Dem Munitionstest beiwohnen nicht möglich?

  • Hallo,


    ich hatte jetzt per Mail bei einem Jagd- und Sportwaffenhändler in Braunschweig eine Anfrage wegen eines Munitionstest gestellt, mit der Bitte diesem beizuwohnen. Ihr wisst ja Vertrauen ist Gut, Kontrolle ist besser. Ich halte nichts von 5-Schusstests und wollte sehen, ob der Test meinen wünschen entsprechend mit 10 Schuss durchgeführt wird und sichergehen das alles Glatt läuft.


    Als Antwort hieß es das ginge aus Versicherungsgründen nicht, sie bitten darum das ich ihnen Vertraue und sie würden das beste Schussbild auch mitliefern.


    Am Ende machen sie doch nur 5 Schuss nehmen das was am besten aussieht und wenn ich was dran aussetzen möchte können Sie sich Vllt an keine Absprache erinnern und ich bin umsonst 100 km hin und wieder zurück. Gibt es dieses Problem das man nicht beim Test dabei sein darf auch bei anderen größeren Anbietern?


    PS: hat jemand einen Vorschlag wo noch gute Anbieter und Geschäfte sind? Hannover würde mir jetzt noch einfallen (Klingner) Ich wohne im Norden von Thüringen.

  • Hallo Tadtoday,



    ich persönlich teste immer bei Klingner und da bist Du selbstverständlich beim Test dabei und kannst sehen was wie trifft. Die Auswahl ist riesig was Serien angeht und die Entscheidungshilfen waren immer gut. Und die Klingner Professional Match hat bei mir aus beiden Läufen super Schussbilder gemacht!
    Ich kann alles in allem nur sagen: rundum Empfehlenswert!


    Wenn amn Glück hat ist sogar Bernd Klingner (der einzige Deutsche Olympiasieger im 3x40) vor Ort und erzählt noch einen Schwank aus seiner
    langen erfolgreichen Karriere.



    Gruß



    TAFKAS

  • Hallo, TAFKAS


    ich glaube auch, dass es dann besser ist die 50 km mehr zu fahren. Ist ja nun auch nicht soviel weiter ;)


    Vllt findet sich da ja auch noch das ein oder andere schöne, was man noch ausprobieren und anschauen kann ;)

  • Den bernd klingner wirst du aber höchstens in bremervörde antreffen. In hannover ist meist sein sohn zugegen(oftmals vermittelt er den Eindruck, dass er Weltmeister war ;) )
    Naja ich lasse meine tests auch dort machen, und bin recht zufrieden.
    Allerdings bin ich der meinung, dass es sich bei der "pro match"(6,20 €) um "rws rifle match"(4€ - wird komischerweise nicht getestet!) Handelt.

    Ein guter Verlierer wird nie ein Gewinner.

  • Ich mache mein Munitionstests bei Allermann (in der nähe von Bremen). Hier kann man den Munitionstest selber durchführen und entscheidet somit selber ob 5 oder 10 Schuss ;)

  • Hallo Todtoday
    In Dortmund bei MEC kannst du ein Munitionstest für LG und LP durchführen, dort gibt es mehrere Munitionsanbieter mit verschiedene Kopfgrößen. Jeden Samstag, mit Anmeldung, kannst du loslegen und gleich die richtige Munition erwerben. Beim Kauf der Munition ist der Test kostenlos. Ich habe dort für meine LP ein Test durchgeführt und die richtige Munition gefunden : RWS R10 MATCH Kopfduchmesser 4,49, der 10 Schuß Durchmesser betrug 5,98 mm. Habe sofort von der Losnummer 10 000 Schuß, kostenpunkt 160 € erworben. Bei MEC in Dortmund schießt du auf eine 12 Scheiben Meyton - Elektronik Anlage. Ich hoffe, das ich dir etwas geholfen habe und wünsche dir viel Erfolg.


    Mit freundlichen Grüßen und gut Schuß Werner


    Anhang : www.mec-shot.de

    Der Sieger hat viele Freunde, der Besiegte hat gute Freunde.


    Aus der Mongolei

  • Hallo Tadtoday,


    ist zwar für Dich ein bißchen weit im Süden, aber vllt wäre die RUAG (=RWS, früher Dynamit Nobel) in Fürth eine Alternative. Der Christian Thomas hat für KK die Rifle Match und S, die R50 und R100 vorrätig. Er macht auch auf der Bayerischen und Deutschen Meisterschaft in Hochbrück Munitionstests, dort aber meines Wissens nach nur mit R50 und R100. LG hat er immer ca. 20 verschiedene Lose R10 zum Testen da. Details findest Du in dieser Broschüre (http://www.ruag.com/de/Ammotec…_LGK_brochure_deutsch.pdf) auf Seite 24.


    Der Test läuft so ab: Christian spannt Dir das Gewehr ein, erklärt/zeigt Dir, wie Du Laden/Auslösen/Scheibe wechseln/Umschalten/Drucken mußt und dann kannst Du selbst loslegen. Testgebühr liegt bei 20 €. Du mußt nur eine Erklärung von einem Waffenhändler mitbringen, über den Du abrechnest.


    Die Muni (auch KK) nehme ich dann gleich mit, weiß aber nicht, ob das bei jedem so klappt.


    Gruß aus Franken
    Konrad

    Über 30 Jahre aktives Schiessen und immer noch was zum dazulernen!

  • Moin Tadtoday,


    bei SK in Schönebeck habe ich auch gute Erfahrungen gemacht. Der Christoph Tolonitz macht da einen sehr, sehr guten Job. Selber ist er ein Erfahrenen Sportschütze im Gewehrbereich!
    Einziger kleiner Nachteil in meinen Augen ist, nur der Lauf wird in eine Vorrichtung verschraubt und dann getestet!
    Schußbilder werden auf einer Myton Anlage angezeigt und du kannst bestimmt auch mit dabei sein wenn er testet.
    Im Angebot sind allerdings nur SK & Lapua


    Einfach mal anrufen 03928-729142. Alles weitere wird dir der Christoph dann erklären

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Wie, der Lauf wird verschraubt???? Oder meinst du das System ohne Schaft wird verschraubt? Wenn der Lauf eingespannt wird ist doch überhaupt keine Laufschwingung möglich...

  • Bei SK/Lapua wird das System mittels einem Adapter in einen groß dimensionierten Maschinenschraubstock eingespannt. Es funktioniert zwar,
    "ist aber auch nicht das gelbe vom Ei".

  • Bei SK/Lapua wird das System mittels einem Adapter in einen groß dimensionierten Maschinenschraubstock eingespannt. Es funktioniert zwar,
    "ist aber auch nicht das gelbe vom Ei".


    Riiiiiiiiichtigggggg. Genauer kann man es nicht formulieren ;)


    Darf ich noch mal fragen bei welchen Waffenhändler du in Braunschweig angefragt hast? Knappworst!

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Hallo Königstiger,



    hast Du dort einen Munitionstest durchführen lassen, und warst Du bei diesem Test anwesend?


    Wenn Du eine solch eine Behauptung aufstellst, sollte schon eine sachliche Begründung mitgeliefert werden.



    Persönliche Meinung:


    Es fehlen in diesem Forum seit Längerem sachliche Kommentare von Meisterschützen, die leider ausgeschlossen wurden, oder sich zurückgezogen haben. Zum Beispiel Murmelchen, P.O. Ackley, Katja Triebel, um nur einige zu nennen.
    Auch wenn ich nicht immer zu 100% deren Meinung geteilt habe.


    Mit freundlichen Grüßen



    Dododogge

  • @ dododogge


    Ja, ich war schon zweimal da und werde nächstes Jahr dort auch wieder Munition testen.
    Mit "ist nicht das gelbe vom Ei" meine ich daß das testen auf diese Art und weise nicht der Realität entspricht. Bei der Schußabgabe im Anschlag sitzt das Gewehr ja auch nicht "Bombenfest" wie in einer Vorrichtung eingespannt sondern bewegt sich.
    Optimalerweise sollte auch diese Bewegung (meinetwegen auch Rückschlag genannt) beim testen der Munition nachgeahmt werden.
    Die Herstellung einer solchen Testvorrichtung sollte kein Hexenwerk, also durchaus machbar sein. Ich habe mir diesbezüglich schon einige Gedanken gemacht.
    Alternativ dazu wäre auch das Testen mittels eines Zielfernrohres vom Sandsack aus möglich was allerdings die Gefahr birgt daß sich einige Fehler des Schützen einschleichen. Wenn ich mich richtig erinnere hat Silvia Sperber damals (1988) vor dem Gewinn der Olympischen Goldmedaille genau auf diese Art und weise ihre Muntion getestet.

  • Ich habe bis jetzt kein System kennen gelernt, welches den Menschlichen Anschlag exakt wieder gibt. Mit den Munitionstestmaschinen kann man meiner Meinung immer nur eine Tendenz sichbar machen. Aber immer noch besser als gar nicht zu testen.


    Nun liebe Gemeinde, hat den schon mal jemand die Testsysteme mit einander verglichen?


    Das heißt, das System "Lauf mittels einem Adapter in einen groß dimensionierten Maschinenschraubstock" eingespannt (wie z.B. bei Schönebeck)
    vs.
    Komplette Gewehr in eine "Schießmaschine" eingespannt (wie bei Allerman, Klingener etc.)


    Mich würde es brennend interessieren wir groß da die Schußbild unterschiede sind!
    Leider konnte ich selber so etwas noch nicht machen, weil ich immer bis zur letzten Partrone warte und dann erst neu teste :whistling:

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Der Munitionstest, das Buch mit sieben Siegeln und immer für eine Überraschung gut.
    Wie im Forum oft erwähnt, ohne diesen Test geht nichts im Leistungsbereich.
    Ob das Gewehr im Schaft eingespannt ist oder nur das System, ist für mich zweitrangig. Zuerst möchte ich sehen, wie das betreffende Los mit meinem Gewehrlauf harmoniert.
    Wird nur das System eingespannt, komme ich diesem am nächsten. Dementsprechend klein sollte auch die Gruppierung sein.
    Es wird nur selten erwähnt, dass der Gewehrlauf bei der Schussabgabe in Schwingungen versetzt wird. Diese bewegen sich wellenartig vom Patronenlager zur Mündung. Sie haben aber einen erheblichen Einfluss auf die Präzession und werden durch verschiedene Parameter verursacht.
    Bei einem Test im Schaft wird immer nur der simulierte Schuss aus der Schulter abgeleitet. Eventuell realistischer, aber auch mit einer größeren Gruppierung verbunden.


    Welches Letztendlich der bessere Test ist , mag ich auch nicht beantworten.


    Im System eingespannt entstehen keine Verspannungen, da es über die Systemschrauben befestigt ist. Im Schaft eingespannt, kann sich dieser durch das Festschrauben "verdrehen" und diese Verspannung hat dann wiederum einen Einfluss auf das Schussverhalten und somit auf die Gruppierung
    Habe ich dann eine möglichst enge Gruppierung ausgewählt, sollte die Munition Zeitnahe aus der Schulter getestet werden, um sich zu überzeugen, dass es die richtige Wahl ist.
    Grundvoraussetzung für ein enges Schussbild ist aber immer noch die Qualität von deinem Gewehrlauf.


    Jedoch sollte man sich vor Augen führen, dass die "Zehn" nicht von alleine kommt. Und die meisten "Neuner" sind durch Schützenfehler so weit von der Zehn entfernt, dass sie mit keiner noch so guten Munition im Zentrum gelandet wären.
    Aber mit einer guten, getesteten Munition, besteht bei einem geringen Schießfehler wohl eher die Möglichkeit noch eine 10,0 zu treffen. Und bei einer Neun muss ich mir dann überlegen, wo ich den Fehler gemacht habe.

  • Ohne Schaft testen ist meines Erachtens kompletter Blödsinn. man schießt ja auch mit Schaft. Warum soll ich dann die Muni ohne Schaft testen? Es ist zwar schön und gut wenn man weiß wie die Muni rein aus dem Lauf schießt das ist aber dann nur Spaß an der Freude weil es so gar nichts für die Praxis aussagt. man findet so schneller mal was gutes als wie wenn man aus dem Schaft und Schießmaschine schießt. den Händler freuts natürlich auch weil er hat ja die beste ausgesuchte Munition vom jeweiligen Hersteller :pinch: .


    Zum Thema einspannen:

    Im System eingespannt entstehen keine Verspannungen, da es über die Systemschrauben befestigt ist.

    Ja mit dem richtigen Drehmoment vielleicht. Liegt denn überall ein Drehmomentschlüssel? Gibts denn überall einen Adapter für die Systemschrauben? Meines Wissens nach nicht!


    Bei den Schießmaschinen gibts da ja dann auch die unterschiedlichsten Konstruktionen. Was da besser ist kann ja jeder für sich entscheiden.



    Zum Thema Schwingungen: Schön das es euch gibt jedoch nur vielleicht wichtig für den Munihersteller bzw. Waffenbauer. Denke mir ja auch nicht bei jedem Schuss: "Ach was war das jetzt für eine schöne Schwingung!"

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián

  • @ wegi82


    Es gibt Personen, mit denen sollte man einfach nicht kommunizieren.
    Ich glaube mit Dir hatte ich schon einmal das Vergnügen auf unangenehme Art. Deine Wortwahl ist nicht die feinste.


    Ich frage mich nur, warum dein Landsmann Christian Planer auf seinem KK-Gewehr im Liegendanschlag eine Tube montiert hat, aber gleichzeitig den Korntunnel bis zur Laufmündung zurück nimmt.


    Die Aussage: Länge läuft (Harald Stenvaag) ist hier nicht zutreffend. Haralds Aussage bezieht sich auf die verlängerte Visierlinie. Denn in der Tube wird das Geschoss nicht mehr geführt.


    Hat wohl doch etwas mit Schwingungen zu tun?

  • Ich glaube mit Dir hatte ich schon einmal das Vergnügen auf unangenehme Art. Deine Wortwahl ist nicht die feinste.

    naja beruht ja auf Gegenseitigkeit. warst ja schon öfters eingeschnappt weil du nicht wusstest um was es grad ging.

    Wenn Du eine solch eine Behauptung aufstellst, sollte schon eine sachliche Begründung mitgeliefert werden.

    machst du leider auch nicht und hälst es hier Königstiger aber vor.


    Du redest nur was von Schwingungen. Welche Schwingungen denn? Welchen Einfluss haben die Schwingungen für das Schussbild? Das sie Einfluss haben ist wohl jedem klar nur welchen ist hier die Frage? Darauf hast du auch keine Antwort aber ich sag nur Schwingung.

    Ich frage mich nur, warum dein Landsmann Christian Planer auf seinem KK-Gewehr im Liegendanschlag eine Tube montiert hat, aber gleichzeitig den Korntunnel bis zur Laufmündung zurück nimmt.

    Ich kann ihn gerne Fragen. Vielleicht ist es aber einfach nur weil eine spezielle Munition damit läuft?
    Rechnest du dir deine Schwingungen aus welche du bei der Schussabgabe hast? Glaube kaum.
    Wie lange schwingt denn dein Gewehr nach? Hast du das gemessen? Wie hast du es gemessen? Wie lange hast du zwischen den Schüssen Zeit damit sich deine "Schwingungen" nicht überlagern? Wann ist deine Schwingung gedämpft? kannst mal gerne deine Differentialgleichung zeigen. Würde mich interessieren.


    Denn in der Tube wird das Geschoss nicht mehr geführt.




    Hat wohl doch etwas mit Schwingungen zu tun?

    Ja hat es. Auch wenn in der Tube das Geschoss nicht mehr geführt wird entstehen dort noch Schwingungen. Die sind an der Laufmündung nämlich nicht zu Ende. Du Experte der Schwingungen kannst mir sicher sagen welche Schwingungen dies sind und wie sie Einfluss auf einen Munitionstest haben.


    Wenn man von Schwingungen redet sollte man wissen von was man redet. Daher meine Meinung Einschießen nur mit Schaft. (Beim Christian Planer macht man das ebenso wird schon seinen Grund haben warum ein gelernter Büchsenmacher und KK 60 liegend Europameister dies so handhabt. Dort wurde auch relativ lang an dem Einschießbock herumgewerkt und interessanterweise ist dort der Unterschied zwischen ihrem Einschießbock und einem Einschießbock bei dem man das Gewehr am Schaft wie in einen Schraubstock einspannt ziemlich gering <1mm/10 Schuss)

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián


  • Es fehlen in diesem Forum seit Längerem sachliche Kommentare von Meisterschützen, die leider ausgeschlossen wurden, oder sich zurückgezogen haben. Zum Beispiel Murmelchen, P.O. Ackley, Katja Triebel, um nur einige zu nennen.
    Auch wenn ich nicht immer zu 100% deren Meinung geteilt habe.


    Wer die Hitze nicht verträgt muss halt von der Küche wegbleiben. Wer austeilen kann wie die von Dir genannten muss auch mit Kritik leben können.


    Noch ein fröhliches Klagen

  • Hallo zusammen,


    wegi82, all !


    empfohlen sei: http://www.silhouetten.org/Technik/Swing1.pdf oder
    http://www.6mmbr.com/gunweek078.html oder
    http://www.accurateshooter.com…tock-with-built-in-tuner/
    dort kann man sogar die Vibration einstellen. Soll sehr gut funktionieren, jedenfalls muss Madison damit erfolgreich
    sein und es auch nachvollziehbar reproduzieren können.


    Allerdings was ich immer sage:
    a) ein guter Anschlag erworben durch viel Training ist durch nichts zu ersetzen und wird erst durch
    b) ausgewählter Komponenten, sei es Muntion und Waffe


    erfolgreich.


    Viel Spass beim Lesen


    Schützengrüße Oldgunner