Dossenheim - STuttgarter Zeitung vom 22.8.2013

  • "Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) sprach von einem „schrecklichen Vorfall“. Er forderte wie Grünen-Bundeschef Cem Özdemir erneut das Verbot großkalibriger Waffen. Diese benötigten Sportschützen nicht, sagte der Minister. Menschen, die Schießsport betrieben, müssten „intensiv kontrolliert“ werden. Er könne nicht glauben, dass so ein Mann nicht vorher schon einmal aufgefallen sei, hatte er vor der Pressekonferenz der Polizei gesagt."


    Alles klar?


    Manfred

  • Innenminister Gall geht noch weiter. Im SWR Interview sagte er, man muss alles verbieten, bis auf einschüssige KK-Büchsen. Und diese sollen im Verein verwahrt werden.
    Da wird´s bei mir schon kritisch, dass überhaupt noch was überbleibt aus meinem Fundus. 2 von 20 Schußwaffen......


    Martin

  • Quote from www.stuttgarter-nachrichten.de

    FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hingegen warnte vor „reflexhaften Forderungen“ nach der Verschärfung von Gesetzen und davor, Sportschützen und Jäger potenziell zu kriminalisieren.


    Danke dafür.

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • 21.08.2013 - Anlässlich des Amoklaufs in Dossenheim erklärt der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Baden-Württembergs und Vorsitzende des Arbeitskreises Innen&Recht der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff MdB


    Schon kurz nach der grausamen Tat versuchen Grüne und SPD in Baden-Württemberg wieder einmal, das Thema Waffenrechts-Verschärfung politisch auszuschlachten.


    Doch statt Symbolpolitik zu machen mit Forderungen nach der Verschärfung des Waffenrechts, sollte die grün-rote Landesregierung sich besser um nachhaltige Strategien zur Bekämpfung dieser Gewaltphänomene kümmern.


    http://www.legalwaffenbesitzer…atte-zum-waffenrecht.html

  • Da haben wir doch ein Glück, dass die Möwenpickpartei nicht versucht dieses Thema vor der Bundestagswahl politisch auszuschlachten :D Die gehen doch über jede Leiche damit sie die 5% erhalten und freuen sich natürlich über jede Steilvorlage wie diese, so wie es jede andere Partei vor einer Wahl auch machen wird.

  • Ich hab mal so div. Beiräge in den würthembergischen Medien überflogen.
    Wie nicht anders zu erwarten, zumindest für mich, kommen nun auch die Gelehrten in den eigenen Reihen zu Wort.
    "GK schadet dem Schießsport", "GK eine neue Trentwelle, die es früher nie gab". "GK-Schützen ballern nur zum Spaß", "GK hat nichts mit ernsthaften Schießsport zu tun", usw.....


    Ist schon komisch. Man mag gar nicht glauben wollen, dass wir alle im selben Schützenverband sind. Habe heute extra mal nachgesehen auf der DSB Seite und der Ankündigung zur DM. Da wird wirklich auch GK Büchse und GK-KW geschossen. Ist wohl auch ein neuer Trent, selbst im DSB..... Und das GK auch mal "olympisch" war, gehört wohl auch zu den Märchen und Mythen...
    Und, ich bin wohl auch kein "ernsthafter" Sportschütze. Wahrscheinlich gar kein Sportschütze. Ich betreibe mein Hobby zum "Spaß". Teufel aber auch....Ich interessiere mich für alle Waffen. Schon mal vom waffentechnischen Aspekt gesehen. Dann interessiere ich mich vorallem für Waffentypen, die vor 1900 entstanden sind, vornehmlich für deutsche und US-Amerikanische Scheibenbüchsen. Und für alles aus dieser Zeit, was so "jagdlich" gebaut wurde. Sind alles "GK". Das schießen damit und vorallem dann noch mit selbstgeladenen Patronen, Wiederladen ist "mein" Hobby im Hobby, macht mir einfach "Spaß" und "Freude". "Ernsthafte" Grundgedanken gibt es dafür nicht. Auch nicht wenn ich "nur" KK-Pistole oder Büchse schieße. Klar, ich nehme an so vielen Wettkämpfen und GK-RWK´s teil, wie es mir als Werktätiger und Familienvater möglich ist. Nur werde ich hier keine olympischen Ränge bestreiten, man will sich halt mal "Messen" wo man in etwas steht. Zumindest habe ich für unser "Gau" den ersten Platz bei den Herren mit der 9mm Sportpistole "errungen".
    Letztens musste ich mich vor Jägern verteidigen, warum "wir" Sportschützen so lange geschlafen habe. Warum wir nicht selber konstruktive Vorschläge machen und nicht freiwillig auf die häusliche Lagerung verzichten, ja am besten gleich auf unsere GK-KW...Ich habe mich da schon beleidigt gefühlt. Aber anscheinend sind ja die "echten" Sportschützen schon dabei, etwas "Konstruktives" beizusteuern. Man lässt einfach die GK-Disziplinen über die Klinge springen, wenn man dann mit den Rot/Grünen im nächsten Sportausschuß zusammen kommt. Um zumindest ein Generalverbot zu verhindern.....
    Vater hört Gott sei Dank Ende des nächsten Jahres auf. Er will sich noch zum "Abschluss" eine .308Win Matchbüchse bauen. Ich wollte mich "anschließen" und auch noch was basteln. Ne 6mm BR-Büchse wäre noch so auf der Wunschliste. Zum "Spaß" versteht sich. Nun frage ich mich, ob solche Investitionen überhaupt noch rentabel sind. Dieses Jahr habe ich eine originale Browning High Wall im alten, amerikanischen Schützenkaliber .38-55 ergattern können. Schießt super auf 100m. Ist aber auch "GK".....


    Als alter Pessimist sehe ich Angesichts diesem Zusammenhalts unter den legalen Waffenbesitzern absolut schwarz.......


    Martin

  • @ Martin: Das altbekannte Spiel mit "wir" und "die", bei dem es letztlich fast nur Verlierer gibt. Man mag ja vielleicht St. Florian zunächst woanders hinschicken, aber der Wind kann sehr schnell drehen. Was passiert wohl, wenn ruchbar wird, dass man mit Luftdrucksportwaffen vergiftete Federbolzen verschießen kann - mit einer Kartusche mehr als 200 Stück?


    Keiner hat es geahnt.
    Keiner hat es kommen sehen.
    Keiner hat es gewollt.
    Keiner hat es verhindert.
    Irgendwann war es da.


    Heute habe ich mich über einen neuen persönlichen Rekord mit dem LG gefreut. Ich freue mich aber auch darauf, im September wieder KK, 9x19 und .357 bei einem sehr guten Trainer schießen zu können. Ob ich ein 'richtiger' Sportschütze bin? So what. Ich gebe mein Bestes und versuche mein Wissen so gut es geht weiterzugeben. Ich habe ein nicht unerhebliches Problem mit Menschen, die mir und anderen das kaputt machen wollen.

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • Er will doch auch den KK Repetiere an den Kragen:
    http://www.swr.de/landesschau-…d=1622/1luig8t/index.html


    Axel


    Ja, aber davon hab ich gestern schon berichtet.
    Die wollen dem gesamten Schießsport an den Kragen. Das haben nur bis jetzt die wenigsten kapiert. Da man wohl einfach mal so "alles" nicht gleich verbieten kann, wird man das alte Spiel der Salamitaktik anwenden. Erstmal GK, so generell. Ist hier ein Einlenken in den Schützenvereinen ja vorhanden. Und dann einige Zeit später der Rest..... Schießsport gehört in deren Augen generell verboten. Hat keinen Nutzen in einer Rot/Grünen Weltordnung.
    Ich frage mich wie man da mit der Berufgruppe "Büchsenmacher" umgehen wird. Ob die Berufsverbot bekommen und gar deren Tun und Handeln unter behördliche "Aufsicht" gestellt wird? Denn man mag es kaum glauben, da gibt es Menschen, die sind fähig aus einem Stück Stahl eine böse Mordwaffe herzustellen........


    "Spaß" beiseite..... Wir sind selbst schuld. Nach 50 Jahren ist der Schießsport, Biathlon ausgenommen, aus dem öffentlichen Blickfeld verschwunden. Taucht erst auf, wenn was mit legalen Waffen passiert. Bei der letzten Olympiade wurde schon so gut wie nix zum Schießen gebracht. Weder in den Printmedien noch im TV. Und bitte, einen Bericht in der DSB-Schützenzeitung oder im DWJ oder so, den kann man sich sparen. Das lesen nur Waffenbesitzer. Oder Waffenhasser, um sich zu informieren....
    Aber nachdem man sich ja sogar in der SPD-Basis nun einig ist, dass man um jeden Preis an die Macht will und dazu eben jetzt auch ein Rot/Rot/Grünes Bündnis in Frage kommen kann, meine ich zu wissen wo der Weg hier hinführen wird.


    Martin

  • Martin,


    Ich sehe die Entwicklung des Schießsports so wie Du. Bei rot/rot/Grün wird es die scheibchenweise stattfindende Abschaffung des Schießsports geben. Das wird ja mittlerweile auch öffentlich vertreten. Zur Zeit steht zwar nur das GK-Schießen im Fokus. Wer genau zuhört wird erkennen, dass es um Waffen insgesamt geht, ja auch um Luftgewehre.


    Auch durch die Kurzschluss-Handlung in Dossenheim ändert sich nichts an der Tatsache, dass die Gefährlichkeit durch die Handlungen der Menschen ausgeht und diese nicht durch Verbote von Gegenständen reduziert werden kann.


    Nach dem Amoklauf von Dossenheim hat die Bundesregierung Forderungen nach Änderungen des Waffenrechts abgelehnt.


    Es kommt in Deutschland immer wieder die gleiche Leier nach einem "Amoklauf" vor. Forderungen nach schärferen Waffengesetzten werden laut. "Waffen wird es immer geben. Deshalb ist aus meiner Sicht die deutliche Ansage von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) die Debatte um ein Verbot von Großkaliberwaffen für Sportschützen durch eine Novellierung des WaffG abzulehnen.


    Auf Schützenseite sollte das als Signal verstanden werden, sich auch für den Erhalt des GK-Schießens einzusetzen. z. B. am 22.09.2013.

  • Vielleicht merkt der ein oder andere auch vorher schon, dass man mit diesem schönen Hobby leider nicht sein Leben unterhalten kann und er es durch die Politik der letzten Jahre sich einfach nicht mehr leisten kann. Nachwuchsförderung hin und demografischer Wandel her, wer hat denn in zehn Jahren bei unserer tollen Wirtschaftspolitik in Deutschland noch die Knete für den Schießsport über oder kann sich die Zeit bei seinen vier 400€ Jobs noch leisten. Wir haben in Deutschland ein wahres Luxusproblem wenn das Hobby eine Wahl entscheiden würde. So etwas soll man mal seinen Nachfolgegenerationen plausibel erklären. Armes Deutschland ;(

  • Vielleicht merkt der ein oder andere auch vorher schon, dass man mit diesem schönen Hobby leider nicht sein Leben unterhalten kann und er es durch die Politik der letzten Jahre sich einfach nicht mehr leisten kann. Nachwuchsförderung hin und demografischer Wandel her, wer hat denn in zehn Jahren bei unserer tollen Wirtschaftspolitik in Deutschland noch die Knete für den Schießsport über oder kann sich die Zeit bei seinen vier 400€ Jobs noch leisten. Wir haben in Deutschland ein wahres Luxusproblem wenn das Hobby eine Wahl entscheiden würde. So etwas soll man mal seinen Nachfolgegenerationen plausibel erklären. Armes Deutschland ;(

    scherge,


    im Grunde hast Du schon recht, es gibt wichtigere Probleme als das Hobby.
    Ich aber bin der Meinung das Schießsprot nicht zu den teuersten Hobby gehört. Bei mir ist das "Taschengeld" seit Anfang des Jahres auch "etwas" knapper. Ich verdiene zwar rel. gut als Energieelektroniker bei einer großen Elektrofirma, habe noch meinen "400-Euro-Job", wobei ich hier im Monat zwischen 150 und 250 Euro bekomme, je nach Stundenaufkommen. Und nebenbei, man kann keine Vier 475-Euro-Jobs ableisten. Gesetzlich nicht möglich. Aber da meine Frau seit diesem Jahr daheim ist, ich somit für unseren Lebensunterhalt sorgen muss und München ja nicht unbedingt "billig" ist zum Leben, geht mir da schon "etwas" Geld ab. So musste ich da auch einiges reduzieren. Ist halt so. Aber ich gehe jetzt mal von dem Umstand aus, wie´s bei den Meißten doch ist. Die, die also ihre "Ausrüstung" schon zusammen haben. Ich selber habe 15 LW und 5 KW. Also alles was jetzt noch käme, wäre nur eine Erweiterung. Und auch bei meinem "zweiten" Hobby, dem Wiederladen, wäre jeder weiterer Ausrüstungsgegenstand nur ein weiteres "haben-wollen". Also brauche ich "nur" eben Munition/Geschosse/Treibmittel/Zündhütchen. Und selbst wenn man heute mit dem Hobby neu anfangen würde, sehe ich Anschaffungskosten nicht mehr so problematisch. Heute happerts eher am zeitlichen Rahmen, bis man endlich sein Bedürftnis bekommt.... Viele Waffen würde ich heute nurnoch gebraucht kaufen. Meine letzten fünf Waffen waren alle gebraucht. Und alle waren recht günstig. Gut, die KK-Pistole, eine Jubiläums-Hämmerlie kostete 600.-€, als Standardmodell hätte ich die für 150-200 bekommen. Und alleine letztes Monat hätte ich 3 KK-Match im Verein geschenkt bekommen. Zwar, alles alte M54, Walter Match oder so, aber für den Anfang brauchbar. Habe auch ein Walter Match von 1969.
    Sicher, wer seit 15 Jahren Hartz4 bekommt, der wird sicherlich nicht mit dem Scheißsport anfangen. Und im Grunde mit keinem "geldintensiven" Hobby. Und wenn ich beispielsweise jetzt Hartz4 werden würde, wäre natürlich auch schluss.
    Aber momentan wäre ein gesetzliches Aus für mein Hobby eher schlimmer. Und ich möchte mal eines sagen. In gesamt Europa betrachtet, leben wird in DE immer noch auf einer Insel der Glückseligen. Wenn die wirtschaftliche Lage so bleibt, können wir nur zufrieden sein. Sicher, es liegt auch bei uns vieles im Argen. Billiglöhne und Sklaventreiber gibt es überall. Das kenne ich vom Bau. Wie da die Ausländer teilweise abgezockt werden, ist schon erbärmlich. Ich persönlich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass es eine Rot/Rot/Grüne Regierung anders machen würde. Denn nur alle Besserverdiener mehr zu belasten, kann nicht das Allheilmittel sein. Wenn ich bedenke, dass die letzten 4 Jahre soviele Steuern eingenommen wurden wie noch nie in der Geschichte der BRD, dann haben wir eher ein Ausgabenproblem, als das der Einnahmen....
    Auch bedenken möchte ich, dass die Welt in BW nach der Grünen Machtübernahme nicht untergegangen ist. Daimler, Porsche oder wer auch immer baut weiterhin dort. Und der Rest der Wirtschaft liegt auch nicht danieder. Vielmehr betreibt die Grüne Regierung halt ihre Lieblingsprojekte. Naturschutzparks, erneuerbare Energien oder neues Jagdrecht. Das trifft nicht die Allgemeinheit. Die Proteste sind vertretbar. Und Stuttgart 21 wird ja auch gebaut.....
    Ich für meinen Teil wähle dieses Jahr mal wider die CSU. Ich kann einfach den Ude nicht leiden. Und die Grüne Sippschaft in Bayern ist mir auch über. Auch bin ich ja der Meinung, dass wir als Waffenbesitzer nicht alle vier Jahre in Panik verfallen können, nur weil eben die die Macht übernehmen könnten, die uns unser Hobby nehmen wollen. Besser wäre es, wnen wir endlich eine schlagkräftige Lobby hätten, die für uns alle so eintreten würde, dass die Politik einfach keine Chance hat. Aber sollange immer wieder "kompomissbereitschaft" signalisiert wird, zwischen alle Gruppen div. Keile getrieben werden, sehe ich da eben schwarz...



    Martin

  • PS:
    Ach ja, bei mir/uns gibt´s aber auch eine "wirtschaftliche" Wahlentscheidung, im Bezug auf Waffenrecht. Vater ist ja Büchsenmachermeister. Hat ein kleines Waffengeschäft. Somit wird sich eine weitere gesetzliche Änderung wiederholt auch im Geschäft niederschlagen. Somit kann man nur die wählen, von denen man meint, das man zumindest hier nicht angepisst ist......

  • Ich verstehe natürlich auch diese Einstellung, es muss natürlich jeder selber schauen wo er bleibt. Aber auch nem Büchsenmacher nützen kes wenig wenn die potentiellen Kunden knauseriger werden weil denen der Schuh drückt. Es gibt sicherlich auch viele Rentner, die ihre Rente durch die Nachfolgegeneration finanziert bekommen und sich dadurch den Schießsport noch leisten können und auch andere Prioritäten bei ihren Kreuzen haben.


    Schießen ist vlt. kein eliteres Hobby aber günstig ist es mit Sicherheit nicht und die Kosten schrecken den Nachwuchs und deren Eltern viel mehr ab als irgendeine Berichterstattung in den Medien. Ich kenne schon einige Leute, denen das Trainieren mit den Feuerwaffen zu teuer ist wenn sie mittlerweile 5€ für ne Schachtel KK-Munition der mittleren Preisklasse bezahlen müssen, und das sind bei weitem keine "15-Jahre-Hartz-IV-Empfänger". Früher war das Geld neben Familie, Urlaub, vlt. Immbilienabtrag noch lockerer. Die KK-Munition ist von 2006-2010 in 4 Jahren über alle Hersteller und Sorten von 20 bis 70% teurer geworden. Hatte damals eine Aufstellung für den Verein gemacht, die hohen Steigerungen waren gerade bei den günstigeren Munitionssorten zu finden, das hat ja aber nach 2010 nicht aufgehört. Hab eben spasseshalber, obwohl Spaß macht das nicht, die Preise der Schönebecker SK Standard Plus aus dem neuesten Katalog verglichen ein Plus von 83% in 7 Jahren für Trainings-/Vereinsmunition. Und da soll man sich keine Gedanken machen wie man sowas in Zukunft finanzieren soll...es ist immer noch ein Hobby und dann fragt man sich ob man es überhaupt noch will.

  • Quote

    ...es ist immer noch ein Hobby und dann fragt man sich ob man es überhaupt noch will.

    Das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
    Ich bin mit Leib und Seele Sportschütze. Der Waffenbesitz hierzu ist einfach ein Teil meines Lebens und ich kann mir persönlich nicht vorstellen, ohne zu leben. Dazu kommt einfach und das kann natürlich jeder anders sehen, dass ich zu div. Stück eine emotionale Beziehung hab. Drei LW habe ich von meinem Vater geschenkt bekommen, darunter meine erste Flinte, eine der ersten K32 die gefertigt wurden. (Vater hat damals kurze Zeit diese bei Krieghoff zusammen gebaut) Auch habe ich drei Büchsen die ich mit meinem Vater gebaut habe. An diesen Stücken hänge ich besonders. Da ist viel "Herzblut" drin. Meine ersten, gekauften Waffen, vorallem alles was ein ZF drauf hat, habe ich mir in der Lehrzeit im wahrsten Sinne des Wortes vom Mund abgespart. Ich habe mir damals kein Auto gekauft, keinen Urlaub gemacht und auch keine eigene Wochnung genommen. Habe mir Geld bei meinen Eltern geliehen und dann eben abgestottert.
    Auch bin ich jemand, der in dieser kurzlebigen Zeit findet, dass vorallem Jagd- und Sportwaffen etwas langlebiges an sich haben. Ich besitze LW die in den 1880er, 1890er Jahren hergestellt wurden, heute noch so funktionieren wie am ersten Tage. Waffen deren Entwicklung über 100 Jahre zurück liegt und deren Grundprinzip heute noch in vielen "Neuentwicklungen" weiter lebt. Alles was man heute für den "täglichen" Gebrauch kauft, hat meißtens eine geringe Lebensdauer. Ja, selbst 600.-€-Smartfon´s sind nach einem halben Jahr obsolet..... Ich bin einfach jemand, der die meißten Dinge die er besitzt, hegt und pflegt. Das beginnt schon bei meinem Auto, dass über 20 Jahre alt ist. Und endet eben bei so lappidarem Zeugs, wie meinen Sportwaffen oder meinen Büchern oder Taschenmessern. So sehe ich das einfach......


    Quote

    Die KK-Munition ist von 2006-2010 in 4 Jahren über alle Hersteller und Sorten von 20 bis 70% teurer geworden.

    Da muss ich Dir natürlich unumstritten recht geben. Wer wüsste es besser als ich..... Vorallem Büchsenmunition, Waffen und Optik ist exorbitant teuer geworden. Da reichen die von Dir genannten 70% eher nicht aus. Viele Waffen die ich besitze würde ich mir heute so im neuen Zustand nicht mehr kaufen können. Selbst mit großer "Sparsamkeit".... Kurzwaffen- und KK-Munition hat sich erst die letzten 2-3 Jahre so verteuert. Ist halt so. Trotzdem, dass mein Geldbeutel die letzten 1,5-2 Jahre sehr geschrumpft ist, habe ich letztes Jahr so viel geschossen wie noch nie. Das liegt wohl auch daran, dass ich selbst die 9x19 wiederlade. Mein finanzieller Aufwand, abzüglich Neuanschaffungen ist aber die letzten Jahre sehr konstant geblieben.
    Auch möchte ich eines dazu sagen. Ich bin in zwei Vereinen. Einem BSSB-Verein und einem etwas "elitären" Club, der dem BDS angehört. Die Schützen, die am meißten jammern, was das alles kostet, die Preise so unverschämt wären, sind genau die, die neben einem "Alltagsauto" ein Cabrio/Sportwagen besitzen, ein Motorrad, ein Segelboot, Pferde für die Tochter oder gar div. Immobilien, die ein paar Euro abwerfen. Von den "Multimillionären" im Verein mal gar nicht zu reden. Genau die sind die größten Jammerer. Und die, die einen "normalen" Job haben, gleich viel/wenig wie beispielsweise ich verdienen, die jammern am wenigsten. Sind fast jede Woche am Stand und schießen halt dann, genauso wie ich wenn ich knapp bei Kasse bin, eben nur ne 50er Schachtel KK. So sind zumindest meine "Erfahrungen" im oberbayerischen Raum..... ;)


    Martin