Mein erstes Gewehr

  • Hallo liebe Forumsmitglieder,


    da ich lange eure Beiträge als Gast verfolgt habe und ich jetzt kurz vor dem Kauf meines ersten LG`s stehe, habe ich mich hier im Forum registriert. Da ich aus dem LK Erding bin liegt es nahe, dass ich mein Gewehr bei Holme kaufen könnte. Was haltet ihr von Holme bzw. von den aktuellen Kirchweihangeboten. Als Alternative wüsste ich noch den Hallhuber aus Mühldorf. Ich glaub aber die beiden Anbieter nehmen sich nicht viel. Auf jeden Fall wollte ich morgen oder übermorgen mit meinen Vater zum Holme fahren, jedoch weiß ich nicht ob es üblich ist, seine eigene Schießkleidung mitzunehemen (was bei mir eh nicht viel bringen würde, weil ich noch mit Vereinsgewand schieße), oder kann man dann schnell beim Holme in eine Joppe schlüpfen und dann Testschießen. Was sollte ich vllt sonst noch mitnehmen? Achja da ich erst 17 bin darf mir das Gewehr ja im rechtlichen Sinne nicht gehören, da aber mein Vater dabei ist dürfte es doch keine Probleme geben. Welches Zubehör benötige ich für mein erstes Gewehr (Wartungsmittel...) und was kann man da noch so raushandeln (Munitionstest?). Und nicht zu vergessen worauf sollte ich als Laie aufpassen beim Gewehrkauf, damit ich lange Freude daran habe? Mein Vater hat vor etwa 25 Jahren mit dem Schießen aufgehört und ist somit der Materie auch nicht mehr vertraut. Sind die Mitarbeiter bei Holme gute Berater oder schwatzen die einem Ahnungslosen schnell einen Ladenhütter auf. Und sollte ich ein Futeral oder einen Gewehrkoffer nehmen? Wie ist es denn so üblich, nimmt man das Gewehr dann gleich mit oder bekommt man diese erst später (vorallem bei Individualisierung)? Sollte man gleich Zubehör mitkaufen (Diopterirs, Gewichte, Visierlinienerhöhung...) oder erst später?


    Das sind zwar sehr viele Fragen für den Anfang aber es handelt sich schließlich auch um viel Geld für einen Schüler.


    Danke im Voraus.


    sportschütze01

  • Hallo sportschütze01,


    vorab: Ich habe meine Gewehre bisher auch immer bei Holme gekauft und bin damit gut gefahren. Bei Hallhuber sind die Gewehre etwas teurer, wenn du jedoch was zu Reparieren hast, bringe es lieber zu Hallhuber, denn der is auch Waffenschmied und kann es selbst reparieren. Geht viel viel schneller als bei Holme und ist obendrein auch günstiger.


    Nun zum Waffenkauf an Kirchweih: Ich habe mir vor 4 Jahren mein KK an Kirchweih in Erding gekauft. Es sind dort normalerweise Verkäufer direkt von Anschütz oder dergleichen da und beraten dich fachkundig, aber halt nur auf ihre eigenen Marken. Bedenke: An Kirchweih gehts immer "saumäßig" zu und du musst unter Umständen lange warten. Lieber fährst du in den Tagen nach Kirchweih zu Holme, denn dann ist es wieder ruhiger und es gibt in aller Regel immer noch die Kirchweihpreise (Restbestände).


    Nimm am besten deine Schießausrüstung mit, denn die bist du ja gewohnt (Jacke und Handschuh reicht in der Regel) und nimm möglichst jedes Gewehr in die Hand, das bei Holme da ist und das in deinem Preisrahmen liegt. Mach mit jedem Gewehr einige Schüsse und probiere deine Favoriten mehrmals. Bis du dann zu deinem "optimalen" Gewehr kommst, kann das durchaus 1-2 Stunden dauern.


    Beim Handeln wirst du nicht mehr viel machen können, denn die Preise sind meist knapp kalkuliert. Ein paar Euros sollten aber schon drin sein und ein Munitionstest ist bei neuen Gewehren normalerweise immer dabei!!


    Probleme beim Erwerb gibts auch keine, da LGs ab 18 Jahren frei sind. Das kauft nun dein Dad und wenn du 18 bist, dann gehörts dir auch ganz offiziell.


    Dazunehmen solltest evtl noch ein Reinigungsset für LGs. Das ist ein Seil, dass man durch den Lauf zieht und einige Reinigungsfäden. (Beachte: Ob und wie oft man LGs reinigen sollte, darüber gibt es zig verschiedene Meinungen, ich ziehe mein LG 2-3 mal im Jahr durch, immer dann wenns länger liegt)
    Koffer oder Tasche musst du wissen: Wird dein Gewehr ganz sanft behandelt, sprich es stößt keiner mal dagegen, es wird nicht so viel herumgetragen, etc. dann reich auch eine Tasche. Ich habe fürs LG aber einen Koffer, da ich es 3-4 mal die Woche herumtrage und da schon mal das ein oder andere mal angestoßen habe.


    Aufpassen musst du immer, dass dir das Gewehr gut liegt beim Probeschießen, nicht nur dass es gut ausschaut. Und du musst dich damit einfach wohl fühlen. Aufschwatzen tun sie dir bei Holme normal nichts, aber ein gesundes Misstrauen schadet keinesfalls.


    Wenn das Gewehr vorrätig ist, nimmt man es auch gleich mit. Da ich z.B. Linksschütze bin, musste das Gewehr erst bestellt werden, sodass ich 1-2 Wochen warten musste. Normalerweise nimmt man das Gewehr aber gleich mit.


    Zubehör solltest du nur das kaufen, was du auch wirklich gleich brauchst, z.B. Gewichte, wenn das Gewehr ziemlich kopflastig oder dergleichen ist oder eine Visierlinienerhöhung, wenn du einen sehr krummen Hals machen musst.
    Andere Ausrüstungsgegenstände wir Iris, verstellbares Ringkorn oder Farbfilter kannst du dir auch nach und nach kaufen bzw. zu Geburtstag, Weihnachten, etc. wünschen.


    Viel Spaß bei deinem Einkauf und viel Glück bei deiner Wahl. Berichte uns doch kurz von deinem Einkauf und bleib weiterhin neugierig!!
    (ich bin die nächsten 2 Tage auf Vereinsausflug, sodass ich dir etwaige Fragen erst danach beantworten kann)

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • hey das ging ja schnell. Ich danke dir für deine hilfreichen Tipps Dingo. Leider werden wir doch schon morgen früh fahren und somit besteht für mich die Möglichkeit nicht mehr meine Schießjacke bzw. Handschuh mitzunehmen, aber das sollte kein größeres Problem sein, denn mit der Vereinsjacke bin ich auch nicht 100% zufrieden, also werde ich mir auch bald eine eigene kaufen. Deshalb ist es mir eigentlich nicht so wichtig ,dass die Jacke zum Gewehr passt oder anders herum. Aber zuerst kauf ich mir ein Gewehr und die Jacke kommt vielleicht später.

  • Ich war jetzt heute beim Holme und hab diverse Gewehre in der 1500€ Klasse Probe geschossen. Das 8002 kam mir zu schwer bzw. unhandlich vor, deshalb war das für mich schon mal raus (bei Anschütz sagt man ja entweder einem taugt es sehr gut oder gar nicht). Dann Schoß ich das Walther LG400 Basic und ein Basic mit Absorber und Competition Hinterschaft. Ich konnte zwischen den beiden keinen großen Unterschied feststellen nur das halt der Rückschlag beim umgebauten etwas geringer war. Somit war das LG400 Basic schon mal in der engeren Auswahl. Würdet ihr für ca. 150€ Aufpreis das mit dem Expert System und Competition Hinterschaft nehmen oder ist es das nicht wert?. Danach hab ich ein Feinwerkbau 700 Alu geschossen was mir auch sehr zusagte aber den Mehrpreis von ca. 300€ war es mir nicht Wert. Deshalb probierte ich das billigere Evolution Top was mir aber nicht so zusagte vorallem, weil der Universalgriff sehr unhandlich war. Zuletzt probierte ich dann noch die Tesro`s wobei mir das Basic zu leicht war und ich dann das Eco in die engere Auswahl zog. Das Pro würde noch ca. 200€ mehr kosten wobei da schon ein Koffer dabei wäre. Jedoch weiß ich nicht ob sich der teuerere Hinterschaft des Pro rentiert. Naja zum Schluss hatte ich die Wahl zwischen Walther LG400 Basic und dem Tesro RS 100 Eco. Leider konnte ich mich dann nicht entscheiden was ich nehmen sollte, deshalb hab ich vorrest keins gekauft sondern werd nächstes Wochenende nochmal zum Holme fahren und mir wahrscheinlich eins von beiden kaufen. Jetzt würd mich mal interessiern was ihr von den beiden haltet und welche Vor- oder Nachteile sie haben. Beide würden mit Koffer ca. 1500€ kosten, wobei ich finde, dass man beim Walther schon mehr einstellen kann. Achja aus welchen Material ist den der Laufmantel des Tesro? Denn das Walther hat einen Carbonlaufmantel der halt keine Probleme mit Flugrost oder so hat.


    Danke für eure Hilfe.


    sportschütze01

  • Würde noch das Steyr LG 110 probieren ausser Du magst Gewehre aus Österrreich nicht....


    LG 110 Match


    Ich bin sehr zufrieden mit dem Teil und gekauft hab ich es mir auch beim Holme.


    Lg
    Markus :)

    Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen!

  • Hallo sportschütze01,


    es war richtig, dass Du Dir mit dem Kauf noch etwas Zeit gelassen hast und Dich nicht zu einem "Spontankauf" hinreißen lassen hast, obwohl es Dir sicher sprichwörtlich in den Fingern gejuckt hat. Die Gewehre dieser Preisklasse tun sich zwar allgemein in der Qualität und Präzision nicht viel, aber es gibt doch Unterschiede. Das fängt bei der jeweiligen Schussauslösecharakteristik an, geht über die Masse und und die Massenverteilung und endet bei den mehr oder weniger gut durchdachten Lösungen für die Ein- und Verstellmöglichkeiten. Wichtigstes Kriterium sollte sein, dass Dir persönlich das Geweht gut passt und auch wichtig, auch gut gefällt. Fahre deshalb noch einmal (oder auch zweimal) nach Holme und teste die Gewehre in aller Ruhe durch. Beachte dabei auch die jeweiliges Details und lass Dir diese auch erklären. Du willst ja schließlich lange Freude an dem Gewehr haben und damit auch gut schießen. Auch wenn 1500 EUR recht viel Geld ist, würde ich den Kauf dabei an deiner Stelle nicht von 200 EUR Differenz abhängig machen, sondern dann doch lieber im Zweifel noch etwas länger warten und sparen, dafür dann aber danach auch das Gewehr kaufen, welches Dir wirklich am besten gefällt.


    Noch ein kleiner Tipp: Solltest Du Dich dann irgendwann für ein Gewehr entscheiden, dann lass damit gleich einen Munitionstest machen und schau dem Tester dabei über die Schulter. Sollten dabei etliche Serien nicht so ganz toll ausfallen und sollte der Tester Mühe haben, eine gut schießende Serie zu finden, dann bestehe auf ein anderes Gewehr der Baureihe, auch wenn es erst bestellt werden muss. Auch bei den LGs gibt es schon mal etwas zickigere Läufe, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei den KKs.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Danke für eure hilfreichen Tipps. Leider hab ich kein Steyr mehr gesehen und somit konnte ich auch keins Probeschiessen. Jedoch wäre das Steyr an meiner obersten Preisgrenze. Mein oberster Preisrahmen ist wirklich 1650€ ,weil man könnte dann hinteher immer noch sagen ja für 50€ mehr hättest noch was besseres bekommen und so weiter. Deshalb finde ich ist eine "dynamische Obergrenze" schon sehr wichtig.


    sportschütze01

  • sportschütze01
    grundsätzlich gebe ich Dir natürlich recht was das Geldausgeben betrifft aber für mich war sehr entscheidend wie sich das Gesamtpaket darstellt und da denke ich liegt das Styer LG 110, ich habe mir die "CONNECT-Version abnehmbarer Hinterschaft im 97-cm-Koffer für bequemeren Transport" geleistet ganz gut und da ist halt alles dabei. Bei den anderen die ich mir angeschaut habe, Walter oder Feinwerk wäre mir das Paket bei gleicher Ausstattung teurer gekommen.


    Wobei natürlich nicht nur das Geld entscheidet sondern am wichtigsten dass Anfass und Wohlfühlgefühl ist und dass war bei mir beim Styer am besten.


    Lg
    Markus :)

    Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen!

  • Wenn ich nächstes Wochenende beim Holme ein Steyr sehen, werd ich dieses auch mal Probeschießen. Gibt es eigentlich nur eine Connect Version oder auch andere, denn mir wäre die die größe des Koffers ziemlich egal, und bräuchte sowass nicht. Außerdem muss man`s dann immer wieder zusammen und auseinandernehmen. Achja wisst ihr wie es bei den andern von mir erwähnten Gewehren beim Zubehör aussieht (Gewichte, Werkzeug, Reinigunssachen...)?


    sportschütze01

  • Das Steyr gibts natürlich auch in einem Stück aber wer seine Autos nach Gewehrkoffergröße kauft, so wie ich das immer gemacht habe der schätzt die 97 cm, weil die passen überall hinein.


    Beim Steyr sind alle Gewichte Visierlinienerhöhung etc. bis hin zum Munitionsbehältereinschub und Koffer dabei.
    Beim Walter war alles zum dazukaufen beim Feinwerk zumindest der Koffer wenn ich mich recht erinnere.
    Das Absorbersystem ist beim Steyr sehr gut aber auch bei den Anderen die ich getestet habe, Feinwerk und Walter, eines ohne Absorber z.B. Terso würde ich nicht kaufen, weil man merkt einen deutlichen Unterschied in der Schußabgabe.


    Lg
    Markus

    Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen!

  • Ja das mit dem Absorber ist so ne Sache, den einen ist es sehr wichtig, den anderen überhaupt nicht. Fakt ist, dass man mit Absorber auch keine besseren Ergebnisse schießt, denn bis der Rückschlag da ist, ist die Kugel schon lange aus dem Lauf. Es ist eingentlich mehr eine Gefühlssache. Ich hab schon von mehreren gehört, dass Steyr den besten Absorber haben soll, und wenn einer mal Steyr schießt dann bleibt er auch dabei. Leider hatte ich noch nie die Glegenheit ein Steyr zu schießen. Bei uns hier in der Gegend sind aber die Steyr nicht oft zu finden. Ich hab erst eins in echt gesehen sonst nur im Internet.

  • J Fakt ist, dass man mit Absorber auch keine besseren Ergebnisse schießt, denn bis der Rückschlag da ist, ist die Kugel schon lange aus dem Lauf.


    Das würde ich jetzt aber für eine etwas gewagte physikalische These halten.


    Das mit der Gefühlssache stimmt allerdings.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Quote

    Das würde ich jetzt aber für eine etwas gewagte physikalische These halten.


    Aber genau so hats mir der Walthervertreter erklärt, als ich fragte was nun die rein technischen Vorteile seien. Er erklärte mir das die Vorteile rein subjektiv sind eigentlich nur eine Gefühlssache ist. Ich glaub woll kaum, dass da nichts dran ist, denn warum sollte er mich indirekt davon überzeugen, dass das teurere Expert System nicht unbedingt besser ist. Sondern vielmehr ein anderes aber nicht unbedingt schlechteres Schussgefühl bringt.


    sportschütze01

  • Das mag evtl. so auch stimmen.
    Früher (als ich noch Vereinsgewehre geschossen habe) konnte ich es mir auch schwer vorstellen, dass so ein Absorber etwas bringt, aber jetzt wo ich mein Gewehr (Walther LG 300 XT Alutec) schon eine ganze Zeit ( gut 1,5 Jahre) schieße, finde ich es wirklich toll, wenn der Schuss raus ist und das Gewehr beim Nachhalten noch genau da auf der Scheibe steht, wo es war, als ich abgedrückt habe.
    Denn gerade wenn man wie ich auf eine Visierlinienerhöhung regelrecht angewiesen ist, machen sich solche kleinen Wackler auch stärker bemerkbar. (Da ich ja noch einen guten Zentimeter weiter als gewöhnlich aus der Laufachse raus bin).
    Einen ganz minimalen Kick nach hinten sollte das Gewehr m.M.n dennoch haben, ganz ohne stelle ich mir eher nicht so toll vor.


    Das Expertsystem muss es ja auch wirklich nicht sein.
    Ich würde dir aber (völlig Unabhängig vom Hersteller) dazu raten, dass du, falls du die Wahl hast wie bei Walter oder Tesro den besseren Hinterschaft nimmst.
    Wenn du dich mit dem neuen Gewehr erstmal richtig verbessert hast und du dann auf einem konstant höheren Niveau schießt, wirst du ja sicherlich versuchen wollen, dich weiter zu verbessern.
    Dann steigen auch deine Ansprüche an's Gewehr und du würdest den Competition Schaft etc. evtl. vermissen.


    Christopher ^^.

    LG: Walther LG300 XT Alutec mit Centra Block Club, JPK Kunst-Griff, TEC-HRO Touch
    KK: Anschütz Mod. 54 Match im Schaft 1813 "Super Match" tuned by MEC, Centra, ahg-Anschütz

  • Es kommt nicht von ungefähr, dass du Tesro und Walther magst, denn immerhin sind die Tesro-Konstrukteure ehemalige Walther-Leute.
    Der Tipp mit Steyr ist gut, ich bin auch ein großer Steyr-Fan und finde diese Gewehre klasse.


    Walther hat einfach die größere langjährige Erfahrung, Tesro hingegen ist erst einige Jahre alt. Dafür habe ich aber das Gefühl, dass Tesro näher am Schüzen ist, da nicht so groß.


    Ich selbst habe eine Tesro LP und bin damit gut zufrieden. Wenn ich mich zwischen Tesro und Walther entscheiden müsste, ich würde das nehmen was mir besser taugt und wenn ich keinen Unterschied merke, würde ich Tesro wählen. (so unterschiedlich sind oft die Meinungen)

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • sportschütze01,


    Du hast geschrieben, dass der Rückschlag erst da ist, wenn die Kugel schon lange aus dem Lauf ist.


    Das ist mit Verlaub und egal, was der Walther-Mensch dazu gesagt haben soll, physikalisch so nicht haltbar.


    Über die Auswirkungen auf das Ergebnis beim Schießen und wie der Schütze selbst diesen Impuls wahrnimmt, kann man jetzt sicher diskutieren, nicht aber über die zugrunde liegende Physik. Stichwort Impuls und Impulserhaltungssatz.



    ChrissySV1919


    Deine These mit der Visierlinienrhöhung leuchtet mir so auch nicht ein. Warum soll das jetzt wackliger werden?



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • @ ChrissySV1919


    Du meinst ich sollte gleich das Tesro Rs 100 Pro oder das LG 400 Basic mit Competition Hinterschaft nehmen, oder?


    Noch eine Frage hat das Tesro gar keinen Absorber? Und hat das LG400 Basic auch gar keinen Absorber oder nur einen schlechteren als die Modelle mit Expert System?


    Was sagt ihr zu den Diversen Dioptern ,denn das Insight out von Walther ist mir zu teuer jedoch hab ich in einer Fachzeitschrift gelesen, dass man wenn beim Basic Matchdiopter 3x rechts und dann 2x links dreht wieder genau bei der Anfangseinstellung rauskommt. Das wäre iwie scheiße. Und was ist mit dem DIO 100 von Tesro? Wie gut sind den die Dipoter verglichen mit denen der Feinwerkbau 700er Serie?

  • Ja genau, Tesro RS 100 Pro / Walther LG 400 Competition usw. (bei den anderen hat man ja meist keine Wahl)
    Das Tesro hat einen innenliegenden Absorber, das weiß ich.
    Was für ein Absorbersystem das LG 400 Basic verbaut hat, weiß ich nicht.
    Ich würde darauf nicht allzu viel geben. Ich habe gehört, dass man ohne Probleme den Magnet-Absorber des Expert Systems nachrüsten kann. Nur für den Fall der Fälle ^^.


    Ich schieße auch den Basic Matchdiopter und bin damit voll zufrieden.
    Ich weiß nicht, was mit dem 3x bei rechts, 2x bei links gemeint ist, aber das kann so eigentlich gar nicht stimmen. Im Diopter sind ja normale Gewinde und wenn man dreimal nach rechts und zweimal wieder zurück dreht, ist man nicht wieder in der Ausgangsposition .
    Es kann sein, dass das unabhängig vom Diopter bei einer bestimmten Entfernung X praktisch gesehen der Fall ist.


    Ich habe mir (erst wieder vor rel. kurzer Zeit) an einem Stand auf der LM mal wieder alle neusten Modelle angeschaut und finde das Tesro Gewehr qualitativ sehr gut, auch der Diopter (des RS 100 PRO) scheint sehr hochwertig zu sein, der Klick fühlt sich zumindest auch so an.
    Aber mal ehrlich, in der Preisklasse wo wir uns hier bewegen, kannst du dir bei Anschütz, Tesro, Walther, Steyr, FWB etc. sicher sein, das du eine ausgesprochene Präziosionswaffe erhältst !


    Murmelchen :
    Ich meinte damit, dass sich ein Wackler mit Visierlinienerhöhung stärker auswirkt, als derselbe ohne Visierlinienerhöhung, aufgrund höherer Abweichungen .
    Das wurde mir von einigen Trainern so geschildert, aber als ich dir eben eine gescheite Erklärung dafür liefern wollte, kamen mir auch einige Zweifel ob das so stimmt, denn eigentlich stellt man ja bei der Benutztung einer Visierlinienerhöhung die Visierung (Diopter) so ein, dass sich Visierlinie und Geschossflugbahn im Idealfall vorne exakt auf der Scheibenmitte schneiden.
    Also sollten sich diese "Abweichungen" doch eigentlich eher relativieren, wenn sich Visierlinie und Geschossflugbahn schneiden.
    Liege ich da halbwegs richtig ?

    LG: Walther LG300 XT Alutec mit Centra Block Club, JPK Kunst-Griff, TEC-HRO Touch
    KK: Anschütz Mod. 54 Match im Schaft 1813 "Super Match" tuned by MEC, Centra, ahg-Anschütz

  • Ich bin zwar neu hier und aus nem komplett anderen Bereich aber in diesem Bereich kommt das wackeln noch viel mehr zum tragen!


    Je höher die Visierlinie zur Laufachse ist, um so mehr "verreist" man bei nem Wackler.
    Das hat einfach damit zu tun, dass, selbst bei genau eingestelltem Linienschnitt auf der Scheibe, sich die Höhe mehr auf den Schnittpunkt auswirkt als wenn man flacher visiert.
    Die Achsen stehen steiler zu einander bei mehr Höhe. Bei flacherem Winkel bleibt der Schnittpunkt länger bestehen und wirkt sich weniger gravierend aus! Wobei auf 10m das alles nicht so extrem ist wie bei 25m.


    Bei uns gilt ein Wert von 4,5cm von Sichtachse zu Laufachse als guter Mittelwert.



    Gruß

  • Die Treffpunkt verlagerung hängt doch von der Stärke des Wackelns ab und nicht von der Visierlinie, wieso das gleiche Wackeln der Mündung mit einer höheren Visierlinie mehr Auswirkung haben soll, ist mir (noch) nicht begreiflich. Bei der Auswirkung des unterschiedlichen Verkantens und hoher Visierlinie kann ich mir das schon vorstellen, aber bei 10m LG hab ich da auch noch keine Probleme bei mir festgestellt, obwohl ich die 6cm fast voll ausnutze.


    Gruß P.