Welche Erfahrungen habt ihr mit der Reparatur Eurer Sportwaffen gemacht?

  • Ein Sportfreund berichtete mir von seinem Erlebnis bei den DM in Dortmund und erwähnte, dass er bereits zum zweiten Mal sein LG dabei nicht nutzen konnte, weil es einen Defekt aufwies und die Reparatur in beiden Fällen mehr als 4 Wochen, ich meine er sagte sogar mehr als 6 Wochen dauerte.

    Ich konnte ihm dann von meiner Erfahrung berichten.
    Im Juli/August stellte ich fest, dass meine Schießergebnisse schwächer wurden, das ist ja oft normal, aber in diesem Fall führte auch größtes Bemühen über einen etwas längeren Zeitraum nicht zu einer Besserung.

    Schließlich entschloss ich mich der Sache technisch beizukommen, legte die Waffe fest und schoss ein paar Serien. Spätestens nach der dritten Schussgruppe war klar, es lag an der Waffe………die Streuung ließ einen Schaden am Druckminderer vermuten, aber auch andere Schäden, z.B. durch veränderte Luftverwirbelung waren denkbar.
    Ich gebrauchte die Waffe spätestens 10 Tage später. Über den üblichen Weg des „Hauswaffenhändlers“ war dies nicht zu schaffen.
    Deshalb rief ich bei der Firma Klingner an und sprach mit der freundlichen Büchsenmacherin des Hauses. Auch sie nahm einen Schaden des Druckminderes an und bot mir an, sie am folgenden Tag mit der Waffe in Bremervörde aufzusuchen. Sie würde dann die Waffe reparieren – sofern dies im Hause möglich sei – und ich könnte das LG erprobt am selben Tag wieder mit nach Hause nehmen.
    Ich entschloss mich wegen der Entfernung aber nicht zu fahren und wusste, dass die Waffe dann erst in der kommenden Woche, frühestens am späten Montagnachmittag repariert werden konnte, da die Büchsenmacherin noch einen Termin Belgien zu erfüllen hatte.

    Folgender Zeitablauf ergab sich dann:
    Das LG habe ich am Dienstag versandt, am Freitag wurde ich von Fa Klingner angerufen, die Waffe sei eingetroffen, am Montag sprach ich mit der Büchsenmacherin – sie war noch beim Auspacken der „belgischen“ Ausrüstung. Am Dienstagmorgen wurde die Waffe in Bremervörde bei der Post aufgegeben und bereits am Mittwoch hielt ich sie repariert in den Händen.
    Aus meiner Sicht ein optimaler Ablauf!
    Kompetenz der Büchsenmacherin und Kooperationsbereitschaft des Hauses haben diesen Ablauf ermöglicht.

    Bei der Waffe handelte es sich um eine Walther AluTec 300 xt, Schussbelastung 28.500, 10 Jahre alt.
    Es war der Druckminderer, Preis weiß ich jetzt gerade nicht, war aber im erwarteten Bereich.

    Welche Erfahrungen habt ihr?
    Gruß
    Joachim

    Stammschießen?
    Ich bin dabei!

  • Am längsten dauerte es als ich es über den Fachhandel habe einschicken lassen, erst nach ca. 6 Wochen kam das Gewehr zurück.
    Daher bringen wir jetzt unsere Waffen lieber zu einem Büchsenmacher in der Nähe. Das geht innerhalb einer Woche.


    Am schnellsten geht es wenn man seine Waffe an einem Servicestand auf einer Meisterschaft abgibt. Wenn man das abwarten kann, bekommt man seine Waffe nach 1-3 Stunden repariert wieder. Und auch der Preis ist hier am besten!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Ich habe schon "solche und solche" Erfahrungen gemacht. Bei der diesjährigen DM in München konnte ich beim GK liegend nach 39 Wettkampfschüssen einpacken, der Auszieher war gebrochen ;(
    Wieder zuhause habe ich den Verschluß gleich direkt zum Hersteller eingeschickt und bekam diesen nach nichtmal einer Woche repariert zurück.
    Ich habe aber auch schonmal ca. 4 Monate auf einen Laufwechsel warten müssen.

  • Die Steyr LP10 meiner Tochter hatte einen Defekt - der "Stabilizer" war ausgenudelt.


    Nur hatten wir zu wenig Zeit vor dem nächsten Wettkampf, die Waffe nach Ösiland hin- und wieder zurückzuschicken.
    Ein Anruf beim Werkskundendienst klärte ganz schnell das Problem - und die notwendigen Ersatzteile und sogar das Werkzeug (zwei Durchschläge) wurden sofort per Briefpost versandt. Das ganze sogar 2x, weil die Post die erste Sendung irgendwie vermurkst hatte und diese dann zeitgleich mit dem zweiten Brief identischen Inhalts kam.


    Was wir zu machen hätten, erklärte das gut gemachte Service-Video, das auf der Steyr-Homepage verlinkt war. Wirklich einfach. Dafür braucht man keinen Büchsenmacher, nur ruhige Hände. Meine Tochter hat das Teil selber gewechselt.


    Wir haben dann die Werkzeuge und die zuviel gelieferten Ersatzteile wieder zurückgeschickt.


    Das Ganze erfolgte auf Kulanz ohne irgendeine Rechnung - Super Service!!! Danke, Steyr!

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)