Sportlerehrungen durch Kommunen

  • Im Landkreis Cuxhaven erfahren Sportler/innen und Sportler nur eine öffentliche Ehrung seitens des Landkreises wenn deren Vereine Mitglied im Kreissportbund sind. Geehrt wird man ab 3. Platz bei einer Landesmeisterschaft. Sportler/innen die nicht Mitglied im KSB sind, können erst ab Deutsche Meisterschaft aufwärts geehrt werden. Mehr zu dem Thema siehe www.bremerhaven-wesermuende.de (Bezirksschützenverband Bremerhaven-Wesermünde). Gibt es irgendwo eine ähnliche Verfahrensweise? Wie ist Eure Auffassung zu dem geschilderten Ehrungsverfahren? :whistling:

  • Also der Landkreis Dingolfing/Landau ehrt die Sportler bereits ab der Bezirksmeisterschaft (mindestens Platz 3). Hier findet jedes Jahr eine Feierrstunde im Landkreis mit anschließendem Buffet statt, wobei alle Sportarten, angefangen vom Turnen bis hin zum Tanzen geehrt werden. Mir ist leider nicht bekannt, ob eine Mitgliedschaft im Kreissportbund (wobei fast alle Sportarten/Vereine darin Mitglied sein dürften; da in unserem Fall die Schützen über den BSSB organisiert sind, welche definitiv auch Mitglied des Kreissportbundes ist, ist die kei Thema) für diese Ehrung Voraussetzung ist. So wie mir bekannt ist, ist Vorraussetzung, das der Verein seinen Sitz im Landkreis hat, also auch Zwei- oder Dritttmitglieder kommen in den Genuss der Ehrung.
    Für mich spielt die Mitgliedschaft im Kreissportbund keine Rolle, hervorragende sportliche Leistungen gehören geehrt, egal ob Mitglied oder nicht.

  • Da hier der entsprechende verband genannt wurde, hier ein paar auszüge eines heute per Mail verteilter gedankenganges eines Schützen aus dem entsprechen Verband



  • Der Verfasser des vorab genannten nennt völlig falsche Tatsachen. "Bis vor 12 Jahren.." es war beginnend im Jahr 2001 und endete am 03.09.2002 - mit den Bestrebungen des LSB bzw. örtl KSB eine Zwangsmitgleidschaft der Schützen zu erwirken.


    Zur Vorgeschichte - bereits 1963 wollten die Schützen in Niedersachsen eine Vollmitgliedschaft im LSB. Man fürchtete jedoch aufgrund der großen Zahl der Schützen deren Macht im LSB / KSB. Dies führte dazu, dass den Schützenvereinen nur gestattet wurde mit ihren Sportschützenabteilungen Mitglied im LSB / KSB zu werden. Hierzu wurden sogar schriftliche Veträge geschlossen.


    In Zeiten knapper Verbandskassen erinnerte man sich an die Schützen und verlangte deren Vollmitgliedschaft, unter der Androhung, dass die Schützen sonst nicht mehr ihre Wettkämpfe durchführen können. Gegen diese beabsichtigte Zwangsmitgliedschaft werten sich viele Schützen, weil man, wie jedem Schützen bekannt sein muss, einzig und allein nach den Regularien des Deutschen Schützenbundes seine Wettkämpfe durchführt. Gemeinsam mit dem Dachverband der Schützen, dem DSB, federführend dessen Präsidenten und eines Bezirkspräsidenten gelang es das Vorhaben des LSB zu stoppen. Der Bezirkpräsident handelt hierbei auf der Grundlage eines Delegiertenbeschlusses seines Bezirksverbandes.


    In den Reihen des LSB / KSB wurde und wird das Scheitern der Zwangsmitgliedschaft für die Schützenvereine offensichtlich als persönliche Niederlage angesehen, und seither scheint der Bezirkspräsident ein "Feindbild" zu sein. Es spricht für sich, dass man es in den letzten 10 Jahren nicht geschafft hat, zu einem vernünftigen Miteinander zu kommen. Der ehemalige KSB Vorsitzende war auf dem richtigen Weg. Die aktuelle Entwicklung scheint ein Weg zurück in die Vergangenheit zu sein.


    Die Schützen/innen wollen sich nun gleichberechtigt bei den Ehrungen durch den Landkreis wissen. Die Schützen/innen sind der Auffassung, dass nur die persönliche sportliche Leistung als Grundlage für eine Ehrung dienen kann, und nicht die Zueghörigkeit zu einem bestimmten Verband.

  • Ich hab es "damals" nur am rande mitbekommen, hätte auch nicht mehr genau sagen können wann das war, von mir wäre auch nur sowas gefallen wie: "vor ca 12 jahren oder so", aber wenn du auf den genauen Zeitraum rumreiten möchtest, mach es.


    Wie schon geschrieben, hatte es nur am rande mitbekommen: Es wurde in den Reihen der Schützenvereine im Landkreis damit geworben das man massiv Geld sparen könnte wenn man aus dem LSB austritt.


    Das sich das ganze jetzt für zwei/drei Schützen rächt, weil der Landkreis und der KSB (Kreissportbund, unterste ebende des LSB) die Ehrungen gemeinsam machen und sich auf gemeinsame Regelungen für die Ehrungen geeinigt haben, ist halt blöd gelaufen.


    Und du hast ja schon geschrieben, die Schützen bleiben eben NICHT außen vor bei den Ehrungen, sie müssen halt nur andere vorraussetzungen erfüllen als nicht KSB/LSB Mitglieder wie mitglieder des KSB/LSB.


    Aber da arbeitet ja der Bezirk gegen, wenn ich die alte Ehrungsordnung mit der neuen Ehrungsordnung vergleiche, auch wenn ich die alte nur aus dem Kopf hinzuziehen kann, den Bereich über die sportlichen Leistungen meine ich. Da wurd doch jetzt der Wappenteller, den es vorher gab, durch einen "angemessenen Geldpreis" ersetzt und zumindest eine weitere Bedingung eingeführt damit man diese einmalige Ehrung erhällt.

  • Der Unterschied ist, dass es bei der Ehrenordnung des Bezirkes um eine verbandinterne Regelung geht, bei den Ehrungen durch den Landkreis handelt es sich um eine öffentiche Ehrung. Neben der Regelung für Sportlerehrungen hat der Landrkreis ein Ehrungsstatut für "Funktionäre". Hier gibt es keine Regelung, die als Ehrungsvorraussetzung eine bestimmte Verbandszugehörigkeit vorgibt. Allein dies ist schon eine Ungleichbehandlung zu Lasten der Sportler/innen.

  • Der Unterschied ist, dass es bei der Ehrenordnung des Bezirkes um eine verbandinterne Regelung geht, bei den Ehrungen durch den Landkreis handelt es sich um eine öffentiche Ehrung.



    Wo ist da ein unterschied zwischen der Ehrungsordnung des Bezirkes und der Ehrungsordnung des Landkreises bezüglich aktiven?
    ich seh keinen Unterschied, denn BEIDE haben Vorgaben die erfüllt werden müssen um geehrt zu werden.