Nachwuchswerbung mit dem Lichtgewehr

  • Wir haben kürzlich eine Nachwuchswerbeaktion mit dem Lichtgewehr gemacht und sind mit dem Erfolg sehr zufrieden. Wie sind eure Erfahrungen?

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Hallo Ludwig,


    zu dem Erfolg darf ich euch gratulieren. Ich habe bisher auch keine anderen - negative - Erfahrungen beim Einsatz der Lichtpunktgeräte im Rahmen der ÖA gelesen/gehört.


    Es wundert mich allerdings, dass es scheinbar so wenig Mutige gibt, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.


    Was habt ihr konkret gemacht?


    Was ist der Erfolg gewesen?


    LG
    Wilhelm

  • Da unser Verein diesmal mit Maibaumaufstellen dran war, haben wir die Gelegenheit genutzt und einen Lichtgewehrschießstand aufgebaut. Wir haben einfach kostenlos auf die Biathlonscheiben (das Lichtgewehr von Anschütz) schießen lassen. Nichts besonderes, nichts kompliziertes, es gab auch nichts zu gewinnen. Die Kids waren begeistert. Ursprünglich hatten wir geplant das von 19-21 Uhr zu machen. Um 22:45 haben wir dann "abgebrochen".


    Der Erfolg dabei war, dass wir gleich mehrere feste Zusagen von 10-12 jährigen bekommen haben, dass sie unbedingt zu uns in den Verein kommen wollen. Die Eltern waren auch gleich mit dabei und wir hatten ausschließlich positive Reaktionen (und das nach dieser Serie von Amokläufen und Negativnachrichten...) Ich finde, man konnte auch sehr gut erkennen, welche Kinder gute Anlagen zum Schießen haben.
    Zudem haben wir ein paar Plakate aufgehängt, die über den Schießsport, die Disziplinen und den Verein informieren und den Kindern und Eltern haben wir einen Flyer mitgegeben. Insgesamt war das eine super Werbeaktion für den Verein und hat uns so gut wie nichts gekostet.


    Ende August machen wir noch eine Aktion im Ferienprogramm mit LG/LP, Lichtgewehr und Bogen und dann ist im Herbst wieder die Bude voll. Unser Ziel ist, dass wir jedes Jahr ca. 5 neue an den Schießstand kriegen, die dann auch dabei bleiben. Das ist ein überschaubarer Haufen, den wir optimal betreuen können und dem wir auch die entsprechende Ausrüstung stellen können. Wir glauben, dass wir nicht jedes Jahr 20 neue brauchen (wir sind ja kein Fußballverein), sondern dass eine kleine Gruppe den größeren Erfolg bringt. Einer kleineren Gruppe können wir mehr Qualtiät bieten und tun uns auch leichter eine emotionale Bindung zum Schießsport und zum Verein aufzubauen.


    Insgesamt kann ich das Lichtgewehr nach den bisherigen Erfahrungen sehr für die Nachwuchswerbung empfehlen. Die Anlage ist schnell aufgebaut und es gibt keine Risiken und Vorschriften etc. Wir haben auch vor eine Kindergruppe aufzubauen (8-12 jährige), die mit LG/LP noch nicht schießen dürfen, dafür aber mit Lichtgewehr (mehr im Winter) und Bogen (mehr im Sommer).

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Da darf man euch gratulieren.
    Wir hatten kürzlich, im Rahmen der örtlichen Gewerbeausstellung, bei der sich die Vereine präsentieren dürfen, auch einen solchen Lichtpunktgewehr-Schießstand aufgebaut. An diesem durften sich die Interessierten dann dafür "qualifizieren", dass sie unten im Keller mit richtigen Luftgewehren schießen durften. Nebenbei wurden auch noch ein paar Preise ausgelobt. Die Teilnahme übertraf unsere Erwartungen bei weitem, da parallel noch eine Ausstellung der Gemeinde UND eines der Volleyball-Endspiele um die deutsche Meisterschaft (ausverkauft, was man so hörte) stattfanden.
    Insgesamt hatten wir am Luftgewehr/Luftpistole-Stand um die 60 Leute, die über 75 "Wertungsergebnisse" schossen. Davon sind auch jetzt zwei sehr junge Interessenten "hängengeblieben", die seither regelmäßig zum Training kommen.
    Mal sehen was draus wird. Für uns ist jeder Neue ein wahnsinniger Zugewinn, da wir in einer sehr schützenfeindlichen Umgebung überleben müssen.

    SG Unterhaching
    1. Mannschaft (Bezirksliga A München)
    RWK-Schnitt: 390 ist das Ziel :)


    Kreissparkassen-Pokal--->2. Runde

  • Hallo zusammen,


    also wir nutzen jedes Jahr im Rahmen unserer Königsproklamation mit Grillfest die Lichtpunktgewehranlage (seit 4 Jahren). Heuer haben wir die Lichtpunktpistole getestet. Wir lassen uns jedes Mal neue Disziplinen einfallen, je nachdem, ob wir die Biathlon oder die Röhmanlage haben. Bei uns gibt es für jeden Teilnehmer einen kleinen Preis und zusätzlich für den Erstplatzierten einen Pokal und einen Platz auf dem Pressefoto für die Zeitung und fürs Internet.


    Unser Gau hat ein Lichtpunktgewehr mit Röhmanlage, unser Bezirk besitzt u.A. eine Lichtpunktpistole was für uns absolut kostenfrei ist, wenn wir uns das ausleihen. Aus München haben wir auch schon mal ein Lichtpunktgewehr mit Biathlonscheiben geordert, hier mussten wir auch nur die Versandkosten zurück nach Hochbrück bezahlen.


    Also das Ganze ist eine sehr kostengünstige Art Kinder und Jugendliche anzuwerben. Bei uns sind eigentlich die meisten Kids die wir haben durch das Schnupperschießen hängengeblieben. Daher bin ich auch absolut überzeugt von der Öffentlichkeitsarbeit mit den Lichtpunktgeräten, sowohl Gewehr als auch Pistole.

    Für Tippfehler gebe ich kein Gewehr!

  • Also wir hatten zwei Lichtgewehre zu unserer Schützenheimeinweihung. Ausgeliehen hatten wir die vom BSSB. Musste ich nur in Hochbrück abholen und wieder zurückbringen. alles Kostenlos. Schnell aufgebaut und ein wahrer Magnet. Also nicht nur die klein ab 6 Jahren waren begeistert auch so mancher Erwachsene konnte sich nur schwer wieder lösen. Beim nächsten mal werden wir auf alle Fälle wieder solche Gewehre bereitstellen da die Resonanz hervoragend war. Einziger Wehrmutstropfen ist das der Knall nicht zu hören ist was einfach sein sollte. Aber da glaube ich gibt es mittlerweile schon verbesserte Modelle.

  • Hallo zusammen, besitzt jemand ein Infoblatt das in der Schule ausgehängt werden kann und für das Lichtpunktschiessen im Verein Werbung macht. Wir können jetzt an einer Grundschule für das Lichtpunktschiessen in der Jugendschießabteilung ein Infoblatt aushängen, teilweise ist es schon erstellt und jetzt möchte ich mir Beispiele anschauen.


    Heiko Metzner
    Bürger - Jäger - Corps Peine

  • Schau mal hier

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)

  • Uwe : bist Du der stellvertretende Jugendwart? :)


    Hab gerade den Flyer auf der Hauptseite gesehen; wenn ich es einrichten kann, komme ich vielleicht am 13. vorbei. :)

  • Hallo Pesca,



    ich bin 2. Vorsitzender und Jugendwart in Personalunion.



    Ich würde mich freuen wenn wir uns am 13. sehen. Bin entweder beim Lichtschießen oder an der Suppenausgabe.



    Gruß Uwe

  • :)


    Guten Morgen...


    wir haben wahrscheinlich die Möglichkeit unseren Verein auf einer Kinder- und Jugend-Projektmesse (besonderer Schwerpunkt Generationsübergreifend voneinander lernen) vorzustellen. Dazu würde ich natürlich auch gerne das Lichtpunktgewehr vorstellen. Ich habe vom Vorstand grünes Licht und die Gewehre des Landesverbandes stehen uns für diesen Tag auch zur Verfügung. Eine Anfrage an den Veranstalter läuft und ich hoffe sehr, das auch von dort ein ok kommt.


    Jetzt habe ich natürlich zwanzigtausend Fragen...


    Die Dringendsten... muss ich das Ganze auf einer öffentlichen Veranstaltung vom Amt absegnen lassen? Ich würde ohnehin gerne kurz mit meiner SBin sprechen.... bevor sich irgendjemand beschwert und es einen riesigen Wirbel um nichts gibt. Da wäre es mir dann schon lieber, dass die Ämter gleich bescheid wissen. Was ist, wenn unser Jugendwart an dem Tag nicht kann... muss ich dann gleich alles absagen oder können wir das Vorhaben trotzdem umsetzen?



    Für die restlichen Fragen muss ich mich erst mal sammeln bzw möchte ich die Antwort vom Veranstalter abwarten....


    Ich bedanke mich schon jetzt für eine Antwort!


    Liebe Grüße
    Dagmar

  • Hallo Dagmar.


    wir haben ja hier im Forum schon über die rechtliche Einordnung der Lichtgewehre diskutiert. Dass man damit nicht schießen kann im Sinne des WaffG, dürfte klar sein. Damit entfallen dann (zumindest nach Sichtweise von DSB-Vize Dr. Kohlheim) analog zur Armbrust die Altersbegrenzungen. Bleibt nur noch die mögliche Einordnung als sogenannte Anscheinswaffe. Diese Einordnung ist natürlich, wie nicht anders zu erwarten, umstritten und auch obskur, da hier sogar die Farbe des Gegenstandes eine Rolle spielen kann, aber möglich. Sollte diese Einstufung vorliegen oder getroffen werden, dann gelten auch die Bestimmungen bezüglich Führen und öffentliche Veranstaltung. Für eine Anscheinswaffe bräuchte man dann wohl auch die Genehmigung zum Betrieb eines "Anscheinsschießstandes". ?(


    Ernsthaft, rechtlich stehst Du bzw. euer Verein wohl am besten da, wenn ihr euch von euer Behörde eine Genehmigung holt inlusive Sondererlaubnis nach § 3 WaffG.


    Wer hier jetzt nicht auf Anhieb die Problematik erkennt, dem sei gesagt, dass es natürlich kein Problem ist, diese Lichtgewehre auf einem Schießstand oder auf privatem, befriedetem Besitz zu verwenden. Es geht hier aber um den Einsatz auf einer öffentlichen Veranstaltung und da kann (mit etwas "gutem" Willen) ein rechtliches Problem konstruiert werden.



    Kurze Zwischenfrage an Besitzer solcher Lichtgewehre. Liegen den Teilen irgendwelche BKA-Freistellungen bezüglich Anscheinswaffe bei? Gibt es allgemeine "Persilscheine" dafür?



    Mit bestem Schützengruß


    Frank (juristischer Laie)

  • Es geht hier aber um den Einsatz auf einer öffentlichen Veranstaltung und da kann (mit etwas "gutem" Willen) ein rechtliches Problem konstruiert werden.


    Hall Frank...


    vielen Dank für Deine Antwort.... (werde mal auf die Suche nach dem Beitrag gehen) Genau das, was Du hier beschreibst ist das, was ich meine. Der liebe "gute" Wille.... Sobald ich das ok vom Veranstalter habe, werde ich einfach mal mit meiner SBin reden, das ist eine ganz Nette und da wird sich sicherlich was regeln lassen. Mir ist lieber, es ist alles doppelt abgestempelt, als wenn sich nachher jemand aufregt und man nichts in der Hand hat und es dann völlig unnötigen und vermeidbaren Ärger gibt. So oder so, ob es nötig ist oder nicht, werde ich mir beim Amt eine "Genehmigung" einholen.


    Weißt Du denn zufällig, wie das mit einem fehlenden Jugendwart aussehen würde? Ich fände es so schade, wenn es daran scheitern würde....


    Liebe Grüße
    Dagmar

  • Hallo Dagmar,


    meiner allerdings unmaßgeblichen Meinung nach ist eine besonders zur Jugendarbeit geeignete Aufsichtsperson für die Lichtgewehre nicht nötig, da ja mit diesen Gewehren nicht geschossen werden kann. Also reicht hier eine volljährige Person als Aufsicht. Das deckt sich auch mit der Sichtweise von Herrn Dr. Kohlheim bezüglich Armbrust.


    Aber wie schon gesagt, ich würde das mit der Behörde abklären und versuchen, von dort eine schriftliche Bescheinigung zu erhalten.



    Hier mal ein paar Verweise:


    Rechtliches zur Armbrust


    Forumsdiskussion Anscheinswaffe usw.


    Forumsbeitrag Lasergewehr als Anscheinswaffe



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Dagmar,


    Ich würde, egal ob rechtlich vorgeschrieben, möglichst versuchen immer mindestens eine geschulte Aufsichtsperson vor Ort zu haben, allein schon wegen der Außenwirkung.
    Dabei ist es egal ob jemand einen Trainerschein, eine JuLeiCa, Standaufsichtenlehrgang, Vereinsübungsleiter oder Sachkunde hat. Hauptsache du kannst eine qualifizierte Person vorweisen, denn sollte jemand auf der Messe danach fragen, ob eine geschulte Person vor Ort ist, dann ist man so immer auf der sicheren Seite.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Das sollte kein Problem sein... ich selber habe die "Sachkunde" und die "Standaufsicht" und wenn ich meinen Gatten überredet bekomme mitzufahren, sind wir schon zu zweit. Nur ist der "zur Jugendarbeit Befähigte" leider an dem Tag nicht verfügbar und es wäre so schade, wenn deswegen alles ins Wasser fallen würde... aber mal sehen!


    Liebe Grüße
    Dagmar

  • Ich denke, es ist keine Frage, dass man bei so einer Veranstaltung nur erfahrene, kompetente und auch auf Außenwirkung bedachte Personen hinstellen sollte. Die rechtliche Seite und die nötigen "Scheine" ist aber eine andere Sache.


    Wichtig ist auch, dass man sich mit der Technik vertraut macht und kleine Probleme schnell beheben kann. Nichts ist peinlicher, als wenn der Rechner dauernd abstürzt und dann alle ziemlich hilflos davor hocken. Also auch an Ersatz denken, der schnell ans Laufen gebracht werden kann.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank