• Hallo zusammen,
    ich hab gestern wieder einmal einen Wettkampf "versemmelt".
    Es ist immer das gleiche, kaum lege ich zum ersten Wettkampfschuss an,
    kommt die Unsicherheit und die Angst vor einem schlechten Schuss.


    Wer hat für mich einen Tipp, wie ich das in den Griff bekommen kann.


    Vielen Dank !

  • Als Vorschlag was du machen köntest:


    - So viele Wettkämpfe wie möglich schießen.
    - Deinen Trainer fragen ob er mit dir Finalschießen Trainiert.


    Das wichtigste:
    Konzentriere dich aufs schießen und nicht auf deine ängste

  • Ihr habt doch sicherlich mehrere Jugendliche die gemeinsam Trainieren.
    Stellt doch einfach mal Wettkampfsituationen nach, ruhig auch mit Mannschaftswertung.
    In manchen Regionen finden auch neben der Saison noch Wettkämpfe statt, vielleicht hast du ja die möglichkeit dort mal teil zu nehmen.

  • Das hat nicht zwingend nur mit dem Wettkampf zu tun.


    Klar baut der Wettkampf Druck auf und da kannst du nur mehr Wettkämpfe machen, aber es hat auch mit deinem Schiessrythmus zu tun.


    Wenn du nicht abdrücken willst weil du dir nicht sicher bist, dann unterbrichst du deinen Schiessrythmus.


    Wir haben das immer so trainiert, dass man ab und an Schiessen auf Zeit macht.


    Der Trainer gibt das Kommando, Laden, Anlegen, Feuer frei und dann hast du 7 - 10 - 20 sekunden egal wie viel. Was du schiesst ist egal. Du wirst dich erstens wundern wie schnell man meistens schon abdrückt und du bekommst ein Zeit und Rythmus gefühl. Du musst lernen immer gleich zu Zielen und Abzudrücken und wenn du das nicht willst. Ablegen, Anschlag neu Aufbauen. Wenn du verzögerst dann wirst du immer Verreissen denn du baust dann Spannungen auf...


    Vielleicht hilfts ;)

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Ich finde auch, dass ein Rhythmus wichtig ist. Wenn man zu lange zielt bzw. den Schuss anders aufbaut, hat das gar keinen Sinn.
    Mir geht es ähnlich wie dir. Zwei Tipps, wie ich das versuche, in den Griff zu kriegen:
    1.) Versuche, die Nervosität zu akzeptieren. Wenn du zielst, lass das Gefühl der Nervosität nicht oberhand über deine Konzentration gewinnen. Schaffst du das, wird die Nervosität in den Hintergrund gedrängt; du wackelst zwar eventuell noch mehr, weil das Herz schneller schlägt, aber das wirkt sich auch nicht so drastisch aus.
    2.) Auf gar keinen Fall nach dem Motto: "Bloß raus damit !" verfahren. Ich hab dazu ne witzige Geschichte meinerseits: Wir haben Bezirksoberliga geschossen, nach dem Bundesliga Modus, noch dazu gegen den Abstieg. Es stand 2:2, mein Match war noch im Gange. Mein Gegner und ich haben gleich schnell geschossen, jeder hatte noch einen Schuss, ich lag mit 3 Ringen vorne. Ich war total nervös. Hab beim Zielen gewackelt wie Sau, mir aber gedacht: "Raus damit, dann isses vorbei". Hab dann nen schönen 6er geschossen, mein Gegner 10 Sekunden später nen 10er, ich hab mit einem Ring verloren, meine Mannschaft 2:3.
    Also lieber den letzten Schuss 10 mal absetzen, irgendwann ist einem die Nervosität wurscht.

    SG 1850 Wirsberg e.V.
    2. Mannschaft, Gauliga Ost

  • ich hatte auch mal das problem dass bei wettkämpfen, sobald ich auf wertung drücke, alles vorbei war ;) aus eigener erfahrung kann ich sagen dass es sich nicht so schnell ändern wird, es gehört einfach viel übung dazu. ich versuche das normale training möglichst wettkampfgetreu zu gestalten also vorbereitung, probeschießen, usw immer im gleichen rhythmus


    wenn du sagst du hast vor allem ein problem am anfang, dann üb doch einfach mal die ersten schüsse also 5 min einrichten, 10 min probe und dann 10-15 schuss auf wertung schießen und sich davor ein bestimmtes ziel auf die paar schüsse vornehmen, danach aus dem stand gehen und wieder alles von vorne. ist auf dauer etwas lästig aber mir hats geholfen. wenn dann im wettkampf doch mal der herzschlag etwas stärker wird, dann versuche ich ihn mit der atmung wieder etwas zu kontrollieren indem ich langsam und lange ausatme

  • Ich habe das selbe Problem, gehabt und auch manchmal noch heute.
    Ich hatte auch Angst einen schlechten Schuß abzugeben, zielte daher viel zu lange, verkrampfte und war oft "schweißgebadet" nach dem Wettkampf. Das ganze ging immer im Teufelskreis weiter: Vor dem Wettkampf Wettkampfangst, weil ich im Wettkampf Angst hatte einen schlechten Schuß zuriskieren.


    Ich hab das ganze im Kopf geändert: Die wichtigste Einstellung war für mich: Wenn ich diesen Wettkampf versemmel ist das scheiß egal, es ist mein Hobby und da von hängt überhaupt nichts ab. Egal ob ich erster oder letzter werde ich behalte meinen Job, mein Zuhause und auch mein Leben, es verändert sich gar nichts.


    Zudem habe ich im Training drei Wochen hintereinander am Anschluss des eigentlichen Trainings 20/40 oder auch 100 Schuss auf den Spiegel gemacht, ohne nach zusehen. Der Spiegel wurde nur rangeholt, wenn das Schwarze kurz vorm rausfallen war.


    Mir hat beides sehr gut geholfen, weil ich einfach viel lockerer in einen Wettkampf gegangen bin und ich mich einfach auf die Technik konzentrieren konnte.


    Üben unter Wettkampf bedingungen kann helfen, aber du must auch den Kopf dabei mit nehmen, wenn der immer noch Angst hast etwas zu versemmeln, kannst du Wettkampfsituationen so oft üben wie du willst. Du wirst in einem richtigen Wettkampf genau die selbe Angst haben, wie immer.


    Probier aus was du für gut hälst und mach dir keinen Kopf, wer den Berg runterfährt muss ihn auch irgendwann wieder rauf fahren! :)

  • Hier sind schon viele Dinge genannt worden. Nun noch ein paar Arten des Abzugstrainings.
    1. Nullpunkt ermitteln: Mache ein paar Probeschüsse ("warmschießen") und gehe dann in Anschlag ohne zu Laden. Nach dem Atemstopp zähle lautlos mit bis deine Mündung am ruhigsten ist (= 1. Ruhephase). Dies wiederhole ein paar Mal bis du dir sicher bist, wann "DEINE" Ruhephase beginnt. Nun wird wieder scharf geschossen, ABER
    sobald die Mündung ruhig ist drückst du ab, egal wo die Mündung steht. Wichtig ist, dass die Trefferlage stimmt. Dann kannst du den Nullpunkt in die Zehn korrigieren.
    2. Cowndown. Nach dem Atemstopp zählst du rückwärts (mit der Zahl beginnend, die du bei 1. ermittelt hast) und anstatt der Null drückst du ab. Wichtig ist wieder, dass die Trefferlage stimmt.
    Damit hast du eine Aufgabe für die nächsten Wochen, oder?

  • Ich hatte mal bei einem Wettkampf eine Schützin neben mir die in der aufgeklappten Mun-Box einen Zettel in den Deckel geklebt hatte ,wo der komplette Ablauf für den jeweils nächsten Schuss stand 1.)Streifen weiterziehen
    2.)laden 3.)durchatmen 4.)Deckel zu 5.)in aAnschlag 6.)Finger und so weiter ,die war so konzentriert auf die Einhaltung dieses Ablaufes das die an gar nichts anderes denken konnte.
    Da fiel mir auf das ich das eigentlich auch mache nur ohne Zettel ,volle Konzentration auf den Ablauf und nicht denken,schon garnicht mit zählen ,wenn ich fertig bin kann ich oft nicht sagen wieviel Ringe .Alle anderen wissen das immer genau,heißt die denken bzw. zählen die ganze Zeit mit und wissen am besten vor jedem Schuss schon was Sie schiessen müssen(Liste angeschaut),mach ich garnicht vorher, lenkt nur ab,später stört das auch nicht mehr .beim RWK wenn da schon einer vom Stand kommt und 296 gröllt ,darf man sich nicht verrückt machen lassen ,teils auch beabsichtigt .Hab auch schon nach 6-8 Schuss Probe zur Probe mal den Streifen raus und wieder rein gesteckt um diesen berühmten ersten Schuss zu simulieren ,falls der Stand sich beim Wechsel verändert oder der Kopf!!
    Speziell auf Elektr.Anlagen nur kurz die Lage zu Hoch oder zu weit rechts anschauen,und auf den nächsten Schuss konzentrieren ,nicht schauen was das nun war 9,9 wird keine 10.