Ansatzpunkt des Stützellbogens - Gewehr driftet nach rechts weg

  • Hallo Meisterschützen


    Ich möchte gerne herausfinden, weshalb bei mir oft der Haltepunkt nach rechts weg driftet. Wenn ich das erste mal durch die Visierung schaue , stehe ich meist etwas über der Scheibe. Danach senke ich die Mündung mit ein- und ausatmen. Und danach merke ich meist, dass sich die Mündung eingetlich nach rechts bewegen möchte. Habe dies auch schon kontrolliert indem ich die Augen zugemacht habe und siehe da, der Nullpunkt war rechts.
    Jetzt habe ich meistens versucht mit Hilfe der Fussstellung das Problem zu lösen. Aber ich bin damit nicht ganz glücklich, da sich nach meinem Gefühl nicht der richtige Korrektureffekt einstellt.
    Bin mir auch nicht sicher ob der Ansatzpunkt des linken Arms manchmal daran schuld ist.


    Was wisst ihr so aus eurer Erfahrung? Tipps, wie man dieses nach rechts weg driften wegbekommt?


    Beste Grüsse
    Pati

  • In welcher Disziplin und in welcher Anschlagsart taucht der Effekt auf?

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • achso ja habe ich vergessen zu erwähnen.


    das betrifft den Stehendanschlag beim Luftgewehr, wie auch KK-Stehend.

  • Ich habe mal einen Schützen betreut der das gleiche Problem hatte:
    Frage:
    Wo sitzt dein Stützarm?
    Ist dein Rechter Arm eher flach oder ist er schon etwas in der Luft, wenn du an den Griff greifst??
    Wie ist deine Handstellung?


    kann dir bestimmt helfen :)


    andi

    Mannschaftseuropameister LG 2011 Brescia
    3. Platz Europameisterschaft LG 2011 Brescia (692,6)
    5. Europäische Polizeieuropameisterschaft LG 2011 Vingsted


    Nationalkader Mitglied

  • den stützarm versuche ich meist auf den Hüftknochen resp. in dessen Linie aufzusetzen. Der tatsächliche Ansatzpunkt ist eher etwas höher als der Hüftknochen.
    Mein rechter Arm ist eher flach, also nah am Körper.
    Und bei der Handstellung benütze ich die offene Handfläche. Mit der Faust gehts nicht gut, da ich viel zu hoch bin. Schiesse eigntlich seit ich Stehend schiesse auf der offenen Handfläche, jedoch habe ich auch dabei in den vergangen Jahren ein paar Varianten ausprobiert.
    Nun schiesse ich so, dass der kleine Finger rechts am Schaft ansteht und die anderen Finger links beim Vorderschaft sind. Der Vorderschaft verläuft so über meinen Daumenballen.

  • und wie verkantest du das Gewehr ? Eher zu dir hin oder gerade oder sogar weg von dir ?


    Und, wie breit stehst du ?


    Und du bist rechts schütze ja ?

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • ich verkante das Gewehr ein wenig zu mir.
    Mein Fussabstand ist von Zehenspitze zur Zehenspitze 43cm. Den rechten Fuss winkle ich ein wenig ab.
    Bin rechts Schütze ;)

  • Das nach recht verdriften kann auch daran liegen, dass Du nicht exakt in Schussrichtung stehst. Der linke Fuß (beim Rechtsschütze) muss mittig auf der imaginären Linie zum Ziel sein. Auch das Gewehr muss genau auf der Schusslinie stehen.
    Ich hoffe du verstehst das......
    Bester gruß Flipp :)

  • ja ich versteh was du meinst ;) bemühe mich jedesmal das dies auch so der Fall ist.
    Gibt es nebst der Korrekten Ausrichtung mit den Füssen, sonst noch Faktoren welche für dieses Phänomen zu beachten sind?

  • Also Stellung vom Ellenbogen auf der Hüfte ist da auch noch wichtig... hast du mal versucht damit zu spielen ? Bist du mit der Stützhand auch ganz entspannt ?

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


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    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Ich habe beim letzten Training beobachtet, dass sich der Ansatzpunkt meines Ellbogens nach links verschiebt und im Gegenzug meine Laufmündung nach rechts :P habe dan versucht etwas mit dem Ansatz zu spielen. Könnte sein das es am Ansatzpunkt des Ellbogens liegt, bin mir noch nicht ganz sicher. Habe auch letstens den Vorderschaft bearbeitet. Hab diesen Kürzer gemacht so das ich das Luftgewehr so halten kann, wie ich es mir vom KK gewöhnt bin. Mal schauen wie sich das entwickelt, werde dies auch noch mit dem SCATT näher anschauen.
    Das mit der Entspannung im Stüzarm fällt mir momentan etwas schwer, da ich seit kurzem mit dem Ausdauer- und Krafttraining in einem Fitness begonnen habe und es braucht noch ein wenig Zeit bis sich die Muskeln daran gewöhnt haben.... ;)

  • Fühlt sich dein Anschlag kompakt an? also fest?
    Weil es könnte sein wenn er zu "locker" ist dann kann es recht leicht sein, das du dadurch mit kraft dein Gewehr in die Mitte ziehst, wenn der Anschlag sich verändert (nach rechts in deinem Fall) Hab solche Phänomene schon beobachtet.


    Grüße Andi

    Mannschaftseuropameister LG 2011 Brescia
    3. Platz Europameisterschaft LG 2011 Brescia (692,6)
    5. Europäische Polizeieuropameisterschaft LG 2011 Vingsted


    Nationalkader Mitglied

  • Fühlt sich dein Anschlag kompakt an? also fest?
    Weil es könnte sein wenn er zu "locker" ist dann kann es recht leicht sein, das du dadurch mit kraft dein Gewehr in die Mitte ziehst, wenn der Anschlag sich verändert (nach rechts in deinem Fall) Hab solche Phänomene schon beobachtet.


    Grüße Andi


    Was kann man dann machen gegen solch einen zu lockeren Anschlag? Also wie bekomme ich ihn fester? Mein Anschlag selbst ist zwar kompakt, habe aber das Problem bei einigen Jungschützen.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo


  • Mein rechter Arm ist eher flach, also nah am Körper.

    Also ich geh mal davon aus, dass dann dein linker Arm der Haltearm ist.
    Hier meine Vermutung: Je flacher der rechte Arm ist, desto mehr dreht dieser an deinem Gewehr. Und zwar nach rechts. Mach doch mal den Test und nimm den rechten Ellbogen ein bisschen hoch.
    Der technische Hintergrund ist der: Wenn man das Gewehr nicht ganz in die Oberarm/Achsel einsetzt sondern ein bisschen weiter draußen, dann kommt der ganze Schaft näher zum Kopf. Das Gewehr hat dann Freie Bahn und muss nicht um die Brust herum, es liegt schon fast auf dir, nicht vor dir. Das macht die Sache mit dem Schwerpunkt leichter. Körperschwankungen zur Seite nehmen stark ab. Das ist gut, allerdings wenn man dann den rechen Arm fallen lässt kantet das Gewehr nach rechts ab. Schau dir mal deine Technik genau an und probier da ein bisschen rum.

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Zitat

    wenn man dann den rechen Arm fallen lässt kantet das Gewehr nach rechts ab.


    Exakt, diese Beobachtung mache ich genau so. Der Effekt wird umso intensiver, je weiter das untere Ende der Schaftkappe heraus steht. Auf dieses Ende wirkt die Muskulatur des herab hängenden Arms wie ein Hebel. Mir hat es sehr geholfen, die Schaftkappe so zu neigen, dass sie nicht mehr senkrecht steht, sondern das untere Ende näher am Schaft ist als das obere.
    Den Ellbogen höher zu nehmen ist aus meiner Sicht nur für einen Test anzuraten, nicht aber auf Dauer. Der Abzugsarm ist am Besten völlig entspannt, so dass alleine durch die Schwerkraft nicht mehr als das Herabhängen bleibt. Ein Heben des Ellbogens kann nur durch Muskelkraft/Anspannen bewirkt werden. Das strengt auf Dauer an und schadet der Wiederholgenauigkeit und Konstanz.


    Eine weitere Ursache könnte sein, dass Muskulatur und Sehnen des Stützarms der senkrechten Ausrichtung des Stützarms entgegen wirken. Wenn diese "Gegenwehr" mit Druck/Anspannung überwunden wird, dann kommt es fast zwangsläufig zu Rechtsverlagerungen, weil man das auf Dauer i.d.R. nicht durchhält. Dieses Problem habe ich auch - Dehnung des Stützarms vor dem Schießen ist angeraten.

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • jawohl jetz wo du frank es erwähnst, ich habe genau bei der Schaftkappe das untere Glied etwas senkrechter gestellt. und seit da ist der Rechtsdrifteffekt praktisch weg. Zusätzlich habe ich, wie du scheinbar auch, die Schaftkappe auch so "gedreht" das das untere Ende näher am Griff und das obere Ende weiter entfernt ist. Habe dadurch auch auf dem Scatt beobachten können, das die Länge kleiner wurde :D
    Habe auch noch ein paar längere übungen mit der Schaftlänge gemacht, um den Anschlag "fester" zu machen. jedoch fühlte sich der innere Anschlag nicht mehr wohl an, habe daher wieder zurückgestellt.

  • ich möcht dieses Thema nochmal aufgreifen. Ich habe genau das gleicht Problem


    Ich möchte gerne herausfinden, weshalb bei mir oft der Haltepunkt nach rechts weg driftet.


    Seit gut vier Jahren!!, bin ich immer wieder nach rechts rübergewandert und konnte es mir nicht Erklären warum? Bei der NP kontrolle passt es noch und beim abziehen immer wieder 8 ten auf drei Uhr (rückartig beim Auslösen). Leistung von 380 -365!
    Ich habe am Abzug gearbeitet (Finger Abstand, den Griff verstellt so das ich den Zeigefinger auch grade durchziehe. Das Druckpunktgewicht von 100 Gramm auf 50 Gramm veringert (hatte den Verdacht ich würd reißen). An meiner Fußstellung gearbeitet, Kopf gerader gestellt, linken Elbogen versetzt und und und......


    Den Schießanzug habe ich zwischenzeitlich auch noch gewechselt, Schuhe mit flacher Sohle gekauft (weil ich teilweise das Gefühl hatte über zukippen)
    Das Ergebnis, ich stehe besser als vorher, super ruhig in der zehn und doch liegen noch immer einige Schüße rechts (Leistungen zur Zeit zwischen 385 und 375)


    Mir hat es sehr geholfen, die Schaftkappe so zu neigen, dass sie nicht mehr senkrecht steht, sondern das untere Ende näher am Schaft ist als das obere.



    Das habe ich jetzt auch noch aus probieren, erstes Traninig war positiv. Schöne runde zehner Serien Schußbilder ohne merkliche Ausreisser.
    Am Samstag ist dann wieder RWK.......................... mal sehen

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Mir hat es sehr geholfen, die Schaftkappe so zu neigen, dass sie nicht mehr senkrecht steht, sondern das untere Ende näher am Schaft ist als das obere.


    Hi, ich kann mir das techn. nicht wirklich gut vorstellen.


    Wäre es möglich, dies mir mit deinem Foto oder einer Skizze zu verdeutlichen?



    Weiterhin habe ich noch eine Frage: Ich halte mein LG sehr weit am Körper, ab und an habe ich sogar Kontakt am Schaft mit der Jacke. Ist das erlaubt oder muß ich mir einen anderen Stand entwickeln?

  • Zitat von kruemelgirl

    Wäre es möglich, dies mir mit deinem Foto oder einer Skizze zu verdeutlichen?


    Gerne

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.