Wo ist die Jugend ?

  • Moin, Moin,
    ich greife mal das Thema auf, dass sich unter ->Kreismeisterschaften anbahnt - unsere fehlende Jugend.
    Ich glaube nicht, dass die Vereine die Fehler machen, denn es ist schwer gegen den Willen und die Unkenntnis der Eltern zu kämpfen. Was für die Eltern "eine Waffe in der Hand" ist, bedeutet für uns "ein Sportgerät" in der Hand. In unserem Kreis haben wir 13,5% Jugendliche bis 20 Jahre gemeldet. Viele dieser Jugendlichen sind in gerade kleinen Vereinen und beim Bogenschießen. "Mama ich will Bogenschießen" zieht nun mal mehr, weil vermeintlich ungefährlicher, nach dem Motto "mit einem Pfeil in der Brust geh ich noch lange nicht nach Hause". Pfeil und Bogen gehören ja auch nicht zu den Waffen. Gewehr- oder Pistolenschießen ist vielen Eltern suspekt, es sei denn, sie sind selber dabei, dann ist es auch leichter Nachbars Sohn oder Tochter zu aktivieren.
    Auf unserer letzten Sitzung fiel allerdings ein Wort, völlig unbedacht, welches ich aufnehmen werde: Feuerwehr!!!!! Bei uns auf dem platten Land ist die Jugendfeuerwehr eine große Gruppe. Nun werden nicht alle auch Schießsport betreiben wollen, aber man kann mal versuchen einen "Feuerwehr-Cup" ins Leben zurufen. Von 10 -12 Jahre wird Lichtpunkt geschossen. Die Ausrüstung hierfür kann man leihen und dann eben Luftgewehr. Wenn dann der Veranstalter und der Trainer der Jugend noch ein bißchen Pep in die Sache bringt, vielleicht das Ganze als eine Art "Sommerbiathlon" im Kleinen anbietet, eine Disziplin mit Laufen (ohne Gewehr) oder sogar skaten, dann wäre das ein guter Anfang.Ein Versuch wäre es allemal wert - mir sprühen gerade die Ideen.....da ist Vorsicht geboten. Das sieht nach Arbeit aus. :huh:

    Grüße aus dem Norden
    Minimag
    ____________________________
    schuetzenverein-kappeln.de

  • Ich kann natürlich nur für meinen Verein sprechen, aber bei uns sind gerade mal 2 Jugendliche im Training. Das sind meine eigenen Kinder, da die Jugendarbeit in den Vergangenen Jahren stark vernachlässigt wurde, sogar zum erliegen gekommen ist.


    Wir haben natürlich in meinem Verein auch über das Thema gesprochen und festgestellt, dass i.d.Regel die Jugendlichen, die dem Sport nachgehen, meist die Kinder von Schützen sind, da hier die wenigsten Berührungsängste der Eltern vorliegen.
    Feuerwehr und Fußball ist ein weiteres Thema, dass Kinder bevorzugt machen. Hier darf man nicht vergessen dass meist im Kindesalter schon z.B. mit dem Fußball angefangen wird und sich Freundschaften gebildet haben. Klassenkameraden sind im selben Verein mit drin, etc. Da zieht es die Kids viel eher in die Ballsportvereine, als in einen Schützenverein, leider.


    Da ja bekanntlich das Mindestalter für Luftdruckwaffen aus 12 Jahre angehoben wurde, hat man fast keine Chance, die Kids im frühen Alter in den Sport reinzuholen (Bogensport ausgenommen).
    Meine Jungs haben mit dem Bogensport angefangen und mich dann gerfragt,w arum sie Bogenschießen und nicht mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole schießen. Antwort: "Weil Ihr es noch nicht dürft. Ihr seid beide zu jung!"
    Die Kids werden immer frühe Pflügge und mit 12 Jahren kommen sie in die Pubertät rein. Die Interessen ändern sich.


    Der nächste Aspekt sind die Vereine selber. Sie liegen meist außerhalb oder an Ortsrändern oder in Wäldern. Häufig können die Kids nicht selbststäding zu den Vereinen gelangen und die Eltern haben häufig keine Zeit oder keine Li´´ust die Kinder dort abzuliefern.


    Es sind viele Faktoren, die die Jugendarbiet beeinträchtigen und schwierig machen.

  • Dieselben Probleme, die Dan More oben angesprochen hat, behindern auch hier die Jugendarbeit.


    Aus meiner Sicht sind zwei Punkte besonders gravierend.
    Erstens wird es immer schwerer, Kinder und Jugendliche überhaupt anzusprechen, also einen Erstkontakt zum Schießsport herzustellen. Viele wissen gar nicht, daß es diesen Sport gibt und daß sie ihn in ihrer Heimatstadt ausüben könnten. Es ist in den letzten Jahren - vor allem dank der Anti-Waffen-Propaganda in den Medien - nahezu unmöglich geworden, in irgendeiner Form in die Schulen zu gehen oder an schülerspezifischen Veranstaltungen teilzunehmen und dort für unseren Sport zu werben.
    Zweitens bestehen seitens der Eltern erhebliche Berührungsängste. Selbst wenn also ein Jugendlicher gerne schießen will, sind oftmals die Eltern das "Problem", da sie ihre (gem. § 27 WaffG notwendige) Zustimmung verweigern.


    Wir leben eben nicht in Bayern. :S

  • Ich melde mich auch mal zu Wort, denn ich sehe hier mehrere Probleme:


    1. Schießsport wird von der Gesellschaft nicht als "Sport" verstanden, viele haben das Bild der berühmten Traditions- und Feierschützen im Kopf beim Gedanken an Schützenvereine - das Image ist einfach schlecht.
    2. Eltern entsenden ihre Kinder somit nur unwillig in den Schützenverein, auf Grund schlechten Images und eben der Unkenntnis vom Schießsport allgemein.
    3. Das überbordende Freizeitangebot (bei uns im Dorf sind locker 25-35 Sportarten drin, inkl. solcher Dinge wie Sport Stacking etc.) kollidiert zunehmend mit den Anforderungen der Schule. Grade bei meinen Schülern und Jugendlichen besuchen viele das Gymnasium und werden einfach mit Arbeit zugeschmissen, das kenne ich aus meiner Gymnasialzeit anders!
    4. Kinder müssen also schon im jungen Alter Prioritäten zwischen Freizeit und Schule setzen, ein ganz schöner Balanceakt.
    5. Konkurrenzsituation: Betrifft unseren Verein ganz besonders, denn allein in unserer direkten Umgebung exisitieren innerhalb eines Radius von 5km Luftlinie ganze 6 Schützenvereine. Oftmals wird dort mehr Breitensport (Auflageschießen) betrieben und damit auch viele Pokale gewonnen. Für Kinder, die sich nicht beim Liegendschießen "quälen" wollen in meinem Training, ist das der vermeintlich einfachere Weg zu "Erfolg".
    6. Die Dörfliche Gemeinschaft zerfällt als Ausfluss gesellschaftlicher Veränderungen - Vereinsarbeit und Vereinsleben sind nicht mehr so attraktiv, weil man hier "verpflichtet" wird zur Teilnahme an Trainings etc. Im Fitnesscenter zahle ich einfach meine Euro und gehe zum Training - oder eben nicht. Das passt zum neuen, ungebundenen Lebensgefühl.


    Und zur Situation der Jugendwerbung verweise ich auf meinen Beitrag im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Der organisierte Familientag mit Spaßbiathlon etc. ging in die Hose. Hat mich echt geärgert, da ist sehr viel Arbeit reingeflossen.

  • Ich wollte mit meiner kurzen Aussage niemanden vor den Kopf stoßen!


    Bei uns im Verein sah die Situation bis vor drei Jahren wie folgt aus:


    0 Kids im Jugendtraining, kaum moderne und kindgerechte Ausrüstung
    Situation:
    12 Kids im Jugendtraining und sehr viel moderne und kindgerechte Ausrüstung


    Was lag dazwischen?
    Angefangen hat das Ganze im Erwachsenenbereich. Immer wenn ein neuer kam hab ich mich dazugestellt und Tipps gegeben und die Leute trainiert. Irgendwann kam dann das erste Kind und wollte auch schießen. Gut, hab ich mir gedacht, ob Kind oder Erwachsener spielt keien Rolle, bist ja im Schützenhaus.
    Irgendwann kam dann ein zweites Kind dazu, und noch ein Paar. Als es dann fünf Stück waren hab ich ein eigenes Jugendtraining wieder angefangen. Eine Jugendecke eingerichtet, Vorstand bekniet für neue Ausrüstung, mehrere 1.000 EUR ausgegeben und mich wie vorher auch hingestellt an den Stand und danach mit den Kids Spiele gemacht in der Jugendecke.Als es dann noch mehr wurden habe ich angefangen Ausflüge und sonstiges anzubieten und dann kam wieder ein oder zwei dazu und die, die vorher schon da waren haben gesagt:
    He, bei uns ist echt immer was los. Du bleibst jetzt hier und machst auch mit.


    Ein paar Kids haben zwischendurch aufgehört, es sind aber immer neue dazugekommen. Mittlerweile habe ich mit der Jugendgruppe sogar ein Experiment gewagt: Keine Süßigkeiten mehr Schützenhaus, dafür soviel Obst und Gemüse umsonst wie sie futtern können. Aber eine Bedingung: Selber schnibbel und danach Küche aufräumen! Die Kids sind begeistert und fahren total auf Gurke und Paprika mit Tsatsiki ab =)

  • Hallo Michael,


    vielen Dank für deine Ausführungen. In meinen 11 Jahren als Jugendleiter habe ich feststellen dürfen, dass die Jugendarbeit tatsächlich Zyklen unterliegt. Will heißen: Eine Zeit lang hat man die Bude voll, dann kommt mal nix, danach geht es wieder bergauf.
    Kindgerechte Ausrüstung wurde in den letzten Jahren haufenweise angeschafft (Armbrust für den Spaß, sehr viele Spiele, Bälle etc., 2x Schülergewehre, 1x Jugendgewehr, 1x Luftpistole - alles Pressluft, mehrere passende Schießjacken, Handschuhe, Schießriemen etc.).
    Ich bilde mir ein, dass mein Training mittlerweile auch spannend und abwechslungsreich ist, auf Grund der vielen spielerischen Elemente. Aber irgendwie gelingt es nicht mehr wie früher eine stabile Jugendgruppe aufzubauen, die eine gemischte Altersstruktur aufweist. Auch das von dir geschilderte Phänomen, dass ein Schütze Freunde mit ins Schützenhaus bringt, kann ich so (nicht mehr) feststellen. Entweder haben die Kids keine Freunde mehr (davon gehe ich nicht aus), oder aber hier spielen andere Faktoren rein.


    Früherer Bestand: 10 Schüler (bis 14 Jahre) zum Schützenfest und für breitensportliche Pokalschießen. Dazu noch 10x Jugend/Junioren. Insgesamt keine sportliche Ausrichtung, kein vernünftiges Training, eher Betreuung (geht auf meine Kappe, ich wusste es nicht besser).
    Momentaner Bestand: 3 sehr aktive Schüler, davon 1 Teilnehmer Landesmeisterschaft (eigentlich zwei, aber das hat dieses Jahr nicht sollen sein). 3x Junioren B (davon 1x LM/DM-Niveau, der Rest schießt mit mir sehr erfolgreich im RWK). Der Rest kommt zum Schützenfest, mehr aber auch nicht. Mir fehlt also die breite Masse und vor allem der Nachwuchs ab 6 Jahre.


    Leider muss ich aber auch feststellen, dass es bei unseren Kreismeisterschaften immer schlechter aussieht mit der Beteiligung. Und es wird weiter bergab gehen. Ich denke die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen werden uns noch härter treffen, als wir alle denken. Der negative Trend macht mir Sorge.

  • Hallo Michael,


    Leider muss ich aber auch feststellen, dass es bei unseren Kreismeisterschaften immer schlechter aussieht mit der Beteiligung. Und es wird weiter bergab gehen. Ich denke die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen werden uns noch härter treffen, als wir alle denken. Der negative Trend macht mir Sorge.



    Das haben wir bei den diesjährigen Kreis- und Gaumeisterschaften, die in meinem Verein ausgetragen wurden (KK SpoPi), auch feststellen müssen.
    Jugend war einer da und somit außer Konkurenz.


    Die gesellschaftlichen Veränderungen sind genau das Problem, die es gilt anzugehen.
    Mit Wettkampfberichten alleine ist es da nicht getan. Die Öffentlichkeit muß hier professionell aufgeklärt werden.
    Aus meiner Sicht, in meinem Verein bin ich mit der Anfrage kläglich gescheitert, sollte in den Schützenhäusern, wenn Training ist, kein Alkohol ausgeschänkt werden. Es sieht immer bescheiden aus, wenn eine Mutter mit ihrem Kind zu einem Schnuppertraining kommt, und am Tresen sitzt eine Gruppe midsechziger beim Bier trinken.
    Das ist soagr für mich als Erwachsener eher abstoßend. Aber das ist eben dieser Traditions- und Geselligkeitsfaktor, der besonders im ländlichen eine Rolle spielt.
    Zumindest haben wir ein Rauchverbot durchsetzen können.


    Und da wird genau das Bild gezeigt, dass die Öffentlichkeit vond en Schützen hat.
    Das da kein oder wenig Vertrauen aufgebaut werden kann, ist klar.

  • Aus meiner Sicht, in meinem Verein bin ich mit der Anfrage kläglich gescheitert, sollte in den Schützenhäusern, wenn Training ist, kein Alkohol ausgeschänkt werden. Es sieht immer bescheiden aus, wenn eine Mutter mit ihrem Kind zu einem Schnuppertraining kommt, und am Tresen sitzt eine Gruppe midsechziger beim Bier trinken.


    Zumindest haben wir ein Rauchverbot durchsetzen können.

    Rauchverbot existiert, am Tresen sitzt auch keiner. Das Problem beginnt viel früher: Es kommt gar keine Mutter mit ihrem Kind auf den Gedanken unseren Schießstand zu betreten. Die Eltern der von mir betreuten Jugendlichen sehe ich sehr, sehr selten. Wenn, dann sind sie selbst Vereinsmitglieder.

  • Obwohl unser Schützenhaus direkt beim Fußballplatz ist, wo die Kids Training haben, haben wir keine Jugendlichen Mitglieder aus dem Ort in unserem Vereini.
    Derzeit, wie schon erwähnt, sind meine beiden Jungs die einzigen, die im Jugendtraining sind.

  • Bei uns im Ort sind wir eine feste Größe und ich sag mal ganz plakativ: Es gibt keinen aus unserer 3.500 Einwohner Stadt, der noch nicht im Schützenhaus war. Warum?


    Wir sind direkt am Festplatz und haben während der Kirchweih unseren Saal geöffnet, weil wir darin einen Weinstadl durchziehen. Da sitzen dann alle drin. DIe Grünen, die Schwarzen, die Waffengegner, die die Waffen mögen, die die gar nicht wissen, dass wir schießen, und so weiter.


    Was uns aber von anderen unterscheidet ist aber glaube ich folgendes. Wir haben die letzten Jahre die Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Vereinen intensiviert. Und zwar nicht mit Schützenvereinen, sondern mit anderen. Mit den Reservisten, den Kleingärtnern, einer russischen Bauchtanzgruppe, einer Landsknechttrommelgruppe und dem Städtepartnerschaftsverein. Was bringt uns das? Jeder dieser Vereine bedient ein völlig anderes Klientel, das wir auch nicht unbedingt über positive Medienarbeit erreichen. Viele dieser Personen konnten wir aber durch unsere Hilfe und Präsentation bei Festen davon überzeugen, dass wir keien Ballermänner sind. Zum einen sind einige Erwachsene aus diesen Gruppen heraus bei uns Mitglied geworden und zum anderen kommen Kinder von diesen Vereinen zu uns, weil sie uns als vernünftige Truppe kennengelernt haben.
    Und das ist unsere beste Werbung: Die Menschen haben persönliche Erfahrungen mit uns gemacht!

  • @ Michael Beutel


    Hmmmm, sicher ist das ein Weg, gelernt haben die Vereine aber nur dass "die ausm Schützenhaus" sehr geselligt sind und man mit denen gut feiern kann.


    Ich persönlich denke es wäre besser wenn nicht alle 3500 Bewohner mal ein Bier im Schützenhaus getrunken hätten, sonden wenigstens mal ein luftgewehr aufm Stand in der Hand gehalten und damit geschossen hätten.


    Wir veranstalten dieses Jahr das 2. Mal einen Sommerbiathlon und sind einer der austragungsorte des Sommerbiathlon SaaR/Pfalz Cup's. durch diese Aktion haben wir gerade Kids und Mütter auf den Schießstand gebracht. Ergebnis war dass unsere 10 Druckluft Stände im Jugendtraining ausgebucht sind....... :thumbsup:



    Auch ne Idee ist z.B. einen "Lady's Cup" durchzuführen und so die Mütter aufn Stand zu bekommen. Wenn die gelernt haben dass das alles nix Böses ist egal was die da tun und dort ernsthaft sport mit allem was in SpO'n beschrieben ist ausgeübt wird ist der 1. Schritt für ne gute Jugendarbeit getan....dann brauchts natürlich auch Mitglieder die gute Jugendarbeit machen...

    Wer Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren


    Benjamin Franklin

  • Hallo,


    obwohlich schon über 30 Jahre der Jugendarbeit verfallen bin, und wirklich schon vieles gemacht habe, habe ich hier tolle Anregungen gefunden. Sommerbiathlon, Jugendlager usw., haben wir alles schon gemacht und mehr oder weniger Erfolg gehabt. Wir haben das Handicap, dass in unserer Stadt 15 Vereine sind bei 110 000 Einwohner ca. 12% Arbeitslose. Einige Vereine krebsen vor sich hin zwischen 25 und 50 Mitglieder ohne Jugend. Wir haben nun das Glück zum Teil durch eigenn Nachwuchs aber auch Kinder von draussen eine neue Schülergruppe aufbauen zu können mit 9 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren. Dann habe ich noch drei Junioren und das war es. Natürlich kommt uns das hier in Smaltalk von einigen verteufelten Lichtpunktschießen sehr zu Hilfe. Aber um Junge Leute für unseren Sport zu begeistern, muss man erst einmal die Eltern und was wichtig ist auch die Großeltern überzeugen, dass ist ein schweres Unterfangen. Die Ereignisse in den letzten Jahren haben uns da sehr geschadet. Leider spielen hier auch nicht die Schulen mit, wie es in Bayern wohl üblich ist. Unsere Kids bemühen sich in ihrem Freundeskreis und wir werben in der Tageszeitung für unsere Veranstaltungen. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen sagt man, aber es klappt hie und da.


    Kogge

  • Kogge, es ging bei uns in der Stadt ja schon soweit das einem Schüler in der Schule vom Lehrer, oder war es der Direx, nahegelegt wurde aus dem Schützenverein auszutreten.
    So sieht es mit der Unterstützung in den Schulen aus.

  • da muss ich Erzwo recht geben, bei uns wirst du von Lehrern und Mitschülern sofort als "potenzieller Amokläufer" oder Waffenfanatiker abgestempelt, sobald sie erfahren das du Mitglied in einem Schützenverein bist.


    Benedikt

    LG: Anschütz 9003 Premium S2 Precise

  • Quote

    Kogge, es ging bei uns in der Stadt ja schon soweit das einem Schüler in der Schule vom Lehrer, oder war es der Direx, nahegelegt wurde aus dem Schützenverein auszutreten.


    Quote

    da muss ich Erzwo recht geben, bei uns wirst du von Lehrern und Mitschülern sofort als "potenzieller Amokläufer" oder Waffenfanatiker abgestempelt, sobald sie erfahren das du Mitglied in einem Schützenverein bist.


    In so einem Fall, sollten normalerweise sofort Verein/Trainer und/oder Familie beim Direx auf der Matte stehen, zu so einem, auf Deutsch gesagtem Scheiß, darf man es gar nicht kommen lassen. X( Ich hatte noch nie so einen Fall wo es soweit kam, kenne das aber auch zu gut.
    Meiner eigenen Erfahrung nach, sind es meistens die Lehrer, die soetwas behaupten, oder einem hintenrum versuchen zu sagen.


    Bei uns gibt es immer ein KK-Schießen der ortsansässigen Vereine und Verbände, wodurch auch schon teilnehmende Elternteile ihre Jugendlichen auf den Schützenverein aufmerksam gemacht haben, bzw. Jugendliche Teilnehmer Spaß am Schießen gewonnen haben.
    Gibt es sowas bei euch nicht ?
    Ich denke mal, ansonsten bringt es am meisten, wenn Jugendiche Schützen Freunde und Mitschüler ansprechen, da ich nicht glaube, dass viele Leute zuerst an den Schützenverein denken, wenn sie einem Verein beitreten wollen.


    Ich denke, wenn man genug Jugendliche hat, um eine leistungfähige Mannschaft im Bereich LG/KK aufzustellen, kann man froh sein.
    Wenn man dazu noch eine zweite Stellen kann, sollte man glücklich und zufrieden sein, und den Jgdl. sagen, dass sie noch andere Anwerben sollen, denn umso höher die Anzahl der jugendlichen Schützen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass neue Leute kommen.

    LG: Walther LG300 XT Alutec mit Centra Block Club, JPK Kunst-Griff, TEC-HRO Touch
    KK: Anschütz Mod. 54 Match im Schaft 1813 "Super Match" tuned by MEC, Centra, ahg-Anschütz

    Edited 3 times, last by ChrissySV1919 ().

  • Hallo,


    leider ist es so wie erzwo es schildert und gegen die Schulbehörde hat man kaum Chanzen als Verein.


    Kogge

  • Hallo,
    leider ist es so wie erzwo es schildert und gegen die Schulbehörde hat man kaum Chanzen als Verein.


    Also ich würde den Herrn/Frau Pädagoge/in fragen was er/sie von einem zusätzlichen Chemiekurs für den Kleinen hält.


    BBF

  • Ich möchte zwei Sachen der Vorredner aufgreifen:


    Einverständnis der Eltern


    Da die Mütter in den jungen Jahren mehr Einfluss in der Freizeitgestaltung ihrer Kinder haben als die Väter, sind gerade Ladies-Cup-Schießen die beste Möglichkeit, deren Aversion gegen Waffen im Generellen zu nehmen. Wenn Mütter mitbekommen, wie vorsichtig, genau und regelgerecht auf Schießständen trainiert wird, werden viele einsehen, dass gerade das Training in einem Schützenverein ihre Kids dazu animiert, Regeln einzuhalten. Nirgends sonst, wird so konsequent auf Fehlverhalten reagiert wie auf dem Schießstand. Wenn Kids das dort lernen, wo sie in kurzer Zeit auch noch Erfolge bekommen - egal ob sie das "falsche Geschlecht" oder die "falsche Figur" oder den "falschen Musikgeschmack" haben, dann ist das auch ein Erfolge in der Erziehungsarbeit der Mütter.


    Annäherung an die Gesellschaft


    Ich habe schon mal beschrieben, dass Michael Beutels Verein hier ein Front-Runner ist. Die Idee, das Schützenhaus für Vereine zu öffnen, die gar nichts mit Schießen am Hut haben (Bauchtanzgruppe, Trommlerverein etc.), um dadurch die Bewirtschaftungskosten zu teilen, hat dazu geführt, dass diese Gesellschaftsgruppen automatisch in Berührung mit den Sportschützen gekommen sind. Aversionen und Ängste wurden dadurch abgebaut, Interesse wurde geweckt. Wie ich jetzt mitbekomme, ist sein Vereinshaus in einer 1A-Lage, d.h. kurze Wege und nicht JWD (janz weit draussen) im Wald, dort wo die Füchse sich Gute-Nacht-sagen.


    Was bedeutet dies für Vereine, die keine 1A-Lage haben?


    Vielleicht kann uns Michael Beutel hier ein paar Tipps geben: Ist der Schießstand auch am Festplatz oder nur das Schützenhaus? Wie kam der Kontakt mit den anderen Vereinen zustande? Uvm.