Richtigstellung des SV in Eberbach bzgl.Lichtschießen

  • Hier steht die Stellungnahme der verunglimpften Vereinsvorsitzenden:


    http://www.charlotte-schneidew…ortschuetzen/#comment-164


    OSM Hans-Peter Hettmansperger und OSM Kerstin Liebsch
    Schützensportverein 1487 Eberbach


    An die
    Redaktion der Rhein-Neckar-Zeitung – Ausgabe Eberbach
    z.H. Herrn F. Huell


    Sehr geehrter Herr Huell,
    Durch die Veröffentlichung eines Berichtes von Frau Landtagsabgeordnete Schneidewind-Hartnagel sehen wir uns veranlasst, dazu Stellung zu nehmen – in Form einer Richtigstellung:


    Zur Titelseite vom 22.01. unten „Aus der Region“:


    Nicht durch uns erfuhr Abgeordnete Schneidewind-Hartnagel von dem Vorschlag, sondern sie selbst brachte den (Zitat:)“vom früheren Olympiasieger R. Schumann stammenden Vorschlag“, Laserpointer bei der Ausübung des Schießsports zu verwenden, in dem Informationsgespräch zur Diskussion ein.


    Zum Bericht der RNZ-Ausgabe EZ vom 22.01. auf Seite 7:
    Der Anlass und die Bereitschaft unsererseits zu dem stattgefunden Gespräch gründete in erster Linie auf einem von Frau Schneidewind-Hartnagel letzte Woche verfassten Artikel über die schreckliche Beziehungstat in Eberbach, in dem sie Vorschläge, Verhaltensweisen und Anregungen für Sportschützen propagierte, die von lückenhaften Kenntnissen über das Sportschützenwesen und das bestehende Waffenrecht geprägt waren.


    Auch wir sind (auch persönlich) überaus betroffen über das Geschehene und verurteilen solche Gewalttaten auf das Schärfste. Aufklärung und Information über die gegebenen Voraussetzungen und Fakten zum Waffenbesitz von Sportschützen, ebenso Einblicke in unseren Sport und unsere Sportanlagen zu geben, das war unsere Bereitschaft und Intention, mit unserer Landtagsabgeordneten auf ihren Wunsch hin ein Gespräch zu führen.


    Dass aus Teilen des Berichts der Eindruck entstehen kann, wir namentlich genannten Vereinsfunktionäre wären an einer grundlegenden Veränderung unserer schießsportlichen Modalitäten (weg von der Munition hin zum Laserpointer) interessiert, entbehrt jeder Grundlage.


    Kerstin Liebsch hat lediglich für ihre eigene Person gesprochen und eine Überlegung in Betracht gezogen, falls die technischen Möglichkeiten erschlossen wären und sich diese Thematik stellt. Wir weisen die diesbezügliche nicht richtige oder aus dem Zusammenhang gerissenen Gesprächsteile zurück und betonen, dass uns keinerlei parteipolitische oder ideologische Absichten zu diesem Info-Gespräch veranlasst haben.


    Interessant auch dieser Kommentar zu Schumanns-Äußerungen auf der Zeitungsseite:
    http://www.nokzeit.de/mdl-schn…rtschuetzen/#comment-3107


    Beide Links wurden mir heute zugemailt.

  • Das Problem ist nur, dass keiner diese Richtigstellung liest oder sie wirklich anerkennt.
    Das was im Bericht steht hat die Mehrheit gelesen und so auch verinnerlicht.

  • Ich denke das grundsätzliche Problem liegt in der Aufklärung vorab.


    Nicht in allen Vereinen ist angekommen, dass wir mit denSt.-Florians-Prinzip nicht weiterkommen. D.h. es ist noch in vielen Köpfen verankert. Und auch wenn man es nicht sagen will, kommt es irgendwie in einem Interview dann so rüber. Und die Presse sucht nur nach diesen Randbemerkungen und bauscht sie dann auf.

  • Das Problem ist nur, dass keiner diese Richtigstellung liest oder sie wirklich anerkennt.
    Das was im Bericht steht hat die Mehrheit gelesen und so auch verinnerlicht.



    Ich denke, dass die Mehrheit den Bericht gar nicht gelesen hat, da er nur in einer Regionalzeitung im Lokalteil erschienen ist. Für mich ist die Richtigstellung lustig. Im Bericht wird als Autor (pm), also Pressemitteilung genannt. Ich gehe deshalb davon aus, dass jemand aus dem Verein selbst den Bericht geschrieben hat, da sonst der Name des Autoren angegeben wäre. Komisch, dass der Verein jetzt zu seinem eigenen Bericht eine Gegendarstellung veröffentlich, da hätten sie ihren Bericht lieber im Vorfeld gegengelesen und überarbeitet. Wer nachdenkt, denkt zu spät.


    Kleiner Tipp am Rande: Die Landesverbände bieten regelmäßig Kurse für Pressereferenten an, damit solche Patzer nicht passieren.

  • Im Bericht wird als Autor (pm), also Pressemitteilung genannt.



    Die Pressemitteilung ist von Frau Schneidewind-Hartnagel, nicht vom Verein:
    http://www.charlotte-schneidewind.de/presse-2/presse-2013/


    Aber ich kann mir schon vorstellen, dass Frau Liebsch sich so oder so ähnlich ausgedrückt hat. Erst der darauf folgende Shitstorm an den Verein hat dann zu einem Umdenken geführt. Ähnliches vermute ich auch bei Ralf Schumann.


    D.h. für mich als Fazit: Das St.-Florians-Prinzip ist an der Partei-Basis noch hochgradig vertreten, nicht nur bei Vereinsvorständen, sondern auch bei Bezirks-/Kreisverbandsvorsitzenden.


    Bestes Beispiel der Bremer DSB-Kreisvorsitzende, der bei der Waffensteuer-Sache dem BDMP unterstellte, Paintball zu schießen. Das wären die ganz, ganz bösen Jungs. Der weiss vielleicht nicht einmal, dass der Buchstabe P für Polizei steht.


    Es wäre Sache der Führungsriege, diesem Umstand abzuhelfen. Aber sie sieht anscheinend keinen Grund, hier wirklich tätig zu werden.


    Einige Leute haben es begriffen, dass der kleine Finger reichen bedeutet, dass die ganze Hand geholt wird. Hr. Tschöpe in Bremen findet auch Lichtschießen für Kinder monströs und möchte dies verbieten.


    Schaut euch mal die Debatte zum Waffenrecht im Jahr 1969 an: dort waren die Jäger diejenigen, die sich privilegiert fühlten:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45741252.html

  • @ Katja:


    Wenn sie oder ein Mitarbeiter von ihr den Artikel verfasst haben sollte, ist das Ganze noch unprofessioneller durch den Verein gehandhabt worden. Wenn ein solcher Artikel von einer anderen Person geschrieben wird, ist es umso wichtiger ihn vor Veröffentlichung gegenzulesen, um nicht falsch zitiert zu werden. So viel zu professioneller Pressearbeit.

  • Wenn ein solcher Artikel von einer anderen Person geschrieben wird, ist es umso wichtiger ihn vor Veröffentlichung gegenzulesen, um nicht falsch zitiert zu werden. So viel zu professioneller Pressearbeit


    Du bekommst bei Interviews - egal was dir versprochen wird - keine Möglichkeit zum Gegenlesen! Das machen einige lokale Zeitungen aus GoodWill, aber kein Politiker oder die großen Medien. Es gibt kaum eine rechtliche Handhabe. Selbst Richtigstellungen sind schwierig durchzusetzen.