Delmenhorst (Niedersachsen) denkt über Waffensteuer nach

  • Irgendwie weiß man nicht mehr, ob man lachen oder heulen soll.


    Vielleicht hat der Zirkus aber auch etwas Gutes an sich. Die Steuergeschichte ist auf jeden Fall dazu angetan, auch diejenigen gründlich zu verärgern, die bisher die Bedrohung für sich persönlich noch nicht so wahrgenommen haben und auch mit den vermeintlichen Randgebieten wie "GK" nicht so viel anfangen konnten. Nicht falsch verstehen, Randgebiete ist nicht meine Auffassung.



    Aber was mich ja wirklich mal interessieren würde: Hier gab es ja auch in den letzten Jahren teilweise sehr gegensätzliche Meinungen und Diskussionen zu den Bedrohungen und wie man mit ihnen umgehen sollte. In letzter Zeit ist es in dieser Hinsicht ja etwas ruhiger (eintöniger) geworden und im Prinzip tauschen sich ja jetzt fast nur noch diejenigen hier aus, welche zumindest ähnliche Sichtweisen teilen.


    Aber wie sieht es mit anderen Foristi und auch den stillen Mitlesern hier aus? Hat sich bei dem einen oder anderen auch schon die persönliche Sichtweise geändert, vielleicht auch wegen der vielen Informationen, welche hier gebracht wurden oder wegen der ja mittlerweile fast schon täglich einschlagenden neuerlichen Verbots- und Gebührenforderungen.


    Generell, wie empfinden die Foristi hier die Bedrohung für sich persönlich und wie sollte damit (auch von den Verbänden) umgegangen werden.


    An die Mitschreiber eine Bitte: Nicht gleich wieder sofort "draufschlagen", wenn bei den möglichen Stellungnahmen auch kritische Töne angeschlagen werden. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir hier auch noch einen breiteren Konsens als bisher finden könnten.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Bei mir kam es durch das Forum schon zu einem Umdenken. Am Anfang dachte ich immer "ist ja weit weg", aber mittlerweile liest man ja fast wöchentlich von immer wiederkehrenden geistigen Irrläufern in der Politik. Und das Schlimme ist: So wies aussieht kommen diese Irrläufer bald noch an die Macht.


    Ich wollte mir eigentlich mit 25 Jahren einen Unterhebel-GK kaufen, aber ich fürchte, dass ich diese Idee beerdigen kann, da bis dahin GK höchstwahrscheinlich schon ziemlich eingeschränkt ist.


    Habe mir erst vor ein paar Tagen einen ordentlichen Munitionsvorrat angeschafft. Hoffe, dass ich ihn noch verbrauchen kann, bevor die geistigen Irrläufer zuschlagen.


    Allgemein kann man sagen: Ich bin nun (aufgrund auch der ganzen hier geäußerten Meinungen) auch deutlich skeptischer geworden. Trotzdem möchte ich nach wie vor auf Dialog setzen, denn das hat in der Vergangenheit (wenigstens bei uns in Bayern, was man z.B. auch an den Zuschüssen an die Schützenvereine sieht, spreche hier aus eigener Erfahrung) auch funktioniert.
    Trotzdem hoffe ich, dass auch die etwas radikaleren Ansichten ihren Weg finden und das gemeinsame Ziel "Bewahren des Schießsports" erreicht wird.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Da ich schon ein paar Gläser sekt intuss habe, kann ich auch mal frei von der Leber sprechen (Nein ich bin nicht voll)


    Wenn Michael Kuhn, Katja Treibel, BBF oder ich den ein oder anderen zum Nachdenken angeregt haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Nichts anderes versuchen wir zu machen.
    Das wir manchmal eher harte Töne und die dirkte Konfrontation wählen, liegt meist darin, dass gerade in der DSB lastigen Umgebung die Meinung vorherrscht, dass es den DSB nicht treffen wird. Nur sieht man auch an den Vorstößen der diversen Politker, dass auch der DSB nichth verschont bleiben wird.
    Irgendwie muss man auch diese LWB aufwecken und das ist hier wohl bei dem ein oder andern auch gelungen.


    Michael Kuhn hat schon recht damit, dass die Verbände politisch Neuzral bleiben müssen. Die Mitglieder dieser Verbände müssen es aber nicht sein. Die Mitglieder können schon auch mal ihre Meinung sagen. Mal laut aufschreien. Es kann nicht sein, dass am Ende ein Kuhhandel vereinbart wird, in dem die Schützen der rein olympischen Disziplinen z.B, von einem Verbot oder einer Steuer befreit werden und alle anderen z.B. die Steuer entrichten müssten. Genauso kann und darf es nicht passieren, dass zur reinen Abwendung der Steuer ein Kuhhandel vereinbart wird, in dem der große DSB die GK Schützen opfert, damit die olympischen Disziplinen erhalten bleiben.


    Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Egal welcher Verband oder welche Waffe man Schießt.

  • Hallo Frank,


    Du stellst eine sehr gute Frage (die hier eigentlich nicht zur Info gehört und ein eigenes Thema wert sein sollte):


    Generell, wie empfinden die Foristi hier die Bedrohung für sich persönlich und wie sollte damit (auch von den Verbänden) umgegangen werden.


    Wenn ich "Bedrohung" als Zerfall des Schützenwesens insgesamt (Sport und Tradition) sehe, dann gibt es diese Bedrohung aus Sicht des DSB definitiv bereits seit 2000 und früher. Seit 1998 fallen die Mitgliederzahlen mit steigenden Raten. Die Entwicklung und Situation der kleinen Verbände lasse ich mal unberücksichtigt.


    Zu den inneren Zerfallserscheinungen kommen jetzt die externen materiellen Bedrohungen durch die Ankündigung der Besteuerung und Gebührenbelastung im Umfeld unseres Sports hinzu.


    Beide Bedrohungslagen, die interne wie die externe, sind m. E. möglich geworden, weil wir es in der Vergangenheit als Gesamtheit nicht geschafft haben, das Schützenwesen selbstbewusst, vor allem aktiv auf allen Ebenen darzustellen, um so das positive Bild des Schützenwesens über die 70er Jahre hinaus zu erhalten und auszubauen.


    Die Quittung für die Eigensicht und fehlende Anpassung an die gesellschaftlichen Entwicklungen, die Schaffung/Zulassung eines Nord-Süd-Gefälles, der fehlende Gedanke zur Solidarität über alle Verschiedenheiten des Sports und der Brauchtumspflege hinweg, werden wir wahrscheinlich in den nächsten Jahren sehr schmerzhaft zu spüren bekommen. Es wird ein Vereinssterben in heute scheinbar nicht für möglich gehaltener Auswirkung geben. Vereinsfusionen werden dabei nur eine Zwischenlösung darstellen.


    Als positiv denkender Mensch glaube ich jedoch immer noch daran, dass wir über mehr Bereitschaft zur Situationsbeschreibung, gezielten Maßnahmen der Vereins- und Verbandsvorstände über professionelle Öffentlichkeitsarbeit, Ausbildung und Arbeit aller Mitglieder wir aus diesem Loch wieder herauskommen können. Allerdings müssen wir dafür bereit sein, höhere Beiträge zu zahlen und für mich entscheidender, die Verbandsstruktur ändern, um wirtschaftlich effektiver und konzentrierter zu agieren.


    Sollte es zu der erpresserischen Waffenbesitzsteuer von 300 Euro oder/und ausverschämten Gebührenordnungen für LWB kommen - eine moderne Form der Wegelagerei des Mittelalters - kommen, kann ich zur Zeit nicht sagen, ob ich danach noch Gewehrschütze bleiben werde, mit dem Bogenschießen beginne oder meine Mitgliedschaft im DSB ebenfalls kündige.


    Um es nicht so weit kommen zu lassen, wünsche ich mir als "35jähriger Funktionär" auch mehr Aktive in den Vereins- und Verbandsvorständen, die neben dem geliebten Sport an der Stelle ihre Forderungen aktiv mit einbringen.

  • Quote

    Sollte es zu der erpresserischen Waffenbesitzsteuer von 300 Euro oder
    ausverschämten Gebührenordnungen für LWB kommen - eine moderne Form der
    Wegelagerei des Mittelalters - kommen, kann ich zur Zeit nicht sagen, ob
    ich danach noch Gewehrschütze bleiben werde, mit dem Bogenschießen
    beginne oder meine Mitgliedschaft im DSB ebenfalls kündige.

    Es ist im Grunde eine einfache Rechnung. Mein jährliches Budget beläuft sich, je nach Schießjahr, auf grob 2k-3k€. Dies kann ich aber auch nur in diesem Maße aufrechterhalten, weil ich noch nebenbei einen 400.-€ Job habe. Ich besitze 19 Schußwaffen, mit denen ich grob die gut zwei Dutzend Disziplinen abdecke, die mich interessieren. So kann man eine einfache Rechnung auf machen, die mir persönlich meine finanziellen Grenzen aufzeigt. Hierbei sind natürlich die finanziellen Verluste, bei einer gegebenfalls anfallenden abgabe der Waffen, seis nun durch Verbote oder eben durch die Steuer, gar nicht eingerechnet. Habe mir meine Waffen teilweise vom Mund abgespart, in Ratenzahlungen finanziert, etwas, was ein Politiker sowieso nicht honorieren und verstehen kann (will). Die konnten noch nie mit den Steuern der Bürger umgehen, warum sollen sie nun auch plötzlich das persönliche Eigentum, das einen gewissen finanziellen Wert darstellt, respektieren. Dazu kommt, dass ich ein paar Waffen von meinem Vater geschenkt bekam, bzw. diese mit ihm gebaut habe. So hängt auch einiges an Erinnerung und vorallem Herzblut in div. Stücken. Sowas kann ein Poltiker eh niemals verstehen.
    Ich selbst habe vor dem inneren Auge einige Situationen durchgespielt. GK-Verbot ist klar, da wird man alles abgeben müssen. Wobei ich immer wieder anmerken möchte, dass man ja ein GK-Verbot im Schießsport möchte. So wird´s kein generelles Verbot für diese Waffen in einem neuen Waffengesetz geben, da man ja den Jägern ihre lassen möchte. Vorerst. Es gibt nunmal keine Gesetze nur für bestimmte Interessengruppen. Kenne auch genügend Jäger, die auch Sportschützen sind, so wird ein Verbot für diese interessant. Was müssen die nun abgeben?
    Bei einer Waffensteuer, je nach Höhe, muss ich auch abwägen, aber 95% aller Waffen werden wohl aus meinem Fundus verschwinden.
    Der Waffenhandel ist sich über die Tragweiten des Ganzen noch nicht wirklich bewusst. Ich selbst habe nun schon div. Bestellungen storniert. Darunter noch eine Scheibenbüchse. Auch die Dillon können die behalten. Ich werde nurnoch das für den "laufenden" Betrieb erforderliche einkaufe. Aber ich muss mein Geld hart erarbeiten auf dem Bau und hab nix zu verschenken.


    Es wird Zeit, dass unsere Verbandsfürsten Farbe bekennen. Und zwar für den Schießsport generell. Nicht nur eben für die eigenen DSB-Disziplinen oder gar nurnoch für die olympischen.
    Diese Schießveranstaltung in Bremerhaven dieses Jahr wäre beispielsweise auch ein guter Anlass. Nicht nur wieder die Politprominenz einladen, damit die sich auf Verbandskosten durchfressen und saufen können. Sondern denen zeigen, woher der Wind weht. Denn, wer Wind säht, muss Sturm ärnten. Aber ich denke, da wird, wie überall bei solchen Veranstaltungen, auf die political correctness geachtet.


    Martin

  • Unser Problem lässt sich in nur wenigen Worten recht einfach darstellen.


    Unser Problem ist ein Mangel an Mut!


    Sportschützen sind gefühlt über Gebühr höflich, freundlich und zuvorkommend.
    Würden wir diese sonst so positiven Eigenschaften ab und an mal ablegen und zwischendurch auch mal feste mit dem Fuß auf den Boden aufstampfen und das Kind beim Namen nennen, würden wir aus meiner Sicht nicht soviele Probleme haben.


    Deutschland krankt am Gutmenschentum!
    Und das zieht sich durch alle Reihen und Schichten. EU Hörigkeit kommt dann dazu und die Akzeptanz sinnbefreiter Gesetzesvorgaben.
    Wir hatten nach Winnenden eigentlich nur einen Gegner, den wir leider mit Samthandschuhen angefaßt haben und der Meinung waren, die werden schon zur Vernunft kommen.
    Dem ist aber nicht so!
    Die Verbände hätten von Anfang an laut und deutlich dem Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden mit dem Nackten Arsch ins Gesicht springen müssen und laut und deutlich in die Kameras sagen müssen, dass die Forderungen und Behauptungen die von dort getätigt wurden, haltlos und gelogen sind.
    Aber man hat rein aus Pietät, aus Freundlichkeit und Höflichkeit die Klappe gehalten und sie haben eine Waffenrechtsnovelle durchbekommen.
    Nicht Pro Legal, FvLW oder die Verbände sind die Waffenlobby, sondern die Antis sind es.
    Sie haben in Rekordzeit die erforderlichen Kontakte geknüpft, National wie auch International, in Politik, Wirtschaft und in der breiten Bevölkerung.


    Konstruktiver Dialog ist o.k. aber ab und an muss man auch diesen Weg verlassen und und einen anderen, härteren und direkteren Weg beschreiten. Aber dieser Mumm fehlt unseren Verbndsfürsten in Gänze.
    Und das ist unser Problem.


    Das die Mitgliederzahlen seit Jahren schon knstant am sinken sind, ist normal. Es sterben mehr Mitglieder weg, als Nachwuchs in die Vereine kommen kann.
    Die Interessen der Jugend haben sich gewandelt. Auch Sportvereine haben Nachwuchsprobleme, da Playstation und Computer Einzug in die Kinderzimmer gefunden haben. Eltern haben kein Interesse daran, ihre Kinder in die Vereine zu fahren und damit ihre eigene Freizeit zu reduzieren und den teuren Spritt dafür zu opfern. Sie wollen zunehmend ihre Ruhe haben.

  • Hallo Dan More,


    nein, es darf nicht als normal hingenommen werden, dass die Mitgliederzahlen permanent sinken. Das ist zu einfach und kurzfristig gedacht und muss zwangsläufig zur nachhaltigen Schwächung/Auflösung der Vereine und Verbände führen.


    Sie dürfen schon gar nicht im Nachwuchsbereich fallen. Ein interessantes Vereinsangebot, welches auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern eingeht, ist natürlich auch in geänderten Zeiten möglich. Man muss es nur gestalten und anbieten wollen.

  • Quote

    Konstruktiver Dialog ist o.k.

    Die, die diese Forderungen der letzten Wochen und Monate auf den Tisch gebracht haben, wollen nichts "konstruktives". Die wollen uns entweder abmelken, bis wir aufgeben. Oder uns einfach den Schießsport verbieten. Deren Kompromiss sieht ja eh nur vor, das olympische Disziplinen erhalten bleiben, bzw. selbst diese "entmilitarisiert" werden müssen. Was auch immer dieser Blödsinn heißen soll.
    Und zum Nachwuchs. Viele Hürden sind bei uns einfach zu hoch. Es gibt bestimmt welche die sich dafür interessieren würden, aber wer fängt den heute mit 16 bzw. 18 Jahren einen Leistungssport an. In gewissen Ländern, ja selbst in dem "waffenhassenden" Großbritanien, bekommen 12 bzw. 14-jährige ihre Shotgun-permit und angefangen wird das Ganze eh schon mit 8,9 Jahren. Die sind so schon weiter wie unser "Nachwuchs". Und die politschen und geistigen Ergüsse unserer Gegner zum Thema "Jugend" und Waffen spare ich mir hier sowieso. Das geht bei LG-Ständen in Schulen an und hört beim Umerziehungsuntericht auf.



    Martin

  • Die Interessen der Jugend haben sich gewandelt. Auch Sportvereine haben Nachwuchsprobleme, da Playstation und Computer Einzug in die Kinderzimmer gefunden haben. Eltern haben kein Interesse daran, ihre Kinder in die Vereine zu fahren und damit ihre eigene Freizeit zu reduzieren und den teuren Spritt dafür zu opfern. Sie wollen zunehmend ihre Ruhe haben.

    Dazu kommt noch die demografische Entwicklung, Tatsachen die hier von einigen hartnäckig ignoriert werden.

  • Wilhelm,


    ich weis nicht, wie es bei Dir aussieht, aber in vielen Regionen werden die Kinder nur noch vor die PS3, X-BOX360 oder Wii gesetzt. Hauptsache die Eltern müssen sicht nicht mit ihren Kindern beschäftigen.
    Das ist bittere Realität!


    Ich hatte es schon öfter mal erwähnt, aber ich sehe es immer wieder beim Fußball bei meinen Kindern. Da mussten schon Jugendmannschfaten mit der Bahn anreisen, weil die Eltern keine Zeit oder keine Luste hatten ihre Kinder zum Spiel zu bringen.
    Andere mussten sich Fahrzeuge mieten, da mit sie zum Auswärtsspiel erscheinen konnten.
    Zum Training finden sich seltenst die Eltern mal ein, wosie auch mal mit dem Trainer quatschen könnten oder sich einfach nur mal anschauen, wie ihr Kind Sport treibt und Spaß hat.
    Und das obwohl die meisten Fußballplätze recht zentral gelegen und für jeden gut erreichbar sind.
    Wie Du selber weist, sind die meisten Schützenvereine eher außerhalb gelegen, wegen Lärmbelästigung, etc.
    Wie willst Du da die Eltern, die noch nicht mal Lust haben ihr Kind zum normalen Sport zu bringen, überzeugen ihre Kinder in einen schlecht erreichbaren Schützenverein zu bringen?


    Somit sterben die alten im Verein zunehmend aus, andere wiederum haben die Drangsalierungen des Gesetzgebers satt und hören einfach auf, vielerorts ist die Jugend im Schützenverein eine Last, die Geld kostet und das Vereinsleben ggf. sogar einschränkt, da man ja Rücksicht auf die kinder nehmen muss.
    Ich möchte nicht behaupten, dass das überall so ist, aber vielerorts.

  • @ Dan More,


    meine Frau und ich haben uns bzw. nehmen uns immer noch die Zeit für unsere Kinder, die jetzt als Erwachsene (19 und 21) selbständig sind, genügend Lebens- und Sozialkompetenz besitzen.


    Die von Dir beschriebenen Tendenzen, dass sich Eltern von ihrer Verantwortung und Verpflichtung ihren Kindern gegenüber lossagen durch Eigeninteressenwahrnehmung - PURER EGOISMUS - oder Nichtstun/Faulheit beobachte ich auch. Meine Erfahrungen dazu sammel ich ebenso wie Du beim Fußball oder/und bei der Mitarbeit im Kreissportbund.


    Ich sehe es für mich als Aufgabe an, unseren Kindern bessere Bedingungen für ein Leben in Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung und Gesundheit zu bieten. Deshalb auch mein Einsatz für Kinder und Jugendliche, der auch noch Spaß und Zufriedenheit bringt, weil Kinder viel ehrlicher, intuitiver und kreativer sind als coole Erwachsene. Ich freue mich zusammen mit dem Orga-Team trotz der Arbeit auf unseren nächsten Hallenbiathlon am 22.01.2012.


    Auch unser Jugendtag vor wenigen Tagen, wo wir wieder eine Jugendordnung - übrigens wirklich von den jugendlichen selbst erstellt! - eingerichtet haben, hat mir gezeigt, dass schon Interesse an gemeinsamen Aktivitäten ohne Bits und Bytes vorhanden sind. Es scheint nur so, als hätten sie es verlernt ohne Internet aufeinander zuzugehen um etwas Gemeinsames zu gestalten.

  • Das ist auch der Grund, warum meine Frau und ich relativ restriktiv mit PS und Computer bei den Kids umgehen und dafür sorgen, dass sie ach immer brav beim Fußball sind und ich dass sie zum LP/LG Training erscheinen.....

  • Es schreiben wieder - bis auf den Kritiker Karl, der diesmal kontruktive Kritik geübt hat - die Gleichen wie immer: auch ich.



    Ich bekomme per PN oder auch Email Nachrichten von Leuten, die sich nicht öffentlich äußern wollen, aber alles lesen.


    So finden es gut, dass wir aufklären und informieren.


    Das passiert hier, im Gun-Forum oder bei Facebook. Es gibt wesentlich mehr Leser als Schreiber, das sieht man u.a. an den Aufrufszahlen.


    Seitdem Dingo und manchmal auch Geronimo die Informationen unterstützen ist auch der Tonfall sachlicher geworden. Das Aufwecken hat geklappt, jetzt geht es ans Arbeiten gegen die Verbots-/Gebührenhysterie. Und das schaffen wir nur mit Sachlichkeit. Im Gegensatz zu Dingo glaube ich aber, dass wir ausserhalb der Verbände mit prolegal auch Forderungen stellen müssen. Denn Reagieren bedeutete in der Vergangenheit immer nur Einknicken.


    Mein Rat an Dingo: Kauf Deine Lever-Action-Büchse, wenn Du 25 bist. Ohne Entschädigungszahlen, welche in die Milliarden gehen, können die Politiker sämtliche GK-Waffen nicht verbieten. Und wenn Du einer von denen bist, die durch Gebühren etc. ungerecht behandelt wirst, wärest Du doch der geeignete Kandidat für einen Musterprozess. Nur Mut, es kann nur besser werden!