte Munition , SK Rifle Match (Schachtel 5 Euro), habe auch ein Los Lapua Center x oder Middas ( Schachtel ~10 Euro) oder R50 ausprobiert. Spielt eigentlich auch keine Rolle welche Munition ich benutze!!!!
    3. Sonstige Ausrüstung die versucht wurde: Mec Centra Duplex,Iris mit Optik, Anschutz Visierlinien Verlängerung Precise, Anderer Diopter und von 18mm auf 22 mm Korntunnel gewechselt.
    4. Anschlag: Habe mal höher oder auch tiefer versucht mittels einer Vorderschafterhöhung. Eigentlich auch kein Unterschied.
    Mein Anschlag ist meiner Meinung nach o.k. - das Gewehr liegt so, das ich ohne Druck auszuüben etwas über dem schwarzen der Scheibe stehe und ich atme dann einfach etwas aus und ich stehe voll im Ziel. Und jetzt denke ich kommt meiner Meinung nach das Problem: Der Zielvorgang: Ich schaue durch den Diopter - sieht gut aus - ich schließe das Zielauge und prüfe nochmals das Zielbild.- passt - gebe dann immer mehr Druck auf den Abzug bis der Schuß bricht. Das Gewehr springt etwas nach oben und hüpft dann zurück in die Schiebe. - Super- war eine 10! Nur leider mache ich das gleiche nochmals - fühlt sich genau so an aber leider nur eine 9.4 !!! Hier habe ich auch schon versucht im Anschlag zu bleiben , wenn ich nachlade oder ich gehe aus den Anschlag und dann zurück - kein Unterschied. Es fallen einfach zu viele 9er und zu wenig 10er! Und noch viel schrecklicher bei meinen 60 Schuss sind leider auch immer 4-6 8er dabei! Und weshalb die kommen weis der Geier!
    Ich denke mein Problem ist das Zielen, da ich als Brillenträger ( Schießbrille) einfach ein defizit habe?
    Ich trainiere ca 1-2 mal die Woche ( März bis Oktober)
    HILFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFEEEEEEEEEEEEE!!!
    Im Anhang mein aktuelles Gewehr.
    Danke
    Reinhold

  • Mein Anschlag ist meiner Meinung nach o.k. - das Gewehr liegt so, das ich ohne Druck auszuüben etwas über dem schwarzen der Scheibe stehe und ich atme dann einfach etwas aus und ich stehe voll im Ziel.

    wenn das wirklich so ist, dann hast du doch schon hier das Problem. Ein solcher Anschlag kann nicht passen. Außer du liegst auf dem Rücken.

    Mit freundlichstem Schützengruß
    Johann


  • das Gewehr liegt so, das ich ohne Druck auszuüben etwas über dem schwarzen der Scheibe stehe und ich atme dann einfach etwas aus und ich stehe voll im Ziel.

    Hallo Reini,


    ich bin kein Liegendprofi und momentan absolut nicht im Training, dennoch verwundert mich deine Aussage bezüglich Anschlag. Ich kann mich erinnern von einem ehemaligen Kadertrainer in meiner Jugend gelernt zu haben, dass man im Liegendanschlag beim Ausatmen von unten nach oben ins Ziel kommt. Atmest du aus senkt sich dein Körper, Arme bleiben gleich. dh ähnlich wie bei einer Wippe sollte sich dein Gewehr verhalten, folglich wenn sich hinten was senkt müsste vorne was hoch gehen...


    Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, kann auch sein, dass das nur bei einem tiefen Liegendanschlag so ist. Wie sind eure Erfahrungen dabei?

    Feinwerkbau P700 | aktuell JSB Match S100 4.49mm
    Anschütz 2007 im 2313 Schaft | SK Rifle Match


    kks-hochhausen.de
    tell-edingen.de

  • Nachdem einiges an Ausrüstung investiert wurde, sollten man auch mal an einige Trainerstunden denken.


    Über den Landesverband lässt sich da sicher jemand finden, evtl. auch ein "Jedermannlehrgang".


    Karl

  • Hallo , na klar - habe das mit über oder unter der Scheibe verwechselt! Da scheine ich generell ein Problem zu haben, sonst wären die Schüsse alle Mitten drin!!! Danke für den Hinweis! Vielleicht sollte ich das mit den Rücken liegend versuchen? - War ein Hinweis für mich- so nach dem Moto - bei dem ist Hopfen und Malz verlohren. Danke
    Reini

  • Nun, gutes Material ist natürlich immer von Vorteil, ersetzt aber nicht die richtige Technik. Einen guten äusseren Anschlag zu finden und diesen relativ wiederholgenau aufzubauen (da helfen sehr gut Aufzeichnungen dazu) ist nicht so schwierig, das "Geheimnis" für hohe Ergebnisse liegt im von Schuß zu Schuß gleichmässigen inneren Anschlag bzw. welche Druckverhältnisse dadurch am Gewehrschaft anliegen.



    Aber zurück zu inneren Anschlag bzw. beschreibe ich (Rechtsschütze)mal meinen Ablauf. Nach dem Einrichten achte ich darauf daß ich mit dem ganzen Körper so weit wie möglich entspannt daliege. Der linke Hand (Schaft liegt auf dem Handballen), Arm und Schulter sind vollkommen entspannt, die rechte Schulter übt Druck auf die Schaftkappe aus ohne dabei aktiv gegen die Schaftkappe zu drücken, noch wird sie unbewußt zurückgenommen.
    Die rechte Hand hält den Griff relativ fest (wie fest muss ich beim Probeschiessen ausprobieren) ohne dabei seitlich Druck auf den Schaft auszuüben. Dafür muss die Länge des Hinterschaftes richtig eingestellt werden, sehr wichtig !
    Der Kopf wird von oben mit leichtem Druck auf die Schaftbacke gelegt, niemals von der Seite aus gegen die Schaftbacke drücken.
    Mache ich dies alles richtig springt das Gewehr sehr schön gerade hoch, liegt nach dem Schuß genau wieder wie vorher und gibt mir ein gutes Feedback so daß ich relativ gut sagen kann ob der Schuß ok war oder eben nicht.
    Der rechte Ellenbogen ist die "Feinregulierung" und bestimmt den Nullpunkt des Anschlags. Sein Aufetzpunkt, also der Nullpunkt muss vor jedem Schuß kontrolliert werden. Nach vorne lässt die Gewehrmündung nach links wandern und umgekehrt. Zieht man den Ellenbogen näher zum Körper ran senkt sich die Mündung, weiter weg steigt die Mündung.
    So erreiche ich derzeit beim KK liegend zwischen Anfang 580 bis 590 Ringe und beim GK 300m liegend hohe 580er bis Anfang 590er Wettkampfergebnisse.

  • Was mir als erstes einfällt, ist, ob du immer gleich durch den Diopter schaust / den Korntunnel durch den Diopter richtig zentrierst, denn damit habe ich öfters mal Probleme :D


    Mich würde interessieren mit was für einem Ringkorn Reinhold und ihr liegend schießt?

    "Das Leben ist schön und wenn es grad' mal nicht schön ist, dann mach ich's mir schön. Und wenn es dann immer noch nicht schön ist, dann red' ich's mir schön."
    -Jan Ulrich Max Vetter (aka Farin Urlaub)

  • War ein Hinweis für mich- so nach dem Moto - bei dem ist Hopfen und Malz verlohren. Danke

    Ist aber der erste richtige Hinweis... Auch wenn man es oft nicht hören will....

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • Hallo Reinhard,


    solange du trotzdem noch Spass am KK Schießen hast, das dich nicht unterkriegen!



    Ich bin auch Brillenträger und habe mich beim KK für einen Brillenvorsatz entschieden, wo das Glas direkt am Diopter befestigt wird.


    Die Brille hat mich irgendwie immer gestört beim liegend Schiessen.


    Sicher ist das nicht für jeden die Lösung, aber laut deinen Ausführungen hast du das noch nicht ausprobiert?


    Las nicht locker, gut Ding will Weile haben ;-)

  • Was hast du mit dem Brillenvorsatz bis jetzt für Erfahrungen gemacht bzw. hast du damit nur positive Erfahrungen gemacht und kommst du damit zurecht?


    Denke in letzter Zeit auch darüber nach, mir so einen Vorsatz zu besorgen, da ich es extrem schwierig und lästig finde, beim KK3x20 die Schießbrille für jede Disziplin umzustellen :D

    "Das Leben ist schön und wenn es grad' mal nicht schön ist, dann mach ich's mir schön. Und wenn es dann immer noch nicht schön ist, dann red' ich's mir schön."
    -Jan Ulrich Max Vetter (aka Farin Urlaub)

  • Wie schon geschrieben, mich hat die Brille auch immer gestört.


    Ich finde es einfach praktischer mit dem Brillenvorsatz und komm damit auch besser zurecht.


    Aber, das klappt nicht mit jeder Fehlsichtigkeit, soweit ich weiß.


    Aber das wurde hier im Forum auch schonmal irgendwo diskutiert.



    Ich nutze die Brille beim Gewehr jetzt nur noch zum Stehen VL - Gewehr schießen und für ZF-Gewehr, weil da kann ich keinen Brillenvorsatz anbringen.

  • Hallo Reinhold,


    Du hast ja in einigen Beiträgen/Anfragen hier im Forum schon sehr viele Teilantworten erhalten, die Du hier in dieser Anfrage nochmals
    stellst. Karl hat es ja auch geschrieben, vielleicht hilft ja ein Jedermann Lehrgang oder ein Fortgeschrittenen Lehrgang für Liegend beim
    DSB.
    In Summe bei allen Anfragen/Beiträgen sehe ich noch keinen Fortschritt bei Dir, es ist immer das Material und es wird zu viel "probiert".
    Vom Monokel rate ich nach meiner langen Odysee ab, owohl meine Hornhautverkrümmung sehr minimal ist. eine gut angepasste Schießbrille ist besser. Es gibt m.E. nur eine Handvoll guter Schießbrillen 'Macher', die meisten sind hier im Forum genannt und ich möchte keine Werbung machen.
    Wichtig ist, egal wie Du im Ziel stehst/liegst, ! Dein Kopf muss immer an der selben Stelle liegen mit dem gleichen Druck (wenig) von oben !
    wenn Du den Abstand unbewusst variierst dann hast Du Flyer ... die 8er x-Mal . Abstand Glas zu Auge muss immer gleich sein, Abstand zum
    Diopter/Iris muss immer gleich sein. Versuche es mit dem Mirror, wenn Du Deine Iris gut siehst im Anschlag, dann hast Du annähernd immer den richtigen Abstand Schießbrille zum Diopter/Iris. Ein rauher Fleck den Du auf der Schaftbacke anbringst markiert immer die richtige Postion des Kopfes/Backe auf der Schaftbacke und ist nicht verboten, das machen viele Spitzenschützen so.
    Aber ich denke immer noch, Du musst auf einen Lehrgang sonst wird das nichts.


    Gut Schuss Oldgunner

  • Danke Königstiger! Du hast mir hiermit noch ein paar sehr gute Hinweise gegeben, die ich vorher nicht wusste! Danke!
    Danke OldGunner für deine wichtigen Hinweise bezüglich Schießbrille, Abstände, rauher Fleck, Mirror- da kann ich doch noch daran arbeiten! Das mit dem Lehrgang hatte ich auch schon gedacht- Leider fehlte mir immer die Zeit dazu irgend wo hinzu fahren und für mehrere Tage dort zu bleiben. Hast du sowas schon gemacht?( Lehrgang?) Was könntest du mir da vorschlagen? Wohin? Welcher Trainer?
    Danke für dein Posting!

  • Hallo OldGunner,
    Danke OldGunner für deine wichtigen Hinweise bezüglich Schießbrille, Abstände, rauher Fleck, Mirror- da kann ich doch noch daran arbeiten! Das mit dem Lehrgang hatte ich auch schon gedacht- Leider fehlte mir immer die Zeit dazu irgend wo hinzu fahren und für mehrere Tage dort zu bleiben. Hast du sowas schon gemacht?( Lehrgang?) Was könntest du mir da vorschlagen? Wohin? Welcher Trainer?
    Danke für dein Posting!


    Habe nach Mirrors geschaut - da gibts den Centra Spigel Mirror - weisst du ob die auch auf andere Irisblenden (nicht Centra) past?

  • Hallo Reinhold,


    ja ich habe schon Lehrgänge mitgemacht, der erste war bei Peter Klingner im Jahre 1976 und der letzte war vorletztes Jahr mit DODODOGGE in Spreckens. Peter Klinger macht nur noch einige Lehrgänge im Jahr und nur wenn genug sich bei ihm anmelden.
    Ansonsten gibt es die Lehrgänge von DSB, DODODOGGE war auch schon dort und könnte davon berichten.
    Ich selbst war im Kader von Rheinland Pfalz vor langer langer Zeit und habe erst wieder nach fast 30 Jahren mit dem Schießen in 2008 wieder
    angefangen, ich musste berufsbedingt und gesundheitlich mit dem Schießen aufhören. Aber wenn man einmal in einem Kader war, das ist wie Fahradfahren, man vergisst nicht so schnell auf was es ankommt und meine Disziplin war damals und auch heute 60 Schuss liegend KK und GK.
    Aus meiner Sicht hat mir sehr viel das Studium von den neuesten Fachbücher geholfen, weniger das Schießen selbst. Ich mache keine 60 Schuss komplett Programme mit scharfer Munition. Ich mache viel mehr Trockentraining mit der konsequenten Betrachtung wiederholgenau den Anschlag immer wieder zu finden, den Nullpunkt und alles was dazu gehört. So kann ich ohne auf den Schießstand gehen trainieren und das mache ich 4x die Woche. Auch ist es wichtig zu wissen was Deine Sehkraft angeht, ist die bei 100%, dann hast Du schon aus dieser Perspektive ein kleines Handycap, denn mehr als 120 % wären von Vorteil, wenn es zum Ende eines Wettkampes geht. Die Sehkraft lässt einfach nach und wir werden ja nicht jünger, sodaß bei älteren Schützen schnell die Grenzen erreicht sind und somit auch hohe Ergebnisse. Mein neuester Sehtest bestätigte ich habe eine Sehstärke von 150%, auch noch Voraussetzung für gutes Sehen, konstanter Blutdruck und man hat kein Diabetes etc. All dies und auch die pers. Fitness sind ein Teil (D)einer Leistung. Mit anderen Worten, wenn das Gesamtpaket nicht stimmt, dann wird es sehr schwierig über die 585 zu schießen. Ich habe schon gesehen, das Schützenbrüder 2x60 Schuss Programm schießen und das 2-3mal die Woche und Schwankungen haben, daß sich die Balken biegen, hier will mit Gewalt ein hohes Ergebnis erzielt werden, aber das geht nicht, nie.In der Ruhe liegt die Kraft. Punkt ! Erzwingen kann man nichts.
    Reinhold, finde einen guten Trainer, oder eine(n) guten Sportschützen(in), der mit Dir zu sammen trainiert und wirklich Ahnung hat. Es sind die Tipps wie wir sie Dir geben, aber dies hier ist Virtuell und wir sind bei Deinem Training nicht dabei. Sodaß wir viel schreiben können, aber nicht eingreifen wenn der Anschlag oder Dein Verhalten evtl. auf dem Stand nicht so sind wie diese sein sollten etc etc etc. Wie erwähnt, die Summe macht das Paket aus, um gute Ergebnisse zu schießen. Manchmal ist dann wirklich bei 580 einfach Schluss, Ende Gelände.
    MEC hat auch für Fremdfabrikate einen Mirror im Programm, ruf einfach dort an, die Mitarbeiter oder Maik sind sehr sehr nett und kompetent und helfen Dir dabei den richten Mirror zu finden.


    Viele Grüße Oldgunner

  • OldGunner,
    super- du nimmst dir richtig Zeit für mich!
    Ich habe jetzt mal einen Mirror von Centra geordert. Den werde ich mal ausprobieren. !
    Beim Augenarzt war ich vor einigen Jahren!!! Sehe mit der Brille auch mehr als 120% - normalerweise- aber bei der Liegend Disziplin macht sich bei mir schlechte Lichtverhältnisse (Aussenanlage) im Ergebniss schon bemerkbar. Manchmal wirds auch etwas unscharf - aber da sagtets du ja das konnte am Anstand oder Lage zum Diopter liegen ! ( das kann ich ja jetzt mit dem Mirror prüfen!)
    Dein Vorschlag mit einer erfahrenen Schützin zu trainieren finde ich super!!!! Da kann man am besten verschiedene Stellungen ausprobieren! HA HAHAH!


    Danke nochmals.
    Reinhold

  • Hallo Reinhold,


    gerne zu weiteren Späßen bereit, wenn's hilft . :thumbup: Achtung: wenn die Dioptrien gemessen werden, dann werden Werte ermittelt für
    eine normale Brille (Alltag). Für eine Schießbrille ist das anders, entweder ist der Weg vom Auge zum Brillenlgas, kürzer oder länger.
    Das macht sich in der Brillenstärke dann bemerkbar. Je weiter die Brille weg ist um so mehr muss der Optiker den Wert erhöhen. Um eine 1/8 oder 1/4 Dioptrie, je nach Glashersteller (Zeiss kann 1/8 Dioptrien anfertigen) der Zylinder oder Hornhautverkrümmung müssen angepasst werden. Die meisten Optiker nehmen die Brillenwerte, stimmt aber nicht !
    Auch habe ich ein Glas zusätzlich mit 0,25 Dioptrien immer dabei, das stecke ich auf, wenn ich weiter weg schieße als 50m. Z.B 100m und
    300m GK liegend. Dann passt es auch hier, aber ohne Zylinderausgleich und Hornhautverkrümmung, die Korrektur kommt vom Hauptglas.
    Zu beziehen über Klingner.


    Viele Grüße Oldgunner

  • Hallo Reinhold,


    hier wurden ja schon insbesondere von Königstiger und OldGunner eine Menge hilfreicher Tipps gebracht.


    Das richtige Sehen ist zwar auch sehr wichtig, die Betonung liegt dabei aber eher auf richtig, die Hinweise zum Anschlag - eine gewisse eher passive Festigkeit des Anschlags, ein Anschlag, wo möglichst keine seitlichen Kräfte mehr wirken, immer gleiche Druckverhältnisse, möglichst sparsame Bewegungen beim Ladevorgang, konsequente Korrekturen, wenn die Festigkeit im Anschlag nachlässt, immer absolut konsequente Überprüfung der Nullstellung nebst sauberer Korrektur mit dem Stellarm, dabei immer nur kurz durch das Diopter schauen, dazwischen immer wieder den Blick absenken und zuletzt, wenn alles passt, den Schuss möglichst zügig, dabei aber sauber auslösen, wenn die Visierung nach dem letzten Ausatmen im Ziel zum stehen gekommen ist - sind meiner Meinung nach aber noch wichtiger.


    Und da habe ich mittlerweile selbst auch ein Problem, je älter ich werde, um so sauberer muss ich diese Punkte beachten und bearbeiten, und da läuft mir dann oft die Zeit weg.



    Aber bevor ich diese Tipps noch durch ein paar praktische Übungen ergänze, mit denen Du möglicherweise besser herausfinden kannst, wo deine wirklichen Schwächen liegen, möchte ich gerne noch von Dir erfahren, welche Zielelemente und Zielhilfsmittel Du nutzt und worauf Du den Fokus beim Zielen legst.


    Eigentlich braucht man nämlich keine weiteren Hilfsmittel, um ein korrektes Visier- und Zielbild zu bekommen, wenn man bestimmte Bedingungen einhält. Dazu gehört auch ein nicht zu geringer Abstand zwischen Diopter und Auge. Nur so kann man erreichen, dass der Korntunnel mindestens die Hälfte, besser sogar zwei Drittel der Fläche im Diopter einnimmt. Und nur so kann man auch sofort erkennen, ob man auch wirklich zentriert durch das Diopter schaut und der Kopf auch immer den selben Platz hinter dem Diopter findet. Zusätzlich sollte man auch das Ringkorn nicht zu klein wählen und auch hier bietet die zwei Drittel Daumenregel - das Verhältnis zwischen schwarzem Spiegel und dem weißen Rand im Korn - eine gute Näherung und Ausgangsbasis. Bei vermeintlichen Zielfehlern besser das Korn etwas größer als kleiner wählen. Wer das nicht glaubt, kann ja mal eine Scheibe mit Spiegel in Größe der LG-Scheibe verwenden und mit der gewohnten Visierung beschießen und sich dann wunderen, wie gut man auch darauf noch treffen kann.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Frank,


    alles richtig was Du schreibst. Kann ich nur unterstützen. Der Mirror kann man zur Überprüfung/Training nehmen bis man wirklich sicher
    ist. Denn es ist ja so, wenn man auf zu viele Dinge achten muss, dann kommt der eigentliche Zielvorgang und die Konzentration dazu zu
    kurz. Deshalb ist es auch meine Meinung, wie Deine, möglichst einfach alles gestalten und ich bin der Meinung, wenn ich den Mirror nicht
    mehr brauche, dann kommt der ab. Wenn ich wieder Probleme habe, dann mache ich den wieder dran, um zu sehen was los ist.
    Aber wie ich bereits sagte, das Ergebnis ist die Summe aller Einflüsse, alles was zu viele ist, macht ein gutes, besseres Ergebnis zunichte.


    In diesem Sinne noch viel Spass beim finden der richtigen Komponenten, Anschlag, ....................... was auch immer.


    VG Oldgunner

  • Ihr beiden lobt diesen Mirror ja ungemein.


    Ist es möglich diesen noch anzubrinegn, wenn schon ein Monocle am Diopter ist?


    Ich würde das auch gern mal ausprobieren.