"Trocken"training bei FP, und wo liegt der Zeigefinger am Griff an?

  • (Ein paar Vokabeln kann ich auf deutsch noch nicht richtig, die hab ich irgendwann mal gelesen und ihre Bedeutung nur geraten. Sind im Text kursiv. Bitte korrigieren!)
    Ich habe von einem Mannschaftskollegen seine alte freie Pistole (Pardini K50) vermacht bekommen und muss sie jetzt auf meine Hand einstellen. Um das Abzugszüngel (? Das, wo man mit dem Finger den Schuss auslöst) bzw. den Druckpunkt richtig einzustellen, müsste ich ein paar dutzend "Klick" - Vorgänge durchführen.
    Das soll man aber anscheinend nicht ohne Patrone tun, weil dann der Schlagbolzen (? Das Ding, das hinten auf die Patrone draufhaut) sehr leide.
    Erstens, stimmt das und zweitens ist die Abhilfe eine leere Patrone?


    Ich meine, mal gelesen zu haben, dass der Zeigefinger bei der FP zu einem etwas größeren Teil am Griff anliegen soll als bei der LP. Wer hat da Tips? (gerne für beides, FP und auch LP)

  • Eine leere Hülse hilft, ist eben die billigere Variante der Pufferpatrone.


    Ich persönlich lege den Zeigefinger bei FP und LP kaum an, da ich damit ein besseres Gefühl am Abzug habe und auch sauberer abziehe. Das sollte denke ich jeder so machen, wie es besser funktioniert.


    Gruß,
    Markus

  • Hallo,


    Deine Vokabeln stimmen genau. Du benutzt die richtigen Fachbegriffe!


    Das mit der leeren Patrone, um den Schlagbolzen und das Patronenlager (dort, wo man die Munition reinsteckt) zu schützen, kenne ich auch vom Traditionszimmerstutzen. Das ist bestimmt besser als ohne. Eine andere Möglichkeit wäre, dass du den Hahn abbremsen kannst, sodass er gar nicht auf die Patrone schlägt. Ob das bei einer FP aber geht, weiß ich leider nicht.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • "Pufferpatrone" - öhm, noch nie gehört/gesehen. Ist das besser als eine leere Hülse oder nur bunter und teurer? Sollte man sowas haben?


    Und, nicht ganz so wichtig: Dingo lobte meine Verwendung der Fachbegriffe, aber leider zu Unrecht, denn er verwirrte mich gleich darauf wieder mit "Hahn". Ist das synonym zu "Schlagbolzen"? (it.: percussore...)

  • Im Normalfall hat eine FP keinen Hahn, den haben meist Selbstladepistolen und Revolver, ist quasi das Schlagstück(Erzeugung der Kraft) welches auf den Schlagbolzen (Übertragung der Kraft) trifft.
    Meistens haben die FP aber einen speziellen Abzug, den Stecher, dieser lässt sich evtl. spannen ohne das Schlagstück zu spannen, so kann man trocken trainieren ohne "Pufferpatrone" oder leere Hülse.


    Gruß Nico

    Die 6 is nich von mir...ehrlich !

  • Stecher, dieser lässt sich evtl. spannen ohne das Schlagstück zu spannen

    Am "evtl." hängt's: Bei der K 50 ist wohl der Abzug UND Schlagdings gespannt oder nix, eine Trainingseinstellung gibt's am Stecher nicht.
    Dann halt leere Patrone, macht ja nix.

  • Hallo pustefix,


    diese Pufferpatronen in Kaliber .22lfB oder .22lr sind wirklich nur bunter und teuerer, taugen aber nicht wirklich. Die Teile aus Plastik sind oft schon nach ein paar "Schüssen" kaputt. Eine leere Hülse ist da viel besser und natürlich auch billiger. Nur sollte die aber dann auch nach ein paar Auslösungen etwas gedreht werden, damit der Schlagbolzen nicht immer wieder auf die gleiche Stelle trifft.


    Ohne Hülse kann in der Tat der Schlagbolzen brechen und auch das Patronenlager beschädigt werden.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank



    PS Dein Deutsch ist doch ausgezeichnet. Bei mir wäre da vermutlich schon alleine die Grammatik deutlich schlechter. Ich verstehe in Italienisch außer pronto und bella macchina kaum ein Wort. Ach ja, von amore habe ich glaube ich auch schon mal gehört. Aber die Sprache klingt immer sehr schön, insbesondere schnell gesprochen.

  • Danke Frank/Murmelchen,
    für diese klare Aussage.
    Gregor


    (zum PS noch ein paar off-topic-Bemerkungen per PN, um den Thread nicht zuzumüllen)