LuPi / SpoPi - Fehlschüsse auf 1-3 Uhr

  • Hallo,


    ich schiesse seit ca. 1 Jahr LuPi und SpoPi.
    Im Moment ist mein Trefferbild so das ich einen Schnitt von 8 schaffe.
    Leider verhageln mir immer wieder Ausreißer das Gesamtergebnis.
    Es kommt leider immer wieder vor das ich nach einer für mich guten Serien 4'en bis 6'en auf 1 bis 3 Uhr auf die Scheibe zaubere.


    Wir habe gestern mal versucht die Ursachen zu analysieren und sind zu Schluss gekommen das es mit der Haltung meines Daumens zusammen hängen kann.


    Lässt sich diese Vermutung auf Grund des beschriebenen Schussbildes bestätigen und was kann ich dagegen machen, bzw. wie kann ich das weg trainieren?


    Gruss
    Ulange

  • Hallo Ulange,


    ich hatte ähnliche Probleme und hab die fast weg:


    1. Daumen immer wieder bewußt lockern und nicht gegen den Griff drücken.


    Wichtiger bei mir war aber:
    2. Abzugszüngel etwas nach hinten verschieben/versetzen - ist zwar etwa ungewohnt, aber die Schusslage hat sich vor allem dadurch enorm verbessert.
    Das musst du aber probieren und ich habe mich da in 2mm-Schritten angenähert, bis es passt.


    VG


    Holger

    C-Trainer DOSB - Walther LG Anatomic - Anschütz 1807 in Tesro Evolution mit Simalux ZF - Walther LP 400

  • Hallo,


    danke für den Tipp.


    den ersten ich versuche zu beherzigen.
    Punkt 2 ist bei der Vereinswaffe z. Zt. schwer umzusetzen., aber mal sehen ob ich temporär an der Waffe "herumspielen" kann.


    Gruss


    Ulange

  • Hallo,
    dass mit dem Daumen könnte schon einer der Gründe sein.
    Rechts hoch bzw. links tief deutet recht häufig auf Abziehen....
    Nicht verkrampfen und wirklich nur mit dem Zeigefinger abziehen und nicht mit dem Daumen "unterstützen". (Gehe mal davon aus du bist Rechtshänder)
    Das mit der Postition des Abzuges ist so ein Ding. Pauschal zu sagen, dass er weiter hinter muss, würde ich jetzt nicht. Es kann aber schon sein, dass sie nicht "richtig" für dich ist. Das muss man halt überprüfen, ob du wirklich senkrecht zu Laufachse abziehst.


    MfG

  • Hallo Chris,


    ich hab ja auch geschrieben, daß es bei mir wichtiger war .........


    Natürlich ist das alles zu (über)prüfen und es wäre auch gut, wenn sich das ein erfahrener LP-Schütze mit ansehen würde.


    VG


    Holger

    C-Trainer DOSB - Walther LG Anatomic - Anschütz 1807 in Tesro Evolution mit Simalux ZF - Walther LP 400

  • Hi,
    jep genauso.


    Meinte auch nicht dass du was falsches gesagt hattest... Sollte es nur nochmal deutlich machen. :-D


    MfG

  • Hallo ulange,


    ich hatte das gleiche Problem, ich habe teilweise Schüsse nach oben rechts rausgehauen, das ich fast am mir gezweifelt habe,
    ansonsten war ich mit LP und SpoPi mit fast 9er Schnitt unterwegs.


    Mit sinkender Konzentration habe ich das mit dem Nachhalten nicht so genau genommen und zu früh die Spannung im rechten Arm aufgelöst,
    was wiederum Auswirkung auf das Handgelenk hatte, das zusammen mit ein wenig zu viel Druck auf dem Daumen (das mache ich aber fast immer)
    zu einem Treffer rechts oben (teilweise deutlich aus dem Zentrum) geführt hat.


    Ich habe mir das bewusste Nachhalten wieder antrainiert, achte auf mein Handgelenk und habe es damit in den Griff (was für ein Wortspiel) bekommen.
    Dahinter bin gekommen, weil ich mit der FP und der extrem hängenden Handhaltung und dem eher sanften Zugriff kein Problem mit solchen Fehlschüssen hatte.


    Gruß AndyL.

  • Hallo,


    ich war heute auf dem Stand.
    Ich habe extrem auf die Stellung/Haltung meines Daumen geachtet, sodas er nur leicht bis garnicht auf dem Griff auflag und sieh da heute keinen einzigen Ausreisser nach oben.


    Mal sehen wie lange das anhält.;-)


    Danke an alle Tippgeber.


    Gruss


    Ulange

  • Hallo Freunde,


    es ist wahrscheinlich auch eine Frage der speziellen Kondition.


    Ich komme zwar aus dem Gewehrlager, habe aber in jungen Jahren auch mal ein paar Jahre LP auch wettkampfmäßig geschossen und bilde mir auch ein, zumindest die elementaren Grundlagen so halbwegs zu beherrschen.


    Wenn ich heute mal eine Pistole in die Hand nehme, dann kann ich die ersten 15 bis 20 Schuss auch immer noch recht sauber (im Rahmen meiner Möglichkeiten) auslösen, aber danach merke ich doch, wie meine spezielle Kondition schwindet und beim Auslösen das Handgelenk 'weich' wird und diese spezielle Koordination zwischen halten und sauber auslösen mehr und mehr verloren geht. Und ich bin eher kräftig gebaut und sicher auch nicht einer der allerschwächsten Zeitgenossen unter der Sonne.


    Aber nach meiner Auffassung braucht man für das saubere Pistolenschießen eben auch eine spezielle Kondition. Durch das Halten werden Muskelgruppen beansprucht, welche man im normalen Leben eher weniger beansprucht. Und deshalb muss man die eben auch trainieren und am besten geht das wohl durch Trockentraining, sprich in diesem Fall speziell durch Halteübungen. Das ist zwar zugegeben eher langweilig, aber sehr effektiv.


    Also Abends ruhig mal vor dem Fernseher oder so die Pistole halten. Auf Grund des herrschenden Zeitgeistes aber besser nur bei geschlossenen Vorhängen. ;-)


    Ausgesprochenes Krafttraining hingegen, z. Bsp. in der Muckibude, sollte man aber eher nur mit Vorsicht genießen, denn dicke Muskeln verbrauchen auch viel Energie und neigen auch eher zum Zittern.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank