Die Schweizer :-)

  • Interessantes Video und obwohl es die Schützen eigentlich negativ darstellen will, ist es doch ganz gut gemacht.


    ich finde der Junge am Schluss bringt es auf den Punkt: gefährlicher als ein Mitglied im Schützenverein ist ein sozial vernachlässigter und vereinsamter Jugendlicher. Denn wer Gesellschaft kennt und Freunde hat, ist wohl bei weitem nicht so schnell ein Amokläufer!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Wenn die Schweizer nun noch die Begeisterung bis ins Erwachsenenalter aufrechterhalten könnten, könnten sie im Sportschießen noch richtig erfolgreich werden.


    Karl

  • Ich finde die öffentliche Unterstützung für den Schießsport sehr bemerkenswert.


    Nur die Hälfte davon in D und wir würden viel ruhiger leben als Sportschützen :-)

  • Wenn die Schweizer nun noch die Begeisterung bis ins Erwachsenenalter aufrechterhalten könnten, könnten sie im Sportschießen noch richtig erfolgreich werden.


    Woran misst Du die Erfolge? An olympischen Medaillen oder an aktiven Vereinen?

  • Ist die Schweiz eine Schießsportnation oder nicht?


    Bei der Suche nach guter, erfolgreicher Verbandsarbeit bin ich auf die Seite von www.swissshooting.ch geraten. Unter Facts und Figures lesen wir, dass der Schweizer Schießsportverband SSV aus 3100 Vereinen mit 175.000 Mitgliedern (Anteil 2,2% an der Gesamtbevölkerung), drittgrößter Sportverband der Schweiz) besteht. In Deutschland beträgt die "Schützenquote an der Gesamtbevölkerung" rund 1,7%. Lizenzierte Schützen, das sind wohl die, die aktiv den Schießsport mit eigenen Waffen betreiben, gibt es ca. 65.000 Schützen.


    Die Jahresberichte vermitteln eine sehr aktive, vielseitige Verbandsarbeit. alles ist sehr transparent beschrieben, auch die Finanzen.


    Wenn man die Übersicht der Vertretungsrechte SSV per 30.11. e. J. für die Delegiertenversammlung miteinander vergleicht, fällt auf, dass diese V. - ohne das Verhältnis der Vertretungsrechte zur Basis zu kennen - von 2010 (270) auf 257 in 2012 gesunken sind, gleichfalls die Lizenzbasis für Vertretungsrechte von 77.177 (2010) auf 72.203 (2012). Kann mir jemand sagen, welche Werte (Mitgliederzahlen?) hinter diesen Vertretungsrechten stecken, oder sogar Mitgliederstatistiken zeigen? Ich vermute, dass sich auch unsere Schweizer Schießsportfreunde mit Mitgliederrückgängen zu beschäftigen haben.

  • Auch in der Schweiz gibt es mehr als einen Verband.


    Axel

  • Auch in der Schweiz gibt es mehr als einen Verband.


    Axel


    Pro Tell nennt 25000 Mitglieder. (Entschuldige bitte die unpräzise Ausformulierung)


    Wilhelm,


    auch wenn ich nicht mit Deiner buchhalterischen Präzision mithalten kann, so würde ich Dir bei der Vermutung dass die Schweizer Schützen auch mit einem Mitgliederrückgang zu kämpfen haben zustimmen.


    Aus Gesprächen mit schweizer Schützen und Meldungen aus den Medien konnte ich entnehmen dass, wie bei uns die Mitgliederzahlen in den Sportverbänden, also auch bei den Schützen zurückgehen. Weitere Ursachen dürften in der radikalen Verkleinerung der Armee und wachsenden Zahl der "Wehrdienstverweigerer" liegen.


    Karl

  • Sorry für den Tippfehler oben,


    richtig sind insgesamt 250 000 Schützen für die Schweiz.


    Karl

  • Ist die Schweiz eine Schießsportnation oder nicht?


    Wir könnten uns da sicher auf den Begriff sterbende Schützennation einigen.

    Quote


    Bei der Suche nach guter, erfolgreicher Verbandsarbeit bin ich auf die Seite von www.swissshooting.ch geraten. Unter Facts und Figures lesen wir, dass der Schweizer Schießsportverband SSV aus 3100 Vereinen mit 175.000 Mitgliedern (Anteil 2,2% an der Gesamtbevölkerung), drittgrößter Sportverband der Schweiz) besteht.


    Da wirken sich halt noch die militärischen Tugenden aus.

    Quote


    In Deutschland beträgt die "Schützenquote an der Gesamtbevölkerung" rund 1,7%.


    Ich hätte hier zum Vergleich Bayern genommen, von Größe und Mentalität sind die doch näher an den Nachbarn.

    Quote


    Lizenzierte Schützen, das sind wohl die, die aktiv den Schießsport mit eigenen Waffen betreiben, gibt es ca. 65.000 Schützen.


    Das sind die lizenzierten wohl nicht. Auch wenn ich keine wirkliche Erklärung gefunden habe dürften das eher Soldaten sein die ihre Pflichtübungen ableisten.

    Quote


    Wenn man die Übersicht der Vertretungsrechte SSV per 30.11. e. J. für die Delegiertenversammlung miteinander vergleicht, fällt auf, dass diese V. - ohne das Verhältnis der Vertretungsrechte zur Basis zu kennen - von 2010 (270) auf 257 in 2012 gesunken sind, gleichfalls die Lizenzbasis für Vertretungsrechte von 77.177 (2010) auf 72.203 (2012). Kann mir jemand sagen, welche Werte (Mitgliederzahlen?) hinter diesen Vertretungsrechten stecken, oder sogar Mitgliederstatistiken zeigen? Ich vermute, dass sich auch unsere Schweizer Schießsportfreunde mit Mitgliederrückgängen zu beschäftigen haben.


    Bei der erfolglosen Suche nach einer Erklärung für die lizenzierten Schützen bin ich auch auf einige Zahlen gestoßen.


    So sind die Schweizer was die aktiven Sportler betrifft nur an der 5. Stelle knapp vor dem Alpenclub.

    Die Anzahl der Sportvereine ist in der Schweiz seit 1995 bis 2010 von 27090 auf 20720 Vereine gesunken bei den Mitgliedern sieht es ähnlich aus, dieser Mitgliederrückgang ist übrigens den Schützen geschuldet.


    Ich finde die öffentliche Unterstützung für den Schießsport sehr bemerkenswert.


    Nur die Hälfte davon in D und wir würden viel ruhiger leben als Sportschützen :-)


    Glaubst Du wirklich ernsthaft dass bei uns die Bundeswehr genauso als Sponsor ankäme?


    Karl

  • Bei der erfolglosen Suche nach einer Erklärung für die lizenzierten Schützen bin ich auch auf einige Zahlen gestoßen.


    So sind die Schweizer was die aktiven Sportler betrifft nur an der 5. Stelle knapp vor dem Alpenclub.

    Die Anzahl der Sportvereine ist in der Schweiz seit 1995 bis 2010 von 27090 auf 20720 Vereine gesunken bei den Mitgliedern sieht es ähnlich aus, dieser Mitgliederrückgang ist übrigens den Schützen geschuldet.


    Karl, das ist interessant,


    kannst Du mir/uns dazu auch noch die Quellen nennen?

  • Markus109 : auch bei uns; aber ich habe ja auch erlebt, dass bei solchen Berichten vieles Sch.... ist.

    "10'585 Sturmgewehre gab die Armee an Kinder und Jugendliche ab. Dazu gab es 930'000 Schuss Gratismunition." dies ist wohl nur für aussenstehende glaubhaft.

  • Quote

    Wikipedia Jungschütze:


    Die Jungschützen erhalten während des Kurses eine solide Ausbildung am Sturmgewehr 90 (SIG 550) sowohl in Theorie wie auch Schiesspraxis. Für die Zeit des Kurses von März bis Oktober erhalten die Jugendlichen eine Leihwaffe von der Armee, die allerdings bei allen Minderjährigen gemäss Waffengesetz und an den meisten Orten auch bei den Volljährigen nur ohne Verschluss, also nicht schiessfähig, ausgehändigt wird; die Versetzung in den schiesstüchtigen Zustand wird erst unter Aufsicht der Jungschützenleiter vorgenommen. Die Teilnahme an einem Kurs ist für die Jungschützen kostenlos - die Kosten werden von der Armee getragen - und jeder Schweizer Bürger in tauglichem Alter kann, sofern keine Gründe gemäss Waffengesetz dagegen sprechen, daran teilnehmen.


    MarcelF


    auch wenn Wikipedia nicht lt. Carcano nicht zitierfähig ist kannst Du die Meldung ja mal hinterfragen.