Welche Außenwirkung hat unser Forum?

  • Wir haben in diesem Forum in verschiedenen Themen festgestellt, dass hinsichtlich der durch Mitgliederrückgang, Inaktivitäten, nicht abgestimmten Aktionen der schießsportlichen Verbände, Überalterung der Mitglieder, fehlender oder schlechter Öffentlichkeitsarbeit usw. eine existenziellen Bedrohung des Schützenwesens insgesamt, aber insbesondere auch durch die wahrscheinlich anstehenden Verschärfungen des Waffengesetzes vorhanden ist.


    Hier wird deutlich von einer Bedrohung des gesamten Schützenwesens gesprochen. Eine derartige Thematik kommt auf den Internetseiten der Verbände kaum vor.


    In diesem Forum wurden dazu viele Meinungen und Informationen
    a) zur Beschreibung der aktuellen Situation und
    b) Vorschläge für Lösungen bzw. eine Umsetzung in der Praxis vorgetragen.


    Ich halte dieses, wie auch andere Foren allerdings nicht dafür geeignet, daraus eine Initiative mit Wirkung auf die legitimierten Akteure auf Verbandsebene zu starten.


    Ich habe auch Zweifel, dass sich die Funktionäre über dieses oder auch andere Foren informieren. Eine Kommunikation zwischen Verbandsvertretern und Mitgliedern der Forums kann ich auch nicht erkennen.


    Sind meine Zweifel berechtigt?


    Welche Außenwirkung hat unser Forum?

  • Also Wilhelm:


    Foren haben eine sehr geringe Auswirkung auf die Arbeit der Verbände.
    Die meisten Verbände lesen zwar im Hintergrund mit und kommentieren auch durchaus mal per email an ihre Mitglieder, was sie mal in einem Forum gelesen haben (ist mir schon ein paar mal passiert, dass ich Mails vom BDMP Präsidenten erhalten habe, nachdem ich den BDNM massiv in Schutz genommen hatte), gehen aber seltenst auf die Themen ein.
    Einzig Fritz Gepperth vom BDS diskutiert mal im WO (Waffen-Online) mal mit oder lässt ein Kommentar fallen.


    Ich würde mir ein Forum wünschen, wo die Verbände mit der Basis mal diskutieren können.
    Nicht täglich, aber so einmal im Quartal eine Diskussionsstunde über das Internet, könnte schon viel bringen und auch Themen zu Sprache bringen, die sonst kaum an den Vorstand herangetragen werden.


    Das Kernproblem bei den Verbänden ist aber Abhängigkeit zum FWR!
    Das FWR fungiert als Sprachrohr und Hauptdiskussionspartner zur Politik. Allerdings glänzen sie eher durch inaktivität, als durch Präsenz!


    In wiefern die Verbände vom FWR instruiert sind, keine Informationen herauszugeben, kann ich nicht sagen, ist aber wahrscheinlich, wie ich es sehe.


    Ich will nun nicht der Schwarzmaler schlechthin sein, aber die Sterne stehen mehr als schlecht für die Sportschützen.
    Bei einem Regierungswechsel zu einer Rot/Grünen (egal wie herum), wird es sehr eng werden für uns, wenn nicht sogar ein langfristiger Friedhofsaufenthalt werden.
    Aber, und das ist meine Hoffnung, wenn endlich mal öffentlich gearbeitet wird, zur Not auch auf diverse Fördergelder verzichtet wird, die Bundeskader auch mal hingehen und sagen, dass sie ein Land sportlich nicht länger vertreten werden, dass so mit ihren Sportlern umgeht und sie ausgrenzt, dann stehen die Chancen eher gut, dass man die Öffentlichkeit hinter sich bringen kann und so den Nährboden für weitere Verschärfungen im Waffenrecht entziehen.


    Im Moment werden alle Situationen, in denen auch nur entfernt eine legale besessene Schusswaffe verwendet wurde, bis zum exzess ausgereizt und gegen uns verwendet, unkommentiert durch die Verbände und sonstigen Vertreter. Das geschieht aber nur, weil wir uns noch nie wirklich gewehrt haben!


    Es muss ein umdenken stattfinden, wir müssen mehr in die Öffentlichkeit, aber nicht mit Lichtgewehren, Sommerbiathlon, etc., sondern mit Aufklärung und Richitgstellung.
    Unsere ureigenen Promis, wei Magdalena Neuner und Co. müssen sich öffentlich zum Sportlichen Schießen bekennen dürfen und dafür im Namen der Verbände auch mal Werbung machen.
    Werbespots, wie sie im Eurosport zum Trap- und Skeetschießen gesendet wurden, müssen wieder gesendet und weitere solche Filme produziert und gesendet werden.


    Wir müssen in die Öffentlichkeit, aber das geht nicht auf Vereinsebene, das geht nur mit den Landes- und Bundesverbänden aller Verbände, gemeinsam.

  • Quote

    Wir müssen in die Öffentlichkeit, aber das geht nicht auf Vereinsebene, das geht nur mit den Landes- und Bundesverbänden aller Verbände, gemeinsam.


    Ich wiederhole mich Dan More:


    Du drehst Dich im Kreis und die Zeit läuft dir/uns weg.


    An der Basis, auf Vereinsebene kommst du mit der Öffentlichkeit in Kontakt, kannst direkt und wirkungsvoller als über die Medien falsche Ansichten korrigieren, die Nichtschützen informieren und sogar für Neueintritte motivieren.


    Die Verbände sind mit ihren Funktionären zu träge, haben Angst vor der Öffentlichkeit, kein Profil, dass der Bevölkerung zeigt, dass es keine Sportschützen sind, die Schusswaffen missbraucht haben um zu töten. Ich bin wirklich gespannt wie der DSB sein Markenbild entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert.


    Wenn wir mal ehrlich sind, und uns in diesem Forum mit 1321 Mitgliedern die Beteiligung an den Themen über die Zukunft und Entwicklung des Schützenwesens ansehen, müssen wir doch wohl feststellen, entweder gibt es für 1301 Mitglieder diese Themen nicht, oder sie haben bereits Lösungen, von denen die letzten zwanzig nichts wissen sollen :)

  • Hallo Wilhelm,


    An der Basis, auf Vereinsebene kommst du mit der Öffentlichkeit in Kontakt, kannst direkt und wirkungsvoller als über die Medien falsche Ansichten korrigieren, die Nichtschützen informieren und sogar für Neueintritte motivieren.


    die Basis ist wichtig. Keine Frage, auf unseren Schützenfesten tummeln sich auch Politiker und auch Vertreter der Presse. Informelle Gespräche können da viel bewirken und schon oft wurde auch ganz handfest Politik vor der Theke gemacht. Aber, nur an die wirklichen Schwergewichte kommt man so auch nicht ran. Dazu bedarf es einer Position auf Augenhöhe, wie das so schön heißt, und das können nur die Verbände bewirken. Wir brauchen beide Bereiche. Die Arbeit an der Basis und wirkliche Lobby-Arbeit.


    Die Verbände sind mit ihren Funktionären zu träge, haben Angst vor der Öffentlichkeit, kein Profil, dass der Bevölkerung zeigt, dass es keine Sportschützen sind, die Schusswaffen missbraucht haben um zu töten.


    Ganz so krass und pauschal würde ich es nicht sehen wollen. Aber dran ist natürlich auch etwas. ;)


    Wenn wir mal ehrlich sind, und uns in diesem Forum mit 1321 Mitgliedern die Beteiligung an den Themen über die Zukunft und Entwicklung des Schützenwesens ansehen, müssen wir doch wohl feststellen, entweder gibt es für 1301 Mitglieder diese Themen nicht, oder sie haben bereits Lösungen, von denen die letzten zwanzig nichts wissen sollen :)


    Das weiß ich nicht. Es ist aber schon so, das auch unsere kontroversen Beiträge gelesen werden. Aus der Nichtbeteiligung kann man nicht schließen, dass es die Foristi hier nicht interessiert oder das bestimmte Positionen hier nicht akzeptiert werden. Wir haben ja hier im Forum auch viele noch recht junge leistungsorientierte Schützen. Das diese Schützen sich in erster Linie für das Schießen an sich interessieren und weniger für Verbandsarbeit und strukturelle Probleme, kann ich auch nachvollziehen.


    Klar wären mir deutlichere Rückmeldungen und eine breitere Diskussion hier auch lieber. Aber man muss auch akzeptieren, das viele hier nur mitlesen und sich informieren wollen und so verstehe ich auch meine Beiträge. Es muss und ist sicher nicht alles richtig, was ich hier so schreibe. Aber ich würde mir wünschen, wenn bestimmte Beiträge hier zur Nachdenklichkeit anregen und auch dazu führen würden, sich etwas intensiver und jenseits der vorgekauten Pfade und der veröffentlichten Meinung mit der Materie zu beschäftigen.



    Was mich allerdings oft auch wundert, ist die geringe Resonanz, die auf Beiträge, welche rechtliche Probleme und Fallstricke behandeln, erfolgt. Entweder wissen die Leser und Akteure in den jeweiligen Vereinen immer schon alles, oder es geht ihnen wirklich am Popo vorbei sie blenden in leichtsinniger Art und Weise die möglichen Gefahren, die daraus auch für sie als Handelnde entstehen können, aus.


    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • In diesem Forum ist es wie in jedem anderen Forum auch.
    Die Anzahl der registrierten Nutzer entspricht nicht mal im Ansatz der Anzahl aktiver User.
    Bedeutete, von 1300 Usern, die hier registriert sind, kann man froh sein, wenn höchstens 10% Aktiv sind.


    Nimm mal WO als krassestes Beispiel:


    Über 30.000 registrierte User, eine Zahl mit der sich WO immer wieder brüstet.
    Aber Aktiv sind nicht mal 500 User. Eher 100 bis 200 und das wars.


    Das ist eben das Leid eines Forums!


    Man darf die Wirkung dieser Foren weder Unterbewerten, aber hochloben sollte man sie auch nicht.


    Las den Admin doch mal eine Auswertung machen, wieviele Nutzer dieses Forum weniger 10 Beiträge geschrieben haben und dann wieviele seit über einem Jahr nicht mehr hier angemeldet waren.
    Du würdest Dich wundern, wie viele Aktive hier wirklich regelmässig unterwegs sind.


    aber ich glaube wenn diese Zahlen bekannt würden, könnte man das Forum wegen Mangel an Interesse schließen, genauso wie WO und alle anderen Foren.

  • Sonntagsarbeit ist schlecht für's Karma. :D Ich habe gerade die Mitglieder mit 0 Forenbeiträgen aus der Anfangszeit der Meisterschützen durchgeschaut. Es waren recht viele 2011 aktiv oder haben sich zumindest wieder angemeldet. Das überrascht mich eigentlich etwas. Ich hätte gedacht, wir haben mehr reine Karteileichen. Von einigen solcher inaktiven Mitgliedern weiß ich auch, dass sie hier einfach unangemeldet mitlesen. In den letzten zwei Wochen haben sich genau 18 Prozent unserer Mitglieder eingeloggt. Ich denke der Einstieg ins Forenleben ist abseits der sportlichen Themen nicht gerade einfach, da gelegentlich einige meinungsstarke Diskussionsteilnehmer bei Einsteigern die Diskussionsfähigkeiten und auch das Hintergrundwissen eines Berufspolitikers oder Verbandsfunktionärs einfordern oder voraussetzen.

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Dieses Forum ist ganz prima. Hier finden sich viele gehaltvolle Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen, die Schützen betreffen. Auch findet hier in der Regel ein sehr netter Austausch auch über Landesgrenzen hinaus statt. Es wurden wohl auch schon etliche neue Freundschaften durch dieses Forum geknüpft. Ich habe jedenfalls solch ein Forum vorher vermisst. Auch der Umgangston und das Signal/Rausch-Verhältnis hält sich hier auf einem guten Level, auch wenn es mal kleinere Ausrutscher gibt.


    Der Schießsport und das Schützenwesen bewegen sich leider nun mal auch in einem politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeld. Auch sind wir Schützen massiven Angriffen ausgesetzt. Daher ist es auch wichtig, dass wir hier auch diese Themen behandeln. Konträre Positionen bleiben da auch nicht aus. Aber da wir vor den Problemen nicht weglaufen können und die Augen davor verschließen auch keine Lösung ist, müssen wir uns auch diesen Problemen stellen.


    Dieses Forum wird auch von außerhalb gelesen und es durchaus möglich, das der eine oder andere gelungene Beitrag hier auch Wirkung zeigen könnte. Auch Journalisten bedienen sich heutzutage der Foren und es ist auch immer noch nicht völlig auszuschließen, dass es darunter auch noch welche gibt, die sich auch durch unsere Sichtweisen und Schilderungen der Wirklichkeit zum Nachdenken anregen lassen.



    Apropos, es gab ja auch mal beim DSB und beim WSB Foren. Beide wurden geschlossen. Beim WSB wohl auch aufgrund mangelnder Beteiligung von Seiten der Schützen. Aber das DSB-Forum wurde genutzt und zwar auch kritisch. Vielleicht zu kritisch und zu unbequem? Die Entscheidung über die Schließung war jedenfalls nicht transparent.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Ich habe auch Zweifel, dass sich die Funktionäre über dieses oder auch andere Foren informieren. Eine Kommunikation zwischen Verbandsvertretern und Mitgliedern der Forums kann ich auch nicht erkennen.

    Aber hallo,
    zumindest für meinen Teil kann ich das ABSOLUT nicht bestätigen. Zumindest auf Landesebene versuche ich dran zu bleiben und bringe mich auch bei entsprechenden Workshops usw. ein. Ebenfalls machen wir hier im Sommerbiathlon sehr viel überregionale Arbeit und da interessieren die Landes/Verbandsgrenzen überhaupt nicht.


    Ich glaube hier zumindest für die Pfalz/Saarland/Südbaden/Baden und Württemberg zu sprechen. Hier gibt es unter den Schützen absolut keine Verbandsprobleme. Müssten die GK Schützen nicht nur das selbe wie wir tun. Ich habe auf der Deutschen festgestellt -und dieses Jahr extrem- statt miteinander zu reden oder sich anzufeuern ist sogar im eigenen Landesverband das kameradschaftliche verloren gegangen. jeder gegen jeden. Eigentlich schlimm. Ich kann nur für LG und KK 3 x 20 sprechen, da ich dort vor Ort am Start war......
    Dieter


    Oder irre ich mich etwa ?????????????????????????
    Dieter

  • Hallo Dieter,


    ganz ehrlich, ich verstehe deinen letzten Absatz nicht. Kann natürlich auch an mir liegen, aber schau doch bitte noch einmal, ob Dir da bei der Satzstellung nicht etwas durcheinander geraten ist. Wo gibt es jetzt keine Verbandsprobleme und wer geht nicht mehr pfleglich miteinander um? Die GKler oder die Druckluft und KK-Schützen?



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Das Pflegliche -also hallo usw. fehlt mir bei den Kugelschützen. Zumindest war dies mein Eindruck. Das lockere zwischendurch fehlt. Deutsche Meisterschaft hin oder her. Schaden würde das nicht.
    Das es auch anders geht ist die Deutsche im Sobi. Da kann sich mancher eine Scheibe abschneiden. Natürlich gibt es auch hier eigenbrödler, aber die Regel ist das nicht.
    Hoffe jetzt die Ungereimtheiten geklärt zu haben

  • Ah ja, Danke für die Klarstellung. Hatte das so auch vermutet.


    Aber so ganz kann ich deinen Eindruck hier für mein Umfeld nicht bestätigen. Zumindest nicht bis zum Land. Aber ich bewege mich selbst auch schon in der Altersklasse und kenne daher auch schon viele Leute sehr lange. Zeit für ein Schwätzchen ist da immer und ich meine sogar, dass die meisten sich sogar richtig freuen, sich mal wieder zu sehen. Jedenfalls geht es mir oft so. Das war und ist auch für mich mit ein wesentlicher Grund, warum ich den Schießsport so mag. Diese Herzlichkeit und Verbundenheit empfinde ich nur bei den Schützen so.


    Ich war jetzt die letzten Jahre nicht mehr in München, aber früher fand ich die besondere Atmosphäre und auch den Umgang untereinander dort auch immer als sehr angenehm. Natürlich kennt man bei so einer Großveranstaltung nicht mehr so viele, aber richtige Verbissenheit habe ich früher auch dort nur selten erlebt. Sollte sich das inzwischen geändert haben, ist das natürlich auch bedenklich. Schlägt da etwa auch der Zeitgeist durch?


    Wir hatten hier am Samstag die KM 100m. Das ist traditionell unser Saisonauftakt. War zwar (ohne Auflage) von der Teilnehmerzahl her kläglich, nur alte Säcke und ein paar gute Mädels, aber von der Atmosphäre und Herzlichkeit doch wie in alten Zeiten.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Die "untere" Ebene ist glaube ich auch nicht das Problem... Aber wenn wir unsere besseren Schützen vorlaufen lassen wollen zum Zwecke von PR usw. dann sollte auch hier der Kontakt zumindensts Ansatzweise vorhanden sein. Auf Kreis- und Bezirksmeisterschaften ist das Problem eher nicht... Und Apropos Großveranstaltung.... Beim Biathlon in EINER Disziplin (Sprint) sind ca. 600 Starts also auch keine Peanuts.


    Trotzdem


    lG


    Dieter


    PS: wir haben zum Teil vor Wettkämpfen Forentreffen ausgemacht... Die Leute mal in Echt kennenlernen macht schon was her


    -Gell Siegfried-......