Steyr LP 10 Ist der kugelgelagerte oder der Elektr. Abzug besser?

  • Ich möchte mir eine Steyr LP 10 kaufen. Wer hat Erfahrung mit dieser Pistole.
    Welcher Abzug ist Besser der Kugelgelagerte oder der Elektronische?

  • Hallo Paul,


    ich hatte leider noch keine Gelegenheit die beiden zu vergleichen, aber Batterien in einer Sportwaffe, das passt irgendwie nicht und schafft eine zusätzliche Fehlerquelle, dann lieber traditionell und der Abzug der LP 10 ist sowieso sehr gelungen.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • ich kann nur sagen das ich sehr oft gelesen habe das die meisten entweder schon beim testen oder kurz nach dem Kauf der E-Version die mit dem normalen Abzug für besser befunden haben.

  • Hallo Zusammen,


    mich würde zum Thema interessieren, ob die LP10e wirklich die werksseitig genannten 35000 Schuss pro Batteriefüllung durchhält. Falls das in die Nähe kommt, oder die Batterien bei niedrigerer Schusszahl gute eineinhalb bis zwei Jahre halten, dann würd ich die Waffe empfehlen, da sich der Abzug für mein Empfinden etwas besser als bei Mechanik anfühlt. Wenn man allerdings alle zwei Monate Batterien wechseln muss, wär mir der Aufwand zu groß und ich würde den mechanischen Abzug nehmen. Ansonsten, preislich betrachtet sind die 100€ mehr für Elektronik bei dem Grundpreis ja auch schon egal...

    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
    (Albert Einstein)

  • Mein Rat wäre, als Neueinsteiger oder Umsteiger von einer anderen Marke sich für die LP10E zu entscheiden. Man kann sie als absolut unempfindlich gegenüber Abzugsschwankungen einordnen. Der Schütze mit langer LP10-Mechanik-Erfahrung hat sich allerdings oft auf das Klinkengefühl gewöhnt und spürt diese metallische Mechanik an der LP10E natürlich nicht mehr. Vor allem merkbar in der Reaktion des Abzugs nach dem Auslösen: der LP10E-Abzug steht danach trocken in den Federn an, während der mechanische durch die Klinken fällt (wenn man den Triggerstopp weit weg gestellt hat). Ein Umstieg von LP10-Mechanik auf LP10-Elektronik ist da gewöhnungsbedürftig. So ging es mir auch nach mehreren Anläufen. In der Regel kommen dabei die Neueinsteiger und Umsteiger von einer anderen Marke besser mit dem LP10E-Abzug zurecht. Ein hohes Konstruktionziel bei Steyr für die E war, dass handelsübliche AAA-Batterien zur Verwendung kommen, sodass auch ein unwarscheinlicher Wechsel kein Problem darstellen sollte. Unschlagbar bleibt da der Vorteil der E durch das absolut gleichbleibende Abzugsgefühl bei großen Schussumfängen bzw. Trockentrainingsorgien im Jahr.
    Ein kleiner Hinweis noch für Mitstreiter mit kurzen Fingern oder kleinen Händen. Die Anordnung der Abzugsgruppe der LP10E liegt etwa 5mm tiefer und damit etwas schlechter zu erreichen, wie bei der Mechanik.
    Gruß Jörg

  • Beide Lupis sind klasse. Wenn mann nicht gerade die von Mark Russel beschriebenen Trockentrainingsorgien betreibt, würde ich die mechanische vorziehen. Man bekommt da (ähnlich wie bei FWB und anderen) ein sehr langlebige Luftpistole. Einen elektronischen Abzug würde ich eher für d. Trockentraining bei OSP & Co. wählen (die LP10 E ist aber sicher auch eine gute Wahl).


    Gibt es eigentlich für die beiden Varianten schon Messungen zur Schußentwicklungszeit?

  • Gibt es eigentlich für die beiden Varianten schon Messungen zur Schußentwicklungszeit?


    Hallo Pluto,
    laut Steyr kommt die LP10E nah an die Schussentwicklungszeiten der Mechanik heran. Messungen zeigten, dass die E auf Grund ihrer neu konstruierten extrakleinen Magnetspule (und damit kürzeren Wege) schneller als die Konkurrenz sei. Trotzdem ist die Mechanik immer noch etwas schneller. Die Zeiten habe ich leider nicht mehr im Kopf.

  • Mark Russel - vielen Dank für die Info


    Gibt es eigentlich Langzeiterfahrung zur Haltbarkeit/Alterung von den verbauten Elektronikkomponenten?


    Mark Russel - vielen Dank für die Info


    Gibt es eigentlich Langzeiterfahrung zur Haltbarkeit/Alterung von den verbauten Elektronikkomponenten?


    Hallo Pluto,
    da müsste man wohl Steyr mal selber fragen. Ich weiß nur, dass die Anforderungen an eine Luft- oder Freie Pistole mit elektronischem Abzug bei weitem nicht so groß sind, wie bei einer sehr bekannten elektronischen Schnellfeuerpistole. Die Elektronik der Steyr ist meines Erachtens auch nicht besonders aufwändig. Da ist auch Einfachheit besser. Häufige Fehlerursache von Elektronik der bewegten Art, ob Bohrmaschine, CDI-Zündeinheiten beim Motorrad etc. (wie auch bei der Steyr-E) könnten häufig losgeklapperte Lötverbindungen sein, aber hier wurde die Elektronik, wie auch bei Morini in ein Harz gegossen, nicht wie man vermuten könnte, um den Nachbau oder die Reparatur nicht zu ermöglichen, sondern um die Elektronik vor solchen Wacklern zu schützen. Die Batterie (15,0V) meiner Morini CM84E musste ich nach ca. 10.000 Schuss und vielen Trockenklickern nach 2 Jahren tauschen (natürlich im Wettkampf - wann sonst :) - trotz Batteriekontrollfunktion). Die AAA-Batterien (1,5V) der allerdings wenig benutzten LP10E wurden noch nie gewechselt. Und bin stolzer Besitzer eines frühen Prototyps.

  • Wenn du dich bei der WM Qualifiziert hast, dann steige 3 Jahre vorher auf die elektronische aber da solltest du schon mindestens kontinuierlich


    385 Ringe schießen und aus meine Sicht ist das nur der Kopfsache. Aber wen du dir sowieso eine neue kaufst und dein Gefühl sagt es dir du willst das optimalste haben, dann kauf dir die Elektrische

  • @ Paint - Ich glaube die Profis die sich zur WM qualifizieren, können auch mit der mechanischen diesen holen. Die elektronische ist jedoch sicher auch Weltklasse (sonst hätte Jong Oh Jin nicht den Olympiasieg errungen)


    @ Mark Russel - mir ging es weniger um die Komplexität. Im Vergleich zu anderen Produkten ist diese überschaubar. Lötverbindung sind ebenfalls nicht kritisch, da diese spätestens bei der Endkontrolle auffallen (=> weil dann etwas nicht funktioniert). Kritischer sind ESD-Schäden, da diese erst mit zeitlicher Verzögerungen auftreten (wenn ESD-sensitive Baugruppen verwendet werden) Ich kenne es nur aus Elektronikfertigungen, daß manche Komponenten extrem ESD-sensitiv (ESD = Elektrostatische Entladung) sind und ggf. auch einem Alterungsprozess unterliegen. Es hängt aber immer von den in einem Produkt/Elektronik verwendeten Komponenten ab.

  • Im Armbrustbereich National wie International, ist ein elektronischer Abzug schon seit Jahren Standard.
    Die Technik ist also ausgereift und sollte im Prinzip auch für andere Waffen übertragbar sein.