Nervosität in Wettkämpfen

  • Hallo,


    habe mich erstmal aus dem Thema: Training - Gewehr Eure Meinung zum Anschlag und Material bitte..! ausgeklingt. Muss die Änderungen erst mal verarbeiten und antrainieren.


    Nun aber zu einem Punkt, der mich schon ca. 5 Jahre belastet und ich meine immer schlimmer wird. Die Angst im Wettkampf zu versagen.


    Ausgangslage: Dienstag Training 387 Ringe geschossen - am Mittwoch ein simples Pokalschießen. Paff - 373 Ringe mit ach und krach. Nervös bis zum geht nicht mehr. Gleich der zweite Schuss ne 8 und danach nur noch unsicher. Keine Konzentration - nur noch versuchen keine weitere 8 zu schießen. Was mir dann nicht mehr gelungen ist. 92 mit zwei achter - 93 mit einer acht - 94 mit zwei achter - 94 mit einer acht. Ich weiss irgendwie nicht mehr weiter. Macht keinen Spass mehr. Im Training anne 90 und im Wettkampf, auch wenns nur ein Pokalschießen ist, grotenschlecht.


    Ganz schlimm wird´s dann in der Liga - wenn Mann gegen Mann. Nur noch rumgezitter und hoffen, dass die Schüsse vielleicht mal ne 10 treffen oder wenigstens keine 8ter werden.


    Was tun? Vielleicht hat ja hier mal jemand eine Idee, auch wenn es nur ein bisschen hilft. Denn so langsam mache ich mich zum gespött anderer. Der trifft nur im Training ansonsten ein Nervenwrack.


    Die Lage ist ernst. So kann es nicht weiter gehen.


    Vielen Dank für eure Tipps.


    Gruß


    gobiman

    Walther LG300XT AluTec (tuned by MEC / Centra)
    Anschütz 1807 im MEC Schaft
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  • Der erste schritt den du meiner ansicht nach machen solltest, schieß weniger Ergebnisse im Training. Mit denen machst du dich nur verrückt was den Wettkampf angeht.
    Schieß schußbilder und solltest du auf Elektronok schießen, verdecke den Bildschirm und laß dir hinterher nur die Schußbilder anzeigen, das ergebnis spielt da absolut keine rolle.


    Und wenn du einen Wettkampf schießt, konzentriere dich auf deine Technik die du dir im Traiing angeeignet hast, alles andere was drumherum passiert hat dich nicht zu interessieren. Konzentriere dich nur auf dich und den nächsten schuß den du mit einer sauberen technik ausführen willst.

  • Mach mal deine Hose einen Haken weiter auf.


    Klingt doof hilft aber oft. :thumbsup:


    Im Wettkampf haste mehr puls und wenn die Hose nicht mehr so am Hüftgold zwickt dann kann sich der Puls auch nicht so auf den Anschlag übertragen. :thumbup:


    MFG
    Zentrum der Macht

  • uff mentaltraining ^^ ich hatte das problem auch, habe es ab und zu im griff, und ab und an nicht.


    einfach sauber konzentriert 40mal sauber den ablauf durchgehen. nicht konzentrieren auf ich will nur die 10 schiessen oder ich will keine 8 mehr (dann kommen sie bestimmt) Wennschon jetzt ne 10 denken und einfach sauber ans abziehen denken oder ans auflegen oder sonstwas denken/konzentrieren.


    Ich konzentrier mich (meist, leider nicht immer ^^) dass ich sauber an den druckpunkt gehe und einfach langsam sachte ziehe bis es bricht. egal obs wackelt (kanns ja noch nicht still halten ^^) oder eben nicht. die 10 ist gross und es hat viel platz da drin (auch das ist ne Möglichkeit zu denken)


    das mentaltraining ist ja eigentlich ne wissenschaft für sich...

    Grüsse aus der Schweiz
    Michael


  • Vielleicht gar nicht mal so schlecht, Dein Tipp.


    Die Hose ist, nachdem er aufgehört hat zu rauchen, nämlich auch irgendwie "eingelaufen" oder so :D :D :D

    Wir suchen hier mit Müh und Fleiß, den Schützen, der keine Ausrede weiß.

  • Solange Du die völlig normale Nervosität im Wettkamp als etwas Belastendes empfindest, und mit Vermeidungsverhalten darauf reagierst, wirst Du immer scheitern.


    Ich habe noch die Worte eines ehemaligen Olympiateilnehmers im Ohr, als damals (vor sehr langer Zeit) das Finale eingeführt worden ist und sich viele über den Druck dabei aufregten, der sagte:


    "Was habt Ihr denn, das ist doch geil, da kann man endlich zeigen, dass man unter Druck auch funktioniert!"


    Diese Einstellung sollte man verinnerlichen, dann wird es auch im Wettkampf was.


    Nicht: Hoffentlich schieße ich keinen Achter???... oder doch???


    Sondern: Den nächsten nagle ich sauber in die Mitte! Punkt!

  • Hallo,


    ja das mit den Trainingspartnern ist schon so ne Sache in meinem Verein. Leider ist da so gut wie keiner der regelmäßig zum Training kommt. Und wenn mal einer da ist, dann hammse meistens keine Lust ein kleines Duell zu schießen (außer Mitch). Weil Sie wissen, das dann mal schnell 380 oder mehr bei mir rauskommt. Selbst wenn ich denen mehrere Ringe Vorsprung gebe. Ansonsten ein guter Vorschlag.


    Ja das mit der Hose wurde ja hier auch vorgeschlagen. Werd es mal ausprobieren. Da ich ja noch Hosenträger nutze werde ich die nicht gleich verlieren :thumbsup: .

    Walther LG300XT AluTec (tuned by MEC / Centra)
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  • Servus gobi!!


    nja ich denke ma es gibt keine generalrezept hierfür!! ;(


    Ich kann dir nur sagen wie ich das vermeidlich problem gelöst habe! gleich ma vorne weg...ein gewisse nervösität ist denk ich ma normal und ich denk das du mit ihr mit ihr besser schießt als ohne...du musst sie nur zu nutzen wissen! :whistling: Ich hab mir damals eigentlich immer vor angst zu versagen in die hose geschissen und promt gings natürlich in die hose...! Ich hab dann ma versucht mir ein gewisses handlungskonzept zuzulegen... 1. Probeschießen 2. wettkampf beginn 3. laufender wettkampf 4. wettkampf ende


    zu 1. ich hab versucht im probeschießen eine gewisse sicherheit und einen reproduzierbaren guten schuß zu finden


    zu 2. war klar das die nervösität steigt...zeitlassen und versuchen den einen schuß konsequent so umzusetzen wie in der probe...nach einem schlechten schuss den fehler finden woran es gelegen hat...


    zu 3. ned schleifen lassen...nach dem motto "ah der fällt schon hin"


    zu 4. noch ma den schuss finden...wenn der gedanke an das ergebniss kommt hab ich mir die frage gestellt "was willst du" und mich noch ma motiviert


    und schwubs schon hatts geklappt. Über dem ganzen stand natürlich die aussage "hast du was zu verschenken"!! Ich bin durch das ganze getu dann meistens so abgelenkt das ich an das drum herum garned mehr denk und "einfach nur schieße"...der große nachteil ist natürlich das ich an geschwindigkeit verloren hab! das ist natürlich im liga-modus ( bundes-, regional-, verbandsliga) schlecht...denn meistens der, mit der geschwindigkeit die nase vorn hat, der heimstert den punkt ein! mit der zeit hab ich das auch auf die reihe bekommen (da war für mich der druck dann noch größer)! muss ganz ehrlich sagen, das es da bis zum schluss ned ganz 100%ig gefunzt hat aber meistens!!


    Ich kann dir sagen das es ein riesen geiles gefühl ist, als letzter den stand als matchwinner zu verlassen und die leute nur noch klatschen... :thumbsup:


    Das extremste das ich durchmachte war auf pos.1 ich hatte noch 12 schuss und mein gegener war fertig! ich musst mit 12x 10 ausschießen um mich ins stechen zu retten und war der letzte im stand...ich versuchte die schüsse so wie oben beschrieben umzusetzen und es klappte...konnte mich ins stechen retten und gewann dann auch den stechschuss... 8o


    Ich hoff ich konnte dir ein wenig helfen...wenn ja würde es mich sehr freun!!! :pinch:


    MFG


    Eisen


    PS: der schlüssel is selbsdisziplin und konsequenz

  • Hallo Eisen74,


    nach deinem Nickname zu urteilen bist du Baujahr 74. Wenn nicht war es eine Vermutung, wenn ja sind wir fast gleichalt. Nunja, das alles ist nicht so einfach. Ich war als Jugendlicher bei vielen Auswahlschießen auf Kreis- u. Bezirksebene sowie mehrfach bei der Ruhrolympiade für meinen Heimatort. Ich habe zu dem Zeitpunkt 3x die Woche intensiv trainiert und hatte einen Schnitt von 370. Nach meiner Berufsausbildung, bin ich für 12 Jahre zur Bundeswehr gegangen. In dieser Zeit habe ich nicht mehr trainieren können, sondern bin nur noch zu Meisterschaften gefahren- habe aber meinen Schnitt einigermaßen halten können. Also habe ich nach meiner BW-Zeit wieder intensiv mit dem Training angefangen (min 2x die Woche, incl. Vereinswechsel).


    Dieses Training hat mir vom Ergebnis her ne Menge gebracht (im Schnitt 385) - Nur leider nicht mehr in Wettkämpfen. Was vorher scheissegal war (in der BW-Zeit) und geklappt hat, wird jetzt vom Kopf her generalstabsmäßig vorbereitet und leider nicht mehr richtig während des Wettkampfes umgesetzt - weil ich kann ja im Training mehr. Das hat zur Folge, das meine Ergebnisse um 10-12 Ringe gegenüber meinem Training unterschiedlich sind.


    Was im Training mit 387 Ringen, oder höher endet, hat im Wettkampf und damit ist schon ein simples Pokalschießen gemeint, mit 375 Ringen, wenn es gut läuft seinen Höhepunkt. Irgendwie klappt was nicht. Und das gilt es herauszufinden.

    Walther LG300XT AluTec (tuned by MEC / Centra)
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  • Guten morgen!


    Jop wie du schon richtig kombiniert hast bin ich bajahr 74! ;) Bei mir is es genau anders rum...tritt mom ein wenig kürzer da mich mein sohnemann sehr in anspruchnimmt, was auch gut ist so... ^^ Aber die teilnahme an der DM is normal ned gefährdet mit dem LG!! :wacko:


    Das folgende kann ich so nicht stehen lassen:


    Nur leider nicht mehr in Wettkämpfen


    Du kannst das da bin ich mir sicher, wenn du mit den gedanken bei der sache bist! gestern hab ich dir geschrieben wie ich das mache um mich auf den boden der tatsachen zurückzuführen während des wettkampfes und dir mein verhaltensmuster aufgeschrieben. Versuch es ma so in die richtung! Wie du es für dich dann im endefekt umsetzt beliebt ja dir überlassen! Aber lös dich von den ganzen gedanken!! Wirst sehen es klappt! Versuch es erst ma beim training und setz das bei den wettkämpfen dann konsquent um...wirst sehen es klappt!!


    "Das einzige was dich ans ziel führt is die technik ned der gedanke an das was sein könnte"hat ma ein sehr bekannter trainer zu mir gesagt! und er hat vollkommen recht! 8|


    versuch es einfach...was haste zu verlieren...eigentlich nix :sleeping:
    vg


    Eisen
    PS: für den kopf wär manchma ein "AUS"knopf ned schlecht.... :thumbup:

  • Hallo Eisen74,



    habe gestern beim Training mal versucht nur an den Anschlag zu denken. Nach dem ich meinen Abzug noch etwas anders eingestellt habe, denn ich hatte das gefühl, dass ich mir damit auch den einen oder anderen Schuss nach rechts drücke, habe ich 10 Probeschüsse gemacht. Anschließend 60 Wertungsschüsse.


    In der ersten Serie war noch alles i.O. - 97 Ringe, da ich fast alleine auf´m Stand war. In der zweiten Serie bin ich irgendwie wieder in den alten Trott gefallen - 94 Ringe. War nach der ersten Serie schon wieder "Weltmeister" Keine Gedanken mehr an den Anschlag und naja wird schon so gut weitergehen, wie in der ersten Serie. Totale Fehleinschätzung - zwar keine acht aber zuviele knappe neuner und nur vier zehner.


    Danach bin ich erstmal aus dem Stand gegangen und habe versucht mich daran zu erinnern, was ich eigentlich trainieren wollt. KONZENTRATION FÜR DEN ANSCHLAG


    Nach dem erneuten Einrichten, auch wenns nur kurz war, gings mit der dritten Serie weiter. Der Schießstand füllte sich. Wie Ameisen rannten da einige rum. Ihr gelumpe holen - Stand einrichten - kurzes Schwätzchen. Aber ich versuchte mich voll auf meinen Anschlag zu konzentrieren. Was dann auch annähernd gelang. 97 Ringe


    Ohne Pause bin ich dann sofort in die vierte Serie gegangen. Genau wie die dritte - 97 Ringe. Danach wieder etwas Pause und Taktikumstellung. Da ich für die ersten vier Serien sehr viel Zeit gebraucht hatte, wollte ich das Tempo etwas erhöhen bei gleichbleibener Konzentration. Und das kam dabei raus: fünte Serie 98 Ringe und sechste Serie wieder 97 Ringe. Anschließend war ich sehr erschöpft, weil ich die Konzentrationsphasen schon lange nicht mehr so intensiv empfunden habe.


    Nach einer gründlichen Auswertung habe ich mich dann etwas geärgert. Die eine oder andere Serie hätte bei etwas mehr Konzentration auch ne 100er sein können. Die paar 9er waren doch sehr knapp an der 10 vorbei.


    FAZIT: Schon ganz gut für ein intensives Konzentrationstraining. Mal sehen was sich beim nächsten Pokalschießen nächste Woche alles so umsetzten lässt.


    So erstmal Schluss - bis nächste Woche, wenn ich vom Pokalschießen berichte.


    Gruß


    gobiman :thumbsup:

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  • GW gobi!!!! 8)
    Na das hört sich ja ganz gut an...ich denke ma so 96/97 ringe is ja ne grundsolide basis... :whistling: :D wenn man es theoretisch hoch rechnen würde, sind das so mitte bis hohe 380!!


    Wenn du keine schüsse dabei hattest bei denen du sagst, oje den versteh ich jetz ned sondern nur welche die knapp an der 10 hängen ist des soweit super ok!! wenn du noch kleinigkeiten veränderst, "kommen" da bestimmt auch noch ein paar und schon is der weg offen für die 390 ...! :thumbup:


    Ich versteh nur mom ned warum du dich ärgerst...wenn du dein Trainingsziel für dich doch erreicht hast...!! :huh:


    Wenn du schreibst, das du ziehmlich ausgepumt warst denke ich das du da schon ziehmlich am max. warst! wenn du dann ma hinten raus ned mehr so 100% konzentriert warst is des denk ich ma normal das da ein paar daneben gehen!!!...man glaubt ned wie anstrengend das sein kann... ^^


    Ich denke das du das beim nächsten pokalschießen oder ähnlichem genau so umsetzen kannst, warum den ned...is doch auch nichts anderes du, dein gewehr, der schießstand und der innere schlendrian...wenn du den im griff hast biste bestimmt genau so gut! du hast es vollkommen richtig gemacht, wie du abgelenkt warst...sammeln neu aufbaun und mit volldampf weiter!!!


    Stell dir ned selber zu hohe ziele für das pokalschießen...am besten nimmst du dir was subjekties als ziel auf alle fälle keine ergebnisse oder so... ich würde mir für das schießen eher vornehmen "jeder schuss konzentriert in die 10 halten abziehen und dann sauber nachhalten"! bei z.b. 60 schuss min. 55!! dann kommst du ned in die versuchung dich selber mit ergebnissen unter druck zu setzen oder gar angst davor zu bekommen/ haben...


    Soooo long ich hoff ich konnt dir ein wenig helfen...


    Eisen


    PS: freu dich aufs schießen.... 8o

  • So das Pokalschießen in Do.-Aplerbeck ist seit Mittwoch erledigt. Leider nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Bin direkt nach der Arbeit dort hin gedüst, umgezogen und rauf auf´m Stand.


    Nun ja - nicht der neuste Stand. Lichtverhältnisse nach meinem Empfinden zu Dunkel. Seilzuganlage etwas laff gespannt. Der Scheibenstreifen rutschte hinten beim auftreffen etwas hin und her. Alles gewöhnungsbedürftig.


    Also rein in die Probe mit der Einrichtung des Standes. Eigentlich nicht schlecht. Viele Zehner und ein paar Neuner - KEINE ACHT. Nun gut - also Start. Der erste Schuss ne Neun - ok. Der zweite Schuss ne ACHT. Grr - ok weiter. Leider war ich komischer weise nach der geschossenen Acht im Kopf wieder im Büro. Also noch nen Neuner. Irgentwie kriegte ich den Kopf nicht frei. Nach der ersten Serie, eine 92 mit DREI ACHTER, bin ich erstmal aus dem Stand gegangen und habe versucht meine Gedanken zu ordnen. Nach ca. 6-7 min. weiter mit der zweiten Serie. Sch...e wieder ne ACHT bei. Gut 95 ist nicht ganz so schlecht aber wieder mit einer ACHT. Genauso in der dritten Serie - ebenfalls 95 mit einer ACHT. Wieder aus dem Stand und wieder versucht die Gedanken auf´s Schießen zu lenken. Letzte Serie 94 ohne ACHT. Hmm - irgentwie kam ich nicht in die Mitte. Also 376 Ringe - naja ich kanns besser.


    Mein FAZIT:


    Nicht direkt nach der Arbeit in einen Wettkampf gehen. Und Ruhe bewahren.

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  • Nunja so direkt nach der Arbeit habe ich nocht nicht geschossen - selbst zum Training gehe ich später. Ich lerne ja auch noch dazu. Aber anders war es zeitlich nicht möglich.

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  • Hallo Gobimann,


    habe diese Diskussion leider etwas spät gesehen und da ich auch Baujahr 74 bin, sind wir hier ja fast unter uns ;-)


    Ich kann Dich zu 100% verstehen. Mir ging/geht es genau so. Training Ende 80zig bis Mitte 90zig. Wettkampf (insbesondere Mann-gegen-Mann) Anfangs unterirdischer Schnitt von Mitte 70zig.


    Leider bin ich im Wettkampf nach wie vor noch nicht in dem Bereich, den ich mir vorstelle - 5 Ringe unter meinen Trainingsergebnissen wären für mich zufriedenstellend. Aber es ist in den letzten Jahren besser geworden: in der Verbandsliga immerhin einen Schnitt von Anfang 380.
    So.


    Was mir bei Dir ganz extrem auffällt: das ständige denken an die "8". Wie hier schon teilweise angeklungen: denke das nie wieder! Immer positiv denken. Denn wenn du denkst "bloß keine 8" hast du die 8 schon im Schädel und du wirst 100% demnächst eine 8 raushauen. Was mir enorm geholfen hat: ich habe mir von einer perfekten "10" den Spiegel ausgeschnitten und in mein aufgeklapptes Munitionsdöschen innen in den Deckel geklebt. So sehe ich bei jedem Kügelchen holen (und beim "Ausruhen") den perfekten Schuß vor mir und habe den dann im Kopf (der Mensch ist ein visuelles Wesen...!)
    Kleiner Einschub: da gab es auch mal einen Schützen - der hier nicht namentlich erwähnt werden will - der auf seinem Rücken eine vergrößerte Scheibe mit einem Schußloch in der "8" hängen hatte. Sein Gegner, der hinter ihm stand, hatte also den ganzen Wettkampf die "8" vor Augen - dreimal darfst Du raten, wer gewonnen hat ;-)


    Nächster Punkt: Mann-gegen-Mann. Egal in welcher Liga du schießt: normalerweise kennst Du Deine Gegner ziemlich gut. Du weißt was er/sie "drauf hat". Mal ehrlich: du liest den Namen des Gegners und denkst schon: gegen den/die habe ich eh keine Chance - stimmts!? Vergiss es einfach - ich weiß, daß ist leichter gesagt als getan. Was mir geholfen hat: ICH schieße MEINEN Wettkampf - Punkt! Was der Gegner macht ist mir schnurz egal. Wenn er halt 400 schießt, was solls. ICH will für MICH einen guten Wettkampf absolvieren. Wenn ich danach mit MEINEM Ergebniss zufrieden bin und der Gegner war besser - was solls?!
    Dieses Denken hat mir ungemein geholfen und - oh Wunder - manchmal sogar Gegner schlagen lassen, die ICH im Vorraus schon zum Sieger erklärt hatte.


    Noch ein Punkt: Mannschaftsdruck. Kennst Du das vor einem Wettkampf: Wir schießen gegen Gegner XY. Position eins klare Sache für uns. An zwei wird es knapp, aber unsere Nummer 2 ist "nervenstark" und packt das. An vier und fünf haben wir keine Chance. Also wohl 2:2. Und an Drei? Da schieße ja ich. So was blödes aber auch, da kommt es ja auf mich an! Oje, wenn ich das (wieder?) vergurke, verliere nicht nur ICH den Punkt, sondern auch die MANNSCHAFT den ganzen Wettkampf...
    Oder anders: Gegner YZ. Ganz klare Sache für uns, meine vier Kollegen haben ihre Gegner total im Griff. Und ich? Was, wenn ich meinen Kampf verliere? "nur" 4:1 Sieg? Und die anderen können mir (mal wieder?) auf die Schulter klopfen und sagen: "macht doch nichts, wir haben doch gewonnen, Kopf hoch, beim nächsten Mal klappt das bestimmt..."
    Du erkennst Dich wieder? Ich auf jeden Fall! Davon musst du (und ich auch ab und an noch) wegkommen. Du hast sonst von vorneherein KEINE Chance.
    Immer positiv denken!!! Und wenn der Gegner auf dem Papier noch so stark ist. Immer auf Dich schauen, auf Deine Technik achten, Dein Ding durchziehen - denn ein kleiner Trost: ich habe schon Pferde k*tzen sehen; der stärkste Gegner kann auch mal einen schlechten Tag haben. Kämpfen lohnt also immer.


    Sicher wird dir das nicht ab sofort immer den Sieg und gute Ergebnisse bringen. Aber du wirst dich steigern!


    Gruß Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
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  • So wie Asterix das schon sagte. Warum verschwendest du deine Konzentration für die Acht? Technik im Auge behalten und es kann fast nichts mehr schief gehen. Im Training fallen doch auch die 10er, weil du auf die Technik achtest :)

    Walther LG 300 XT Protouch
    Anschütz 1407 in Walther KK 200 Schaft

  • bei mir wars "früher" (also bevor Mann gegen Mann geschossen wurde) immer andersrum. Im Training bei knapp 380, und im wettkampf dann meistens besser, da man sich ja mehr anstrengt. Ich bin generell wahrscheinlich einfach schon viel zu ruhig, dass ein bisschen Nervenkitzel meinem Ergebnis ganz gut tut. Das gleiche beim Finalschießen... ich liebe Finalschießen, weil ich mir immer denke, dass die anderen einfach nervöser sind wie ich... da kann man dann schon mal ein paar Plätze gut machen... :)
    Ganz anders siehts bei mir jetzt aber beim "Mann gegen Mann"-Modus aus. Da muss ich einfach immer ständig daran denken, wie der andere schießt, und das bringt mich aus dem Konzept. Am schlimmsten ist das bei den elektronischen Ständen, da man hier ständig die Möglichkeit hat zu vergleichen... furchtbar :wacko:
    Ich werds dieses Jahr wieder versuchen gezielt nicht das Ergebnis des Kontrahenten zu beachten, vielleicht wirds dann wieder besser.

  • Hallo clarence,


    das habe ich auch schon mal versucht. Ist mir leider nicht gelungen. Sobald mein Gegner eine bessere Serie schießt wie ich, kommt die Angst daneben zu schießen. Irgendwie bekomme ich das nicht hin mich nur auf meinen Anschalag zu konzentrieren. Selbst wenn ich mit einigen Ringen führe, kommt die Unsicherheit. Nunja so war es jedenfalls in den letzten Jahren.


    Nun habe ich intensives Mentaltraining gemacht. Mich wirklich versucht nur auf meinen Anschlag zu konzentrieren. Im Training funktioniert das bis jetzt sehr gut. Alle Ergebniss dicht an die 390. Aber die Saison fängt erst im Oktober an.


    Ich habe auch kleine Duelle mit meinen Schützenkameraden Mitch gemacht. Wer die bessere Serie schießt. Klappt eigentlich auch ganz gut. Aber das ist alles nur Training.


    Ich freue mich auf die nächste Saison. Nungut ist zwar nur Kreisliga - aber hauptsache es geht wieder los und ich kann das im Training einstudierte umsetzen - jedenfalls werde ich es versuchen.


    Schauen wir mal. Jetzt ist ist erstmal Urlaub angesagt.


    Bis dann.

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