Mordanschläge in Berlin: Polizei überprüft Schützenvereine

  • Die Kriminalisierung der Legalwaffenbesitzer schreitet voran:

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    Bad Saarow/Berlin - Nach den mysteriösen Anschlägen auf die Berliner Unternehmerfamilie Pepper im brandenburgischen Bad Saarow hat die Polizei Schützenvereine und Jagdpächter in der Umgebung kontrolliert.

    “Das sind Waffenträger“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.


    http://www.ovb-online.de/nachrichten/de…ne-1435470.html

    Mir fehlen die Worte. Auf eine Kommentierung verzichte ich daher auch besser. Aber ich spinn die Sache mal etwas weiter. Wie werden Kontrollen oder im Falle eines Verdachts Durchsuchungen bei uns zukünftig aussehen? Kommt dann immer erst das SEK so wie auch bei dem in einem anderen Beitragsstrang behandelten Höllenengel? Wir sind ja scheinbar schon per Definition mordsgefährlich und daher auch scheinbar die erste Adresse, wenn ein Verbrechen mit Schusswaffeneinsatz passiert


    Ich bin schon noch froh und dankbar, dass es mit dem BGH wohl noch wenigstens eine unabhängige und integere Instanz in unserem Rechtsstaat gibt, die ab und zu noch versucht, die vorgegebene Marschrichtung zu korrigieren.


    Und ihr seid euch hier wirklich sicher, dass positive Öffentlichkeitsarbeit (natürlich mit Schwerpunkt Lichtpunktschießen) die beste und wirksamste Antwort auf solcherlei Angriffe ist? Sorry, aber das konnte ich mir jetzt wirklich nicht verkneifen.


    Mit wenig gläubigem Schützengruß

    Frank


    PS: Der obige Artikel ist wohl kein reines Pressegeschmiere, denn im Forum WO ist schon jemand aufgeschlagen, bei dem die Kripo zwecks Überprüfung einer Schusswaffe vor der Tür stand.

  • Kann ich echt nicht verstehen, das Ansehen der Sportschützen und Jäger ist doch total gut in der Öffentlichkeit..... :cursing:

  • Kann ich echt nicht verstehen, ...


    Ja genau, auch Du kannst oder willst es nicht verstehen!

    Wir haben kein wirkliches Öffentlichkeitsproblem, jedenfalls noch kein gravierendes, wir werden aber schon seit längerer Zeit durch eine unheilvolle Allianz von Presse und Politik instrumentalisiert. Eine kleine Gruppierung in unserer Gesellschaft versucht sich auf unsere Kosten zu profilieren und schafft das auch mittlerweile immer besser.


    Um ein Problem zu lösen, muss man auch bei dem Problem ansetzen. Goodwill Touren im Dorf bringen da nicht wirklich etwas, und richtig große Imagekampagnen wären nur mit Hilfe der überregionalen Presse und der Bildmedien möglich. Dazu müssten diese aber mitspielen wollen. Siehe oben.

    Was uns helfen würde, wäre echte Lobbyarbeit und eine wirkliche Demonstration unserer Stärke und Größe. Wenn wir Schützen in diesem Land alle aufstehen würden und mit einer Stimme protestieren würden, wäre der Spuk ganz schnell vorbei. Da wir das aber nicht tun (wollen), wird auch weiterhin mit uns gemacht werden. So einfach ist das. Und das sage ich als sonst eher Skeptiker von (zu) einfachen Lösungen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • Frank, Du hast aber schonmal etwas von Ironie gehört, oder?

    Sorry, habe die grüne Farbe vergessen.... :thumbup:

  • Die "Überprüfungsmaßnahmen" der Brandenburger Polizei sind doch bloßer Aktionismus, der höchstwahrscheinlich zu nichts führen wird. Der Grund dafür ist ziemlich einfach: Es hat mehrere Anschläge auf Mitglieder einer wohlhabenden Familie gegeben. Trotz wochenlanger Ermittlungen tappen die Ermittlungsbehörden noch im Dunkeln. Doch der Öffentlichkeit muß demonstriert werden, daß man "etwas tut". Also greift man zu einer billigen Maßnahme, die voraussichtlich keine neuen Erkenntnisse bringen wird, sich jedoch medial gut vermarkten läßt.
    (BTW: In Brandenburg regiert eine Koalition aus SPD und Linkspartei - nicht gerade eine waffenbesitzerfreundliche Konstellation ...)
    Angesichts der Begehungsweise der Anschläge dürfte der Täter eher im Milieu der Berufskriminellen zu suchen sein und im Zusammenhang mit den Geschäften der Familie stehen. Deshalb erscheint die Vorstellung, ein Jäger oder Sportschütze aus der Gegend würde der Familie nachstellen, abwegig.

  • Man könnte diese Sache ja als belanglos ansehen, vielleicht sogar auch noch eine gewisses Maß an Verständnis dafür aufbringen, würde es sich hierbei um einen Einzelfall handeln.

    Aber es ist eben kein Einzelfall. Die Zahl der Meldungen, wo Sportschützen (und auch Jäger) unter Generalverdacht gestellt werden oder z. Bsp. als gefährliche Ausraster in polizeiliche Großübungen einbezogen werden, häuft sich immer stärker.

    Es ist das Bild, das da durch die Medien verbreitet wird und sich (nach und nach) in den Köpfen der Bevölkerung festsetzt.


    Dan

    Sorry, mir ging es um die auch hier im Forum vertretene Meinung, man müsse und könne alleine nur mit positiver Selbstdarstellung ein schönes Bild vom Schießsport zeichnen und schon wäre alles wieder in Butter. Die Öffentlichkeit, sprich die Bevölkerung, ist aber gar nicht unser Problem und daher auch der falsche Adressat. Da könnte man höchstens ein paar unaufgeklärte Politiker als Entscheider und Gesetzesverabschieder erreichen. Aber wir haben es hier klar mit einem mächtigen Gegner zu tun, der Presse, und einer weltweit agierenden Gruppe von ideologischen Waffengegnern. Bei letzteren können wir direkt nur schwerlich etwas erreichen, aber bei der Presse sehe ich durchaus noch gute Möglichkeiten. Aber nicht durch Imagekampagnen und bunte Bilder, sondern durch gezielte Einflussnahme und, ja auch Druck durch ca. 4 - 5 Millionen Schützen.

    Die Presse ist nämlich im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung in diesem Land recht konzentriert und liegt im Wirklichkeit nur in den Händen von wenigen. Ich würde da schon Möglichkeiten der gezielten Einflussnahme durch eine starke und legitimierte Interessenvertretung, sprich Lobby, sehen wollen.


    Mit bestem Schützengruß

    Frank

  • @ Frank,

    ist schon o.k.

    Grundsätzlich stimme ich Dir zu, was die Meinung der Öffentlichkeit betrifft!
    Aber nur zum Teil!
    Da die Presse mittlerweile in den meisten Fällen eher links gerichtet ist, ich spreche jetzt auch nicht von den Lokalmedien, sondern den großen, die von der Masse gelesen werden, üben diese einen ziemlich großen Einfluß auf die Meinung der Bürger aus.
    Das bedeutet, wenn bei 10 Berichten über legale Waffenbesitzer, egal welcher Typ Waffenbesitzer, 9,5 negativer Natur sind, dann wird damit eine Meinung erzeugt. 0,5 positive Berichte reichen einfach nicht aus, um die negativen Meinungen zu relativieren.
    Im Moment und mindestens in den letzten 2 1/2 Jahren, war die Berichterstattung eher negativ behaftet. Positive oder neutrale Berichte sind nur kaum bis gar nicht zu finden.

    Beispiel der Polizeiübung
    Beispiel Report Mainz mit den Halbautomaten
    Beispiel alle Berichte, in denen das AAW zu Wort gekommen ist
    Beispiel alle Diskussionsrunden im TV, in denen das AAW, Carstensen, Grafe und Co. zu Wort gekommen sind

    Die Liste kann man fast nahtlos fortführen.
    Diese ganzen Beispiel bleiben im Normalfall einfach unkommentiert stehen. Keiner der Verbände macht sich die Mühe zu versuchen die negativen Darstellungen unseres Sport medial in ein positives Licht zu rücken.
    Man sieht es auch teilweise an der Reaktion oder den Äußerungen einiger Forumsteilnehmer hier im Forum und das ist teilweise Erschreckend bis Haarsträubend.

  • Ja, warum schaffen wir es nicht, die ECHTEN Fakten in der Presse unterzubringen?

    Die 2011 gestellte Kleine Anfrage an den Berliner Senat ergab insgesamt 6 missbräuchliche Einsätze von erlaubnispflichtigen Legalwaffen in den Jahren 2003 bis 2010. In der gleichen Zeit wurden 161.465 Gewaltdelikte verübt, davon 5012 mit Schusswaffen.

    Wer ist jetzt gefährlich? Der Normalberliner oder der LWB-Berliner?

  • Es ist das Bild, das da durch die Medien verbreitet wird und sich (nach und nach) in den Köpfen der Bevölkerung festsetzt.

    Das ist in der Tat das Problem. Nicht der einzelne negative und mit Lügen gespickte Bericht ist schlimm, sondern die Masse derartiger Schmierereien, die mittelfristig in den Köpfen unserer Mitbürger ein negatives Bild erzeugt.


    Ja, warum schaffen wir es nicht, die ECHTEN Fakten in der Presse unterzubringen?

    Den Grund hat Frank schon genannt:

    Die Presse ist nämlich im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung in diesem Land recht konzentriert und liegt im Wirklichkeit nur in den Händen von wenigen.

    Wir haben hierzulande das Pech, daß erstens keiner der großen Medienmogule auf unserer Seite steht (zumindest nicht öffentlich) und seine Redakteure entsprechend anleitet. Zweitens haben internetbasierte Medien in Deutschland noch bei weitem nicht die Bedeutung, die sie in anderen Staaten haben. Nur durch solche Medien wäre es uns möglich, unsere Sicht zu verbreiten - und zwar ungefiltert durch die linksdrehende Journalistenmafia.

    Hinzu kommt die unsägliche Moralisierung, die in Deutschland das politische Klima vergiftet, weil über Probleme nicht mehr diskutiert, sondern nur noch moralisch im Sinne von gut gegen böse geurteilt wird: "In einer gesellschaftlichen Landschaft, in der jeder politische Konflikt moralisch eingefärbt wird, in der das Politische längst dem Werturteil gewichen ist, begegnet man den Argumenten der vermeintlichen Quertreiber nur durch Unterstellung niederer Beweggründe." (Quelle)
    Es sind gerade die Grünen, die die Kunst der Entpolitisierung und gleichzeitigen Moralisierung perfekt beherrschen. Aktuelles Stichwort: Rüstungsexporte.

  • Ich verfolge auf Facebook die Gruppe "Grüne abschalten", wo nur negative Medienkritik an den Grünen gepostet wird und bin immer wieder bass erstaunt, was sich diese Oberlehrer/Gouvernanten-Partei nicht nur im Waffenrecht so alles leistet.

    Wer zufällig auch in FB angemeldet ist, sollte der Gruppe beitreten. Die Postings, insbesondere von der WELT, sind z.T. beachtenswert, während der Spiegel nur noch "Keile" bekommt.

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    Parteiendämmerung: Saturiert. Denkfaul. Blasiert. Die Grünen - Nachrichten Debatte - Kommentare - WELT ONLINE

    Die Achse des Guten: Blackout oder nicht? Spiegel online-Lesern glüht die Birne

    Mein Fazit aus 1,25 Jahren FB-Aktivität: Die Grünen sind nicht mehr so beliebt, den Medien wird nicht mehr vertraut.
    Stattdessen informiert sich der interessierte Leser/Demokrat in Blogs, Social Networks etc.

    Auch wenn dies nicht für die Mehrheit gilt, so wird die Kritik an der Einseitigkeit der Medien (nicht nur im Waffenrecht) immer massiver. Ich habe bereits mit Nicht-Waffenbesitzern aus liberalen, transparenten oder republikanischen Netzwerken Kontakt aufgenommen, die kein Interesse am Privatwaffenbesitz haben, jedoch vehement Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte verurteilen.

    BTW: Sollte hier jemand eine Tageszeitung abonnemieren, sollte er zur WELT wechseln. Diese Zeitung ist grün-kritisch und bringt Fakten zum Waffenbesitz, ohne diese zu diffamieren, auch wenn die Überschrift dämlich ist und bei den Gaswaffen der Zusatz "Führen" fällt, ist der Artikel weniger polemisch als der von der Berliner Morgenpost u.a.: Ausnahmegenehmigung: Sportschießen für Elfjährige erlaubt - Nachrichten Regionales - Berlin - WELT ONLINE

    Hier sind übrigens die Fakten zum Artikel- zusammengefasst und mit Fußnoten zu den "Kleinen Anfrage" verbunden:
    Dokumentendetails | Waffenrechts-Reformen und Evaluation am Beispiel Berlin 2003-2010

  • Hallo Katja,

    sicher, die Grünen werden ihren Höhenflug mit einer Zustimmungsrate von 20 % oder mehr nicht endlos fortsetzen können. Aber sie haben schon eine Klientel - und auf die wirkt die Verbotspolitik, welche die Grünen nicht nur hinsichtlich des Waffenrechts pflegen: Verbot von Plastiktüten, Verbot des Verbrennens von Gartenabfällen usw. usf. Die Grünen schüren eine oft irrationale Angst, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Darauf haben die Deutschen in den letzten hundert Jahren immer sensibel reagiert: Angst vor der Atomkraft, Angst vor der Klimakatastrophe, Angst vor dem sauren Regen, Angst vor Autos mit Frontbügel, Angst, Angst, Angst. X(

    Es ist genau das, was mich meinen deutschen Mitbürgern zunehmend entfremdet.


    Quote

    Sollte hier jemand eine Tageszeitung abonnemieren, sollte er zur WELT wechseln.

    Pardon, aber dieser Empfehlung kann ich nicht beipflichten. Generell erscheint mir die WELT als eine Variante der BILD-zeitung für die gehobeneren Schichten; inhaltlich sind beide oft platt und ressentimentbeladen. Auch hinsichtlich des Waffenrechts war die WELt in der Vergangenheit keineswegs durchweg für uns. Mir sind da noch einige böse Artikel aus dem Jahr 2009 in Erinnerung.