Fernsehbericht Sportschützen ARD 22:00 Uhr Panorama

  • Hinweis für heute abends, wo in der ARD in der Sendung PANORAMA ein interessanter Beitrag gesendet wird,

    der höchstwahrscheinlich in gewohnter journalistischer Manier das zur Zeit ''Thema Nr. ''1 ausschlachten wird !



    www.panorama.de



    Mal sehen was da so berichtet wird?

  • Danke für den Hinweis. Der etwas reißerische Titel „Mordwaffen statt Sportwaffen - Aufrüstung im Schützenverein“ ließ nicht unbedingt eine ausgewogene Auseinandersetzung mit dem Thema vermuten. In der Vorankündigung heißt es „Ein bisschen schießen, Traditionen pflegen und hoffentlich einmal im Leben Schützenkönig sein. So präsentieren Schützenvereine gerne ihre scheinbar heile Welt. Doch unter dem Deckmantel des Sports tummeln sich in den Verbänden viele Waffennarren. Statt mit eher harmlosen Luftgewehren trainieren sie häufig - ganz legal - mit Großkaliberrevolvern, halbautomatischen Militärpistolen und Sturmgewehren. Lautstark wehren sie sich gegen eine Verschärfung des Waffenrechts, und ihre Lobby macht Druck auf die Politik. Panorama über das gefährliche Hobby deutscher Waffenfetischisten und Politiker, die nichts dagegen unternehmen“. Erfreulicherweise konzentrierte sich der ziemlich interessante Beitrag wirklich nur auf diesen einen Aspekt. Fazit: Gelungen und sehenswert. :)

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Tatsächlich sind Schwerpunkt des Beitrags Großkaliberdisziplinen, v.a. auch dynamische. Die Darstellungen und Moderationen sind jedoch äußerst reisserisch und senatsationslüstern aufgezogen. Selbst im BDS gibt es keine Disziplin, die da heisst "Großkaliberschießen auf ausrangierte Autotüren", was so effektheischend im Intro dargestellt worden ist. Auch Falschinformationen werden gezielt eingesetzt, wie beispielsweise der Antritt des Vertreters des Bunds Deutscher Kriminalbeamten, der von "automatischen Waffen in Schützenvereinen" spricht.


    Selbst wenn man das alles beiseite lässt, schadet der Beitrag dem Schützensport enorm. Der gewöhnliche Zuschauer, der sich mit unserem Sport nicht beschäftigt und sich nicht auskennt, erkennt eben nicht, dass in diesem Beitrag v.a. der BDS und seine Großkaliberdisziplinen auf's Korn genommen werden. Dieser Zuschauer kann und will nicht unterscheiden zwischen den unterschiedlichen Verbänden, unterschiedlichen Disziplinen und unterschiedlichen Waffen. Und damit wird der Schützensport als ganzes vorverurteilt. Und wir Schützen gleich mit dazu.

  • Wenn man dem Link von Spindi folgt, kommt man zu einer Abstimmung, ob man das Waffenrecht verschärfen sollte. Man kann an dieser Abstimmung auch mehrmals täglich teilnehmen, was ich so gesehen und versucht habe. :thumbsup:


    lg

  • Das wird offenbar von vielen Zuschauern gerne und häufig gemacht. Jedenfalls ändert sich das Ergebnis der Abstimmung immer mal wieder drastisch. :D

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.

  • Schon wieder ein neuer Bericht - diesmal in einer großen österr. Tageszeitung !


    Betrifft leider unseren Landesverband - aber liest einfach selber mal.


    Diese Leute haben absolut keine Ahnung was bei uns in den Vereinen an Jugendarbeit geleistet wird !!!
    Unsere Schützen - Jugendlichen sitzen verm. nicht den ganzen Tag zu Hause vorm PC und haben klare Ziele und Werte in ihrem Leben - bzw. vermittelt ihnen diese ein guter Jugendtrainer!

  • Hallo,


    wer hat denn gestern Abend die Sendung im ZDF gesehen von der Frau Ilgner? Der Filmvorspann mit dem betroffenen Vater ging ziemlich unter die Haut und ich kann ihn auch verstehen. Aber was Frau Künast von sich gab, na ja was soll es. Blos es schadet uns denn die Fanatiker nehmen so etwas ja gleich auf.


    Kogge

  • Selbst wenn man das alles beiseite lässt, schadet der Beitrag dem Schützensport enorm. Der gewöhnliche Zuschauer, der sich mit unserem Sport nicht beschäftigt und sich nicht auskennt, erkennt eben nicht, dass in diesem Beitrag v.a. der BDS und seine Großkaliberdisziplinen auf's Korn genommen werden. Dieser Zuschauer kann und will nicht unterscheiden zwischen den unterschiedlichen Verbänden, unterschiedlichen Disziplinen und unterschiedlichen Waffen. Und damit wird der Schützensport als ganzes vorverurteilt. Und wir Schützen gleich mit dazu.

    Ganz meine Meinung. Ich finde sogar (wie gesagt, meine Meinung) das, was der BDS macht, nicht unbedingt gut. Vor allem diese eine Art, wo man rumläuft. Sowas gehört meiner Ansicht nach wirklich nur in den Militärbereich. Auch finde ich, waren die Leute, die für das Interview gezeigt wurden, mal wieder bezeichnend. Am Anfang die Verkäuferin auf der Messe, die total unsicher wirkte, der Kunde, der mehr "Dampf" wollte und dann der Präsident des BDS, der total aggressiv war (gut, kann man schon nachvollziehen) und dann der Verein. Wobei der Vergleich des BDS-Präs. schon gewaltig hinkte: "Egal, ob Beretta oder Biathlongewehr, mit beiden kann man Menschen töten"; stimmt zwar, allerdings ist der Hintergrund der Waffen doch ein anderer und ein Kleinkalibergewehr richtet nicht so viel Schaden an wie eine 9mm.
    Ich als Sportschütze distanziere mich von dieser Art des Schießens (auch wenn hier vielleicht einige anderer Meinung sind). Ich halte sportmäßiges Großkaliberschießen nicht generell für schlecht, aber mit dem, was der BDS anbietet, kann ich mich nicht anfreunden.
    Aber in der Sendung hätte wirklich nochmal unterschieden werden sollen, dass "normale" Sportschützen mit so etwas nichts zu tun haben (was ja auch die Schützen aus dem Schießsportzentrum getan haben), da so unser ganzer Sport in den Schmutz gezogen wird.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • Ich als Sportschütze distanziere mich von dieser Art des Schießens (auch wenn hier vielleicht einige anderer Meinung sind). Ich halte sportmäßiges Großkaliberschießen nicht generell für schlecht, aber mit dem, was der BDS anbietet, kann ich mich nicht anfreunden.

    Ich finde es äußerst beunruhigend was im Bund Deutscher Schützen unter dem Deckmantel unserer faszinierenden Sportart so alles abläuft. In den einschlägigen Foren wird momentan in erster Linie dazu aufgerufen die Politiker massiv unter Druck zu setzen. Als engagierter Sportschütze fühlt man sich dort leider wie unter lauter Waffennarren. Es besteht keine Bereitschaft zur konstruktiven Auseinandersetzung mit dieser Problematik. Kritische Anmerkungen sind nicht erwünscht und werden meist sofort mit kindischen Beleidigungen und persönlichen Angriffen bestraft. Es gibt in Deutschland offensichtlich tatsächlich so etwas wie eine Waffenlobby. Und die ist erschreckend stark.

    Aber in der Sendung hätte wirklich nochmal unterschieden werden sollen, dass "normale" Sportschützen mit so etwas nichts zu tun haben (was ja auch die Schützen aus dem Schießsportzentrum getan haben), da so unser ganzer Sport in den Schmutz gezogen wird.

    Gerade weil ich das Format kenne begeistert mich die verhältnismäßig ausgewogene Darstellung.

    Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.


  • Ich finde es äußerst beunruhigend was im Bund Deutscher Schützen unter dem Deckmantel unserer faszinierenden Sportart so alles abläuft. In den einschlägigen Foren wird momentan in erster Linie dazu aufgerufen die Politiker massiv unter Druck zu setzen. Als engagierter Sportschütze fühlt man sich dort leider wie unter lauter Waffennarren. Es besteht keine Bereitschaft zur konstruktiven Auseinandersetzung mit dieser Problematik. Kritische Anmerkungen sind nicht erwünscht und werden meist sofort mit kindischen Beleidigungen und persönlichen Angriffen bestraft. Es gibt in Deutschland offensichtlich tatsächlich so etwas wie eine Waffenlobby. Und die ist erschreckend stark.


    Gerade weil ich das Format kenne begeistert mich die verhältnismäßig ausgewogene Darstellung.

    Der BDS schlägt sein Kapital aus allem, was der DSB aus guten Gründen ablehnt. IPSC, Paintball und andere seltsame Dinge haben in unserem Sport nichts verloren. Gerade diese Woche hat der DSB Vorstand sich dazu wieder geäußert und dynamischen Disziplinen eine Absage erteilt. Das finde ich richtig so. (link)

    Zitat

    ...einstimmig gegen die Durchführung des Paintballschießens in seinen Vereinen...Eine derartige Disziplin ist mit dem Selbstverständnis des Verbandes zum Sportschießen nicht vereinbar.
    ...Wir haben damit eine Entscheidung aus dem Jahre 1998 bestätigt. Verstöße gegen diesen Beschluss werden ein Ausschlussverfahren nach sich ziehen“, so DSB-Präsident Josef Ambacher.

    @Panorama: Der Beitrag selber ist nicht schlecht, aber der Aufmacher ist unterstes "Bild"-Niveau. Wieso kämpfen die ÖR um Quoten, wir zahlen doch GEZ. 8|

    Mein Trainingsmotto:
    Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)