Fehler nicht auffindbar

  • Hallo,


    habe folgendes Problem:


    Ich bin ein Schütze, der einen Schnitt von 370 schießt (sollte!). Nun schieß ich seit kurzem immer unter durch und weiß einfach nicht mehr weiter. Selbst gestern als ich gefühlt alles gut gemacht habe, habe ich nur enttäuschende 356 Ringe geschoßen. Ich weiß einfach nicht wo mein Fehler ist.


    Kann mir evtl. jemand helfen?

  • Du solltest dein Problem oder deine Probleme definieren, einfach nur ich treff nix mehr ist zu wenig.


    Bei so einer Aussage kann Dir hier keiner helfen.


    Versuche zu erklären wo Du Schwierigkeiten hast, das es derzeit nicht so gut läuft.

  • Genau das ist ja mein problem, ich weiß nicht, was ich falsch mache.


    Aber ich versuch es mal:



    Ich seh zum teil die Scheibe doppelt, trotz schießbrille.


    Ich bekomm nur sehr schwer ruhe in den Anschlag.


    Den einzigsten Fehler, der mehr ab und an bewusst wird, ist ein Abzugsfehler, sprich die Waffe "springt"!



    Hoffe damit könnt ihr etwas anfangen.

  • das ist ja schon mal ein Anfang.


    Ich seh zum teil die Scheibe doppelt, trotz schießbrille.


    das zweite Auge ist abgedeckt? Die Blende dafür an der richtigen Stelle? Vielleicht zielst Du zum Teil mit beiden Augen. Glas korrekt vor der Irisblende eingestellt? Schon mal Augensehleistung in der letzten Zeit überprüft? Immer gleiche Kopfhaltung beim Zielen?


    Ich bekomm nur sehr schwer ruhe in den Anschlag.


    Nullstellung kontrolliert, Anschlag ist entspannt? Zuviel Gewicht bei der Laufmündung? Körperhaltung/stellung und Anschlag ist in Ordnung?


    Den einzigsten Fehler, der mehr ab und an bewusst wird, ist ein Abzugsfehler, sprich die Waffe "springt"!


    Wenn die "Waffe", ich sage lieber Sportgerät oder Gewehr dazu, springt, heißt es nicht gleich Abzugsfehler, kommt auch von Spannungen im Körper, Muskelanspannungen, keine Nullstellung, nicht entspanntes Schießen.


    Du siehst es gibt einen sehr großen Bereich für deine Probleme, am Besten wäre, wenn Dich im Verein beim Schießen einer beobachtet und verbessert. Ferndiagnosen sind schwer zu stellen und können in die falsche Richtung gehen.

  • Such dir jemanden in deinem Verein, der zumindest die Grundlagen beherrscht und lass dir von ihm zusehen. Geh alle Grundlagen durch, von der Schaftlänge übers Gewicht bis zur Kopfhaltung. Der Fehler kann ganz einfach eine Schlamperei bei den Grundlagen sein. Das führt oft zu einer Kettenreaktion.

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • :thumbup:


    Ich danke euch erstmal. Habe gerade mit einem befreundeten Vereinssportleiter gesprochen und werde dort morgen ein Sondertraining machen.Vielleicht hilft es ja!


    Schwierigstes Problem bei dem ganzen: Habe Mittwoch einen Ligawettkampf den wir unbedingt gewinnen wollen und dazu muß ich meinen Punkt holen, da unser Gegner leider etwa gleich stark ist.

  • Noch ein Tipp zum "Springen des Gewehrs": Überprüfe mal ob du das Gewehr eventuell mit Kraftanstrengung hebst oder mit angespannten Muskeln hälst. Das führt nämlich auch zu solchen "Springern". Der Stützarm sollte entspannt am Körper (ideal am Hüftknochen) aufliegen und so das Gewehr wie ein Brückenträger stützen.


    Und hier eine kleine Motivation: Habe in meiner Mannschaft einen 15-Jährigen Nachwuchsschützen, der mal bei den "Großen" mitreinschnuppern darf. Dieser hat am Dienstag 345 geschossen und heute im Wettkampf 368 Ringe, allein durch ein paar kleine Veränderungen am Anschlag. Den Wettkampf haben wir übrigens mit einem Ring Vorsprung gewonnen (mein Ergebnis: 383 Ringe).

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Schwierigstes Problem bei dem ganzen: Habe Mittwoch einen Ligawettkampf den wir unbedingt gewinnen wollen und dazu muß ich meinen Punkt holen

    Hy!


    Du solltest dir nicht einen zu großen Kopf wegen deinem Ergebnis machen. Wenn du mit der Einstellung "ich MUSS den Punkt holen" in den Wettkampf gehst, ist´s eh schon vorbei. Was gelingt das gelingt, versuche nichts zu erzwingen. Versuch die Tips, die du schon bekommen hast umzusetzen, und befreie deinen Kopf. Der größte Feind beim Sport ist der eigene Kopf!


    Trotzdem gutes Gelingen am Mittwoch! Berichte uns, wie es dir ergangen ist!


    Und hier eine kleine Motivation: Habe in meiner Mannschaft einen 15-Jährigen Nachwuchsschützen, der mal bei den "Großen" mitreinschnuppern darf. Dieser hat am Dienstag 345 geschossen und heute im Wettkampf 368 Ringe

    Da kann man sich ja nur freuen, wenn man so einen Nachwuchs hat!! Gratulation!!! Auch zu deinem Ergebnis!!!


    lg

  • Hallo chriwu,


    vielen Dank für deine Glückwünsche. Dieser Nachwuchsschütze ist ein gutes Beispiel, dass man nie aufgeben muss. Er schießt seit er 10 ist und hat die ersten 3 Jahre nie mehr als 120-130 Ringe zusammengebracht und erst die letzten ein zwei Jahre den Sprung auf 360-380 Ringe geschafft. Daher: Nie aufgeben und immer weitermachen mit der Jugendarbeit.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hut ab - der Jungschütze ist auf dem richtigen Weg. Mit solchem Nachwuchs macht die Arbeit auch sicherlich Spaß, selbst wenn er in den ersten Jahren eher verhaltende Ergebnisse geschossen hat. Aber er hat nicht aufgegeben - mir zeigt das, dass der junge Mann einen gesunden Ehrgeiz besitzt - der sich nun auch ausgezahlt hat. Glückwunsch zu dieser Leistung.


    Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten!!!


    Weiter so und viele Grüße


    Marion

    Ohne Mut zur Niederlage - keine Sternstunde.