Energiesparlampen

  • Hallo,


    wie ihr wisst ist die Glühbirne seit ein paar Monaten nicht mehr erwünscht. Sie soll durch effizientere Lichtquellen ersetzt werden. Bereits in diesem Jahr verschwinden Glühbirnen größer / gleich 100 Watt und warum auch immer alle matten Glühbirnen aus dem Handel. Nach und nach folgen dann Glühbirnen größer / gleich 75 Watt (2010), größer / gleich 60 Watt (2011) und größer / gleich 7 Watt (2012). Anschließend verschwinden Halogenlampen von der Bildfläche. Aber wo bleibt die Alternative? Ich habe mich in den letzten Tagen etwas über den Entwicklungsstand bei den Energiesparlampen informiert und auch einige Energiesparlampen ausprobiert und war doch etwas enttäuscht.


    Was die Lichtfarbe angeht sind die meisten Energiesparlampen mittlerweile echt brauchbar. Weil sie leider stark blenden würde ich sie aber nicht ohne dunklen Lampenschirm einsetzen. Sehr enttäuschend finde ich das Angebot an dimmbaren Energiesparlampen. Die sind nicht nur enorm teuer sondern auch in etwa doppelt so groß wie ihre Vorgänger und für viele Lampen schlicht und ergreifend ungeeignet. Sie geben im gedimmten Zustand leider auch kein warmes sondern ein fahles Licht ab. Da entsteht keine gemütliche Atmosphäre. Für den Umstieg ist es wohl noch zu früh. Ich fand vor allem den niedrigeren Stromverbrauch und die geringere Umweltbelastung interessant.


    Der niedrigere Stromverbrauch aber bedeutet nicht automatisch auch niedrigere Kosten. Ich müsste mir alleine für diesen Raum eine neue Standleuchte und eine neue Tischleuchte anschaffen (die vorhandenen haben zusammen rund 500 Euro gekostet) und auch die Dimmer umrüsten lassen. Das wäre einschließlich der Energiesparlampen eine Investition von 700 Euro. Auch die Umwelt dürfte nicht gerade davon profitieren wenn die verwendeten Lampen nicht mehr aus Metall und Glas sondern viele hochgiftige Stoffe beinhalten.


    Wir haben uns bereits einen größeren Vorrat an 100-Watt-Glühbirnen für die Schießstände angelegt. Ich denke das werde ich jetzt für den Hausgebrauch mit den benötigten 25- bis 60-Watt-Glühbirnen auch so machen. Was meint ihr? ?(


    Beste Grüße


    Gerhard

    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Immer mit der Ruhe... keine Panik... schliesslich sind letztendlich alle in Europa von dem Problem betroffen... In einer Form oder der Anderen werden sich auch hier Lösungen finden lassen, bzw neue Produkte erscheinen die dann vermutlich genau wie unsere alten Lampen auch funktionieren... abwarten...

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Ich kann die Zuversicht nicht gerade teilen. Warum sollten die wenigen Hersteller ausgerechnet in den nächsten zwei bis drei Jahren so enorme Fortschritte machen und die Produkte auch gleich noch zur Marktreife bringen können?

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  • Ich kann die Zuversicht nicht gerade teilen. Warum sollten die wenigen Hersteller ausgerechnet in den nächsten zwei bis drei Jahren so enorme Fortschritte machen und die Produkte auch gleich noch zur Marktreife bringen können?


    Weil sich damit eine Niesche im Markt auftut... du bist ja nicht der einzige mit diesem Problem... vermutlich haben sogar die Betriebe die diese Lampen herstellen bei sich selbst zuhause so ein Problem... sobald es keinen Ersatz mehr gibt wird es adapter, neue Lampen etc geben, da bin ich mir ganz sicher... Meinst du dass zukünftig historische Leuchter, jede alte Fassung in älteren Gebäuden und dergleichen ausgetauscht und verschrottet wird ? Ganz sicher nicht...

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    Kloaner_Schütz


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  • Ich habe im Sommer die Beleuchtung meiner Einfahrt und des Zugangs zum Haus mit Energiesparlampen ausgestattet. Das war alles ganz toll, nur jetzt wo es kalt wird machen die Dinger Probleme. Scheinbar lässt die Leuchtkraft bei Temperaturen unter 10°C gewaltig nach. Demnach müsste ich um vernünftig beleuchten zu können zusätzliche Lampen aufstellen. ?( Wo bleibt dann die Ersparnis?

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Tja, die Technik scheint noch nicht zu 100 % ausgereift. Aber welche Technik ist das schon ? Ich sage nur Auto. Aber ich vertraue schon darauf, dass sich die ganzen Probleme in den nächsten Jahren geben. Bisher war einfach nicht der große Bedarf da, um z.B. die Birnen so zu verbessern, dass sie auch bei 0°C anständig leuchten, weil viele Menschen noch keine Energiesparlampen benutzt haben. Da jetzt aber eben alle in Europa betroffen sind, vermehrt sich das Problem und es wird was dagegen unternommen werden.


    Das mit der Lichtwärme scheint aber auch ein großes Problem zu sein - wie hier schon erwähnt wurde. Die alten Birnen hatten einfach ein wärmeres Licht. Aber ich traue der Technik auch die Lösung dieses Problems zu.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Aus Gründen des Klimaschutzes hat die Europäische Kommission im März d. J. zwei Ökodesign-Verordnungen beschlossen die das langsame Aus der Glühbirnen bedeuten. Mit der Absicht, langfristig Energie zu sparen und das Klima zu schonen verfolgt die EU-Kommission mit den sog. Ökodesign-Maßnahmen einen stufenweisen Plan, der später auch die Unterhaltungselektronik, Haus- und Heizgeräte erfassen wird. Die aktuell verabschiedete Verordnung gilt für Haushaltslampen, sowie Leuchtmittel zur Beleuchtung von Büros, Straßen und Industrieanlagen. Demnach dürfen ab September 2009 alle Lampen ab 100 Watt nicht mehr verkauft werden, die nicht mindestens Energieeffizienzklasse C erfüllen. Im September 2010 folgen dann die 75-Watt Lampen, und im September 2011 die 60-Watt Lampen. Ab September 2012 werden alle Lampen im Handel die Energieeffizienzklasse C erfüllen müssen. Im Jahre 2016 erhöht sich der Standard dann auf die Energieeffizienzklasse B. Des weiteren sind ab September 2009 alle mattierten Glühbirnen nicht mehr im Handel erhältlich. Nach Schätzungen der EU-Kommission werden so bis zum Jahre 2020 rund 80 Milliarden Kilowattstunden eingespart.


    Im ersten Moment habe ich auch gedacht, warum wird uns die uns vertraute, Wärme und Licht spendende Glühbirne per Verordnung genommen.


    Angesichts der enormen Energieeinsparungen jedoch halte ich es mit Blick in die Zukunft mittlerweile sogar für notwendig per Verordnung die Wirtschaft/Gesellschaft zum umweltbewussteren Handeln zu bringen. Ich glaube auch, dass der "unmittelbare Zwang" dazu führt, dass Wissenschaftler, Techniker dazu auch passende Problemlösungen finden werden.

  • Scheinbar lässt die Leuchtkraft bei Temperaturen unter 10°C gewaltig nach. Demnach müsste ich um vernünftig beleuchten zu können zusätzliche Lampen aufstellen. ?( Wo bleibt dann die Ersparnis?

    Wie auch viele andere Leuchtstoffröhren haben Energiesparlampen bei Minustemperaturen so ihre Probleme. Wird es richtig kalt starten sie oft gar nicht mehr. Auf jeden Fall erzeugen sie weniger Licht. Mit speziellen Energiesparlampen für den Außenbereich sollten die meisten Probleme der Vergangenheit angehören. Sind halt etwas teurer.


    Das mit der Lichtwärme scheint aber auch ein großes Problem zu sein - wie hier schon erwähnt wurde. Die alten Birnen hatten einfach ein wärmeres Licht. Aber ich traue der Technik auch die Lösung dieses Problems zu.

    Der sichtbare Unterschied zu Glühbirnen ist zumindest bei Warmweiß eher gering. Was mich allerdings stört ist das ständige sehr leichte Flimmern. Aber das nehmen nur wenige Menschen überhaupt wahr. Ich finde es auch enorm wichtig das vorhandene Licht dimmen und somit die Raumstimmung anpassen zu können. Mit dem naturgemäß sehr falen Licht gedimmter Energiesparlampen lässt sich aber leider keine gemütliche Stimmung erzeugen.


    Des weiteren sind ab September 2009 alle mattierten Glühbirnen nicht mehr im Handel erhältlich.

    Das halte ich für den größten Unfug. Bei einer Spiegelbeleuchtung bleibt mir dann beispielsweise nur die eher schlechte Lösung mir einen anderen Spiegel zu kaufen oder Lampenschirme in irgendeiner Form nachzurüsten. Und die schirmen deutlich mehr Licht ab. In einigen Leuchten sehen klare Glühbirnen auch einfach nicht wirklich gut aus.


    Des weiteren sind ab September 2009 alle mattierten Glühbirnen nicht mehr im Handel erhältlich. Nach Schätzungen der EU-Kommission werden so bis zum Jahre 2020 rund 80 Milliarden Kilowattstunden eingespart.

    Da frage ich mich aber schon ob bei dieser Rechnung der Energieverbrauch für Entwicklung, Produktion und Entsorgung der Energiesparlampen berücksichtigt wurde. Und was ist mit der der oft als größter Nachteil angeprangerten Wärmeabgabe? Ich heize mit Strom (Nachtspeicheröfen). Auch die heute so modernen Wärmepumpen haben einen hohen Stromverbrauch.


    Im ersten Moment habe ich auch gedacht, warum wird uns die uns vertraute, Wärme und Licht spendende Glühbirne per Verordnung genommen.

    Und gerade die Wärme einer Glühlampe empfinde ich als angenehm.


    Angesichts der enormen Energieeinsparungen jedoch halte ich es mit Blick in die Zukunft mittlerweile sogar für notwendig per Verordnung die Wirtschaft/Gesellschaft zum umweltbewussteren Handeln zu bringen. Ich glaube auch, dass der "unmittelbare Zwang" dazu führt, dass Wissenschaftler, Techniker dazu auch passende Problemlösungen finden werden.

    Mein angelegter Vorrat an 25-Watt-Glühbirnen (matt, was denn sonst?) reicht für die nächsten 30 Jahre. 8)

    „Great minds discuss ideas;

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  • Wenn ich ehrlich bin, ich habe mich noch nicht so sehr mit den Glühlampen auseiander gesetzt. Was mich aber stutzig macht, ist man will Energie sparen aber unter welchen Bedingungen? Wenn ich es richtig mitbekommen habe enthalten die neuen Lampen Quecksilber oder liege ich da falsch? Will man auf Kosten der Gersundheit beim Bürger sparen? Denn wie giftig das Zeug ist, da brauchen wir doch wohl nicht drüber zu diskutieren oder ?



    Kogge

  • @ kogge


    Wir sollten schon darüber diskutieren und uns informieren. Das Thema Quecksilber ist im Vorfeld natürlich behandelt und abgewogen worden. Wir Verbraucher müssen es nur Wissen und uns entsprechend verhalten.


    Lichtzeichen.de - Abgeben lohnt sich – Energiesparlampen im Recycling - Eine Initiative der Lampenhersteller

  • Hallo Wilhelm,


    ich denke wir werden zu modernen Sklaven der Gesellschaft gemacht und wir sollen immer zu allem ja sagen. Denk mal daran als die gelben Säcke eingeführt wurden, Mülltrennung uns wurde vorgegaukelt die Mülldeponien quellen über, die Müllverbrennungsanlagen können den Müll nicht mehr schaffen usw. Es wurde gesagt, wenn wir den Plastikmüll trennen sinken auch die Müllgebühren. Was wist passiert, die Müllgebühren wurden angehoben, weil angeblich die Verbrennungsanlagen nicht mehr ausgelastet waren. Bei uns wurden und werden auch noch heute aus verschiedenen Gegenden Müll heran gebracht damit die Anlage ausgelastet ist. Wenn zu viel Plastikmüll anfällt, was meinst Du wo der landet. So verfährt man auch mit vielen anderen Dingen, wir werden auf deutsch gesagt vera...... und einige da oben machen auf unsere Kosten den Reibach. Was ist denn mit dem Quecksilber geklärt, nichts ich habe einmal im Fernsehen eine kurze Sendung gesehen wie man sich verhalten soll wenn so eine Leuchte kaputt geht. Was machst Du wenn ein Kind dabei ist und so etwas passiert, so schnell kannst manchmal gar nicht gucken wie die daran sind. Für mich sieht es so aus, da werden sich wieder einige die Taschen voll stopfen auf Kosten und der Gesundheit des kleinen Mannes und die gute alte Glühbirne hat ausgeleuchtet.



    Kogge

  • Hallo zusammen


    Die Energiesparlampen sind zwar inzwischen vom Preis in Ordnung. Nur finde ich es nicht gerade so toll mir Sondermüll ins Haus zu holen. Auch die fachgerechte Entsorgung ist wohl auch ein entsprechendes Problem. Zum Teil soll das Zeug einfach in alten Bergwerken eingelagert werden. In Säcken verpackt. Das Trennen der Stoffe ist angeblich zu teuer und damit nicht lukrativ.


    Ich selber habe bereits sehr viel auf LED umgerüstet. Da muss man sich natürlich mit viel befassen und ausprobieren. Aber als indirekte Beleuchtungen, wenn es nicht die entsprechende Helligkeit benötigt wird, eine überlegenswerde Alternative.
    LED Lampen mit 3 bis 5 Watt sind bereits sehr leistungsstark. Meist ist das Problem ob es kalt oder warm wirkt. Oder ob das Licht einen leichten Grünstich hat.
    Hier heißt es einfach ausprobieren und sich im Vorfeld gut informieren über Lumen und die anderen Bezeichnungen.


    Leider sind die Lampen zumeist auch noch relativ teuer, das heißt sie werden sich erst nach langer Zeit bezahlt machen.
    Vermutlich wird der Preis der LED Lampen auch weiter fallen, wenn die Nachfrage wächst.


    Mir ging es aber vor allem darum zu vermeiden, dass bei einem Defekt der Lampe das Quecksilber im Teppich der Wohnung landet. Wie sollte man das von dort entfernen. Von einem normalen Boden, soll man es vorsichtig abfegen und dann in ein verschließbares Glas einfüllen. Aber von einem Teppich? Dazu habe ich noch nichts gehört. Absaugen schein mir eine schlechte Form dafür zu sein. Der Staubsauger verteilt vermutlich das Zeug im ganzen Raum. Oder man muss sich einen speziellen Staubsauger besorgen, der entsprechend dicht ist und spezielle Filter hat.


    Was man zu den normalen Energiesparlampen auch noch anmerken muss, ist der Umstand, dass sie nur langsam die ganze Leuchtkraft erreichen, man also die ersten Minuten in einem schlecht beleuchteten Raum steht und genau in dieser Zeit braucht die Lampe am meisten Strom, bis sie entsprechend hoch gefahren ist. Also bei kurzen Einschaltzeiten, spart man eigentlich gar nicht viel.


    Da habe ich bei den LED Lampen den Vorteil, dass sie wirklich gleich das entsprechende Licht liefern. :thumbup: