Leistung im RWK viel schlechter als im Training und Vereinsschiessen, wieso?

  • Hallo Schützenfreunde,


    ich bin langsam am verzweifeln. Die letzten Jahre hatte ich im RWK immer einen Schnitt von 377-379 konstant.
    In dieser Saison war bisher mein bestes Ergebnis 369 und ich weiß einfach nicht, wieso. Immerwieder mach ich
    die gleichen Fehler, bin wunderbar im Ziel und genau beim Ziehen gibts einen kleinen Ruck und schon hab ich eine 8.
    Trotz mehrmaligen Prüfen des Anschlags und des allgemeinen Stands ändert sich nix. Gestern war das Kuriose,
    dass die Schüsse meistens rechts vorbei gingen, bzw der kleine Ruckler immer nach rechts ging, auch nachdem
    ich 4 mal neu angeschlagen hab.


    Es ist noch zu erwähnen, dass wir in die Gauoberliga aufgestiegen sind und uns unser bester Schütze verlassen hat. Ich
    denke zwar, dass mir das von der Leistung her nix machen sollte, aber anscheinend doch.


    Hat irgendwer vielleicht einen Tipp für mich?

  • Also ich hatte auch schon ein Problem mit meiner Leistung und ich setzte das Gewehr zu weit im Arm ein. Setze es nun weiter an der Schulter ein und schon ist meine Leistung wieder gestiegen. Ein Freund der mich beobachtete dem fiel das auf und er sagte, jedesmal wenn ich abdrücke kommt der Muskel in Bewegung und das reicht aus, das das Gewehr eine kleine Bewegung macht....

  • Hallo,


    ich denke, dass das bei dir vor allem psychische Gründe hat, auch wenn es dir nicht bewusst ist. Die Gauoberliga ist wahrscheinlich die höchste Klasse bei euch im Gau, oder? Wir sind dieses Jahr auch in die höchste Gauklasse aufgestiegen. Ich verspüre hier einen ganz anderen Druck am Stand, auch wenn ich mir immer einrede, dass es ja auch nicht viel anders ist.


    Ich mache daher davor immer Entspannungstraining, höre ruhige Musik auf dem Weg zum Wettkampf, nehme mir vor dem Kampf 5-10 Minuten um mich top zu konzentrieren und schieße langsamer als früher. Außerdem muss ich mir bei jedem Schuss einreden: Sauber abziehen, nicht reißen, nur in der Mitte abdrücken, nachhalten.


    Und siehe da: Es lief, 383 Ringe im ersten Wettkampf und den Kampf um genau 1 Ring!! gewonnen. Ich bin mir sicher: Auch bei dir wird das wieder, nur nicht zu sehr verbeißen, denn dann ergibt sich nur der gegenteilige Effekt.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Ich denke, da könntest du Recht haben, dingo. Vielleicht bin ich da etwas zu verbissen.
    Die Oberliga ist die höchste Liga bei uns und dadurch dass uns unser bester Schütze auch noch
    verlassen hat, sind die Chancen eh relativ gering, die Klasse zu halten. Da will man natürlich
    immer Leistung bringen, damit man die Minimalchance wahren kann.
    Nur leider ging das die ersten beiden Kämpfe gründlich daneben und am Mittwoch wär der Gegner
    auch nicht gut gewesen.


    Ein technisches Problem kann es glaub ich nicht sein, wie batzi71 meint, denn wie gesagt, beim Training
    und Vereinsschiessen sind die Leistungen gut.


    Ich werd mal deine Tipps ausprobieren, dingo. Vielleicht hilfts ;)


    Hat von euch eigentlich schon mal jemand mit Ipod geschossen? Hintergrundmusik soll ja ganz gut sein, was ich mal gehört hab.

  • Wenn Du bisher ohne geschossen hast, dann würde ich das jetzt so kurzfristig nicht einführen, es kann auch nach hinten losgehen.
    Es mag aber sein, daß es entsprechende Musik hilft, vor dem Wettkampf ein bißchen runterzukommen.


    Viel Erfolg!


    Edit: Ich denke, da ist jetzt auch Zusammenhalt in der Mannschaft gefragt. Wie gehen die anderen damit um?
    Was geht Euch vor dem Wettkampf durch den Kopf? Könnt Ihr das in ein paar positivere Gedanken ummünzen?

  • Ich glaube sogar, dass das nach DSB-Regel verboten ist, mit Kopfhörern zu schießen.


    Wie schon gesagt wurde, mach dir nicht zu viel Stress, das geht immer nach hinten los. Kenn ich von mir selber :thumbsup:

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Mit Musik zu schiessen, wäre ja kompletter Schwachsinn. Schiessen ist eine Konzentrationssportart. Werd Euch bewusst, wie war es in der Schule bei einer Schulaufgabe. Da war es muchsmäuschenstill. Nicht ohne Grund. Wer meint, mit Musik besser zu schiessen, belügt sich selbst.



    Meinung zum technischen Fehler. Gerade unter Druck wirken sich technische Fehler erst so richtig aus. Da kann es im Training wunderbar klappen, wenn man dann im Wettkampf die Leistung abrufen möchte, klappt dann gar nichts mehr.



    Versuche im Training, Deinen Inneren Anschlag genau zu kontrollieren.


    Probiere mal diese Methode aus: Stelle Dich in den Anschlag, ziele sorgfältig, Atemrythmus wie gewohnt und halte den Anschlag 5 Minuten lang. Ohne Pause, diese 5 Minuten zeigen Dir am Ende, ob in deinem Anschlag eine Muskelspannung hast. Idealerweise müsste sich der Anschlag mühelos über diese Zeit halten zu lassen, ohne jede Beeinträchtigung.


    Mach das mal, und berichte hier mal darüber über Deine Erfahrungen.



    So long

  • Zitat

    Mit Musik zu schiessen, wäre ja kompletter Schwachsinn. Schiessen ist eine Konzentrationssportart.

    naja, ich finde das so nicht ganz richtig. ich denke dass es in manchen situationen durchaus sinn macht, mit musik zu schiessen, zum beispiel im training um sich an die geräusche und ablenkungen im wettkampf zu gewöhnen, wenn denn zuschauer da sind, allerdings am besten nicht über kopfhörer sondern über lautsprecher um auch die restlichen geräusche der anderen schützen zu hören. (tipp: eine comedy-cd, da muss man höllisch aufpassen damit man nicht doch zuhört). aber auch zum entspannen kann man durchaus mal mit musik auf den ohren trainieren oder einfach um den spassfaktor zu erhöhen, wenn man eine trainingsfaule phase hat. unbestritten ist natürlich aber, dass es auch viele trainingsinhalte gibt, bei denen musik wahrscheinlich mehr stört als hilft!

  • Mach das mal, und berichte hier mal darüber über Deine Erfahrungen.


    So long


    Ich werds am Mittwoch gleich ausprobieren, da ist das nächste Training und dann berichte ich!


    allerdings am besten nicht über kopfhörer sondern über lautsprecher um auch die restlichen geräusche der anderen schützen zu hören. (tipp: eine comedy-cd, da muss man höllisch aufpassen damit man nicht doch zuhört). aber auch zum entspannen kann man durchaus mal mit musik auf den ohren trainieren oder einfach um den spassfaktor zu erhöhen, wenn man eine trainingsfaule phase hat. unbestritten ist natürlich aber, dass es auch viele trainingsinhalte gibt, bei denen musik wahrscheinlich mehr stört als hilft!


    Also mit Musik beim Training wollten wir schon immer mal ausprobieren und werden das jetzt echt mal testen. Habs von befreundeten Schützen schon gehört, dass das gut sein soll.
    Ich denk mit halt nur, man gewöhnt sich im Training daran und im Wettkampf fehlt einem dann das.

  • Ich denk mit halt nur, man gewöhnt sich im Training daran und im Wettkampf fehlt einem dann das.

    ich würde auf keinen fall jedes mal mit musik trainieren und damit einer gewöhnung vorzubeugen, auch weil das tempo der musik unbewusst immer auch einen einfluss auf das zeitgefühl und damit das timing des schützen hat. aber hin und wieder ist es finde ich eine tolle und auch nützliche ergänzung.