Schießabend, wann?

  • Hallo zusammen,


    stelle mir seit langem folgende Frage.


    Wir haben am Freitag unseren gemeinsamen Schießabend. Jugend ab 18:00, Erwachsene ab 20:00. Ich beobachte immer wieder das Jugendliche, bzw. ehemalige Jugendliche ab 18 Jahren nicht zu den Erwachsenen ab 20:00 kommen, sondern weiter ab 18:00 trainieren und vor 20:00 das Schützenheim verlassen und somit eigentlich nie an den Vereinsschießen teilnehmen. Da ich auch mal jung war, kann ich die Jugendlichen natürlich verstehen. In meiner Sturm und Drang Zeit, gab es auch spannendere Sachen als am Freitag Abend zum Schießen zu gehen. Hab mit meinen Vorstandskollegen darüber gesprochen. Aber raus gekommen ist dabei nichts.


    Ich würde gerne einmal versuchen an einem anderen Tag zu schießen. Welche Erfahrungen habt ihr mit den Schießtagen? Wie bringt ihr die Jugendlichen und Erwachsenen zusammen?


    Bedanke mich jetzt schon für jeden Beitrag.


    Gruß und gut Schuß
    Stefan

  • Hmm, das ist natürlich mist.
    Ich muß sagen wir sind da so eine außnahme, da bei uns der übergang von Jugendlichen zu Erwachsenen sehr fließend ist.
    Hat halt einen Vorteil wenn man keinen eigenen Schießstand hat, sich zwei Trainingsabende gemietet hat, da schießen dann alle, von jung bis alt.

  • Hi,
    also bei uns gibt es keine festen Zeiten für die Jugendlichen und die Erwachsenen. Wir haben unsere Trainingszeiten, und da schießen dann alle gemeinsam. Uns ist das auch sehr wichtig, da wir auch gemischte LG Mannschaften haben und so auch im Training gemeinsam geschossen wird.


    mfg

    A bad shot starts in the mind and ends up in the eight ring


    Der größte Unsicherheitsfaktor bei mir ist das Bedienpersonal meines Sportgeräts.

  • Hallo zusammen,
    ich würde u.a. auch wegen der Kosten und Aufsichten die Anzahl der Trainingsabende bzw. Trainingszeiten komprimieren und gemeinsame Trainingsmöglichkeiten anbieten - sofern es die Beteiligung bzw. die Standkapazitäten zulassen.


    Für eine gewollte Gemeinschaft ist es m. E. vorteilhaft beim Training alters- und abteilungsbezogene Abgrenzungen aufzuheben, über Kommunikation die Vereinsgemeinschaft zu fördern - wenn es denn alle wollen.

  • Hallo Stefan,


    gerade der Freitag ist halt für viele der Tag an dem sie etwas mit Freunden unternehmen, da wird dann halt vorher noch schnell das Schießtraining erledigt und anschließend geht's weiter, da passt das Jugendtraining wohl zeitlich besser. Das Jugendtraining und das Erwachsenentraining zusamenzulegen ist vermutlich keine geeignete Lösung, denn man strukturiert ja normalerweise das Kinder- und Jugendtraining doch deutlich anders als das Erwachsenentraining. Ein Trainingstag unter der Woche ist hingegen für einige Erwachsene eher ungünstig, unser Schützenheim ist Dienstag und Freitag ab 19:30 Uhr geöffnet, die Schützenjugend trainiert Dienstags von 18:30 bis 20:00 Uhr. Das überschneidet sich also absichtlicherweise etwas. Wobei man auch sagen muss, dass unsere Erwachsenen generell wenig trainieren und wenn dann meist am Freitag.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Wir haben eigentlich auch feste Zeiten (Jugend 17:00 bis 19:00, Erwachsene ab 19:00) allerdings kommen einige Erwachsene auch schon früher und schießen dann schon (wenn mal ein Stand bei der Jugend frei ist, denn die hat Vorang).


    Einige Jüngere Schützen integrieren wir durch die Liga Mannschaften in die späteren Zeiten (Die Mannschaft trainiert halt zusammen (Egal ob Ersatzschütze oder nicht) und das nicht um 17:00 sondern um 19:00)


    Unsere Triniangsabende sind Mi und Do, was ich ganz gut finde denn Freitag-Abends halte ich auch für etwas kritisch, da gerade junge Erwachsene da etwas anderes vorhaben.

  • Wir haben bei uns folgende Trainingszeiten:


    Jugend: Mittwoch und Freitag von 17.30 Uhr bis i.d.R. 19.00 Uhr, vor allem bei Dreistellung wird es deutlich später
    Erwachsene: Mittwoch und Freitag ab 19.00 Uhr, sowie Sonntag von 10.00 - 12.30 Uhr.


    Vor wichtigen Wettkämpfen findet zum Teil auch am Samstag Sondertraining statt.

  • Hallo,
    ich selber habe ca. 30 Jahre eigene Erfahrung und davon 10 Jahre als Jugendleiter in einem kleinen Dorfverein.
    Meine Einschätzung:
    1. Jugendschießen sollte zumindest bei den Anfängern und den ersten Jahren von den "normalen" Schützen separat gehalten werden.
    Als Trainer steht man ja häufig hinter dem Jugendlichen und versucht, ständig Tipps zu geben und man ist dauernd am
    Reden, da kann schlichtweg keiner nebenan konzentriert trainieren.
    Ab 15 oder 16 dagegen ist es ausdrücklich erwünscht, dass die Jugend immer mal wieder mit den "Großen" zusammen
    trainiert, da wir dann auch die Integration bei den Erwachsenen und die besseren schon in Rundenwettkämpfen beginnen
    können.
    Verschiedene Anlässe machen wir dann mit Jung und Alt gemeinsam - wie Ostereierschiessen, Freundschaftsschiessen mit
    anderen Vereinen, ect.


    2. Schießtag:
    Ich denke, in den 10 Jahren habe ich fast alle Wochentage probiert (bis auf evtl. Donnerstags). Was ich festgestellt habe, man muss sich an den Schulen orientieren, hat man z.B. einen "Haufen" über zwei Jahre am Dienstag, plötzlich ist aber am
    Dienstag Nachmittag-Unterricht oder sonstiges, kann es sehr schnell passieren, dass von 8...10 Jugendlichen nur noch 4...5
    kommen, die dann auch ganz schnell weniger werden, weil das dann langweilig ist.
    Daher ist auch für mich der beste Tag der Freitag.
    Für den Trainer ist das am einfachsten, da unter der Woche häufig kaum einer von 18:00 Uhr zuhause ist,
    die Schüler können am nächsten Tag ausschlafen und die Eltern sind da auch entspannter, wenn es ein bischen
    später wird.
    Zusätzlich sind die meisten Wettkämpfe auf Gau-Ebene am Samstag oder Sonntag, d.h. man kann sich die
    Jugendlichen nochmals einbestellen, ein Finale üben, ect.
    UND - die Kids sind bei weitem lockerer, als an einem Montag, wenn eine wichtige Schulaufgabe in den Tagen darauf
    vorbereitet werden muss, spätestens während dem Training schalten die dann den Schulstress ab (und haben Stress
    mit dem Trainer 8) )


    Alles in allem ist Freitag der Schiesstag, auch wenn er mit Fussballtraining, Musik und was auch immer konkurrieren
    muss...

  • Hallo,


    eine wirklich gute Zusammenfassung. Ja, ich würde auch sehr auf den Freitag als (Jugend-)trainingstag tendieren, nur leider ist ausgerechnet an diesem Tag im Nachbarort bis 20 Uhr Gottesdienst und wenn wir erst anschließend mit dem Training beginnen, wird es für viele jüngere Schützen dann doch zu spät und die etwas älteren Schützen möchten größtenteils noch weggehen und so bleibt's wohl weiterhin bei Dienstag von 18:30 bis 20:00 Uhr.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Hallo Stefan,


    zu deiner Frage, bei uns haben wir keine verschiedenen Trainingszeiten, wir haben Freitags offiziell Training von 18-23 Uhr.
    Da kommen dann alle zusammen und es ist auch immer eine tolle Stimmung.
    Wenn Jung und Alt gemeinsam trainieren hat das noch einen Riesenvorteil und zwar, dass die Jungen extrem von der Erfahrung der Älteren profitieren können!


    LG

    Aktiver Schütze in der Bezirksoberliga (LG) und Gauliga (LP)
    Bestleistung: 99 100 98 100 397 (LG)

  • Hallo Matt,


    ist natürlich klasse, wenn Schützen jeden Alters gemeinsam trainieren können, aber gibt's da keine Probleme bei bewegungs- und laustärkeintensiveren Trainingsheiten? Kinder wird man ja kaum stumpf 40 Wettkamfschüsse schießen lassen. Bei uns würde das ganze wohl auch daran scheitern, dass wir keine für die Obhut von Kindern- und Jugendlichen geeignete Aufsicht für den gesamten Zeitraum hätten und wir das Jugendtraining doch wieder auf einen kürzeren Zeitraum begrenzen müssten, zumal die Jugendtrainer (wir haben drei) ja sicher auch irgendwann selbst schießen möchten.


    Beste Grüße


    Gerhard

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Hallo Gerhard,


    bei uns ist es so, dass wir den Kindern schon von Anfang an gesagt haben, dass am Schießstand eine gewisse Ruhe sein muss. Unser 1. Jugendleiter ist ein sehr erfahrener Schütze (62 Jahre alt), er schießt auch nicht mehr selber, sondern gibt Trainingstipps und Verbesserungsvorschläge.
    Er ist auch bei unseren Kindern sehr beliebt und sie hören auf ihn (also wenn er sagt, jetzt ist Ruhe, dann ist auch Ruhe :) ).
    Sicherlich unterhalten sich die Kinder auch mal am Schießstand, aber nur so laut, dass die anderen nicht gestört werden.


    Also alles in allem sind unsere Kinder sehr diszipliniert und nehmen auch lautstärkenmäßig Rücksicht auf die anderen.
    LG

    Aktiver Schütze in der Bezirksoberliga (LG) und Gauliga (LP)
    Bestleistung: 99 100 98 100 397 (LG)

  • Ruhe auf dem Stand - mancherorts eine Angelegenheit von fast religiöser Bedeutung. Auch ich war mal - über Jahre bis Jahrzehnte - so konditioniert. Zwischenzeitlich bin ich davon überzeugt, dass eine künstlich herbei geführte Ruhe der erwünschten Stressresistenz äußerst abträglich ist. Bei mir kam die Einsicht, als ich bereit war, auch mal andere als die gewohnten Methoden und Rahmenbedingungen zuzulassen. Die Überzeugung kam im letzten Jahr beim BuLi-Finale in Paderborn. Gutes Schießen hat erkennbar nicht viel mit der Umgebungslautstärke zu tun.


    Ich finde es zwischenzeitlich besser, mich und andere im Training nicht in einen Glaskasten zu setzen. Eine Schutzatmosphäre im Training führt zu Einbrüchen im Wettkampf, wenn dort keine gleichen Rahmenbedingungen vorherrschen und natürlich auch nicht eingefordert werden können. Mutwillige Störungen anderer Schützen sollen natürlich unterbleiben - soweit nicht mal ab und an gezielt als Instrumentarium des Trainings eingesetzt.


    Gerade bei den Kleinen gilt es m.E. besonders aufzupassen. Wenn diese immer wieder darauf getrimmt werden leise zu sein, dann nehmen die natürlich Anstoß daran, wenn sich andere nicht entsprechend verhalten. Das setzt dann Stresshormone frei, die beispielsweise in einem Wettkampf in fremder Umgebung nicht auch noch gebraucht werden.


    Das Thema "Ruhe auf dem Stand" kann natürlich spalten. Wenn entsprechendes Brauchtum im Verein lange Tradition hat, dann ist es für Trainer und Betreuer schwer, Einsichten und eine Änderung herbei zu führen. Ein hier ggf. entstehender Konflikt wäre aber i.d.R. keiner zwischen Jung und Alt.

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • bei uns ist es so, dass wir den Kindern schon von Anfang an gesagt haben, dass am Schießstand eine gewisse Ruhe sein muss. Unser 1. Jugendleiter ist ein sehr erfahrener Schütze (62 Jahre alt), er schießt auch nicht mehr selber, sondern gibt Trainingstipps und Verbesserungsvorschläge.

    Aber von 18 bis 23 Uhr erscheint mir trotzdem etwas übertrieben, mag ja sein, dass das euer aktueller Jugendleiter so mitmacht (Rentner?), aber so dürfte es schwierig bis unmöglich werden einen Nachfolger zu finden.


    Er ist auch bei unseren Kindern sehr beliebt und sie hören auf ihn (also wenn er sagt, jetzt ist Ruhe, dann ist auch Ruhe). Sicherlich unterhalten sich die Kinder auch mal am Schießstand, aber nur so laut, dass die anderen nicht gestört werden. Also alles in allem sind unsere Kinder sehr diszipliniert und nehmen auch lautstärkenmäßig Rücksicht auf die anderen.

    Also dass die Jugendlichen auf ihren Jugendtrainer und Jugendleiter hören, das setze ich einfach mal voraus, aber „sehr diszipliniert“ und „lautstärkemäßig Rücksicht auf die anderen“ klingt jetzt für mich nicht unbedingt nach kinder- und jugendgerechter Trainingsgestaltung.

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Ruhe auf dem Schießstand ist ja gut und recht. Aber nicht bei jedem Wettkampf ist Totenstille .Ich hb schon bei Vereinen gesehen die hatten Training und dabei lief der Gehttoblaster mit Ramstein ,und mit Motorhead

  • Ruhe auf dem Schießstand ist ja gut und recht. Aber nicht bei jedem Wettkampf ist Totenstille .Ich hb schon bei Vereinen gesehen die hatten Training und dabei lief der Gehttoblaster mit Ramstein ,und mit Motorhead


    Jep, bei uns läuft auch der CD Player oder es hängt ein MP3 Player an der Musikanlage, finde das auch gut so.


    Trainingstage sind bei uns der Dienstag von 19-23.00 Uhr alle Altersklassen, jedoch sehr Diszipliniert und
    Freitag von 18.00-20.00 Uhr Jugendtraining, und da hab ich auch nur die Jugend am Schießstand, zu einem brauch ich da alle 10 Stande, und zum anderen lasse ich mir da oft was einfallen damit die Trainingseinheiten
    nicht langweilig bzw eintönig werden (mal ein Schießspiel, mal Finalschießen-Training, mal die ersten 20 Schuß ohne Trefferanzeige am Monitor, die restlichen auf 10tel Wertung, mal am ende einer Trainingssitzung ein shoot-out... usw)
    ab 20.00Uhr dann die Erwachsenen...


    Sondertraining der einzelnen Mannschaften falls erwünscht ist bei uns jeder Zeit möglich, da wir 4 LG und 4 LP Mannschaften haben ist im Vereinsheim fast Täglich betrieb.