erst nach langer "Aufwärmphase" gute Ergenisse?

  • Hallo Zusammen,


    mir ist jetzt mehrmals aufgefallen das ich erst ein oder zwei 40er Serien schießen muss damit ich auf mein persönliches Top-Ergebniss komme. Ich denke das meine Muskulatur dann erst halbwegs warm ist und ich lockerer halten kann.
    Aber ich kann mich ja nicht ordentlich aufwärmen wie bei anderen Sportarten sonst kommt kein Schuss ins Schwarze :thumbdown:


    Da man beim Wettkampf ja nicht erstmal ne halbe Stunde schießen kann bis die Ergebnisse passen, würde ich gern wissen ob ich irgendwie speziell drauf trainieren kann oder ob es allgemeine Tipps gibt?
    Vorher 30 - 50 Trockenanschläge machen evtl.? Zeit hab ich ja genug in den 75min..

  • Hi,
    was spricht dagegen, dass man sich vor dem Training / Wettkampf aufwärmt?
    Habe ich jetzt nicht wirklich verstanden.
    Du kannst doch Trockentraining machen, Anschlagsübungen, deine Muskulatur einfach mit etwas Gewicht (Waffe oder Wasserflasche) belasten oder etwas vergleichbares.


    MfG

  • Ich habe festgestellt, wir Schützen sind fast das einzigste Sportvölkchen das sich vor der sportlichen betätigung so gut wie nicht warm macht, bzw hinterher das abschwitzen praktiziert.


    Aber ist das ein wunder? Es wurde uns so vorgelebt seit jahren.
    Gibt es denn überhaupt ein katalog für uns Schützen wie wir uns Warm machen können?? Habe bis jetzt immer nur einzellösungen gesehen.


    Und messari, wenn du so viele anschläge brauchst um in den Wettkampf zu kommen, auf meisterschaften gibt es idr immer einen Vorbereitungsraum den man nutzen kann um trockenanschläge machen zu können. Einfach nachfragen wo das möglich ist.

  • Hallo all,


    was messari sagen will , wenns ich richtig verstehte, und mir gehts genau so ist. Er müsste erst 40 oder mehr "Probeschüsse" machen in einen Wettkampf und dann wären die Wettkampf Ergebnisse besser meint er.


    Er schießt immer 2- bis 3 40er Serien und es wird immer besser im Training ???


    Das Aufwärmen - da meint er viele Schüsse machen und dann wirds immer besser!


    Wie kann man das auch anders erreichen???? Er hat Recht - im Wettkampf hat er ja nicht genügend Zeit so viele "Probeschüsse" abzugeben.


    Guter Rat ist teuer.


    Danke


    Reinhold

  • ah, danke Reinhold - genau so meine ich das.
    Im Training hab ich in der ersten Serie 10 - 15 Ringe weniger als in der dritten..
    Vorher mit der Waffe (oder etwas schwererem) Anschläge machen ist schonmal ein guter Ansatz, das werde ich ausprobieren.


    Beim Sport mach ich mich normalerweise mit Laufen/Liegestützen/Situps/Gymnastik usw. warm, aber würde ich das vor dem schießen machen müsste ich mich erstmal 10min hinsetzen bis mein Kreislauf wieder auf dem untersten Level ist und dann bin ich auch schon wieder kalt ?(
    Für mich ist es viel einfacher warme Muskeln zu entspannen als kalte (die dann bei jeder Bewegung ziehen und sperren :thumbdown: ), aber ohne viel Bewegung kriegt man die halt nicht warm und mit viel Bewegung steigt der Puls.

  • Ich hatte das schon richtig verstanden, deswegen das hier:


    Und messari, wenn du so viele anschläge brauchst um in den Wettkampf zu kommen, auf meisterschaften gibt es idr immer einen Vorbereitungsraum den man nutzen kann um trockenanschläge machen zu können. Einfach nachfragen wo das möglich ist.



    und so ein "extremes" aufwärmprogramm wie messari es vor dem Sport macht braucht es gar nicht vor dem schiessen, gibt auch einfachere möglichkeiten die muskeln im Körper warm zu bekommen.

  • Hai @ all,


    ich glaube eher, dass der Anschlag mit viel zu vielen (und gro0en) Spannungen aufgebaut ist, und er erstmal die Zahl an Schüssen braucht, bis er denn Anschlag in der gewünschten Stabilität halten kann.



    Gruß



    TAFKAS

  • Ich schließe die AUgen und geh ganz tief in mich und stelle mir vor das ich mich aufwärme.


    nee, scherz ;)


    dann fange ich mal von oben an, geht auch andersherum:
    1. Kopf leicht in den nacken und spannung halten, danach Kinn zur brust und mit spannung halten
    2. Kopf nach rechts drehen und spannung halten, danach das gleiche mit links
    3. Kopf kreisen, danach noch in die andere richtung
    4. Schultern kreisen, danach in die andere richtung
    etwas komplizierter 5. arme langsam seitwärts heben und senken, dabei die arme um die achse drehen und abwechselnd dabei eine Faust machen und finger lang machen
    5. hüfte kreisen
    6. auf dem linken bein stehen und das rechte bein leicht nach vorne gestreckt, 3-4 cm übern boden halten
    7. auf dem linken bein stehen und das rechte bein leicht zur seite gestreckt, 3-4 cm übern boden halten
    8. auf dem linken bein stehen und das rechte bein 3-4 cm nach hinten strecken, 3-4 cm übern boden halten
    9. - 11. Die Punkte 6-8 auf dem rechten bein stehend


    Als anmerkung, überall wo spannung gehalten werden soll, 10 sec spannung halten und 5-10x wiederholen
    alle anderen übungen ca 1 - 1 1/2 minuten ausführen
    das man auf ca 15 minuten Programm kommt, das ganze kann man dann 45 - 30 min vor dem start, bzw aufruf zur standbelegung machen
    Und wenn da kannst du dann nach einer kurzen pause den Vorbereitungsraum nutzen für Trockenanschläge mit der Waffe

  • Erwo, hat ja schon alles geschrieben.


    Ich kann deine Erfahrungen bestätigen. Seit dem ich mich vor dem Training/Wettkampf mit Dehnungsübungen aufwärme sind meine Ergebnisse stabiler und liegen auf einem stabilen hohen Niveau. Vorher hatte ich bis zu 30 Ringe unterschied zwischen erster und zweiter Serie (die erste war fast immer schlechter).

  • Hi,


    also eine Aufwärmung sollte immer erfolgen... Klar kann man beim Training die Aufwärmung auch mal weglassen um auch diese Situation zu trainieren... (Was ist wenn ich zu spät komme... und mich nicht aufwärmen kann)
    Wenn man sich nicht aufwärmt muss man sich halt nicht wundern, wenn die Startphase halt einfach nicht so toll ist.


    Was man in der Aufwärmung macht ist sehr individuell.
    Manche kommen mit Dehnungsübungen vor dem Wettkampf garnicht klar... Ist auch eigentlich aus Sportphysiologischer Sicht kontraproduktiv.
    Du möchtest beim Sportschießen einen stabilen Stand haben. Natürlich nicht verkrampft aber er soll sicher und stabil sein. Da bringt es nicht wirklich viel wenn du direkt vorher die Muskulatur dehnst. Ich betone extra direkt, weil wenn du erst ein Dehnungsprogramm für die Musklen machst und danach dich aufwärmst mit leichter Belastung ist alles wieder im lot.
    Dann bereitest du die Muskeln mit Dehnung auf die Belastung vor und mit der Belastung bekommst du dann wieder die nötige Spannung in die Muskeln für dein Training oder für den Wettkampf.


    Die Übungen sind verschieden. Erzwo hat ja ein gutes Beispiel gebracht.

    Quote

    Laufen/Liegestützen/Situps/Gymnastik

    Ist nicht verkehrt, man muss es vielleicht nur für sich anpassen....
    Hängt ja auch immer davon ab für welche Disziplin du dich vorbereitest.... Meine Vorbereitung unterscheidet sich auch von Disziplin zu Disziplin... zwar nicht viel aber ein bisschen. Mittlerweile habe ich ein Programm was bei mir persönlich für alle Disziplinen gut funktioniert.


    Liegestütze muss man ja nicht auf Geschwindigkeit machen sondern ruhig und langsam und nur ein paar Stück.... oder nicht auf den Fußspitzen sondern nur auf den Knien oder an der Wand... Die Muskeln haben was zu tun aber man kommt normalerweise nicht glau außer Puste... (nur als Beispiel)


    Erst durch sportliche Übungen die Muskeln vorbereiten und dann mit Trockentraining auf das Training bzw Wettkampf vorbereiten.


    MfG

  • Mal ein wenig weit hergeholt, aber....


    vielleicht mal den Blutzuckerwert überprüfen.
    Es gibt Schützen, die bei einem zu hohen Blutzuckerwert (z.B. vorher süßes getrunken oder gegessen) einen Leistungseinbruch haben. Und je mehr sich der Blutzuckerwert abbaut, desto besser werden die Ergebnisse.


    Also wären für mich die folgenden Fragen von Relevanz:


    1. Was nimmst Du an Nahrung vor einem Wettkampf zu Dir?
    2. Wann nimmst Du vor einem Wettkampf eine Mahlzeit zu Dir?
    3. Hast Du das gleiche Problem im Training?
    4. Wenn nein, was machst Du da anders (bezogen auf die Fragen 1 und 2)?
    5. Hast Du mal überprüft, wie Deine Blutzuckerwerte vor und nach einem Wettkampf sind?


    So ein Blutzuckermeßgerät kostet nicht viel. Um die € 15,- incl. Meßstreifen und Lanzetten (Einstechhilfen).


    Ich messe seit drei Wochen meinen Blutzucker, da ich Altersdiabetes habe (naja ist eher Übergewichtsdiabetes) und ich bin erstaunt darüber, wie meine werte schwanken.
    Das soll jetzt nicht bedeuten, dass Du an Diabetes leidest, aber es ist eine Möglichkeit, dass sich Dein Blutzuckerwert erst nach ein oder zwei kompletter Serien so eingependelt hat, dass Deine Leistung in Dein Normbereich kommt.


  • Hallo,


    ich denke was erzwo da beschreibt nennt man stretching. Bei mir ist es schon 21 Jahre her, wo ich die C Lizenz machte. Aber das wurde uns eingebläut, vor den ersten Schuß aufwärmen um die Muskulatur zu lockern und auf Temparatur zu kommen. Ein Trainer der die Sache ernst nimmt bringt es seinen Leuten bei. Auch autogenes Training ist nicht schlecht sofern man es beherrscht. Wer es nicht richtig kann, sollte die Finger davon lassen sonst erreicht man das Gegenteil von dem was man möchte.



    Kogge

  • Die Unterscheidung zwischen Aufwärmen und Dehnen ist m.E. wichtig. Aus eigener Erfahrung kann ich die Schilderungen im Eingangspost gut nachvollziehen. Wenn ich früher mehrere 40er-Serien geschossen habe, waren überwiegend die folgenden besser als die vorhergehenden.


    Meine positiven Erfahrungen mit Dehnübungen hatte ich hier mal kurz skizziert. Ein moderates Aufwärmen vorab beugt eingeklemmten Nerven oder Schädigungen vor.


    Bei mir ist die Vorarbeit am Stützarm noch immer wichtig. Nach moderatem Aufwärmen bringe ich ihn mit einem Hilfsmittel (Wand, Arm eines Trainingspartners, ...) vorsichtig aber bestimmt mehrfach in die Lage, in die er eigentlich nicht will.


    Das Programm von Erzwo ist sicher ein guter Einstieg. Ich würde allerdings jeweils die Aufwärmphase von die Dehnphase stellen (also beispielsweise Schritt 3 vor 1 und 2).

    Jede Schießsport-Disziplin hat ihre Existenzberechtigung. Zusammenhalt ist wichtig - über die Grenzen von Disziplinen und Verbänden hinweg.

  • Der Thread is zwar schon veraltet, aber ich hab bei mir das gleiche Problem festgestellt. Da ich im Schützenverein pro Training 2 x 40 abgebe und die Ergebnisse auch ausdrucken lasse, hab ichs sozusagen Schwarz au Weiß. Bei der ersten 10ner Serie ist noch alles verstreut, bei der 2tn wirds schon deutlich besser und die Schüsse konzentrieren sich zunehmender, ergo bin ich ruhiger.Nach 15 min Pause folgen dann die nächsten 40 Schuss, wobei die ersten 20 ruhiger sind als die 3te Serie was ich aber auf überhastetes Schießen zurückführe.Denn nach der 3tn Serie mach ich kurz 2 min Pause und schieß die letzte Serie, die dann wieder deutlich ruhiger ist. Ich komm zu den Schlüssen, dass ich entweder ne gewisse Belastung/Aufwärmung brauch um gezielter zu schießen oder eben bei der LuPi mehr Gewicht. Mit zusätzlichen Gewichten hab ichs daraufhin ausprobiert und es geht schon deutlich ruhiger, aber ich werd noch Streching und so 10-20 Trockenanschläge machen, um zu sehen obs dann besser wird.
    Als Anmerkung, ich bin erst seit 1nem Monat unter den Schützen :D Wenn jmdn Tipps hat auf LuPi bezogen, bin ich für jeden Ratschlag dankbar.

    Gut Schuss aus Niederbayern :)
    Simon

  • Aufruf an alle meisterschützen:
    Der Charlie ist in der Jugendabteilung meines Vereins und wir sind ziemlich gewehrlastig. Er ist ein junges großes Talent. Also bitte füttern mit Infos und Hilfen bezüglich LP!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Dingo, da due wie ich Moderator bist sollte dich folgender aufruf nicht verwundern.


    Charlie mach zu deinem Hilferuf bezüglich LP einen neuen Diskussionsstrang auf, ansonsten nehm dir von hier die ein oder andere Anregung mit: Aufwärmen und Trockenübungen vor dem Schießen, damit wird dir in einem Wettkampf schon geholfen bezüglich deiner 40 schuß die du brauchst um "in gang zu kommen"