Limitzahlen

  • Hallo,


    wir stehen jetzt gerade vor der Gaumeisterschaft und danach käme die Landesmeisterschaft. Das war für mich mal die Gelegenheit mir die Limitlisten anzuschauen.
    Und das sowohl für den Gau als auch für's Land.
    Dabei bemerkte ich, daß es einige Disziplinen beim Gau gibt, die höher bewertet sind als beim Land (Freie Pistole Gau = 240 Land =233).
    Andersherum hätte ich dies vollkommen verstanden. Die nächste Ebene der Meisterschaft darf auch gerne eine Leistungsstufe höher sein. ^^


    Wer legt denn sowas fest? Wird das irgendwo geregelt? Wisst ihr das vielleicht?


    Gruß
    Rallig

  • Die Limits werden idr nach der Standkapazität gesetzt, sprich wieviele Starter kann ich an diesem Tag durchschleusen. Entsprechend wird das Limit gesetzt.
    In deinem Fall glaube ich das das höhere Limit zur Gaumeisterschaft daran liegt das es nur wenige Starter gibt und der schlechteste auf der Meisterschaft davor die 240 Ringe hatte.

  • Ist bei uns genauso. Gliederung in Hessen ist Kreis, Gau und dann Land. Limit Gau bei Freie Pistole in 2013 waren 244 Ringe. Limit für Land aber nur 233 Ringe. Problem sind die lediglich 16 Startplätze bei der Gaumeisterschaft. Das gepaart mit teilweise sehr starken Schützen bei uns im Gau, sorgt für diese seltsame Situation.

  • Hallo Lanfear,


    ist es im LV Hessen bei der Gegenüberstellung der LM-Limite der letzten Jahre auch so wie im NWDSB, wo die Limite in der Mehrzahl der Wettbewerbe herabgesetzt worden sind?

  • Hallo Wilhelm,


    habe mir jetzt nicht alle Zahlen angeschaut, aber bei Luftpistole gibt es da einen nicht zu verleugnenden Trend. Gefühlt dürfte das auch in anderen Disziplinen ähnlich sein.
    Hessen_Limits_LP_10-13.pdf
    Lediglich die Jugend weiblich ist ein Ausreißer.

  • Vielen Dank für die Antwort. Bis jetzt hatte ich immer angenommen, dass die Leistung entsprechend immer höher sein muss, um weiterzukommen.
    Aber so klingt es ja auch plausibel.

  • Ich empfinde ja die Limitzahlen der Oberbayerischen Meisterschaft extrem niedrig heuer.
    Waren die die letzten Jahre auch so weit unten?

  • Ich lach mich schlapp, da brauche ich aber nicht so eine Auswertung um dahinter zu kommen, sondern nur mit offenen Augen am Sport teilnehmen. Dieser Trend ist aber auch ohne Auswertung schon vor 2010 erkennbar gewesen.

  • Ich lach mich schlapp, da brauche ich aber nicht so eine Auswertung um dahinter zu kommen, sondern nur mit offenen Augen am Sport teilnehmen. Dieser Trend ist aber auch ohne Auswertung schon vor 2010 erkennbar gewesen.


    Jetzt müsste ich nur noch wissen wie ich das aus Schützensicht richtig bewerten muss?
    Über Jahre wurde ich in Foren geprügelt weil ich zu stark auf die Leistungskomponente fixiert war. Wichtiger als erste Plätze wäre z. B. auch der Umgang mit richtigen Waffen aus Holz und Stahl statt der "Plastik-Sportgeräte" die in Hochbrück gezeigt werden. Höchstes Ziel ist Spaß haben mit möglichst vielen tollen Waffen, was ich durchaus verstehe, allerdings kann ich dann keine Höchstleistungen mehr erwarten.


    Fragen über Fragen..


    Karl

  • Ich meinte eher die abnehmenden Mitgliedszahlen, die natürlich nicht durch einen plötzlich ansteigenden Anteil an aktiver auftretenden Schützen und einem unerklärlichen Leistungsanstieg kompensiert werden. Und was solche Landesstützpunkte kosten und wer bereit ist sie zu finanzieren wird ja hier auch zu genüge diskutiert. Dann zähle ich ohne Excel 1+2+3 zusammen und kriege raus, dass die Teilnehmer fehlen und dadurch die Limitzahlen nach unten rauschen, damit die gleichbleibende Anzahl an möglichen Starts auch befüllt wird. Nur dadurch werden ja die Gelder generiert, die die Meisterschaften im besten Fall nicht mit roten Zahlen enden lassen. Und das dieses Problem über viele Landesverbände in vielen Disziplinen besteht, das ist auch kein Geheimnis, das wird auch nicht mit Statistiken behoben. Wer das dennoch hinbekommt kann sein Rezept sicherlich auch mal Frau Nahles näherbringen, die schraubt ja auch wieder vergebens an den Limitzahlen für die Rente.

  • Peinlich wird's dann halt wenn man in einer schwach besetzten
    Disziplin mit unterirdischer Leistung das Limit in ungeahnte Tiefen zieht. ;)
    Ist mir mal passiert und es ist nicht schön, wenn solche 'Glanzleistungen' dann
    für alle Zeiten in den Statistiken der Limits verewigt werden. ;(


    Quote

    Höchstes Ziel ist Spaß haben mit möglichst vielen tollen Waffen, was ich durchaus verstehe,
    allerdings kann ich dann keine Höchstleistungen mehr erwarten.


    Kommt darauf an, wie man Höchstleistung definiert.
    Leider gibt es, von IPSC und Westernschießen mal abgesehen, kaum Disziplinen die auf
    Vielseitigkeit ausgelegt sind.


    Außerdem glaube ich, daß das Leistungniveau nicht schlechter wird,
    sondern sich nur analog zum Durchschnittsalter der Mitglieder verschiebt.
    Z.B. in den Auflagedisziplinen liegt das Limit hier bei uns teilweise sehr hoch.


    Und ja, wenn man es im Hinblick auf den Wert für die Gesellschaft betrachtet,
    ist Freizeitsport wesentlich wichtiger als Leistungssport.


    Der Nutzen von 20 Top-Schützen für die Gesellschaft ist gleich Null.
    Der Wert von einer Million Freizeitschützen, die durch den Sport ihrer Gesundheit dienen
    und somit die Kassen weniger belasten oder durch den Ausgleich durch den Sport
    im Beruf leistungsfähiger werden ist immens.

  • Manche werden es wieder einmal leugnen, aber auch hier stimmen die Schützen mit den Füßen ab.


    Beim BDS gibt es im Moment gemaule, weil die Startplätze zur DM hinten und vorne nicht reichen.


    Axel

  • Im bssb würde ich die limitzahlen als nahezu konstant einstufen. Neben etlichen Zahlen, die um 1-2 ringe weniger wurden, gab es auch einige Anstiege.
    Grobe Tendenz: Schüler und Jugend wird etwas weniger, Altersklasse und Senioren eher mehr.
    Das spiegelt auch unsere alterspyramide im Schiessport wider

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Manche werden es wieder einmal leugnen, aber auch hier stimmen die Schützen mit den Füßen ab.


    Beim BDS gibt es im Moment gemaule, weil die Startplätze zur DM hinten und vorne nicht reichen.


    Axel


    Axel,


    die Tatsache, das Schießen nicht nur im DSB stattfindet wird, von denen die den Untergang des Schießsports vorhersagen gerne ignoriert.
    Allerdings werden wohl die wenigsten traditionellen Schützen die wegen der Kosten den NSDSB verlassen in den preiswerteren BDS eintreten.


    Karl

  • Allerdings werden wohl die wenigsten traditionellen Schützen die wegen der Kosten den NSDSB verlassen in den preiswerteren BDS eintreten.


    Nun, die Gründe sind verschieden, im Ergebnis bleibt es gleich. Die Leute verbringen ihre Zeit und geben ihr Geld (bei) jemand anderem (aus). Wer die Bedürfnisse und Wünsche seiner Mitglieder ignoriert, verliert sie.


    Axel

  • Nun, die Gründe sind verschieden, im Ergebnis bleibt es gleich. Die Leute verbringen ihre Zeit und geben ihr Geld (bei) jemand anderem (aus). Wer die Bedürfnisse und Wünsche seiner Mitglieder ignoriert, verliert sie.


    Axel


    Axel,


    Deiner Aussage kann ich voll zustimmen, nur vermute ich mal, dass viele der bisherigen NSDSB Mitglieder die ausgetreten sind oder austreten wollen und zum Schießen als Sport keinen weiteren Bezug haben, auch nicht zum BDS finden.


    So gesehen sind doch die Mitglieder die wie Du oben schreibst mit den Füßen abstimmen und in den BDS eintreten ein wirklicher Gewinn für den Sport.



    Karl

  • Der Nordwestdeutsche Schützenbund (NWDSB) hat für die diesjährigen Landesmeisterschaften im Landesleistungszentrum in Bassum für die Luftdruck-Wettbewerbe die Qualifikationsnormen - mit Ausnahme der für die Schülerwettbewerbe - herausgegeben.

    Im Vergleich zum Vorjahr sind erneut nahezu alle Limitwerte herab gesetzt worden. Erstaunlicherweise auch in den bisher boomenden Auflagewettbewerben., in denen die Teilnehmerzahl in den vergangenen drei Jahren um 13% auf 1221 gestiegen ist. Im selben Zeitraum sind die Teilnehmerzahlen der Freihandschützen/innen von 2058 (2011) auf 1804 um 12% gesunken.