LP Griff verändern,verkleinern wer hat welche Erfahrung

  • Hallo


    ich würd gern von euch wissen wie eure Erfahrungen bei der LP Griff veränderungen und verkleinerungen sind ,auch Massanfertigung des Griffs interressiert mich bitte Bericht mir.


    LG Ankedanke

  • Verkleinern geht meist nur in sehr begrentzten Rahmen.
    Besser ist es den nächst kleineren oder halbwegs passenden Griff
    zu nehmen und Spachtel aufzutragen.


    Maßgriffe sind halt zeitaufwendig und teuer.


    Eine Zwischenlösung ist ein Griff 'von der Stange' nach Skizze.


    Ist halt Geschmackssache.
    Gespachtelte Griffe sehen nicht besonders toll aus und erfordern
    etwas handwerkliches Geschick.
    Ich persönlich will keine Preise für die schönste Waffe gewinnen,
    deshalb habe ich mich für die Spachtellösung entschieden.
    Einige Sportkameraden haben Maßgriffe oder Griffe nach Skizze und sind
    damit zufriedener.


    Maßgebliche Hersteller (zumindest die einzigen, die ich kenne) sind
    Rink und Nill.
    Maßgriffe mit persönlicher Anprobe und so macht meines
    wissens aber nur Rink.


    Hoffe das hilft irgendwie

  • Meine Erfahrung: Mann kann sichauch ganz schnell in der Größe irren.


    An meiner P34 war ein Griff gr. L, da der mir nur ein wenig groß erschien, ahbe ich mir einen Griff Gr. M gekauft. Nun dieser war dann auch noch zu groß. Jetzt bin ich bei Gr. XS .-)



    Meine Empfehlung, entweder du kannst bei Kollegen verschiene Größen probieren oder du fährst direkt zu Rink und läßt dir einen Griff anfertigen.

  • Hi!


    für meine Freien Pistolen habe ich Maßgriffe von Rink, für die SpoPi einen maßgefertigten von Nill.


    Gute Luftpitolengriffe machen Beide und die Fa.Männel in Österreich.


    Ich empfehle Freund Rink, weil er die größte Auswahl hat und einen sehr guten Service, außerdem gibt es auf seiner web-site eine Handskizze, mit Hilfe derer Du sehr treffsicher einen richtigen Griff bekommst. Rink hat auch mehr Anpaßmöglichkeiten als andere, z.B. den 7°-Winkelversatz um die Hochachse, sowie die Balligkeit der Innenhand.


    Außerdem kannst Du Herrn Rink jederzeit anrufen und er befaßt sich eingehend mit Deinen Fragen.


    Die ultimative Lösung, wenn der Maßgriff nicht reicht, ist die Maßanfertigung.


    Gruß


    Wolfgang

    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

  • Danke für die Infos die Massgriffe und die Massanfertigung sind eine überlegung wert ,nur z.Z bin ich nicht grad flüssig und da geht die überlegung den Griff selbst zu verändern in die Vertiefung und die Frage kommt bei mir auf ist eine kürzung der Handballenauflage da dieser am Handgelenk überragt ist so eine kürzung Regelkonform.

    LG Anke

  • Ich habe mir für meine LP400 einen Griff bei Herrn Rink gekauft.
    Hier habe ich mich für die Größe M entschieden, da die Länge über die Fingerwurzelknochen 90mm beträgt.
    Das hat sich im Nachhinein als Fehler erwiesen, da ich noch ordentlich Spachtelmasse auftragen musste, bis er jetzt so einigermaßen passt.
    Ich denke, dass man entweder einige Größen probiert und mit dem am Besten passenden dann seine Nacharbeiten durchführt oder eben gleich einen Maßgriff machen lässt.
    Ich fand, dass ich durch die mehrfache Anpassung einiges an Erfahrung bzgl. Griff und Gestaltungmöglichkeiten gewonnen habe.
    Jetzt könnte ich theoretisch meinen Griff als Vorlage für den nächsten Griff verwenden.


    Grüße
    Hartwig

  • Mir ist nicht klar, was am Griff Du genau meinst. Ich kann nur die Sportordnung zitieren, daß das HG frei bleiben muß und der Griff sich dort nicht abstützen darf.

    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

  • Hi,
    also ich habe die Frage so verstanden, ob man die Handballauflage kürzen darf weil sie zu lang ist. Ja klar darfst du.
    Wie dein Griff aussieht ist eigentlich total egal hauptsache er entspricht den Regeln.
    Wenn die Auflage zu lang ist kannst du sie absägen oder abfeilen. Hauptsache er ist zum Schluss regelkonform.


    Also klar sind angefertigte Griffe toll aber es muss nicht unbedingt sein. Mit Spachtelmasse kann man schon viel erreichen. Und wenn man einen Nussbaumgriff hat kann man auch braune Spachtelmasse nehmen, dann sieht das Ergebniss auch optisch sehr ansprechend aus.
    Vielleicht gibt es bei dir in der nähe Jemand, der schon bisschen Erfahrung hat. Allein kann man sowas auch machen aber zu zweit ist es meist etwas einfacher!


    MfG

  • Hi!


    Hier meine Erfahrungen, die ich mit Griffen gemacht habe:
    Ich habe mir vor ca. 30 Jahren für meine Lupi FWB 65 einen Maßgriff bei Nill machen lassen. Ein Top-Ergebnis, das mir immer wieder Freude und gute Leistungen beschert hat.


    Jetzt habe ich nach ca. 20 Jahren das Lupi-Schießen wieder angefangen und mir eine sehr gute gebrauchte Steyr gekauft. Da waren gleich 2 Griffe dabei: Größe M und L.
    Beide ausprobiert und festgestellt, dass keiner so richtig passte (vielleicht liegt´s ja auch daran, dass ich relativ kurze Finger habe).
    Keiner konnte auch nur annähernd an den alten Maßgriff heranreichen.


    So entschoss ich mich für einen maßgefertigten Griff der Fa. Nill, von Herrn Karl Nill sen., der mir in den 80ern den Griff schon angepasst hatte. Ich bekam einen Griff, wie er besser nicht sein kann. Durch das Gespräch mit Herrn Nill sen. erhielt ich noch viele Tipps zur Griffbearbeitung.


    Leider stellt die Fa. Nill für meine Freie Pistole TOZ35 keine Griffe her.
    Also habe ich parallel dazu einen Maßgriff bei der Fa. Rink nach Skizze bestellt.


    Dieser ist aber in der Passform schon noch vom Nill-Griff entfernt.
    Nicht falsch verstehen: Der Rink-Griff ist um Klassen besser als der Originalgriff (der TOZ-Griff ähnelt allerdings auch einem 10er-Kantholz ;-)
    Und er kann natürlich auch nicht so perfekt sein wie ein angepasster vor Ort. Und er ist sein Geld allemal wert.


    Was ich damit sagen will, ist, dass ein Griff nach Skizze i. d. R. deutlich besser als der Originalgriff ist, aber nicht an den angepassten Maßgriff herankommt.


    Ich konnte den Rink-Griff durch mein Wissen und Erfahren noch mit einigen kleineren Eingríffen mit dem Dremel so optimieren, dass er nochmals deutlich besser wurde.


    Wenn man allerdings wenig Ahnung hat,
    1. wie ein Griff sitzen muss (soll),
    2. wenn man nicht genau weiß, wo und wie ein Griff optimiert wird und
    3. auch nicht das handwerkliche Geschick und Werkzeug hat,
    dann sollte man es sich genau überlegen, ob man seinen eigenen Griff u. U. "verpfuschen" will, oder ob man den verkauft und den Erlös in einen Maßgriff nach Skizze oder einen angepassten investiert.


    Ich hab mich für die beiden letzteren Wege entschieden und bin sehr zufrieden!


    Es ist nicht damit getan, ein bisschen zu feilen oder zu spachteln. Wichtiger ist zuerst zu wissen, z. B. wo der Griff jetzt hinzeigt und wo er hinzeigen soll, ob der Griff an die Fingerlänge passt und wie und wo Abhilfe geschaffen werden kann.


    So, das war meine persönliche Erfahrung.
    Vielleicht hilft sie ja dem Einen oder Anderen!



    Mit bestem Schützengruß
    netsurfer

  • Servus netsurfer,


    habe deinen Artikel mit viel Interesse gelesen, weil ich mich komplett wiederfinde.


    Habe auch lange mit der Pistole aufgehört und dann mit einer FWB 65 angefangen. Habe mir für sie einen Linbrunner-Griff ersteigert, der optimal sitzt.


    Weil ich großen Spaß hatte, kam auch die Steir LP10 dazu, deren Griff auf Anhieb nicht schlecht war, den ich aber momentan selbst bearbeite, so wie ich es bei Karl Nill sah, der mir einen Maßgriff für die Sporpistole geschnitzt hat; paßt excellent.


    Gerade lasse ich mir eine TOZ 35 "spezial" herrichten, ebenfalls mit Rink-Griff. Bin schon sehr gespannt, wie die sich schießt.


    Wie kommst du denn mit der TOZ zurecht? Ist es eine unbearbeitete und aus welcher Zeit, wenn ich fragen darf?




    Gruß


    Wolfgang

    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

  • Hallo uboot!


    Schön, wenn Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast.


    Meine TOZ habe ich 1986 gebraucht gekauft.
    Es handelt sich wahrscheinlich um ein bearbeitetes Exemplar, weil sie vorher einem Büchsenmacher gehörte.
    Ich konnte jedenfalls nichts feststellen, was nicht in Ordnung gewesen wäre: sie ist zuverlässig, die Visierung sitzt gerade, Abzug kommt trocken, gleichmäßig und ist fein verstellbar. Die Schussleistung habe ich noch nicht ausgetestet, aber solange das Teil genauer schießt als ich, soll´s mir recht sein :rolleyes:
    Jedenfalls hat es in den 80ern zum LM-Mannschafts-Vizemeister gereicht und auch 3x zur DM im Einzel.
    Wie gesagt, nur der Griff war katastrophal. Und dennoch hat´s damals nach München gereicht (knapp unter 550 R.)



    Und jetzt habe ich den besagten Maßgriff dran und trainiere damit.
    Wir sehen uns dieses Jahr in München! :thumbsup:



    Eine andere "Freie" als die TOZ hab ich noch nicht geschossen, habe also keinen Vergleich.
    Aber wenn man den Kollegen Glauben schenken darf, ist sie heute vielleicht nicht mehr ganz up-to-date (verglichen mit einer Morini), kann aber immer noch vorne mitschießen und sei etwas fehlerverzeihender als andere (was ich nicht unbedingt als Nachteil empfinde).


    Ich finde, sie ist eine hervorragende "Trainings"-Pistole für die LuPi.
    Wenn Du mit der "Freien" Deine Fehler abstellst oder reduzierst, das Gelernte dann übertragen kannst auf die Lupi, dann ist die Leistungssteigerung deutlich höher als erwartet.


    Was verstehst Du unter "TOZ "spezial"?



    Viele Grüße
    netsurfer2002

  • Glückwunsch zu Deiner Leistung mit der FP :-)


    Bei der "Spezial" soll der Stecher nachjustiert werden, um Ungenauigkeiten zu korrigieren, das Korn gerade plaziert und fester fixiert werden, ein TOZ-Balance-Schaft montiert und der Ladehebel seitlich angesetzt werden.Dazu kommt ein Rink-Griff.


    Ich möchte damit nur sicherstellen, daß die Pistole optimal geht; mit mir selbst habe ich schon genug zu tun.


    Mich reizt die TOZ, weil sie zwar ein altes Eisen ist, aber schon von der Grundkonstruktion her eine sehr feine Waffe sein soll, die optimal entworfen wurde. Die Russen haben zwar von Hämmerli abgeschaut (was technisch nur von Vorteil sein kann), aber der Efim Chaidurov hat daraus wohl eine sehr durchdachte Maschine gemacht. Sie ist zwar nun alt, aber optimal hergerichtet muß das eine sehr gute Waffe sein. Ich werde sehen.



    Gruß


    Wolfgang

    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

  • Hallo


    ich möchte mich bei euch bedanken für die Beiträge die ihr hier geschrieben habt, so wie es aus sieht werd ich mir mit sehr großer wahrscheinlichkeit ein Griff maßanfertigen lassen.


    LG Anke

  • Hey Anke,


    wenn einem der Sport etwas wert ist, lohnt es sich auch, mehr zu investieren, und bei einem Griff wird sich das auch noch maximal "auszahlen"


    Guter Entschluß :-)



    Gruß


    Wolfgang

    Es ist das edelste Privileg des Starken, sich auf die Seite der Schwachen zu stellen.

  • Ich habe meinen Griff selbst gefeilt und gefüllt. Funktionierte einwandfrei und kostet kaum etwas.
    Was man dazu braucht:
    Schleifgerät wie dieses: klick mich
    Holzpaste: klick mich


    Dann hab ich erstmal störende Ausbuchtungen weg geschliffen und ungefähr die fehlenden Stellen mit Holzpaste beschmiert (ist recht zäh), dann den Griff mit einem Einweg-Handschuh greifen, wieder los lassen und trocknen lassen. Die Falten und störenden Stellen noch wegschleifen und fertig.
    Verschönern kann man dann ebenfalls mit Holzpaste indem man sie mit Wasser verdünnt. Dann den restlichen Griff einpinseln und schon hat man ein einheitliches Aussehen. Mit anderen Farben kann man dann noch Muster machen. ;)

  • Ich darf auch einmal meinen Senf dageben...
    Ich habe auch typischerweise mit Holzkitt gearbeitet, früher mal mit einem von CLOU und im letzten Jahr von der Fa. ZWEIHORN; davon habe ich 5 Dosen a 500 g über ebay Kleinzeigen günstig erstanden. Holzkitt hat leider den Nachteil, dass es fürs Durchhärten von etwas dickeren Schichten mehrere Stunden braucht, aber dafür bekommt man es in vielen Holzfarbtönen. Die Geschichte ist also langwierig, in jeder Hinsicht. Es ist eher ein Evolutionsprozess als eine Einmalaktion. Obwohl der heutige Holzkitt wasserlöslich ist, verwende ich Aceton zum (Wieder)Verdünnen des Holzkitts in der Dose. Das Aceton habe ich mir in eine Spritzflasche (ein ausgediente Balsamico-Creme-Flasche) umgefüllt, sodass man es gut dosieren kann. Als Spachtelwerkzeug zum Auftragen verwende ich ein altes Tafelmesser. Anstelle des Einweghandschuhs (Nookers Beschreibung) habe ich Frischhaltefolie verwende, von so ca. 10 x10 cm Größe. Damit der in diesem Fall unerwünschte Hafteffekt verschwindet, die Folie vorher einmal mit Spülmittelzugabe abwaschen und abtrocknen. Diese Frischhaltefolienabschnitte kann man vorsichtiger vom weichen Holzkitt lösen als dass die Handschuhe beim Griff loslassen tun. Wenn man ein Placken Holzkitt in die richtige Form gedrückt hat, kann man die Ränder und Falten mit einen kleinen Borstenpinsel (12er, so einen für den Kunstunterricht...) und etwas Aceton glätten (einen Spritzer in einen alten Konservenglasdeckel). Bitte umsichtig mit dem Aceton umgehen; es löst diverse Kunststoffe und Lacke an. Also lieber einen Pinsel mit unlackierten Griff verwenden. Aceton hat den Vorteil, dass es schneller flüchtig ist als Wasser. Wer das Trocken zusätzlich beschleunigen will, kann das gute Stück auch mal 'ne 1/4 Std. bei 50/60°C in den Umluftherd legen - aber das bitte ohne die Pressluftkartusche!!!!!!). Zu heiß kann auch einen weiteren Nachteil haben. Nussbaumholz ist zumeist geölt und das Öl schwitzt sich beim Erwärmen an die Oberfläche und drückt u.U. den Kitt vom Holz weg. Fürs Nachschleifen des Holzkitts oder auch Abtragen von Holz verwende ich zumeist Schleifpapier, richtiger gesagt Schleifleinen, und das ab einer Körnung ab 40 bis 120. Für die Bearbeitung der Fingerrillen habe ich das 40er-Schleifleinen mit Doppelklebeband um einen runden Buchen-Holzstab geklebt (10 bis 12 mm Durchmesser). Ich hab zwar auch so einen No-Name-Dremel, aber da nehme ich lieber kleine Abschnitte Schleifleinen und arbeite von Hand.

  • Hallo,
    auch wenn ich grundsätzlich dagegen bin alte Beiträge wieder auszugraben.
    Wenn schon was dazu geschrieben wird dann möchte ich auch was dazu sagen.
    Holzkitt würde ich ja nie nehmen. Wie schon gesagt wurde, braucht der ewig um hart zu werden. Weiterhin gibt es bei dem ein oder anderen Produkt bei gewissen Schichtstärken schnell Risse. Gerade wenn man das Aushärten mit Backofen oder Föhn beschleunigen will...
    Dann lieber Spachtelmasse oder auch Füllspachtel auf Zweikomponentenbasis. Muss man zwar auch aufpassen, da gibt es gute und weniger gute. Aber die währen eher meine Wahl. Die sind teilweise schon nach minuten bereit zum überarbeiten. Damit kann man wirklich schnell gute Erfolge erzielen. Gibt es auch in verschiedenen Farben oder kann teilweise auch einfach mit Pigmenten gefärbt werden.
    Bei der Bearbeitung nicht zu Grob rangehen.... 40 Wäre mir zu rabiat. Lieber etwas feineres nehmen. Ok es dauert länger aber man erzielt normalerweise die schöneren Ergebnisse.


    MfG