Undercover im Schützenverein

  • Zitat

    Es ist nicht das Schießen, das mich abschreckt. Es ist das Drumherum: die Biere, die Orden, die schmuddeligen Witze, die nationalen Gesänge. Gäbe es einen Schützenverein, der einfach nur schießt: Ich wäre wahrscheinlich dabei. (Zeit Online, Waffenrecht: Gut Schuss)

    Ich bewundere den außergewöhnlichen Schreibstil. Liest sich fast wie ein Märchen. Hat aber leider mit der Realität wenig bis nichts zu tun. Oder?

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Der Artikel sagt doch nichts aus... Ein Journalist, der beim ersten mal schon 10-9-8-10-10 schiesst... ok.. . ein Journalist der das Schiessen verteufelt aber dem es gefällt... un der aber Tradition nicht versteht und entweder total polarisiert oder per Zufall bei einem recht komischen Verein gelandet ist...


    Also diesem Journalisten würde ich gerne mal unser Schützenheim zeigen... ;(

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • "Ein Auto darf man in Deutschland nicht mehr benutzen, wenn man betrunken ist, eine Waffe schon." Offenbar kenne ich das Gesetz nicht, aber seit wann darf man denn eine Waffe unter Alkohol benutzen ? Eigentlich besteht da schon die 0,0 Grenze im Gegensatz zum Auto.


    Zum Bericht: Der Autor versteht es durchaus, eine entrückte und märchenhafte, fast düstere Atmosphäre zu schaffen. Dass bei den Schützen auch mal Bier getrunken wird, ist denke ich klar, das ist aber auch beim Fußball der Fall, oder beim Golfen, wie ich im Urlaub feststellen durfte. Dass man hier aber quasi standardmäßig betrunken auftaucht, habe ich noch nirgends gesehen. Scheinen schon seltsame Kameraden zu sein.


    Auch kenne ich das weniger, das man jedes mal "am Tresen" sitzt und was trinkt. Ich für meinen Teil komme meistens nur zum trainieren, und da trinke ich im Verein meist nichts, schon gar nicht Bier. Bier im Verein trinke ich höchstens zu Gesellschaftsabenden oder mal zum Schützenfest, und das nur in Maßen, da ich nicht betrunken arbeite, wie das hier dargestellt wird.


    Ein Reporter, der nach 3 Monaten mit einmal wöchentlich Training 3. von 100 wird ? Sehr seltsam...Vielleicht sollte er mal wirklich zu einem Verein gehen, bei dem nur geschossen wird, meiner Meinung nach gibt es davon sehr viele. Vielleicht sehen wir ihn dann bei Olympia wieder...


    Insgesamt finde ich den Bericht kein bisschen sachlich, wie man es von einem Journalisten erwartet, aber gut, es gibt auch solche Typen. Er scheint auf jeden Fall einen sehr sonderbaren Verein erwischt zu haben. Kaum zu glauben, dass ein Verein, der fast komplett aus stets betrunkenen Gestalten mit Bärten und alten Stiefeln besteht, eine derartige Webpräsenz haben sollte.


    Sagt, was ihr wollt, aber ich kann dem Bericht Null Glauben schenken.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Ich kann mir schon vorstellen, daß die Sache wirklich so oder so ähnlich abgelaufen ist.
    Hat sich jemand mal den Schützenausmarsch in Hannover angesehen? Ich war echt baff, daß es sowas gibt (und daß sowas im Programm der ARD übertragen wird), aber das scheint eben in Niedersachsen zur Kultur zu gehören. Jedem Tierchen sein Pläsierchen ...


    Ja, er zeichnet ein düsteres Bild, aber: wer von uns war dabei, kann Aussagen machen darüber, was tatsächlich passiert ist?
    Das mit dem Bier mag überzogen dargestellt sein, aber mal umgekehrt gefragt: kennt Ihr einen Schützenverein, der keine Bewirtung hat?
    "Verrückte" Stories über unsachgemäßen Umgang mit Waffen auf dem Schießstand kenne ich auch, wenn auch nur aus dritter Hand.
    Ich würde solche Sachen nicht weitererzählen.


    Letztlich geht man ja aber immer davon aus, daß auch die anderen um einen herum erwachsene Menschen sind. Und schaut dann doch ggf. weg, wenn der Bekannte mit ca. 2 Promille ins Auto steigt, um heimzufahren, weil Reden eben doch nicht hilft. (Ja, ich habe so einen Fall im Bekanntenkreis. Nein, er ist kein Schütze.)

  • ...aber das scheint eben in Niedersachsen zur Kultur zu gehören.



    :cursing: alle hesse sind verbräscher, denn sie klaue aschebäscher...




    kann natürlich nur für "meinen" niedersächsischen schützenverein sprechen und in dem gibts keine waffe für leute die mehr als 0,0 promille haben! das danach beim schnacken (wie wir hier sagen) auch ein bier getrunken wird finde ich nicht schlimm, gibt zumindest bei uns auch immer alkoholfreie getränke. außerdem haben die niedersachsen kein monopol auf alkoholexzesse bei volksfesten, nehme an oktoberfest, kölner karneval, cannstadter wasen oder auch der dibbemarkt sind bekannt! :!:

    Einmal editiert, zuletzt von Philip ()

  • Ich muss sagen, dass gerade das Gesellige das schöne ist.


    Was wäre ein Trainingsabend, in dem man auf den Schießstand geht, seine 40-50 Trainingsschüsse macht, mit keinem etwas spricht (zumindest nichts über dass man lachen kann), und dann mit trockener Kehle nach Hause geht.


    Ich bin jetzt zwar nicht gerade oft bei uns im Verein, und komme noch weniger zum trainieren (hab mir das aber für die kommende Saison vorgenommen!!!!), aber wenn ich komme, dann habe ich sehr selten mein Feinwerk mit, denn dann gehts bei mir ums "blöde" reden, darum um ein Achterl Wein zu trinken, oder einfach wieder nur mal die Kollegen zu treffen.


    Das ist ein Verein wo ich mich wohl fühle!!! Das ist auch mein Verein!!!


    lg

  • Bei wird bei jedem Schießabend nach dem Schießen zusammengesessen.
    Und das ist auch gut so, weil man unter dem Schießen die Leute nicht kennenlernt, keine neuen Nachrichten vom Dorf hört und so weiter.
    Dort trinkt dann jeder ein Bier oder Apfelschorle etc. und der Abend klingt gemütlich aus.
    Mir gefällt es so und ich möchte es nicht anders.

    Gusti Sp.
    SG Diana Lorenzenberg
    Jugendsprecher
    Disziplin: LP(/LG)
    Gaujugendteam Ebersberg

  • Natürlich hat man auch mal eine Meisterschafts- oder Geburtstagsfeier im Verein, und dann wird auch mal einer über den Durst getrunken, aber seien wir uns doch ehrlich: Wenn nicht im Schützenhaus, dann beim Wirten.


    lg

  • So ganz kann man das mit den Biergenüsslern und Kartlern nicht von der Hand weisen, aber der Artikel kommt eindeutig auf der Skandalwelle dahergeschwommen. Hat der Autor doch so einen gefährlichen Selbstversuch gemacht und sich in Mitten von schießwütigen Freaks und potentiellen Amokläufern höchster Gefahr ausgesetzt. LOL!

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Hier ist eines doch ganz klar sichtbar: Das Ziel des Autors war von vornherein einen negativen Bericht über einen Schützenverein zu schreiben und genau mit dieser Einstellung ist er zu den Schießabenden gegangen und hat nur nach Kleinigkeiten gesucht, die er dann reißerisch aufbauschen konnte. Dummerweise gefiel ihm anscheinend der Schießsport und so stand er in der Bredouille einerseits einen negativen Bericht schreiben zu wollen, andererseits aber doch etwas Gefallen daran gefunden zu haben.
    Was dann dabei herauskam, ist ein ganz schwacher Artikel, der weit von der mir bekannten Realität entfernt ist.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo