Bitte verteilen: Studie mit Jungschützen (14-17 Jahre)

  • Ich würde mich freuen, wenn diese Nachricht auf allen Webseiten der Schützenvereine mit Jugendabteilungen veröffentlicht wird.


    Aufmerksam wurde ich auf diese Meldung, als ich nach einem möglichen Nachfolger für Ambacher beim DSB googelte. Ein möglicher Landesverbandsvorsitzender (Hessen) hatte sich für diese Studie engagiert. Wundern tu ich mich jetzt, dass ich diese Meldung bei einer Jagd-Zeitschrift finde, aber vielleicht hatte ich die DSB-Meldung einfach übersehen.


    Aber egal woher die Meldung kommt, ich bitte um rege Teilnahme.


    Sportpädagogen untersuchen an der Universität Würzburg, wie sich Schießsport auf Jugendliche auswirkt.


    Eine Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg untersucht in den nächsten drei Jahren die Bildungsarbeit des Deutschen Schützenbundes. Dabei wollen sie auch prüfen, ob und wie sich Jugendliche verändern, nachdem diese regelmäßig in einem Schützenverein schießen.

    Grund für die Forschungsarbeit, in die zwei Doktoranden eingebunden sind, seien öffentliche Debatten und Vorurteile gegenüber dem Schießsport. So gibt Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg, in einer Pressemitteilung bekannt. Klären wollen die Wissenschaftler unter anderem, wie der Sportbund seine Trainer ausbildet, ob er Gewaltprävention betreibt und was mit Kindern passiert, die Schießen lernen.

    Ebenso will Lange klären, was einen Gegenstand zur Waffe macht. Ob junge Sportschützen sich in ihrer Aggressions- und Emotionsregulation verändern, wollen sie durch psychologische Tests und Online-Interviews über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren überprüfen. Dazu suchen sie noch Schießsportanfänger zwischen 14 und 17 Jahren.

    Mehr Informationen:
    Institut für Sportwissenschaft der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Prof. Dr. Harald Lange, E-Mail: harald.lange@uni-wuerzburg.de


    O-Ton: http://www.wildundhund.de/438,7366/


    Weitere Hinweise: http://bildungsklick.de/a/8539…-schiesssport-die-kinder/


    Den vor drei Wochen ergoogelten DSB Hessen Links finde ich leider nicht mehr. Vielleicht hilft jemand und verweist auf ein mir überlesenen Thread. Irgendwo gab es auch noch einen Flyer vom LV Hessen, der die Studie bis Sommer 2012 auspreiste.

  • Nun ist es auch "AMTLICH", d.h. abgesegnet vom Dachverband DSB:


    http://www.dsb.de/aktuelles/me…wissenschaftliche-Studie/


    Quote

    "Die Durchführung dieser Studie ist für unseren Verband und unseren Sport von großer Bedeutung", so DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim, "denn es ist gut und richtig, dass wir auf drängende gesellschaftliche Fragen fundierte und vor allem wissenschaftlich belastbare Antworten erhalten - diese gibt es bislang noch nicht. Der Deutsche Schützenbund wird sich hierfür gerne öffnen, um den Würzburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Einblick in seine Bildungsarbeit zu gewähren."


    So werden in Kürze psychologische Tests und Online-Interviews mit jungen Sportschützen beginnen, um ihre Aggressions- und Emotionsregulation sowie mögliche, durch das Sportschießen bedingte Veränderungen zu erforschen. Zuvor wurden die pädagogische Leitfäden und Ausbildungsunterlagen des DSB-Qualifizierungsplans bereits einer eingehenden wissenschaftlichen Analyse unterzogen. Die abschließenden Ergebnisse der Studie sollen Ende kommenden Jahres vorgestellt und publiziert werden. Bis dahin werden das Würzburger Institut für Sportwissenschaft sowie der Deutsche Schützenbund regelmäßig über den Verlauf der Untersuchungen informieren.

  • Wie ich diesen "Wir haben nichts zu verbergen" Spruch hasse.


    Dieser dämliche Spruch zeigt sehr deutlich die völlig unreflektierte, aber leider weit verbreitete Denkweise vieler unserer Zeitgenossen.


    So ähnlich ist das auch mit diesen unsäglichen "Ich entschuldige mich". Da geht mir auch immer das Mützchen hoch. Aber wenn so etwas selbst von unseren selbsternannten Eliten ständig vorgeplappert wird, dann muss Fritzchen ja annehmen, das ginge auch so und wäre so auch richtig.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Die Überschrift ist doch nur Deutschland-Radio-Polemik.


    Das Interview ist völlig anders aufgebaut, als der Titel es suggeriert.


    Kohlheim sagte, dass er die Studie in jedem Fall veröffentlichen wird - egal, was dabei rauskommt. Der DSB habe nichts zu verbergen.


    Und wenn auch die Studie völlig ergebnisoffen angelegt ist, hofft er, dass sie zu ähnlichen, somit positiven Ergebnissen kommen wird, wie die Studien aus der Vergangenheit von der Uni Gießen und der Uni München. In diesen beiden Studien aus den 90er Jahren wurde belegt, dass der Umgang mit Schusswaffen das Verantwortungsbewusstsein und die Konzentrationsfähigkeit stärkt. Wenn jedoch die Studie zu anderen Ergebnissen kommen sollte, dann müsse der DSB das annehmen, seine Jugendarbeit andes konzeptionieren und habe viel Arbeit vor sich.


    Zudem betont er mehrmals, dass die DSB-Sportgeräte Waffen wären und dem Waffenrecht unterliegen. Es werde den Kindern beigebracht, dass es Waffen sind und sie damit verantwortungsvoll gehen müssen.


    Frage des Reporters : "Wie schwierig ist es für einen Verband, in der die Waffe das Sportgerät ist"


    Kohlheim: Er sei sich auch bewusst, dass Missbrauch der Sportgeräte, die Waffen sind, zu "ganz fürchterlichen Ergebnissen führen kann". Gerade deswegen ist es auch ganz wichtig anhand der Studie zu erfahren, ob sich "durch die Heranführung von Jugendlichen an den Schießsport das Aggressionsverhalten verändert, verbessert, ob die Frage, wie gehe ich mit Emotionen um, letztendlich auch hier eine Rolle spielt. Dies wollen wir hier wissenschaftlich untersuchen lassen, um dann auf dieser Basis letztendlich beurteilen zu können, wie wir mit Jugendlichen in der Heranführung an unser Sportgerät umgehen wollen."


    Ich kann nichts, aber auch gar nichts Negatives in seinen Antworten finden. Er grenzt nicht ab, nicht aus und nimmt nichts im Voraus als gegeben an. Seine Hoffnung, dass die Studie die Vorurteile widerlegen kann, ist berechtigt. Aber er sagt auch klipp und klar, dass dies eine Hoffnung ist und er die objektive Begutachtung durch die Jugend- und Sportforscher der Uni Würzburg annehmen wird.


    Ich hätte übrigens folgende Überschrift gewählt: Welche Auswirkungen hat Schießsport auf Jugendliche?

  • Hallo Katja,


    damit hier kein falscher Eindruck entsteht, meine Anmerkung und vermutlich auch die von BBF bezog sich allgemein auf dieses "Ich habe ja nichts zu verbergen", nicht aber auf die Studie und auch nicht direkt auf das Interview und war deshalb an dieser Stelle vermutlich auch etwas ungünstig platziert.


    Jürgen Kohlhein ist immer mehr als redlich bemüht und er kriegt auch fast immer die Kurve. In dem Zusammenhang kann man das mit dem 'verbergen' so auch stehenlassen, ungeachtet der allgemeinen Problematik und des damit sonst fast immer zum Ausdruck gebrachten Selbstverständnisses.


    Wir sind uns sicher einig, dass eine Aussage wie "Wir begrüßen das NWR, wir haben ja schließlich nichts zu verbergen" eine ganz andere Baustelle ist.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Für die Langzeitstudie des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Harald Lange, bei der es u.a. darum geht, aussagekräftigen Erkenntnisse, wissenschaftlich fundierte Argumente in den oftmals in der Öffentlichkeit unsachlich geführten Diskussionen um die Werte, Sozialisationseffekte und Erziehungsleistungen von Vereinssport generell und im Speziellen von Schießen im Sportverein zu erhalten, werden noch Teilnehmer/innen im Alter bis 17 Jahren, die noch nicht länger als ein Jahr Mitglied in einem Schützenverein sind, gesucht.



    Die Studie soll Anfang Dezember 2012 beginnen.



    Kontaktdaten für die Anmeldung und weiteres Informationsmaterial:




    Institut für Sportwissenschaft: Forschungsprojekt "Evaluation der Bildungsarbeit des Deutschen Schützenbundes (DSB)"




    Was_leisten_Schuetzenvereine_wirklich.pdf

  • Zitat vom Ende des Beitrages: Sina: "Gefährlich? Eigentlich nicht, ist ja nur Druckluft, nicht Schwarzpulver oder so." Stimme aus dem Off: "Die Studie läuft noch bis Ende nächsten Jahre. Auch von ihren Ergebnissen wird abhängen wie sich das Image von Sina, Yvonne und ihren Schützenkollegien entwickelt."

    Nachtigall, ick hör dir trapsen
    ! :thumbdown:


    Die DSB Indoktrination funktioniert :cursing:


    BBF

  • Sorry BBF, aber du musst anscheinend an Allem ein Haar in der Suppe finden.


    Ach Katja, ich habe kein Problem unrecht zu haben. Wäre mir ehrlich gesagt am liebsten.


    BBF

  • Ja, das sagst du ständig, und doch vermiest du - bewusst oder unbewusst - vielen begeisterten Sportschützen mit teilweise echt grenzwertigen Verdächtigungen unsere gemeinsame Sportart bzw. versuchst es zumindest. Aufwachen!

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Hm, "grenzwertigen Verdächtigungen" wo den? Habe ich falsch zitiert? Es ist ein Witz, dass einer wie du, der keinerlei Lebenserfahrungen jenseits von Druckluft hat, glaubt eine Aussage über eine sogenannte Grenzwertigkeit machen zu können.


    Und wenn dies genügt um irgendjemanden etwas zu vermiesen, muss man sich echt fragen, für was da versucht wird einen Vorwand zu konstruieren.

  • Wir schießen 'nur' Druckluft, ähmm Lichtpunkt! Das ist völlig ungefährlich. Das ist nicht wie ... .


    ---> Wir sind die Guten! Wir sind moralisch besser als diese anderen Schützen.



    Gemeinsame Sportart?



    Mit bestem Schützengruß


    Frank - hellwach



  • Ich würde jetzt das Mädchen für seine Aussagen nicht durch den Kakao ziehen. Sie war sichtlich nervös und ich finde, dass sie ihre Sache gut gemacht hat. Das mit der gemeinsamen Sportart wird aus meiner Sicht überbewertet. Habe noch nie einen Großkaliberschützen in einem Interview gesehen, der gesagt hat: "Und was ich unbedingt noch erwähnen muss, es gibt bei uns auch Blinde, die Luftgewehr aufgelegt schießen." Wenn man was finden will, kann man überall etwas finden. Mich stört diese ständige Ausgrenzung der Behinderten, weil ich selbst Betroffener bin. Trotzdem fühle ich mich nicht durch jede Aussage, in der explizit auf Behinderte hingewiesen wird, angegriffen.

  • Hallo MichaelB,


    ich ziehe das Mädchen nicht durch den Kakao und auch BBF hat das nicht getan.


    Ich schieße kein Großkaliber, mal von seltenen Ausnahmen abgesehen.



    Vergleichende und bewertende Aussagen in Bezug auf die Gefährlichkeit von Schusswaffen muss man immer auch im gesellschaftlichen Kontext sehen, sprich im Zusammenhang mit bestehenden Verbotsforderungen, Rufen nach Verschärfungen, massiven Pressekampagnen usw..


    Bewertet man die tatsächlichen Gefahren und Risiken anhand des tatsächlich stattfinden Missbrauchs und anhand tatsächlich stattfindender Unfälle, so kann man eigentlich kein Verständnis dafür aufbringen, dass selbst Schützen mit zum Teil unbedarften und unreflektierten Vergleichen weiteren Beschränkungen bis hin zu weiteren Verboten das Wort reden und/oder weiter dem St. Florians Prinzip huldigen.



    Aber ich vergesse immer, wer, selbst wenn nur insgeheim, von einer waffenlosen Zukunft des Zielsports träumt, der argumentiert und agiert natürlich anders.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Murmelchen,


    Realität wird man nicht gestalten können, indem man sie ignoriert – erst Recht nicht, wenn wachsende gesellschaftliche Mehrheiten eigene, bestimmte Sichtweisen, Vorlieben oder sportliche Betätigungen in Frage stellt oder sogar final zu verbieten versucht.


    Wenn in unserer Demokratie die offene Diskussion, Aktivitäten in der Öffentlichkeit für den Erhalt des Schießsports nicht mehr erlaubt sein sollten, bewegen wir uns zu einer unfreien Gesellschaft hin.


    Kindern die Heranführung zum Schießsport mehr oder weniger zu verbieten, die Existenz von Lichtpunktpistolen und –gewehren in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zum Thema Schießsport bewusst auszuklammern weil man damit als allwissender Gutmensch des wahren Schießsports das Ende des Schießsports vorhersagt, ist aus meiner Sicht der falsche negative Ansatz.


    Deshalb halte ich es lieber mit Offenheit und Ehrlichkeit. Während Verlierer oft darüber nachdenken, warum etwas nicht geht oder gemacht werden sollte, haben Gewinner nach meiner Auffassung den Charme und die Chance nicht zu verbieten sondern darüber nachzudenken, wie etwas geht. Wenn letztere ihre Gedanken in Handlungen umsetzen, führt das i.d.R. zum Erfolg oder zur Zielerreichung.


    Und für alle, die es immer wieder gerne hören wollen: Für den Schießsport in seiner Vielfältigkeit und das Schützenwesen insgesamt müssen wir uns alle aktiv in unserer Gesellschaft einsetzen und nicht durch Verweigerung – auch wenn sehr viel Arbeit erfordert!.



    Was ist das Ziel, eines Bedenkenträgers? Ängste ausleben?

  • Kindern die Heranführung zum Schießsport mehr oder weniger zu verbieten, die Existenz von Lichtpunktpistolen und –gewehren in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zum Thema Schießsport bewusst auszuklammern weil man damit als allwissender Gutmensch des wahren Schießsports das Ende des Schießsports vorhersagt, ist aus meiner Sicht der falsche negative Ansatz.


    Niemand wird ernsthaft bezweifeln, dass die Lichtgymnastik die Zukunft des Schießsports ist. Ich weiß gar nicht was du willst, läuft für dich und Geronimo, doch alles nach Plan. Dieser unbedeutende Widerspruch von dem kleinen Häufchen LWB bracht euch doch überhaupt nicht zu tangieren. Auf die könnt ihr doch locker verzichten, oder?


    Aber nein, es genügt euch nicht den Plan ohne Rücksicht auf etwaige Risiken durchzuziehen, ihr wollt das kleine Häufchen auch noch mundtot machen, damit ihr das Ergebnis dann auch noch als Willen aller verkaufen könnt.



    BBF

    Edited once, last by BBF ().

  • So, schluß mit der Lichtpunkt und "was weiß ich nicht alles was noch böse ist" Diskussion.
    Es geht in diesem Thema um die Studie die im ersten Beitrag erwähnt wurde, zurück zum Thema oder es wird hier gelöscht oder das Thema geschlossen.