Schießsportleiter

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier im Forum, ich hab den Weg zum Forum gefunden da ich seit längerem auf der Suche nach der Antwort bin, ob in einen Schützenverein der Schießbetrieb ohne Schießsportleiter überhaupt möglich ist. Kurz zu meiner Person, ich bin Vorstand eines Schützenvereines mit ca. 20 aktiven Kugelschützen und ca. 20 aktiven Bogenschützen, selbst bin ich Bogenschütze. Es zeichnet sich seit längeren ab das unser amtierender Schießsportleiter Kugel sein Amt nächstes Jahr niederlegt. Leider ist es heutzutage sehr schwer jemand zu finden der ein Ehrenamt übernimmt und erst recht wenn wie im Falle des Schießspotleiters viel Verantwortung dahinter steht.


    Kurzum habe ich zwei Fragen auf die ich noch keine Antwort fand


    1.Wenn kein Nachfolger für den Schießsportleiter gefunden wird, muss dann der Schießbetrieb im Verein eingestellt werden? (zurzeit verfügen wir über keine Personen die eine Sachkunde für Standaufsicht hat, wir arbeiten aber daran)


    2.Muss ein Schießsportleiter im Verein eine Ausbildung zum Schießsportleiter haben Im Waffengesetz konnte ich hier keine Antworten finden, vielleicht könnt Ihr mich aufklären


    Gruß


    ROI

  • Hallo ROI,


    meines Wissens benötigt Ihr nicht zwingend einen Schießsportleiter mit extra Schießsportleiter ausbildung ich frag aber da mal genau im BSSB nach wenn du willst. Aufsichtslehrgänge hingegen sind Pflicht da sonst kein schießbetrieb möglich ist, als vorschlag könnte ich dir geben wenn ihr bis zur nächsten wahl keinen schießsportleiter findet könntet ihr es mit eurem sportleiter ausmachen das er das Amt weiter komm. ausübt und sobald ihr einen gefunden habt nahtlos übergeben. Wie gesagt ich frag mal nochmal genauer nach und sobald ich etwas genaueres weis geb ich dir sofort bescheid. Bis dahin viel Glück bei der Suche zur not müsste jemand von der aktiven Vorstandschaft den posten zeitweise doppelt besetzen (so war es bei uns, das hat dann der 2. Vorsitzende gemacht bis ein nachfolger gefunden wurde)


    mfg


    Bene

    Der Schießsport:
    -so interessant im Leistungsbereich
    -so spannend im Wettkampf
    -so Brüderlich in der Gemeinschaft
    darum Liebe ich diesen Sport so sehr.

  • Hallo Roi,


    1. es gibt keinen Schießsportleiter mehr von der Begrifflichkeit es heißt Schießleiter.


    Ich selber bin auch seit dem April letzten Jahres 1. Vorsitzender und hatte dasselbe Problem, für den Schieß und Trainingsbetrieb benötigst du erst einmal nur die Waffensachkunde und die Standaufsicht.


    Dann benötigst du wenn Ihr Jugendliche in eurem Verein habt die JugendBasisLizenz (JuBaLi) Qualifikation nach § 27 Abs. 3 WaffG.


    Den Schießleiter benötigst du nicht unbedingt es sei den Ihr wollt Schießwettkämpf extern Veranstalten, dann benötigt der Veranstalter einen Schießleiter wobei ja bei euch es noch den Schießleiter Pistole/Gewehr und den Schießleiter Bogen gibt.


    Auf diesem Link findest du alle weiter Informationen zu aktuell Lehrgängen des RSB.


    http://www.rheinischer-schuetzenbund.de/index.php?id=52


    Und was soll ich zu mir sagen ich habe in kürzester Zeit : Waffénsackunde, Standaufsicht, Jubali und den Schießleiter somit ist die Zukunft und unser Schieß- und Trainingsbetrieb gesichert. Noch ein Tipp du solltest die Jüngeren mitnehmen habe dadurch auch noch 2 St. bei uns zur Standaufsicht anregen können.


    Gruß


    Wilfried

  • hallo ROI,


    von der rechtlichen Seite benötigt der Betreiber einer Schießstätte eine Erlaubnis, der Stand muss also den Richtlinien entsprechen und abgenommen sein. Der Betreiber stellt auch die im Sinne des Waffenrechts verantwortlichen Aufsichtspersonen. Die Aufsichten müssen sachkundig und zur Aufsichtsführung qualifiziert sein (Stichwort Lehrgang). Jeglicher Schießbetrieb, auch jedes Training, auf einer Schießstätte ist nur beaufsichtigt zulässig. Die einzig zulässige Ausnahme ist gegeben, wenn ein zur Aufsichtsführung Berechtigter alleine auf einem Stand schießt. Bei Jugendlichen unterhalb bestimmter Altersgrenzen (KK und Flinte < 16, Druckluft < 14) ist zusätzlich zur Aufsicht noch die besondere Obhutspflicht (Stichwort Jugendbasislizenz) zu beachten.


    Der Schießsportleiter ist im Sinne des DSB der Organisationsleiter für den sportlichen Betrieb in einem Verein. Er muss dafür nicht zwingend notwendig durch eine Lehrgangsteilnahme qualifiziert sein, obwohl sicher wünschenswert. Es ist auch nicht zwingend vorgeschrieben, dass es im Verein so einen Schießsportleiter gibt, es sei denn, die Vereinssatzung schreibt diese Position direkt vor.


    Wilfried


    Wie schon gesagt, der Schießsportleiter ist für die Organisation des sportlichen Betriebs in einem Verein zuständig. Der DSB sieht hierfür auch einen entsprechenden Lehrgang vor.


    Der Schießleiter ist der Leiter einer DSB-Meisterschaft. Eine spezielle Ausbildung gibt es dafür im DSB-Konzept nicht. Da aber der Schießleiter nach DSB-Vorstellung den Aufsichten übergeordnet ist, ist hier zumindest eine Qualifikation zur Aussicht wohl angeraten, aber zumindest nach meiner Auffassung auch nicht zwingend notwendig. Ich finde diese Hirarchie zwischen den Aufsichten und dem Schießleiter nach DSB-Sportordnung sowieso etwas ungünstig, denn verantwortlich im Sinne des Waffenrechts und damit auch weisungsbefugt bleiben ja die Aufsichten. Disqualifizieren darf aber nach SpO DSB nur der Schießleiter. Nur wer ist dann letztendlich verantwortlich? Bei rein sportlichen Entscheidungen macht das mit dem Schießleiter ja so auch Sinn. Andererseits werden die Aufsichten so künstlich eingeschränkt, was das Waffengesetz so nicht vorsieht. Ich habe leider auch deshalb schon so Parolen wie "Mich disqualifiziert keine Aufsicht!" gehört. Dass die Aufsicht aber jeden Schützen und auch sonstige sich auf dem Stand befindliche Personen bei entsprechendem Fehlverhalten unverzüglich des Standes verweisen kann und auch muss, wird dadurch etwas ausgehebelt, zumindest in manchen Köpfen. Unschöne Diskussionen sind so leider vorprogrammiert. Das hier aber nur am Rande, da es etwas über die ursprüngliche Fragestellung hinausgeht.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo zusammen,
    erstmals herzlichen Dank für die Antworten, sie haben mir sehr weitergeholfen. Genau die Hierarchie die Frank ansprach, hat bei uns in der Vorstandschaft die Diskussion ausgelöst, ob der Vereinsschießleiter eine spezielle Ausbildung zum Schießleiter benötigt.


    Ich bin froh das wir den Schließleiter nicht zwingend auf einen Lehrgang schicken müssen, erleichtert die Suche nach einen neuen Schießleiter.


    Wilfried
    Leicht schmunzeln musste ich als ich deinen Tipp lass ein paar jüngere Schützen zum Lehrgang mitzunehmen. Ich erwähne hier mal nicht welches Durchschnittsalter unsere Kugelschützen haben. Den hier liegt bei uns im Verein das aller größte Problem. Wir hatten im Jahr 2001 den letzten Neuzugang im Bereich Kugelschießen, seither nur Abgänge. Würde mich mal interessieren ob es Vereine mit ähnlichen Problemen gibt und welche Strategien angewandt werden um Neumitglieder zu werben.


    Kurz zu meiner Person, ich selbst bin Bogenschütze und beim Umbau unserer Schießanlage vor ein paar Jahren habe ich sehr viel Verantwortung übernommen. Ich habe mich sehr stark in die Materie hineingearbeitet wie eine Schießanlage beschaffen sein muss. Umfassungswände von Geschossfänge, Blenden, Geschossfänge, elektronische Trefferanzeige usw…, muss aber gestehen in den Schießbetrieb habe ich mich nicht so reingearbeitet, was dazu führte das wir zurzeit das Problem mit den Standaufsichten haben was wir aber in den nächsten Wochen lösen werden. Ich freue mich dass es so ein Forum gibt, wo spezielle Fragen Sachkundig beantwortet werden, herzlichen Dank.


    Mit freundlichen Schützengruß
    ROI

  • Hallo ROI,


    wie schon gesagt, man muss die beiden Begriffe Schießsportleiter und Schießleiter sauber trennen. Zumindest im DSB (hier nicht unbedingt gleichzusetzen mit den Landesverbänden) ist die von mir angeführte Zuordnung so Usus. Das kann man so auch anhand der Sportordnung DSB und dem Qualifizierungsplan DSB verifizieren. Leider werden die beiden Begriffe in der Praxis und landauf landab recht unterschiedlich interpretiert und auch regelmäßig durcheinander gewürfelt oder sogar synonym verwendet. Man kann also nicht davon ausgehen, das jeder das Gleiche meint, wenn er diese Begriffe verwendet.


    Die von Wilfried verlinkte Seite zum Rheinischen Schützenbund zeigt schon das Problem. Mir ist nicht ganz klar, warum man als Landesverband trotz vorliegendem Quailfizierungsplan des DSB (rechtlich aufgewertet als Teil des Anerkennungsverfahren anerkannter Schießsportverband) immer noch ein eigenes Süppchen in Bezug auf die Begrifflichkeiten kochen muss. Aber gerade der RSB hat öfters Schwierigkeiten mit der richtigen Auslegung auch gesetzlich relevanter Bedingungen. Und genau durch diesen mit Verlaub Mist kommen dann auch so unterschiedliche Interpretationen auf und hinterher weiß dann keiner mehr so genau, was überhaupt gemeint ist.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Roi,


    mit den Mitgliedern ist das so eine sache wir waren auf der JHV als ich den Verein mit einem komplett neu gewählten Vorstand (meine Wunschkanidaten) 20 Mitglieder 2 davon haben den Verein aus allters Gründen (85) verlassen. Davon waren 12 Aktive und 8 Pasive.


    Heute sind wir 24 Mitglider + 4 Anwärter, davon sind weiterhin 8 Passive und 20 Aktive und davon snd 7 unter 27 Jahren.Wie geht das ich muss gestehen wir haben uns den Ar******* aufgerissen und viel Arbeit und eit in Werbung und aussen Darstellung gesteckt. Wir haben jeden genervt der es nicht wissen wollte. Wir sind in Facebook verteten haben eíne Eigen Homepage und haben jede Möglichkeit gesucht uns kostenlos durch Werbung darzustellen. Sehr viel Arbet aber wie du siehst e lhn sich.


    Ich wünsche dir auch viel Erfolg und hoffe das du auch ein Paar Mitstreiter findest.


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    Gruss



    Wilfried