Gestern 21.20 im ZDF "werden private Waffenbesitzer ausreichend überwacht"

  • Hallo Freunde


    Das ZDF hat am gestrigen Donnerstag in Ihrer Reportagereihe mal wieder ein Parade Glanzstück eines Pauschalangriffes gegen Schützen und legal Waffenbesitzer abgegeben. Üble Klischee´s und subjektive Meinungsabsonderungen. Könnt Ihr mit Sicherheit im Internet noch nachschhauen.


    Beim Titel hätte ich zunächst gedacht, man stellt die Kontrollen als schlecht dar und zieht das Fazit, so kann man das dann insgesammt nicht lassen, aber weit gefehlt.


    am Beginn der Sendung 21.10 kamen Spots zu den drei Themen 1. Atomkraft und Japan 2. internetabzocke für ein nicht existentes Prodikt an Chronisch Kranken. 3. obiges Thema. Im Spot sah man vier GK KW Schützen eines BDS Vereines in einer sehr sauberen Raumschiessanlage


    Beim Training unter Aufsicht. Offline Kommentar "Ballern nur aus Spaß !" dann knapp die Kurve zur Aufbewahrungskontrolle, denen man mal über die Schulter geschaut habe.


    Nach viel kriminalistisch anmutenden Reporterrecherchen mit Überfallinterviews konkreter Personen in Bild und Ton im 2. Thema,


    wurde dann Thema drei bekannten Floskeln zu Winnenden eingeleitet. Der 17 Jährige Sohn habe die Waffe einfach beim Vater im Schlafzimmer gefunden ....usw. Daher seien die Gesetze verschärft worden, unzureichend wie viele meinen.


    U.A. sind anlasslose, unangekündigte Kontrollen eingeführt worden. Zwei namentlich genannte Reporter Er und Sie sind dem Team des Ordnungsamt mal gefolgt um zu sehen, wie solche Kontrollen vor sich gehen.


    Szenenwechsel. Die Zwei Mitarbeiter vom Ordnungsamt schellen um 8 Uhr morgens bei einer älteren Dame, die als Waffenbesitzerin registriert ist und begehren Einlaß. Die ältere alleinstehende Dame kommt dem überrascht nach (inkl. Kamerateam). Die Dame hat eine kleine KW (schätze mal Astra oder brünner Taschenpistole Cal. 7,65 Browning, Vorkriegsmodell) als Erbstück Ihres Vaters seit 25 Jahren legal in Besitz. Verschluß erfolgte in einer Schublade in einer verschlossenen Stahlkassete in einem verschlossenen Raum. Soweit zu sehen keinerlei Munition. Ja, klarer Verstoß gegen das verschärfte Gesetz. Der Kontrolleur klärt die dame auf, das sie jetzt ein Strafverfahren erwarten muß,


    da nicht Verschluß in mind. B-Schrank. Die Dame erklärt, das sie die Möglichkeit nicht habe einen Schrank aufzustellen, was sie müßte, wenn sie die waffe behalten wolle. Man einigt sich, die Dame trennt sich ob schweren Herzens oder nicht vom Erbstück welches mitgenommen und vernichtet wird. Die Herren erkennen Einsicht und verzichten auf die Strafanzeige. "Ich enthalte mich hier einer Bewertung."


    Kontrolle 2 Ein Jäger. Ebenfalls Erklärung und Ausweisung an der Tür. Der etwa 60 jährige Mann läßt die Kontrolleure herein, obwohl er sichtlich eine Krawatte hat. Die Kontrolle verläuft intensiv, inkl. Überprüfung aller Einträge und Waffennr.) aber ohne Beanstandung.


    Der Mann der sichtlich seine Rechte kennt gibt dem Team (welches mitdurfte) ein interview. Sauber, fundiert und in Ordnung.


    Szenenwechsel Kammer in der Behörde . Waffenschrank mit 35 waffen z.T. freiwillig abgegeben, teilweise eingezogen.


    Komentar des Mitarbeiters, die werden demnächst vom Kampfmittelräumdienst vernichtet. Die erhält kein sportschütze mehr, die dürfen nichtmehr verkauft werden. " Auch hier kein Kommentar meinerseits"


    Der Mitarbeiter berichtet im Interview darüber, das man sie bisher noch überall freiwillig hereingelassen habe und es im großen und ganzen nur wenige und leichte Beanstandungen in seiner Praxis gegeben habe.


    Bis da, könnte man sagen zumindest einigermaßen Neutral. Wärs hier zu Ende gewesen o.K. , aber das schien den reportern zu langweilig gewesen zu sein also nahm man gefärbtes hinzu.


    Szenenwechsel Schiesstand eines Kölner BDS Vereines Training u.A. mit einer Dessert Eagel.


    Die Durchschlagskraft der Waffen wurde herausgestrichen und die Leute wurden im offlein so kommentiert, dass sie sich selbst nicht als Waffennarren sehen. Gezeigt wurde ein Zeitschiessen auf 15m Bahn Karte mit Kommandos der Aufsicht. Immer nur 1 Schütze und eine persönliche Aufsicht dabei. Man fragte nach dem Waffentyp und dem Warum und erhielt eine ehrliche, wenn auch sicherlich bei krittischer


    Bewertung flachen Begründung. (Ich kenne das. man macht ohne Absatz ein 45 Min nicht abgesprochenes Interview mit den dümmsten und ekeligsten Fragen und sendet dann einen Ausschnitt von 15-20sek. vom flachsten wackelichsten oder dümmlichsten. Noch dümmlicher ist dann der Offline nachgeschobene Text.


    Man geht mit dem Vorsitzenden nach Hause. Offen zeigt der vor laufender Kammera seine Lagerung. Klar erkennbar 1 er Schrank für alles.


    Er gibt offene und ehrliche Antworten. Auf die provokative Frage nach der weiteren Zulässigkeit der Privatlagerungen tödlicher Schußwaffen


    zu Sportzwecken sagt er etwas genervt, dass wir in gottlob in einer Demokratie leben und sie das Fernsehen das ja wohl nicht zu entscheiden hätten was demnächst rechtlich möglich ist oder nicht.


    Ende, ein zwei Offlinesätze noch hinterher, dass es zumindest NOCH (Noch betont) zulässig sei Waffen mit denen man Menschen töten könne


    zu Hause aufzubewahren. Switch ****** Zum Kommentator. Der schiebt nochmal eine ähnliche Sugestivbewertung hinterher und meint, das man die inhalte der Sendung im Internet ja noch gerne weiter diskutieren könne.


    UND GENAU DAZU MÖCHTE ICH EUCH HIERMIT GERNE AUFFORDERN.


    Viel Erfolg


    Major Tom

  • Ich habe die Sendung auch gesehen und muss sagen, dass ich es mir schlimmer vorgestellt habe. Es gab zwar einige Unschärfen (z.B. sagte der Moderator, dass der Amokläufter von Winnenden die Waffe aus dem Waffenschrank des Vaters genommen hatte, was ja de facto falsch ist. Sie wurde nicht vorschriftsgemäß im Nachkästchen gelagert.)


    Die alte Frau kam eher als bedauernswertes Opfer herüber und war eigentlich froh, dass sie die Waffe abgeben konnte und straffrei blieb. Damit wurde mir als Zuseher suggeriert, dass diese Kontrollen ja doch etwas bringen.


    Der Jäger hatte seine Waffen top verwahrt, kannte alle seine Rechte und bemängelte auch die unangemeldeten Kontrollen insofern, dass er auch für die Waffenbesitzer geltende Rechte (Grundrechte!!) einforderte. Ein weiteres positives Beispiel für einen Waffenbesitzer, denn er begründete auch, dass er die Waffen zu Hause lagern müsse, denn was wäre ein Jäger ohne Gewehr?
    Anscheinend reichte das dem ZDF noch nicht, denn bisher kamen wir Waffenbesitzer relativ gut weg.


    Dann der Auftritt der BDS Schützen aus Köln. Abgesehen davon, dass dieses schießen (aus der Bewegung raus, kniend mit Kurzwaffen, usw.) nichts mit unseren DSB-Disziplinen zu tun hat, war der Bericht doch ganz ok. Mir fehlte jedoch die Abgrenzung zu den olympischen Sportarten und kleinkalibrigen Schusswaffen, denn der überwiegende Teil der Sportschützen betreibt ein ganz anderes Schießen, als dort dargestellt.
    Jedoch waren die gezeigten Sportschützen ganz in Ordnung und auch die Verwahrung in einem zugelassenen Waffenschrank wurde gezeigt. Der gezeigte Schütze (war auch noch Vorstand des Vereins) wurde aber leider als "Waffennarr" hingestellt, da er Waffen im Wert von "ca. 20.000 Euro" hatte. Dass er diese für diverse sportliche Schießen benötigt, wurde in dem Bericht nicht erwähnt.


    Im großen und ganzen, meiner Meinung nach, in Ordnung mit einigen Unschärfen und leider nur dem Zeigen einer Randgruppe des Schützensports. Mir wäre es lieber gewesen, sie hätten auch von der WM berichtet, etwas über Lechner oder Pfeilschifter gezeigt und nicht nur diese Kurzwaffen-Großkalibros. Aber das wäre wohl zu positiv gewesen.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo zusammen,


    Dingos Antwort ist zutreffend. Ich hab das Ding im Internet noch zweimal gesehen und hab es dann etwas weniger durch meine Brille gesehen.
    trotzdem hätte man den zweiten Teil mit den BDS Schützen lassen sollen. Ich schätze auch, das man die Einzelinterviews stark verstümmelt hat, wie kurz nach winnenden in WDR Westpol mit meinem Teil im Beitrag Waffenwahn. Als man es nicht geschafft hat in 45 min. mich aufs Glatteis zu führen, hat man die minimalste Passage ca. 20s rausgeschnitten und gesendet. Hans Herbert Keusgen hatte mich darum gebeten und im großen und Ganzen sind wir dabei noch gut weggekommen. Bei Anderen hatten sie mehr Erfolg.
    Über Kontakt könnt Ihr die Sendung kommentieren. Ich habe es höfflich aber ehrlich getan ungefähr so wie Dingo.
    Allerdings habe ich den Spaltungsversuch (Das sind ja nur die, wir tun das nicht) nicht aufgegriffen.


    Schöne Grüße
    Major Tom

  • Ich würde den "Spaltungsversuch" auch nicht nach außen äußern, nur eben in Schützenkreisen, denn für außenstehende sind wir Schützen doch eh alle die gleichen. Es hätte halt nur der Hinweis hingehört, dass es deutlich mehr gibt als nur das BDS-Schießen.


    Kann man deinen Kommentar von damals zu Winnenden noch irgendwo nachsehen und erläutere doch mal die Situation wie du in das Interview kamst und wie es dort so lief und was schlussendlich von dir gesendet wurde.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Was mir an dem Beitrag besonders missfallen hat, war die Behandlung der betagten Dame, auch wenn wohl so zumindest dem einen oder anderen Zuschauer die Dame eher als Opfer denn als potentieller Täter vermittelt wurde. Ob das so auch beabsichtigt war? Na ja.


    Aber von der menschlichen und moralischen Seite war das trotzdem ziemlich daneben. Das fing schon mit dem "Überfallkommando" um 8 Uhr morgens an. Dass solche Aktionen gerade bei älteren Menschen auch leicht gesundheitliche Folgen nach sich ziehen können, ist den Herrschaften wohl nicht eingefallen. Klar, geht ja immer um die Sicherheit, da kann keine Rücksicht genommen werden. Dabei wurde die Waffe doch ziemlich vorbildlich, nur eben nicht gesetzeskonform aufbewahrt. Warum wurde die Dame, die Erben generell, nicht schon vor Jahren angeschrieben und auf die neue Gesetzeslage hingewiesen? Warum wurde die Dame hier gleich mit der ganz großen "Keule" Strafverfahren und Gefängnis "bedroht", wo das doch wegen der doch klar fehlenden Vorsätzlichkeit auf ziemlich wackeligen Beinen stand? Warum wurde wegen möglicher Nachbesserung (hier B-Würfel aus dem Baumarkt - mit etwas Glück für 100 EUR) keine wirkliche Hilfe geleistet, sondern mehr oder weniger falsch informiert (200kg)? So wurde die Dame völlig unnötig verängstigt und auch noch kalt enteignet. Dabei war diese Pistole für die Dame ausschließlich ein Erinnerungsstück, von der nicht die geringste Gefahr ausgingt und ziemlich sicher war sie auch noch verwahrt. Was so eine, ich glaube es war eine Sauer 1913 7,65 heute noch wert ist, weiß ich jetzt nicht.


    Insgesamt hatte ich bei dem Bericht schon den Eindruck, dass die Journalisten sich "redlich" bemüht hatten, einen Verriss zu produzieren, aber keine richtigen Angriffsflächen fanden. Daher dann auch die ganzen Kommentierungen von "Ballern nur zum Spaß" über das total bescheuerte Büffel-Kaliber* und 7,6mm als Grenze für GK bis hin zum klagenden Schlusssatz. Der Jäger und die Sportschützen waren jedenfalls vorbildlich und natürlich auch geimpft in Bezug auf die Presse. Ich vermute, da wurde noch etliches geschnitten, sonst wäre da vermutlich ein noch ein runderes Bild bei rausgekommen.


    Leider, und dass muss man wohl auch so sagen, dürfte trotzdem bei einem nicht geringen Teil der unbedarften Zuschauer, welche sich eher berieseln lassen, die suggestive Wirkung des Beitrags ihre Wirkung nicht verfehlt haben.


    Kann aber auch sein, dass etwas nachdenklichere Menschen hier auch eine Anregung bekommen haben könnten, mal etwas in eine andere Richtung zu denken.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank



    Liebe Kinder: Büffel sind wehrhaftes Großwild. Da schießt man nicht mit Pistolen drauf. Die sind dafür von der Energie her absolut nicht geeignet. Selbst die hierzulande üblichen Jagd-Kaliber eignen sich dafür nicht. Das ist erstens nicht waidgerecht und außerdem kann so ein angeschossener Büffel dadurch noch viel gefährlicher werden.

  • Hallo Frank,


    absolute Übereinstimmung ,besonders die alte Dame betreffend. Der jäger war auch kein Jungjäger mehr und auch sichtlich belastet.


    Hallo Dingo,


    gerne mehr Info. Die WDR Westpol Reportagenreihe dürfte archiviert sein. es war die Sendung vom 3.5.2009 "Waffenwahn"
    Autor: Torsten Reschke. Wenn Du es nicht findest schick mir ne PN mit der Adresse, an die ich eine Kopie der DVD senden soll.
    Wie kam es dazu.
    Bereits vor Erfurt wurde ich Mitglied im FWR und betätigte mich dort sehr aktiv mit Infomitteilungen etc. Parallel auch immer an den DSB .Weil diese wohl gut waren wurde vieles veröffentlicht, die maßgeblichen Leute wurden auf einen Aufmerksam, man wurde auch zu vielen Veranstalltungen geladen und lernte sich persönlich kennen. Es war stets eine freundliche Begrüßung, da man sich im Geiste bereits kannte.


    Nach Winnenden brannte die Luft. Wie eine Feuerwelle nie gekannten Außmaßes überrollten die Meinungsmacher alles was sich bot.
    Unter dem Eindruck der nicht abebbenden Betroffenheitswelle stürzten sich Reporter und Redakteure auf alle kleinen und kleinsten Vereine.
    Kurzum alles. Bereitwillig und offen stellten sich Leute und öffneten Vereinstüren und Herzen und waren doch emotional wie interlektuell
    diesem Fegefeuer überhaupt nicht gewachsen. Das ging leider bis hin zum DSB Präsi Ambacher, der sich auch mehrfach aufs argumentative Glatteis ziehen ließ. Die interne Aufarbeitung folgte prompt auch durch Leute wie mich und es wurde fleissig richtiggestellt.
    Wenn schon Präsidenten obgleich der Flut so weggerissen werden, da ist klar wie am die in höchster Not" erarbeiteten" Aussagen mancher
    älterer Traditions oder leider auch kurzsichtiger Leistungssportschützen (Auch selbsternannter) trefflich negativ in Szene setzen liessen.
    Nachdem das also zu hauf passiert war (Krönung eine mir bekannte Trainerin von Gewehrschützen (u.A. trainierte sie DM Teilnehmer)
    tritt vor die Kammera und definiert alles andere als das was sie tut zu gefährlichem Quatsch und man könnte das auch alles durchaus mit Laser tun. Wirkung über Freundinnen der grünen Partei bis in den Bundestag), trat man an Hans-Herbert Keussgen heran ihm doch Vereine/Ansprechpartner zu benennen, die für eine seriöse Berichterstattung in WDR Westpol zur Verfügung ständen.
    Herr Keusgen, mit dem ich vorher bereits öfter persönlich Kontakt hatte rief mich an und bat mich hier einzuspringen, weil er mir
    das zutraute. Das war Verantwortung und ich war mir dessen bewust.
    Ich suchte mir also eine erfahrene Truppe zusammen und wir namen Kontakt auf. Das Film/Redaktionsteam war einen ganzen Freitag Nachmittag bei uns. Themen: Schiessbetrieb/Umgang/Waffenrecht/Aufbewahrung etc.
    Ich wollte die Fragen vorher haben. Man sagte mir, da ich kein Schauspieler sei,würde das gestellt klingen. Man stelle die Fragen und ich solle ruhig mehrfach hintereinander antworten und man suche hinterher mit mir raus, was man daraus nehmen würde.
    Dann gings los. 45 Min ohne Schnitt die tiefst- und hintergründigsten Fragen im Kassino am Tisch Kamera auf mich. Z.B. warum muß man denn GK schiessen,etc,etc.
    Ich bin nicht unerfahren und hatte mich vorher darauf eingerichtet. Die Rechnung mich zu dümmlichen Aussagen zu bekommen ging nicht auf,
    ich hatte auf alles 100%ige Antworten. ruhig sachlich, beispielbelegt, gegenfragend.
    Folge, man ließ dieses Interview komplett weg und sendete außer Schiesssequenzen mit einer Remington Rolling Block auf 100m Freihand
    und in der zweierriege mit Aufsicht mit einem S&W 686 von mir nur ein zwei Sätze als Liveton zu Fragen auf dem Schiessstand.
    Nicht falsch, aber auch nicht besonders tiefgründig. Dafür direkt gefolgt von Erfurt und Winnenden Nachrichtensequenzen.
    Auf unserer Seite außer meinem 3 köpfigem Team : RA Gopper FWR, Jürgen Kohlheim, HJ Streitberger?
    Auf der Gegenseite Claudia Roth , der selbst umstrittene Vors. der kleinen Kripogewerkschaft BDK, der sich dauernd politisch äußert und in eigenen Reihen bereits kräftig in der Kritik steht.
    Das alles war noch vor der großen Debatte, die zur Waffenrechtsänderung führte. Was und wo ich da noch überall mitstrickte, davon könnte
    ich noch ein Buch schreiben, bzw. eine Mediathek aufmachen. Man verbraucht sich dabei auch als Person, d.h. ich/wir brauchen solidarische
    Mitstreiter und weniger Kreuz und Querdenker (Spreche gar niemanden hier damit bewußt an), die der Gegenseite ggf. durch Verständnisbekundungen hie und da weitere Angriffspunkte bieten.


    Schöne Grüße
    Siegfried der Rheinländer (Major Tom)

  • Danke für deinen ausführlichen, schön geschriebenen Bericht. Werde mich mal auf die Suche machen.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo liebe Freunde,


    ich möchte noch etwas ergänzen :
    Wir hatten ja auch sequenzen zur Aufbewahrung bei einem Kollegen im privaten Bereich. Dabei sollte man unbedingt darauf achten:
    -das Haus, Zugang und Lagerräumlichkeit nicht genau erkennbar und vor allem der Besitzer nicht zuordnebar ist.
    Weil ....die öffentliche Preisgabe der Lagerung und Anzahl und Art ist streng genommen schon ein Verstoß gegen die Aufbewahrungsregeln des Gesetzes. Es sieht ein Millionenpublikum und da könnte durchaus der ein oder Andere dabei sein der.
    In der aktuellen ZDF Sendung wurde dagegen eindeutig verstoßen. das hat kein Mensch beachtet.


    Weiterhin hatten wir die Redaktion auf Klage verdonnert, nichts persönliches preis zu geben, was der betreffende nicht wollte.
    Inbesondere keine Sequenz von unseren Bildern direkt mit einem sinnentstellenden Offlinetext zu versehen. Keine Bilder ohne pers. freigabe !
    das hat den Redakteur, der anderes wollte extrem gewurmt. Aber der Sendetermin war schon zu nah, das er noch auf andere leichtere Opfer hätte schwenken können.


    So ist der Beitrag natürlich kein pro Film geworden, was ja der Titel schon sagt. Aber die vielen Dankesbekundungen aus eigenen Reihen
    und die Überlegungen sagten mir, dass es hätte viel schlimmer kommen können.


    Übrigens, so cool wie es sich anhören mag war ich in dem Interviews innerlich nicht. Äüßerlich sicherlich souverän wirkend war ich absolut durchgeschwitzt und hatte aufgrund der langen extremen Konzentration an dem Abend heftige Kopfschmerzen.


    Möchte nicht verhelen, das es auch einige negative Stimmen gab, nach dem Motto, dein/Euer Part ok. aber das mit Roth und Jansen , im Zusammenhang mit den Kommentaren mit Euch, da hätte man sich besser komplett verweigern sollen.
    Das sehe ich allerdings anders, eher so wie die Verbandsspitzen : Danke für Ihren Einsatz, sehr gut gelaufen. Wir konnten nichts positiveres erwarten. Die waren insofern fair, dass sie uns gefragt haben, wo können wir hingehen, denn wenn man negatives vorhat findet man sicherlich durch Provokation und Auswahl von Leuten mit fehlender Gesamtübersicht immer scheinbare negative Paradebeispiele und das war bei Ihnen und Ihren Leuten ganz eindeutig nicht der Fall. Besten Dank nochmal an Sie, Ihren Herrn XXX
    und Herrn YYYY.
    Also, wenn die Medien kommen, seit freundlich . Ehrlich und autentisch sollte man sein. Nie versuchen sich oder seine Disziplin zulasten anderer zu erheben. Das schadet immer, letztendlich auch demjenigen selbst. Und.........seht Euch vor, fragt genau wie,wo und was und laßt sie nicht darüber im unklaren, das Ihr einen Ruf zu verlieren habt und Euch ggf. heftig juristisch zur Wehr setzen werdet.
    Kriegt ihr den Eidruck, die nehmen uns nicht ernst und wollen uns eh nur negativ interpretieren. Klar und deutlich einmal ansprechen.
    Zeigt das keine Wirkung , umgehend verabschieden und ein Sendeverbot für bisheriges klar aussprechen. Ihr habt ein Recht an Euren persönlichen nicht freigegebenen Aussagen und Bildern. Komplettverweigerung bringt m.E. dagegen nichts.


    Schönen Tag noch
    Major Tom

  • Auch ich habe den ZDF-Bericht gesehen und war froh, dass wir Sportschützen noch ganz gut dabei weggekommen sind. Wir haben ja in den letzten Jahren so unsere Erfahrungen mit den Beiträgen im Fernsehen gemacht, die meiner Meinung nach den Zuschauern den Eindruck vermitteln sollten, dass alle Waffenbesitzer potentielle schießwütige Amokläufer sind. Was habe ich mich da geärgert.


    Was mich aber auch an dem ZDF-Beitrag wieder genervt hat, ist, dass nur Disziplinen gezeigt wurden, die für uns Sportschützen eigentlich gar nicht relevant sind. Auch scheint es für Fernsehteams nur großkalibrige Kurzwaffen zu geben.


    Einzig positive Ausnahme dieser Fernsehberichte war ein 45-minütiger Beitrag im BR, der voriges Jahr ausgestrahlt wurde. Hier wurde auch die Jugendarbeit in einem Münchner Schützenverein dargestellt und es wurden Aufnahmen während der WM 2010 in Hochbrück gemacht. Dieser Bericht war wirklich objektiv. Ein Dank an den BR.


    Dago

  • dago & Dingo


    Der Begriff "Sportschütze" umfaßt jeglichen Sport mit Waffen, wie es das Bundesverwaltungsamt in den Sportordnungen der einzelnen Verbände genehmigt hat.


    Hier Sportschützen anderer Verbände diesen Status abzuerkennen wollen mit Aussagen wie "unser Sport" "uns Sportschützen" "unsere Disziplinen" usw. ist nicht zielführend. Der DSB und seine Disziplinen sind nicht das allein seligmachende........


    Uns alle vereint doch, daß wir Waffen besitzen. Seien es Druckluftwaffen, Klein- oder Großkaliberwaffen. Alle sind vom Waffenrecht betroffen. Und alle -auch die Druckluftwaffen- sollen, wenn es nach dem Willen der GRÜNEN, LINKEN oder SPD geht aus dem Verkehr gezogen werden. Und dann?


    Der Weg ist nach der Salamitaktik geplant, erst Groß- dann Kleinkaliber, dann Druckluft.


    Das sollte einigen zu denken geben um ihre Sichtweise etwas globaler auszuweiten, quasi mal über den Tellerrand zu schauen.


    Und wer hier sagt: "Interessiert mich nicht, bin nur Druckluftschütze", den soll sofort eine Funkenentladung beim Gang dorthin, wo auch der Kaiser zu Fuß hingeht, treffen.......

  • Hallo Michael und Andere Sportsfreunde,


    so hart das auch klingt, aber leider ist es wahr, was Michael hier dargelegt hat. Es ist mitunter natürlich auch eine Frage von Erfahrung und


    Weitsicht, ob man das direkt wittert, wahrnimmt oder überhaupt wahrnehmen will.


    Ich stand bei einer politischen Diskussion, die direkt Einfluß auf die Entscheidungen des Bundestags zu den letzten Verschärfungen kam,


    fassungslos solchen unbedarften Sankt Florians Außerungen gegenüber. Auch Jürgen Kohlheim schaute ungläubig.


    Wenn man hinterher diese Jünger der St Florians Schützenbruderschaften bzw. Dito Sportschützen auf Ihre fatalen Äußerungen ansprach,


    merkte man, das sie die Tragweite ihres (entschuldigung ich muß es so sagen) unqualifizierten unnützen Dahergeredes überhaupt nicht erfasst hatten.


    Es nützt aber nichts, Einsicht diesbezüglich und damit Solidarität kann man nicht erzwingen und man kann es nur mit sachlich überlegten


    Fakten und Güte versuchen. Ich bin der Ansicht, wir sind über Gesetze, Gebühren und Auflagen in unserer Freiheit bereits jetzt weit mehr als nötig gegängelt. Wir brauchen keine weiteren Moralapostel, weitere Einschränkungen oder gar Verbote. Wer dies anders sieht, muß sich Stück für Stück entmündigen/enteignen lassen. Ich möchte nochmal diesbezüglich auf das Niemöllerzitat verweisen, er hat die Taktik zu spät erkannt. Erkennen wir sie früher !!! ?


    Major Tom

  • Ich möchte keine Disziplin verleugnen, aber ich sehe auch nicht ein, dass der Schießsport nur immer als GK Kurzwaffen-Sport dargestellt wird. Ein Hinweis darauf, dass das nicht alles ist, dass es mehr gibt und dass der überwiegende Teil der Sportschützen in olympischen Disziplinen (LG oder KK) daheim ist, gehört einfach zu einer seriösen Berichterstattung und da wehre ich mich auch gegen, dass der Schießsport, den ich betreibe, so dargestellt wird. Natürlich sind die GK-Schützen auch Sportschützen, aber die Mehrzahl schießt schwächere Kaliber.


    Und im DSB, dem größten Schützendachverband gibt es keine Disziplinen, wo man mit geladener Waffe im Holster herumläuft und in den verschiedensten Stellungen schießt. Wer es mag, ok, der kann es ja machen, aber was ich von dieser Art des Schießens halte, kann man meinen Beiträgen wohl entnehmen.
    Um es nicht falsch zu verstehen: Ich bin auch gegen ein Verbot von GK-Waffen, aber ich halte es für keine erstrebenswerte sportliche Disziplin mit einer GK-Kurzwaffe "Cowboy" zu spielen und das dann noch als den einzigen Schießsport darzustellen - da kommt mir die Galle hoch.
    (Ich hoffe, ich bin jetzt keinem auf den Schlips getreten, aber das ist nun mal meine subjektive Meinung, die man ja nicht übernehmen muss, aber die ich zu respektieren erbitte).

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo


  • Um es nicht falsch zu verstehen: Ich bin auch gegen ein Verbot von GK-Waffen, aber ich halte es für keine erstrebenswerte sportliche Disziplin mit einer GK-Kurzwaffe "Cowboy" zu spielen und das dann noch als den einzigen Schießsport darzustellen - da kommt mir die Galle hoch.
    (Ich hoffe, ich bin jetzt keinem auf den Schlips getreten, aber das ist nun mal meine subjektive Meinung, die man ja nicht übernehmen muss, aber die ich zu respektieren erbitte).


    Ich möchte Dich darauf hinweisen, daß Deine und meine KK-Waffen genauso bedroht sind wie die GK-Waffen. Ebenso unsere Druckluftwaffen.


    Deine Meinung zum GK-Sport sei Dir unbelassen. Jedoch mußt gerade Du, als Multiplikator, sehr gut auf das achten, was Du sagst. Es wird von vielen unhinterfragt übernommen. Und dann kommt das raus, was Major Tom sagte. Ich hoffe sehr, daß das nicht Deine Intention ist.


    Ich sehe schon, es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bis alle aus ihrer Tellerkuhle herausgekrochen kommen, um mal zu sehen was nach dem Tellerrand kommt. Denn wie gesagt: Was Schießsport ist, entscheidet nicht der DSB sondern das Bundesverwaltungsamt. Sich in dieser Beziehung von Ambacher und Konsorten vordenken zu lassen zeugt von wenig Selbständigkeit und Weitsicht.


    Ein Beispiel: Die BDS-Disziplin "Speed" wird sowohl mit Kurzwaffen als auch mit Langwaffen geschossen. Mit Groß- und Kleinkaliber. Nehmen wir z.B. KK-Kurzwaffe, es ähnelt der Disziplin "Olympisch Schnellfeuer" des DSB. Um zu gewinnen, muß man ähnliche Zeiten schießen wie die Schnellfeuerschützen, um die 4-5 Sekunden, das aber bei jedem der 6 Durchgänge - und das Zentrum ist nur halb so groß.........
    Eine sehr, sehr anspruchsvolle Disziplin die aber von DSB-Seite aus nur der, der über den Rand schaut, auch sehen kann.


    Auch das vielgescholtene IPSC-Schießen ist Sport pur, auch hier macht die Präzision in Verbindung mit Schnelligkeit den Unterschied. Man muß es nicht mögen, aber zwingend akzeptieren, daß es zur Vielfalt des deutschen Schießsports dazugehört.


    Bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes 2010 waren in den olympischen Kleinkaliberdisziplinen Freie Pistole (2.20) und Schnellfeuerpistole (2.30) insgesamt 407 Starter angetreten, einschließlich Junioren.


    Bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Schützenbundes 2010 waren in den nichtolympischen Großkaliberdisziplinen Gebrauchspistole (2.53/2.55/2.58/2.59) sowie Zentralfeuerpistole (2.45) insgesamt 683 Starter angetreten. Keine Junioren, da GK für die lt. Gesetz nicht erlaubt ist.


    Das sind nur mal schlappe 66% mehr, warum wohl?


    dingo, schau Dir mal die Liste "B" des DSB an. Und erkenne, daß auch im DSB Disziplinen angeboten werden, die Dir vielleicht nicht gefallen. Anderen anscheinend um so mehr. Und um auf Deine Bitte zurückzukommen: Nein, ich akzeptiere/respektiere Deine Meinung und Dein "Galle hochkommen" nicht.


    Mit Schützengruß
    Michael

  • Hallo dingo,


    ich teile deine Sichtweise, dass diese Art der Berichterstattung kein objektives Bild von der großen Bandbreite des Schießsports zeigt, wobei ich jetzt auch nichts gegen deine "Cowboys" habe, weiß ich doch, dass die ihre Art des Schießens genauso verantwortungsvoll betreiben. Das bestätigen ja auch die Fakten bezüglich Unfälle und Missbrauch immer wieder.


    Aber die Fernsehmenschen wollen nicht auf einen LG-Stand geschleppt werden, wo dann womöglich noch ein paar zarte Mädels LG-Dreistellung trainieren. Die wollen halt Bilder, die ihre Meinungen bestätigen und womit sie ihre Botschaft (Ideologie) transportieren können. Wenn sie den LG-Stand wählen würden, könnte ja auch der unbedarfteste Zuschauer sich fragen, wo denn da eigentlich das Problem sei.


    Die Jungs auf dem Stand in Köln haben sich aber doch vorbildlich verhalten. Von Ballern war da keine Spur zu sehen. Da musste doch sogar noch mit dem unsäglichen Büffel-Kaliber von Seiten der Redaktion nachgeholfen werden.



    Ich fürchte, wenn wir wirklich einen objektiven Bericht über die ganze Bandbreite des Schießsports nebst Gewichtung haben möchten, müssen wir den wohl selbst drehen. Aber selbst das nützt nichts, da wir den Film dann trotzdem niemals zu einer guten Fernsehzeit bei den Hauptsendern unter bekommen können. Klar es gab und gibt Ausnahmen, wie den Beitrag "Unter unserem Himmel", die Berichte von der WM und auch Sobis Beitrag, aber wann und wo wurden die denn wirklich gesendet und wer hat das dann gesehen?



    Apropos, kennt noch jemand den "alten" Film von Reinkemeier über die DM in München? Auch wenn der Film mittlerweile 20 Jahre alt ist, könnte man den immer noch im Fernsehen zeigen und der würde zu guter Sendezeit auch ein Publikum finden. Aber wie kriegen wir so einen Film da unter?



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • "dass nur Disziplinen gezeigt wurden, die für uns Sportschützen eigentlich gar nicht relevant sind."


    Ach.
    Zimmerstutzen? Oder laufende Scheibe 50 Meter?


    Carcano

  • Hallo Dieter,


    Ich glaube zu der Zeit kannten wir uns noch nicht persönlich . Damals (schätze mal 2006?,oder wars 2008 ?) . Dachten wir Sobis das ist die Chance Sobi einem breiten Publikum zu zeigen. Wir reisten mit Riesenaufwand an, übernachteten z.T. in Wiesbaden im Leistungszentrum
    der DSB und Privatleute bauten denen ins ZDF Gelände einen supergeilen Schiesstand.
    waren um 5 halb 6 auf den Beinen , liefen uns den A......h weg und was macht diese bonnierten Fernsehheinis ?
    Nicht eine Sequenz richtig vom Schiessen dabei. Nichts aber auch garnichts brauchbares, stattdessen ein absolut getürktes Rennen mit Costa
    Cordalis, der nichtmal eine Runde lief, sondern sich hinter einem Gebüsch versteckte und dann Kamarageil als "Sieger" über die Ziellinie lief.
    Axel xxxxxxx, der Hauptorganisator vom RSB/DSB dem man anderes versprochen hatte beschwerte sich vor Ort direkt nach der Sendung
    das man das Schiessen fast nicht erwähnt hätte und erhielt (Vor Winnenden) die schwüästigste Gutmenschenbegründung von wegen Schiessen und Schiesssport passten nicht zum etischen Konzept des Senders. Frustriert und wütend führen wir heim. Das beste daran war der Big Mac auf der Raste von Mac Donald.
    Solche Bilder (Selbstgeschossen) haben wir natürlich auch. Sah gut aus bei dem Wetter und der vielen Fernsehwerbung, nur das sah man nicht im fernsehen. Dafür Nievel und Pool und Bands und und und.
    Dieter, bei allem Respekt und Anerkennung (Freundschaft sowieso), was muß man rauchen, um das als positive Darstellung für den Breitensport mit LG´s zu werten ?


    Der Rheinlandgrufti (Major Tom)

  • Hallo Major Tom


    das war 2008 aber...... damals war ja noch Deutschland bewegt sich dabei und hier waren die Begriffe Sommerbiathlon und laufen dabei. der Schiepstand und (getürkte) Klappscheiben wurden damals ca. 30 Sekunden gezeigt. Und nicht zu vergessen das Publikum (ca. 400 Personen) welche diesen Eindruck mitgenommen haben. Wir haben zwar kein Gras geraucht aber wir haben das dann auch zu Hause in der Presse "ausgeschlachtet" ==> ZDF zieht und uns und den Vereinen welche von hier dabei waren hat das unheimlich viel gebracht um unseren Bekanntheitsgrad hochzusetzen bzw. aufzuwerten.


    Ich sehe so etwas durchaus positiv. Warum soll ich einen Großen Schritt machen und auf die "Schnauze" fallen wenn ich mit 2 kleinen mehr erreiche.


    lg


    Dieter

  • Dass sich die gezeigten Schützen gut verhalten haben, habe ich oben schon erwähnt, aber ich kann es einfach nicht mehr haben, dass in den Medien unser Schießsport oft als "Cowboy" mit Holster-Schießen dargestellt wird.
    Und es wird euch verwundern: Wir haben in meinem Verein viele GK-Kurzwaffenschützen, die sogar auf der Deutschen Meisterschaft vorne mit dabei sind und die bewundere ich, wie sie damit so gut schießen können. Wir haben sogar einige im Verein, die auch in anderen Verbänden (z.B. BDMP) mit dabei sind und dort sogar teilweise auch in der Nationalmannschaft vertreten sind. Auch dafür meinen Respekt.


    Trotzdem hat das nichts mit dem von mir ausgeübten Schießsport zu tun und ich will von keinem hören: "Ach ich habe das im ZDF gesehen, jetzt weiß ich ja wie bei dir Schießsport aussieht." Das ist schlichtweg falsch!! Ich sage ja auch nicht zu einem Go-Kart-Nachwuchsrennfahrer: "Ich habe schon mal Rallye oder Stock-Car gesehen, jetzt weiß ich was Rennsport ist." Das sind einfach zu viele Facetten.
    Von mir aus können die mit jedem Kaliber der Welt schießen, nur darf das dann nicht als DER Schießsport dargestellt werden. Und da kommt mir, ich wiederhole mich, die Galle sprichwörtlich hoch.


    Michael Kuhn: Mit Liste B meinst du ja wohl Sportarten, die nur bis zur Landesebene geschossen werden. Und glaube mir: Auch hier bin ich sogar in solch einer Disziplin vertreten und schieße sie gerne. Aber auch hier sage ich: Diese Disziplin hat nur im Rande mit dem weitläufig vertretenen Schießsport zu tun.


    Natürlich müssen wir versuchen, den Schießsport als Ganzes zu erhalten, aber es ist einfach ein Unding, wenn man den Schießsport als Ganzes immer nur mit einer Randgruppe darzustellen versucht.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo