Verkauf von WBK-pflichtigen Waffen

  • Hallo zusammen,


    wir wollen bei uns im Verein den Waffenbestand (insb. KK) ausdünnen und nicht mehr benötigte Waffen verkaufen. Das ganze soll über eGun passieren, da das meiner Meinung nach am schnellsten geht.


    Daher mal meine Frage: Wie wickle ich das am Besten ab? Der Versand ist klar - Übergabe an den Berechtigten (und nur an ihn) muss sichergestellt sein. Dafür gibt es ja auch diverse Paketdienste, die auch auf eGun Werbung machen.
    Um was es mir eher geht ist, wie ich mir die Erwerbsberechtigung des Käufers wirksam nachweisen lasse. Die Original WBK wird ja kaum jemand aus der Hand geben - das würde ich auch selbst mit meiner eigenen nicht wollen.
    Eine persönlich Übergabe wäre mir eh am liebsten, aber das lässt sich ja nicht unbedingt einrichten.


    Habt Ihr schon mal ein wbk-pflichtige Waffen über eGun verkauft und versendet? Wie habt ihr das abgewickelt?
    Falls es schon so ein Thema hier gibt, verlinkt mich bitte dahin .. über die Suche habe ich leider nix gefunden.


    Danke schon mal für Eure Erfahrungen!

  • Die Original WBK wird ja kaum jemand aus der Hand geben - das würde ich auch selbst mit meiner eigenen nicht wollen.


    Warum den dies nicht? Natürlich gibt man die WBK an den Verkäufer, dafür ist sie unter anderem da. Ich habe gerade meine WBK an Frankonia geschickt. (Einschreiben Einwurf da Frankonia ein Postfach hat). Als Verkäufer ruft man dann bei der zuständigen Behörde an (Telefonnummer selber ermitteln, nicht vom Käufer) und fragt nach ob das OK ist (um eine Abhanden gekommene WBK auszuschließen)


    So hat man alles in seiner Macht stehende getan.


    PS: Ihr wollt nicht zufällig eine gut erhaltene Hämmerli 208 verkaufen? :D


    BBF

  • Also zumindest nicht aus dem Vereinbestand ... wir habe gar keine Hammerli ... ;)
    Allerdings will ein Mitglied seine "Scheibenpistolen" loswerden. Keine Ahnung ob er damit SpoPi's oder Freie Pistolen meint. Ich werd aber an Dich denken falls eine Hämmerli einen neuen Besitzer sucht. :)

  • Ich , bzw. meine Verkäufer haben es bisher so gehalten:


    Ich habe die Kopie meiner WBK, meines Ausweises und die Telefonnummer meiner Waffenbehörde geschickt,
    die haben dort nachgefragt ob alles OK ist und die Sachen dann per DHL mit
    persönlicher Übergabe (oder so ähnlich heißt das) verschickt.
    Lief alles reibungslos und schnell.


    Einschränkung: Das waren beide male Waffenhändler, ob die Waffenbehörde auch
    Auskunft an Privatpersonen gibt, erfragst Du besser vorher nochmal.

  • persönlicher Übergabe (oder so ähnlich heißt das)


    Evtl. meinst Du "eigenhändig".


    Versand mit dem Merkmal "eigenhändig" schafft nicht unbedingt Sicherheit im Sinne des Waffengesetzes (d.h. stellt "Übergabe nur an einen Berechtigten" nicht in jedem Fall sicher). Verantwortlich bleibt aber auch bei einem Patzer des Transportunternehmens der Versender.


    Siehe z.B. hier oder auch hier.



    Auf die Quellen zu folgenden Textpassagen kann ich nicht mehr verlinken, da jene entweder nicht mehr existieren oder mir zwischenzeitlich die Zugriffsberechtigung fehlt:


    • "... Dabei ist es jedoch wichtig zu wissen, dass bei dem Service "Eigenhändig" die Aushändigung an einen Bevollmächtigten erfolgen kann, der dann jedoch aus der Sicht des Waffengesetzes nicht berechtigt wäre. Hieraus folgt, dass eine Versendung von Waffen mit dem Zusatz „Eigenhändig“ die engen Vorgaben des Waffengesetzes nicht erfüllt. Die Übergabe an eine berechtigte Person, wie es das Waffengesetz vorschreibt, kann nur durch die Express Ident Produkte sichergestellt werden. ..."
      (Auszug aus einer im Namen von Dr. Zumwinkel verfassten Antwortmail, die ich am 15.02.2008 unter ERROR 404: Page not found! - VDB Waffenhändler Verband Waffenhandel Gebrauchtwaffen Jagdwaffen Sportwaffen vorgefunden hatte)
    • Beitragsstrang "Die sehr seltsamen Interpretationen von eigenhändiger Zustellung" im Forum von Waffen-Online [eröffnet am 10.01.2008]; eine Sammlung von Erfahrungen über bei Nachbarn / Freundinnen / ... abgegebenen oder im Flur abgelegten Waffen.


    Nimmt man die vorstehenden Informationen ernst, wäre die Versandart "eigenhändig" wohl nicht sicher genug. Die entsprechende Empfehlung zu "Waffen-/ Munitionsversand" unter den Hilfethemen bei eGun wäre dann auch mit Vorsicht zu genießen.

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.