Kontaktlinsenträger

  • Hi, ich möchte nur mal erfahren, ob vieleicht jemand die selben Erfahrungen gemacht hat.


    Ich trage eine Brille, bin Kurzsichtig ( hab also Problem mit der Ferne ) mit beidseitig 0,5 Dioptrin.


    So nun habe ich mir in Manching eine Schiessbrille anfertigen lassen. Frage vom Optiker: Will ich das Korn oder die Scheibe scharf sehen.


    Beim Pistole schiessen ist es ja wichtig, das Korn scharf zu sehen, gesagt getan. Also wurde das Glas dementsprechend gefertigt.


    Das funktioniert auch ganz gut.


    Nun habe ich mir Kontaktlinsen besorgt und habe nun das Problem, das Korn scharf zu stellen.


    Die Scheibe seh ich hingegen scharf.



    Ist das so normal und hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

  • Hallo kruemelgirl,


    vorweg, ich verfüge zwar über keine eigene Erfahrung mit Kontaktlinsen, Schauder, kann mir aber vorstellen, dass Du bei deiner Schießbrille jetzt gar nicht mehr die -0,5 Dioptrien hast, sondern weniger. Die gewollte Unschärfe auf der Scheibe erreicht man nämlich dadurch, dass man einfach etwas weniger beugende Linsen nimmt. Vermutlich müsstest Du mit der Pistole bei dem geringen Sehfehler sogar ganz ohne Brille (oder Kontaktlinsen) auskommen, sollte nicht auch noch eine Hornhautverkrümmung vorliegen. Probiere es doch einfach mal aus, auch wenn Dir die Scheibe sehr unscharf vorkommt.


    Ich habe vor einiger Zeit mal wieder ein paar Schüsse mit einer Lupi abgegeben und dabei, weil ich keine Brille dabei hatte, einfach ohne geschossen. Ich hab so ca. -2 Dioptrien und ich war erstaunt, wie gut die Schüsse lagen. Aber regulär würde ich mir das so wohl auch nicht trauen und Gewehr ginge so wohl gar nicht.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hey Frank


    ich muß dir recht geben, ohne Brille geht es auch ganz gut.


    Ich habe mich aber schon sehr an die Irisblende gewöhnt, wo sollte ich die dann dran klemmen? :-)



    Ich muß mal sehen, ob ich einen Brillenpass von dem Optiker in Manching bekommen hab, da müßte das ja drauf stehen.

  • Ich habe mich aber schon sehr an die Irisblende gewöhnt, wo sollte ich die dann dran klemmen? :-)


    Hihi. Na einfach an das Gestell bzw. den Glasträger. Ist ja keine Vorschrift, dass da auch ein Glas drin sein muss.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • hey ihr ,


    meine Frage wäre ja, gibt es generell Vor- oder Nachteile einer Brille gegenüber der Kontaktlinse?
    Ich bin mir immer wieder unsicher und habe noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden...


    Danke und Grüße

  • Wenn du den Nachteil bezogen auf eine normale Brille meinst, dann ja. Auf jeden Fall beim Gewehr schiessen.


    Beim Pistole schiessen geht das sicher auch mit einer normalen Brille.


    Ob nun richtige Schiessbrille oder Kontaktlinse ist wohl ansichtssache. Trotzdem siehst du ja an meinem Problem, das eine Kontaktlinse für das Pistolen schiessen auch nicht optimal sein kann.


    Beim KK liegend empfinde ich die Schiessbrille als etwas störend, so dass ich es mit der Kontaktlinse probiere.

  • Beim Schießbrillenspezialisten Müller Manching könnt ihr nachlesen, was der so zum Thema Kontaktlinsen meint.


    http://www.mueller-manching.de/skkl.htm


    Ich kenne jedenfalls einige Schützen bzw. Schützinnen, welche im normalen Alltag Kontaktlinsen tragen, aber beim Schießen auf eine Schießbrille zurückgreifen. Das passt dann auch ganz gut zu dem von Müller Manching gesagtem.


    @Doreen


    Warum stört dich gerade beim Anschlag Liegend die Schießbrille? Das einzige Problem, womit ich manchmal zu kämpfen habe, ist das Beschlagen der Brille bei kaltem Schuddelwetter, oder wenn es regnet und durch die Zuganlagen schon mal Tröpfen auf das Glas geschleudert werden. Ich habe deshalb für den Fall der Fälle immer ein paar Putztücher neben mir liegen.


    Ach ja, Dreistellung ist natürlich immer etwas blöd wegen der Schrauberei für jeden Anschlag. Aber ich habe da so eine Justiervorrichtung von Knobloch. Damit geht das jeweilige Anpassen ganz gut.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hey Frank,


    ich habe so schon Schwierigkeiten immer gleich durch den Diopter zu schauen, für mich ist die Brille da noch ein Störfaktor mehr.


    Und die Ausführung von Herrn Manching kann ich nur bestätigen. Tatsächlichhabe ich das Gefühl, dass die Augen trocken werden.


    Ich bin noch ziemlich wieder am Anfang, deshalb versuche ich auf mehreren Wegen zum besten Ergebnis zu kommen.

  • Die bequeme und wiederholgenaue Durchsicht durch das Diopter ist gerade Liegend sehr stark von der richtigen Einstellung der Schaftbacke und sogar von dessen Form abhängig. Da hast Du natürlich mit der nicht verstellbaren Backe an deinem Schaft ein besonders Problem. Es ist ja sogar so, dass unsere Pysiognomie noch nicht einmal immer gleich ist. Da reicht schon ein schwül warmer Tag mit hoher Luftfeuchte, und nichts passt mehr richtig. Der wiederholgenaue Einsatz der Schaftkappe spiet natürlich auch noch eine wichtige Rolle.


    Ich habe in den 'ganz alten' Zeiten noch mit einem Anschütz 1407 Standard geschossen. Damals war halt noch das Standardgewehr vorgeschrieben und eine Super Mach zusätzlich für Liegend und 3x40 konnte ich mir auch noch nicht leisten. Da war die Backe auch nicht verstellbar, aber da habe ich es nicht so als Problem empfunden. Beim Umstieg auf den 1907-Schaft habe ich aber auch oft mit den Unzulänglichkeiten der Plättchen zu kämpfen gehabt. Beim 1813 war die Backe dann zwar stufenlos in der Höhe verstellbar, aber eben auch nicht seitlich. Jetzt habe ich einen Keppeler-Schaft und da passt das sehr gut. Man kann die Backe stufenlos in der Höhe und Seite einstellen und die Backe dabei sogar noch etwas schräg stellen, sollte man aber besser nicht.


    Zur Kontrolle verwende ich wie schon gesagt den Aufsatz von Knobloch. Das geht damit auch sehr gut. Mit dem von anderen Schützen hier auch schon erwähnten Mirror habe ich bisher selbst keine Erfahrungen sammeln können.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Gerne! Nur vis-a-vis ist es wohl nicht so ganz einfach. Sind ja doch ein paar Kilometer.


    Ich war übrigens noch nie in Mitteldeutschland, muss ich zu meiner Schande eingestehen. Hatte sogar mal DDR-Verbot. 8)



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Upps, ich bin in diesen Dingen schrecklich altmodisch, obwohl ich schon seit 1980 intensiv mit Rechnern zu tun habe.


    Wir könnten es aber bei Bedarf ja neben der guten alten Email auch mal telefonisch versuchen. Gerne mehr per PM.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Also ich habe es mit Kontaktlonsen probiert.


    Die Linsen haben ein paar gravierende Nachteile.
    1. Mit jedem blinzeln verrutschen die Linsen kurz und rutschen dann wieder an ihre Stelle zurück. dass kann ggf. zu Problemen beim zielen führen
    2. Durch den recht langen Zielzeitraum, können die Augen schnell trocken werden, was zu einem Kucken führen kann, das den Schützen zusätzlich irritiert.


    Für dynamische Disziplinen, wo es ggf. nicht darafu ankommt, eine 10 nach der anderen zu stanzen, in Kombination mit einer Schutzbrille, mögen die Kontaktlinsen funktionieren, für das Präzisionsschießen hingegen weniger.
    Aber man kann es ausprobieren, mit Tageslinsen.

  • Hi Dan


    so wirklich ist mir das noch nicht aufgefallen, dass die Linsen beim Zwinkern verrutschen.


    Ich nutze nur Tageslinsen, da ich sonst ohne Brille auskomme, nur beim Autofahren trage ich sie.