Pistolendrehhalter (Eigenbau inkl. Bilder)

  • Hallo an Alle,


    wie in einem anderen Beitrag schon angekündigt, habe ich meinen Pistolendrehhalter fertig gebaut.
    Oder eigentlich eher: bauen lassen. Deshalb an dieser Stelle vielen Dank an meinen Vater, der als ehemaliger Schreiner prädestiniert für dieses Projekt war und immer wieder Verbesserungsvorschläge von mir ertragen musste. Danke Dad! :D


    Wie kam es nun überhaupt zu diesem Projekt?
    Da ich nach knapp 30 Jahren Gewehrschießen aus gesundheitlichen Gründen ins Kurzlauflager gewechselt bin, konnte ich es nicht ertragen, so wenig Sachen (nur ein kleiner Koffer!!!) mit auf den Stand zu schleppen. ;)


    Nein, der Grund ist natürlich ein anderer: Auf Ständen mit Seilzuganlage hat es mich gestört, wenn ich die Lupi - von der Ruhestellung aus gesehen) seitlich versetzt in den Anschlag bringen musste (aufgrund der mittig auf dem Tisch montierten Seilzuganlage). Auch auf unterschiedlich hohe Schießstandbrüstungen reagiere ich empfindlich; ich möchte die Lupi gerne immer aus der gleichen Höhe von der Ruhestellung in den Anschlag bringen.


    Leicht zerlegbar, nicht zu schwer, nicht zu kostenintensiv und nicht zu aufwändig (Material/Maschinen) sollte die Sache sein. Auch mein LPfix-Halter sollte integriert werden. Das waren die Grundüberlegungen zu diesem Projekt.


    Genug gelabert, im Anhang ein paar Bilder



    Bild 1: Basisplatte mit drei versenkten Edelstahlhülsen.
    Bild 2: fünf unterschiedlich lange Edelstahlstäbe (Vollmaterial), so können unterschiedlich hohe Schießstandbrüstungen ausgeglichen werden.
    Bild 3:
    Basisplatte mit Edelstahlstab
    Bild 4: Dreheinheit seitlich (Drehbeschlag kugelgelagert)
    Bild 5:
    Dreheinheit Unterseite
    Bild 6: Dreheinheit Oberseite
    Bild 7:
    Dreheinheit auf Basisplatte
    Bild 8: mit eingeschobenem LPfix
    Bild 9: inkl. Lupi
    Bild 10: vom Schützen aus gesehen

    Zum besseren Verständnis:


    Die Grundplatte liegt unter den Seilen der Seilzuganlage. Wenn der Scheibenhalter inkl. Scheibe nach vorne gefahren ist, ist die Lupi in der Position wie im letzten Bild zu sehen. Wenn die Scheibe nun zum Schützen hergefahren werden soll, wird die Lupi (mit der Schießhand) nach hinten gezogen. Durch die Konstruktion schwenkt so die Lupi aus dem Bereich der Seilzuganlage weg und die Mündung der Lupi zeigt immer (!) nach vorne Richtung Geschoßfang (Sicherheitsaspekt!)
    Die Scheibe kann dann gewechselt werden und wieder nach vorne gefahren werden, die Lupi wird danach nach vorne wieder in Grundstellung (ausgestreckter rechter Arm) gebracht.


    Kosten/Materialaufwand der ganzen Geschichte:


    - ein paar Holzreste, die eh rumlagen
    - Edelstahlhüsen waren auch schon da, keine Ahnung was die kosten
    - Edelstahlstab, Vollmaterial ~12 €
    - Drehbeschlag ~ 5 €
    - LPfix, dürfte bekannt sein...


    Schöner Nebeneffekt, der bei der Planung überhaupt nicht zur Debatte stand:
    Nach jedem Schuß, oder vielmehr zum Laden ziehe ich die Lupi zu mir heran und kann nun mit der anderen Hand bequem den Diabolo in den Lauf schieben.
    Vorher musste ich meinen linken Arm immer ziemlich weit nach vorne strecken um bei ausgestrecktem rechten Arm (der die Lupi hält) zu laden.


    ich hoffe ich konnte alles verständlich beschreiben.
    Wenn Fragen: fragen!
    ;)




    Gruß Asterix