Umfrage: Sollten die Verbände die Vereine bei der Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung unterstützen?

  • Was können die Verbände im Rahmen der Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung dazu beitragen, dass die geforderten Initiativen in den Vereinen unterstützt werden? 17

    1. A1 Die Vereine benötigen keine Unterstützung durch die Verbände. (3) 18%
    2. A2 Die Vereine sollten verstärkt bei der Mitglieder- und Nachwuchsförderung durch die Verbände unterstützt werden. (14) 82%

    In der neuesten DSZ-Ausgabe (11/2009) wird das Special „Maßnahmen für Schützenvereine in der Nachwuchsarbeit“ angekündigt.


    Der Leser findet auf vier DSZ-Special Seiten unter der Eingangsüberschrift „Mit Ideen ohne Grenzen den Nachwuchs werben“ neben einem überdimensional großen Bildausschnitt vom Olympiastadion Peking, einem Bild der Siegerin vom IWK in Suhl, Fabienne Plaum , zwei Werbeanzeigen , eine kleinere Bildreihe (ein junger Schütze, eine Vielzahl abgestellter Bögen, ein Bild vom Sommerbiathlon und ein Bild vom interviewten C-Trainer Sasa Paravac, (Bad Homburg).
    Der Text beginnt mit der Beschreibung der Gründe für rückläufige Mitgliederzahlen, insbesondere der jüngeren Jahrgänge. Zu den negativen Faktoren bei der Nachwuchsgewinnung werden die Amokläufe an den Schulen, die negative öffentliche Meinung, sowie das Waffengesetz zitiert.
    Als Beispiele positiver Nachwuchsarbeit werden die Arbeiten des C-Trainers Sasa Paravac von der Bad Homburger Schützengesellschaft von 1390 mit zehn Kindern im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sowie das Beispiel eines Elftklässlers, der über einen Erfolg beim Kirmesschießen zum Sportschießen kam, genannt.
    Jonny Otten, DSB-Vizepräsident und zuständig für die Mitgliederentwicklung, sowie Vorsitzender einer Arbeitsgruppe, die sich mit den Ursachen des Mitgliederrückgangs und mögliche Gegenmaßnahmen erkundet, fordert in dem Special:


    a) Pflege des Gemeinschaftsgefühls,
    b) Die Initiative muss von den Vereinen erfolgen,
    c) Die Vereine müssen auf die Menschen zugehen,
    d) Tage der offenen Tür veranstalten,
    e) Gespräche mit Eltern und Kindern führen,
    f) Ideenreichtum entwickeln
    g) Freundlichkeit und Offenheit der Vereine, wenn junge Mitglieder ihre Freunde mit ins Schützenhaus bringen.
    h) Maßnahmen um insbesondere für die 18- bis 20-jährigen (Hauptaustrittsalter) an den Verein zu binden.,
    i) Aufbau der Sparten Bogenschießen und Sommerbiathlon,
    j) Zusatzangebote wie gemeinsames Krafttraining,
    k) Schießsportlich aktive Mütter, die sich als Kindergärtnerinnen in den Vereinen untereinander helfen,
    l) Gute und erfolgreiche Ideen an den DSB weitergeben, damit er diese weitersagen kann.


    Mit dem letzten Punkt wird der Ball, die Frage, wie und mit welchen Maßnahmen man aus dem Teufelskreis herauskommt, wieder an die Vereine und die Mitglieder zurückgespielt.


    Meine Gegenfrage dazu lautet unter der Überschrift „Gemeinschaftsgefühl“ , "Was können die Verbände dazu beitragen, dass die geforderten
    Initiativen in den Vereinen unterstützt werden?"


    Verbände? = DSB und seine Untergliederungen


    A1 Die Vereine benötigen keine Unterstützung durch die Verbände.
    A2 Die Vereine sollten verstärkt bei der Mitglieder- und Nachwuchsförderung durch die Verbände unterstützt werden.

  • Hallo,


    ich habe auch für die Unterstützung durch Verbände gestimmt. Wichtig ist hierbei jedoch, wie diese Unterstützung aussieht. Denn nur durch z.B. Wettbewerben, bei denen der Verein mit den meisten Neumitgliedern einen Preis bekommt, bringt nichts. Die Verbände müssen aktiv Mitgliederwerbung betreiben.


    Diese könnte wie folgt aussehen:
    Eine Abordnung der Verbände (sei es Gau, Bezirk, Land oder Bund) könnte auf überregionalen Veranstaltungen wie Stadtfesten oder Messen für Lifestyle, Sport und Freizeit Werbung für unseren Sport betreiben. Diese Leute haben einen viel größeren Wirkungsradius und wenn erst mal das Interesse geweckt ist, dass die Leute in den Verein kommen, erst dann sind die Vereinsfunktionäre gefordert. Das größte Problem sehe ich aber zur Zeit darin, den Schützensport erst mal bekannt bzw. attraktiv zu machen.


    Die hohe Fluktuationsquote im Alter zwischen 16-20 Jahren wird es wohl immer geben, denn sobald der Führerschein und die erste Liebe da sind, gibt es halt mal andere Interessen außer Schießen. Somit muss man versuchen das Schießtraining mit den neuen Interessen bestmöglichst zu kombinieren. Ein unbedingtes Beharren dass die Jungschützen immer ins Training kommen müssen, bewirkt hier wohl nur das Gegenteil. Hier sollte man eine etwas längere Leine lassen, denn wenn das Interesse und der Erfolg da sind, dann kommen diese Jugendlichen auch nach ihrer Sturm und Drang Zeit wieder verstärkt in den Verein zurück. Und wenn sie hier wirklich aufhören, dann waren es sowieso keine Schützen, die dauerhaft geblieben wären.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Das Projekt "Mitgliederentwicklung im DSB" hat in der Gesamvorstandssitzung des DSB am 20.03.2010 einen Zwischenbericht abgegeben.


    Ich meine, mit sehr interessanten Aussagen.


    http://www.bremerhaven-wesermu…ederentwicklung%20DSB.pdf


    Kurzversion: Morddrohung gegen Vater eines Winnenden-Opfers - Hannover Zeitung

    Wilhelm


    VERLIERER denken darüber nach, warum etwas nicht gehen könnte, GEWINNER denken darüber nach, wie etwas geht.


    http://www.netzathleten.de?ref=DPAW3QD9FX4CP&s=2

    2 Mal editiert, zuletzt von Wilhelm () aus folgendem Grund: Mitgliederentwicklung, DSB, DOSB, Führungsakademie

  • Das der Link zur seite Bremerhaven-Wesermuende nicht mehr funktioniert kann ich erklären.
    Der Webmaster hat gewechselt und es sind nicht alle Dateien vom alten zum neuen Webmaster rübergewandert oder liegen jetzt sozusagen an anderer Stelle.

  • Mir geht es schon nicht mehr um die Unterstützung des Verbandes bei der Jugendarbeit/Jugendgewinnung sondern zuerst einmal um die Möglichkeit um mit den (nicht vorhandenen) Jugendlichen überhaupt arbeiten zu können (ab 8 Jahren). Deshalb sollte/stimme ich hier für "JA". Wenn die Rahmenbedingen stimmen (jetzt nur mal von den Jugendlichen aus betrachtet) dann muss der Verein in Pötte kommen. Ohne das sich hier was bewegt werden die Jugendlichen wohl kaum unsere SChützenhäuser stürmen




    Dieter

  • Hallo Dieter,


    mir würde es ja schon reichen, wenn für die in den Vereinen, Kreisen und Bezirken wirkenden Personen wenigstens halbwegs Rechtssicherheit bestehen würde und wenn sie über solche Fallstricke wie das hier angesprochene Urteil bezüglich der Altersgrenzen der Armbrust informiert würden. Der DSB schreibt die Armbrust ab 12 aus und es gibt sogar Empfehlungen, die Armbrust auch als legalen Ersatz für unter Zwölfjährige zu nutzen, gleichzeitig gibt es aber ein Urteil eines OVG, wonach das Schießen mit einer Armbrust unter 18 eine Straftat darstellt. Ich habe darüber auch nur über Umwege erfahren. Wie kann es sein, dass Vize Kohlheim das auf Vorträgen in Westfalen thematisiert, der DSB aber keine Warnung herausgibt? Oder spielt das Urteil keine Rolle, weil es einen Spezialfall behandelte? Selbst dann müsste doch wenigstens Entwarnung gegeben werden.


    So etwas darf und kann doch einfach nicht sein. Hier wäre doch ein Sturmlauf zur Wiederherstellung der Rechtssicherheit nötig. Aber scheinbar geht es ja (fast) allen irgendwie nur am Popo vorbei und sollte mal einer von uns zur Rechenschaft gezogen werden, dann hat er eben persönliches Pech gehabt, oder?



    Mit leicht frustriertem Schützengruß


    Frank

  • Ich simme Frank vollkommen zu. Es kann doch nicht sein das kein Verband ordentliche Aussagen treffen kann z.B. u12 schützen etc. als schützenverein steht man da immer ziemlich allein da was Rechtsfragen angeht. Ausserdem finde ich das die schützen agressiver in der öffentlichkeit sollten ich mein wir haben uns als 4.größter sportverband in eine randposition schieben lassen und akzeptieren diese auch noch. Lieber zerfleischen sich die einzelnen verbände mit schuldzuweisungen selbst anstatt gemeinsam front zu machen gegen schützengegner und grüner politik. Erst wenn man das schafft stoppt man auch die mitgliederflucht

    Der Schießsport:
    -so interessant im Leistungsbereich
    -so spannend im Wettkampf
    -so Brüderlich in der Gemeinschaft
    darum Liebe ich diesen Sport so sehr.