Modifizieren einer Vorderschafterhöhung

  • Hallo liebes Forum!


    Habe ein kleines Problem, dass ich hoffe mit eurer Hilfe lösen zu können.


    Ich schieße LG und Kleinkaliber, beide "auf der Faust". Beim KK habe ich einen Waltherschaft mit dazugehöriger Vorderschafterhöhung (Link ). Im Anschlag kommt es jedoch vor, dass ich mit meiner Faust beim Stehendschießen einige Millimeter, bis maximal einem Zentimeter nach vorne "rutsche" und die Mündung dementsprechend nach unten "sackt".


    Meine Frage an euch: Darf man laut Sportordnung die Vorderschafterhöhung modifizieren? Darf man sie aufrauen, oder ein raues Plastik- oder Gummiteil unten ankleben? Oder, was würdet ihr mir empfehlen?


    Ich freue mich schon auf euere Antworten.


    Grüße,
    shoooting.sepp

  • Hallo Sepp,


    Beim 3-Stellungskampf wird mit dem KK nur noch mit der freien Waffe geschossen. Da darfst du mit dem Schaft im Prinzip alles machen, also auch die Vorderschafterhöhung nach deinem Geschmack anpassen.


    Bei KK100m ist eine Handstütze verboten, aber die Vorderschafterhöhung auch erlaubt und in der Form nicht vorgeschrieben.


    Mach dir doch an den Klotz sowas wie eine kleine Stufe ran, so dass die Faust nicht nach vorne rutschen kann.


    Von der Anschlagstheorie sollte dein Stützarm senkrecht sein, dass das Gewicht des Gewehres direkt nach unten weitergegeben wird. Wenn der Stützarm senkrecht ist kann die Faust nicht nach vorne rutschen.


    Wenn die Faust nach vorne rutschen will erzeugt sie eine Kraft, die das Gewehr aus der Schulter ziehen will. Dieser Kraft must du mit anderen Kraftanstrengungen (vermutlich der rechten Hand) entgegenwirken -> nicht gut.


    Gruss Axel

  • Bei KK100m ist eine Handstütze verboten, aber die Vorderschafterhöhung auch erlaubt und in der Form nicht vorgeschrieben.


    Mach dir doch an den Klotz sowas wie eine kleine Stufe ran, so dass die Faust nicht nach vorne rutschen kann.


    Vorsicht. Ob die Vorderschaftverstärkung (KK 100m) eine Mulde oder Stufe oder einen Anschlag (ein Klötzchen) haben darf, ist umstritten und nicht nur nach meiner (eher unmaßgeblichen) Auffassung nicht zulässig. Auch irgendwelche zusätzlichen Materialien, welche die Griffigkeit verbessern, sind fraglich. Es wird nämlich die Auffassung vertreten, dass, da bei KK 100m nur eine Vorderschaftverstärkung erlaubt sei, auch die weiteren Einschränkungen für den Vorderschaft wie für LG und GK-Standard gelten. Ist zwar umstritten und nicht ganz eindeutig, aber wer generell keinen Stress bei der Waffenkontrolle haben möchte, sollte hier Zurückhaltung üben. Ein Aufrauhen oder Punzieren ist aber auf jeden Fall zulässig.


    Für das Sport- und Freigewehr gelten diese Einschränkungen bezüglich Mulde, Stufe oder Klötzchen, wie schon gesagt, nicht.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Frank




    Vorsicht. Ob die Vorderschaftverstärkung (KK 100m) eine Mulde oder Stufe oder einen Anschlag (ein Klötzchen) haben darf, ist umstritten und nicht nur nach meiner (eher unmaßgeblichen) Auffassung nicht zulässig.


    Ich weiss, dass das gerne diskutiert wird, aber ich hab' bisher noch nirgends in der Sportordnung gefunden, wo die Form des Vorderschaftes näher geregelt wird.



    Auch irgendwelche zusätzlichen Materialien, welche die Griffigkeit verbessern, sind fraglich.

    Zumindest am Griff für LG gibt's da glaube ich eine Regel. Aber für den Vorderschaft fällt mir da aus dem Kopf nichts ein.



    Es wird nämlich die Auffassung vertreten, dass, da bei KK 100m nur eine Vorderschaftverstärkung erlaubt sei, auch die weiteren Einschränkungen für den Vorderschaft wie für LG und GK-Standard gelten.


    Die hauptsächliche Einschränkung beim LG ist, dass der Schaft bis zur Laufachse nur 9cm hoch sein darf. Eine genaue Vorschrift der Form gibt es meinem momentanen Wissen auch nicht. Also wäre theoretisch auch beim LG möglich die Schaftunterkante nach Bedarf zu formen solange man diese 9cm nicht überschreitet.


    Ich muss mal kucken ob irgendwo steht, dass man für stehend keinen Handstopp in die Schiene schrauben darf. Aber das wäre auch etwas sehr provokant :-)


    Diese 9cm gelten aber sicher nicht im ZiSt und KK-Bereich. Da gibt es meines Wissens keine Vorschrift, die die Schaftform einschränkt. Nur darf man eben bei z.B. KK100m keine sogenannte Handstütze verwenden. Wobei ich den Sinn der Regel so interpretiere, dass ein komplettes herumgreifen um die Vorderschafterhöhung wie bei einer Handstütze nicht möglich sein soll. Allerdings halte ich eine entsprechend geformte Vorderschafterhöhung für genau so effektiv wie eine Handstütze. Nur ist die Handstütze mit einem Imbusschlüssel verstellbar, die Vorderschafterhöhung nur mit einer Raspel :-)


    Ich hab' die Sportordnung gerade nicht da, diskutiere aber gerne über Regeln. Aber wenn mich jemand (z.B. bei einer Waffenkontrolle)irgenwie einschränken will, soll er mir zuerst die Regel in der Sportordnung zeigen die die Einschränkung vorschreibt. Auf Stammtischdisskusionen gebe ich nicht viel wenn es sich nicht konkret mit der Sportordnung belegen lässt. Bei uns im Verein fragen die anderen mich öfters nach Regeln. Oft schlage ich dann auch noch mal nach um mit meine Antwort sicher zu gehen. Aber im allgemeinen bin ich recht Regelfest. Die Kampfrichterausbildung muss ja auch zu was nützlich sein :-)


    Gruss Axel

  • Hallo Axel,


    die von mir aufgeführten Einschränkungen bezüglich griffige Materialien und Auskehlungen (Mulden) gelten grundsätzlich erstmal nur für LG und GK-Standard. Siehe 1.0.3.6.3.2 und 1.0.3.6.3.3. Die Gewehrtabelle sagt nur keine Handstütze. Die Vorderschaftverstärkung ist außer in 1.0.3.3.2 auch nicht weiter definiert. Da diese Unterscheidung zwischen Handstütze und Vorderschaftverstärkung in der Gewehrtabelle aber drin ist, macht die ganze Sache ja nur Sinn, wenn für die Verstärkung nicht die gleichen Freiheiten gelten, wie für die Handstütze. Da bleibt dann nur noch die Orientierung an der klassischen Schaftform wie für LG und GK-Standard.


    Aber die ganze Sache ist wirklich nicht eindeutig und bedarf daher auch dringend mal einer Klärung und Überarbeitung. Ich habe meine Anmerkungen auch in erster Linie gemacht, um den Schützen für mögliche Probleme zu sensibilisieren. Es kann Probleme geben und im Zweifel kann der Waffenkontrolleur oder Kampfrichter sich immer noch auf 0.1.3 berufen. Andererseits sind auf der DM in München auch schon bei 100m Schützen mit kompletter Handstütze gesichtet worden. Na ja!



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • 1.0.3.3.1


    Eine Handstütze ist jede Zusatzvorrichtung oder Erhöhung unter dem Vorderschaft, die das Halten des Gewehrs durch die vordere Hand unterstützt. Die Handstütze für das Stehendschießen darf nicht weiter als 200mm unterhalb der Laufachse reichen.


    1.0.3.3.2


    Ein Zusatz unter dem Vorderschaft zur Erreichung des Maximalmaßes ist keine Handstütze.


    Das ist alles und so ganz richtig hilft uns das ja wohl nicht weiter. Ein bisschen unlogisch ist es durch das Wörtchen "jede" im oberen Teil auch noch. Zumal sich die Frage stellt, wie Axel schon richtig andeutete, welches Maximalmaß denn nun für 100m und ZiStu überhaupt gilt. Die genannten 200mm oder doch nur die 90mm wie für LG und GK-Standard?


    Wie schon gesagt, die Problematik besteht nur bei 100m und ZiStu durch dieses seltsame Verbot der Handstütze, nicht aber für Sport- und Freigewehr.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Hallo Axel,


    ...Andererseits sind auf der DM in München auch schon bei 100m Schützen mit kompletter Handstütze gesichtet worden. Na ja!


    Hallo Frank,


    oder Gewehre mit Handballenauflage. Aber dass das im KK100m nicht erlaubt ist, weiß glaub ich nicht jede Standaufsicht und nicht jeder Waffenkontrolleur... 8|
    Wobei sich mir da der Sinn dieser Regelung nicht wirklich erschließt.
    Aber über Sinn oder Unsinn einer Regelung zu diskutieren (zumal mit den hohen Herren ab Landesebene aufwärts) bringt nur Frust. Da läufst Du gegen eine Wand... :thumbdown:


    Gruß Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
    LG Steyr 110 connect Version tuned by MEC/Centra/TEC HRO
    KK Anschütz 1913 tuned by s.o.


    Rekorde:
    LP: 367


    in memoriam:
    LG: 395/591
    ZF: 281
    100m: 292
    EM: 589
    3x40: 1141
    3x20: 563

  • Siehe 1.0.3.6.3.2 und 1.0.3.6.3.3. Die Gewehrtabelle sagt nur keine Handstütze. Die Vorderschaftverstärkung ist außer in 1.0.3.3.2 auch nicht weiter definiert.


    Also ich hab' mir jetzt die Regeln nochmal angeschaut, und ich kann nirgends finden, dass der Schaft unten eben sein muss.


    Ich sehe nicht welche Regel z.B. einer Ausfräsung an der Stelle für die Faust entgegenspricht - Auch für LG.


    Da diese Unterscheidung zwischen Handstütze und Vorderschaftverstärkung in der Gewehrtabelle aber drin ist, macht die ganze Sache ja nur Sinn, wenn für die Verstärkung nicht die gleichen Freiheiten gelten, wie für die Handstütze. Da bleibt dann nur noch die Orientierung an der klassischen Schaftform wie für LG und GK-Standard.


    Die klassische Schaftform gibt es seit den Aluschäften nicht mehr. Das sind ja nur noch Gerippe mit Holzstücken wo man hinlangt.Ich hab mir auch am Luftgewehr das Holzteil unter dem Aluschaft so gestaltet, dass ich immer möglichst gleich mit der Hand hingreife.Und ich hab' da von guten Schützen noch wildere Konstruktionen gesehen.


    Für das KK hab' ich mir schon mehrere solcher Holzteile unter den Schaft für das Stehendschiessen gebaut. Da wird dann mit der Raspel angepasst, und wenn zuviel angepasst wurde kommt halt ein neues Stück Holz auf meinen Grundhalter:-)


    Und das Gewicht in den KK-Disziplinen orientiert sich ja auch nicht am LG. Warum soll das dann bei was anderem so sein, ohne dass es dasteht.


    Aber die ganze Sache ist wirklich nicht eindeutig und bedarf daher auch dringend mal einer Klärung und Überarbeitung.


    Ha, wovon träumst du Nachts? Ich hab' mal an den Sportwart beim DSB gemailt um zu erfahren wie denn ein Stabilisator am LG definiert ist, der seit letztem Jahr verboten ist. Ich hab' ein Mail zurückgekriegt dass ich mich an meinen Landesverband wenden soll, und meine weitern Mails wurden nicht mehr beantwortet. Vom WSV ist auch keine Antwort gekommen.


    Deshalb habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen für die Sportordnung auch nicht wissen, was sie da genau schreiben.


    Beim Kampfrichterlehrgang haben wir uns darauf geeinigt, dass alles was nicht wirklich verboten ist, erlaubt ist. Also im Zweifel immer für den Schützen. Deshalb gebe ich nichts auf irgendwelche interpretationen. Aber man muss eventuell bei der Waffenkontrolle so früh da und so regelfest sein um seinen Standpunkt fundiert vertreten zu können. Wobei ich noch nie eine Diskussion hatte.


    Wobei Regel hin oder Regel her... Bei der beschriebenen Problematik würde ich zuerst nach dem Anschlag schauen. Denn wenn der stimmt kann die Hand nicht rutschen. -> Die Hand weiter zurück am Schaft, und wenn das Gewehr dann zu hoch ist nicht mehr die Faust verwenden sondern z.B. auf der flachen Hand auflegen. Oder so...


    Gruss Axel

  • Hallo Axel,

    Also ich hab' mir jetzt die Regeln nochmal angeschaut, und ich kann nirgends finden, dass der Schaft unten eben sein muss.


    Ich sehe nicht welche Regel z.B. einer Ausfräsung an der Stelle für die Faust entgegenspricht - Auch für LG.


    1.0.3.6.3.2 Festlegungen


    G Glatte, nicht haftende sowie nicht ausgekehlte Verstärkungen sind gestattet.


    I Handstopp oder Riemenhalter sind im Stehendanschlag nicht erlaubt.


    1.0.3.6.3.3 Veränderung des Vorderschaftes


    Der Vorderschaft darf innerhalb der Maximalmaße verändert werden. Der Pistolengriff und der Schaft dürfen keine orthopädischen Formen aufweisen. Material, das die Griffigkeit verbessert, darf an Vorderschaft, Pistolengriff oder am unteren Teil des Schaftes nicht angebracht werden.

    Als Ergänzung noch:


    9.1.1.1


    Stopper, Ausfräsungen usw. sind am Schaft nicht gestattet.


    Die klassische Schaftform gibt es seit den Aluschäften nicht mehr. Das sind ja nur noch Gerippe mit Holzstücken wo man hinlangt.Ich hab mir auch am Luftgewehr das Holzteil unter dem Aluschaft so gestaltet, dass ich immer möglichst gleich mit der Hand hingreife.Und ich hab' da von guten Schützen noch wildere Konstruktionen gesehen.


    Für das KK hab' ich mir schon mehrere solcher Holzteile unter den Schaft für das Stehendschiessen gebaut. Da wird dann mit der Raspel angepasst, und wenn zuviel angepasst wurde kommt halt ein neues Stück Holz auf meinen Grundhalter:-)


    Nur weil das bisher noch niemand beanstandet hat, heißt nicht, dass es auch zulässig ist. Siehe oben.


    Ha, wovon träumst du Nachts? Ich hab' mal an den Sportwart beim DSB gemailt um zu erfahren wie denn ein Stabilisator am LG definiert ist, der seit letztem Jahr verboten ist. Ich hab' ein Mail zurückgekriegt dass ich mich an meinen Landesverband wenden soll, und meine weitern Mails wurden nicht mehr beantwortet. Vom WSV ist auch keine Antwort gekommen.


    Ich träume eigentlich recht wenig. ^^ Aber speziell beim DSB habe ich persönlich schon ganz gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht erinnerst Du dich noch an die kurzfristige Herabsetzung der Schießzeit bei KK 3x20 von 2:30 auf 2 Std. Mein eigener Verband tut sich speziell mit Emails auch etwas schwer. Aber auf einen halbwegs vernünftigen Brief gibt es auch Antwort.


    Deshalb habe ich den Eindruck, dass die Verantwortlichen für die Sportordnung auch nicht wissen, was sie da genau schreiben.


    Das kann zumindest für einige der "Verantwortlichen" schon mal zutreffen, keine Frage. Es gibt aber auch Verantwortliche, die kennen jede Regel aus dem Kopf und können dazu auch fast immer etwas Vernünftiges sagen.


    Beim Kampfrichterlehrgang haben wir uns darauf geeinigt, dass alles was nicht wirklich verboten ist, erlaubt ist. Also im Zweifel immer für den Schützen. Deshalb gebe ich nichts auf irgendwelche interpretationen.


    Diese Sichtweise ist aber so in ihrer absoluten Form sicher nicht richtig, denn dagegen steht ganz eindeutig Regel 0.1.3.


    Wobei Regel hin oder Regel her... Bei der beschriebenen Problematik würde ich zuerst nach dem Anschlag schauen. Denn wenn der stimmt kann die Hand nicht rutschen. -> Die Hand weiter zurück am Schaft, und wenn das Gewehr dann zu hoch ist nicht mehr die Faust verwenden sondern z.B. auf der flachen Hand auflegen. Oder so...


    Ich denke auch, dass man das Problem schon durch Aufrauhen oder Punzieren der Vorderschaftverstärkung entschärfen kann.


    Asterix


    Ein explizites Verbot der Handballenauflage bei 100m und ZiStu finde ich so nicht (mehr) in der Sportordnung.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank

  • Ein explizites Verbot der Handballenauflage bei 100m und ZiStu finde ich so nicht (mehr) in der Sportordnung.


    Hallo Frank,


    ja, hab gerade noch mal nachgeschaut. Da steht wirklich nichts (mehr) drin.
    Ich meine, dass früher im 100m die Handballenauflage nicht erlaubt war (stand in der Gewehrtabelle...?). Ist aber auch schon ein paar Jährchen her.


    Gruß Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
    LG Steyr 110 connect Version tuned by MEC/Centra/TEC HRO
    KK Anschütz 1913 tuned by s.o.


    Rekorde:
    LP: 367


    in memoriam:
    LG: 395/591
    ZF: 281
    100m: 292
    EM: 589
    3x40: 1141
    3x20: 563

  • .. da habe ich ja eine Diskussion ins Rollen gebracht.


    Mich für meinen Teil interessiert nur der Dreistellungskampf 3x20 und 3x40 männlich. Da darf ich also jetz unten bis 200mm unter der Seelenachse dranbauen, "Stopper" in From von Klötzen anbringen oder auch einen rutschfesten Gummi. Sehe ich das richtig so, kann mir da jemand bestätigen?


    Bei 100m ist mir das ja relativ egal. Das kann wohl auch nicht vollends geklärt werden, oder?


    Gruß,
    shoooting.sepp

  • Ich habe jetzt mal beim DSB eine Anfrage gestartet wie der Unterschied zwischen einer Vorderschafterhöhung und einer Handstütze definiert ist.
    Ich werde euch diesbezüglich auf dem laufenden halten sollte ich eine Antwort bekommen.


    Beim studieren der SpO. sind mir allerdings meiner Meinung nach noch weitere Ungereimtheiten aufgefallen.
    Beim LG (1.10) und beim KK 100 mtr. (1.35) ist in der Gewehrtabelle angegeben,
    "die Laufbeschwerung darf nicht über die Laufmündung überstehen".


    Und was sind die Laufverlängerungen zB. von MEC ?
    Das sind schließlich auch Laufgewichte, wenn auch in geringen Maße.
    Gut, es ist mir zwar noch nie etwas zu Ohren gekommen daß so etwas bei einer Waffenkontrolle moniert wurde aber irgendwann ist immer das erste mal.

  • Bei der MEC Tube ist eine Anleitung dabei, in der steht, dass der Laufmantel nach ISSF-Regel bis zu 5cm die Laufmündung überragen darf. Aber nach meiner Auffassung war das überragen doch nur auf den Korntunnel bezogen oder irre ich mich da jetzt.

  • Ich habe jetzt mal beim DSB eine Anfrage gestartet wie der Unterschied zwischen einer Vorderschafterhöhung und einer Handstütze definiert ist.
    Ich werde euch diesbezüglich auf dem laufenden halten sollte ich eine Antwort bekommen.


    Oh,
    die Antwort würde mich auch mal interessieren. Das Thema kam Anfang des Jahres ja schonmal im Sisc-Shooting-Forum auf. Ich zitier´ da mal meinen Beitrag:


    von Scherge am Sonntag 28. März 2010, 02:45
    Hi,


    Ich hatte zuerst mir und dann dem Landesverband vor 2-3 Jahren auch schon mal diese Frage gestellt, da ging es aber schon eher um ne "richtige" Handstütze. Ich hatte mir die MEC-Champion gekauft und fragte mich danach auch, was ist eine Handstütze. In der Produktbeschreibung war selbst von Handstütze die Rede, ich wollte es aber nur als Vorderschafterhöhung benutzen also nicht aus der Laufachse oder wie auch immer rausschwenken unter Handstütze hatte ich eigentlich immer irgendwelche Griffe oder Knäufe verstanden. Es konnte mir keiner ne Antwort geben. Bei den Meisterschaften hatte ich mal bei der Waffenkontrolle KK3x20 nachgefragt "Ist das hier für´s 100m-Schießen erlaubt?". Die beiden hatten sich gegenseitig angeschaut, mit der Schulter gezuckt und geantwortet "Wieso, musst Du gleich 100m schießen?" Ich wendete mich dann an die Leute von MEC, sind ja schon alte Hasen dabei, die müssen es ja wissen und ich bekam keine richtige Antwort aber einen "Workaround" mit dem ich leben kann und auch auf den Meisterschaften durch die Kontrolle beim 100m-Schießen kam.


    "Hallo MEC-Team,


    nachdem ich letztes Jahr auf Landesebene versucht habe eine Antort auf folgende Frage zu bekommen und sich da keiner so richtig festlegen wollte oder konnte versuche ich es nun mal bei Euch. Ist es eigentlich erlaubt, mit "eurer" Handstütze Champion die Disziplin KK 100m zu schießen? Laut Sportordnung sind Handstützen ja verboten wobei ich die Handstütze eigentlich eher als Vorderschafteröhung anwende also nicht aus irgendwelchen Achsen rausschwenke und viele aktuelle Schäfte sich ja schon einstellen lassen."


    "Vielen Dank für Ihre E-Mail.


    Irgendwie liegt es halt immer im Ermessen der Kampfrichter oder der Herren an der Waffenkontrolle.
    Habe auch auf der DM schon Starter mit normaler Handstütze gesehen.
    Aber eigentlich sollten die Kampfrichter oder die Waffenkontrolle nichts dagegen haben, wenn man die Handstütze abklebt (Schaft bis Handstütze) - so hab ich es immer gemacht. Es geht halt hauptsächlich darum, daß man nicht hineingreifen kann!"


    Beim Feinwerkbau 2700 Super Match kann man aber bei der mitgelieferten Vorderschafterhöhung auch hineingreifen. Versuche es doch auchmal mit einer Anfrage bei deinem Landesverband, vom DSB selber bekam ich damals keine Antwort.


    In der Zwischenzeit hatte ich aber auch mit dieser Variante mein Aha-Erlebnis bei den Landesmeisterschaften. 3 Jahre bin ich mit dieser abgeklebten Handstütze ohne irgendeinen Kommentar durch die Waffenkontrolle gekommen, dieses Jahr, ging es auch, ich musste allerdings mit Gewebeband die Schrauben abkleben, damit ich ja nichts während des Wettkampfes verstellen kann. OK, es gab ne Begründung, die man so auch verstehen kann. Vor dem Wettkampf habe ich die Aufsicht hinter mir speziell noch einmal darauf hingewiesen "Hier...schau...wurde so abgenommen" ich durfte damit schießen, es war jedoch eine Wonne die ganzen Diskussionen der Kampfrichter/Aufsichten hinter einem mitzubekommen. Naja, ist halt meine Schuld, wenn ich mich davon ablenken lassen. Beim 3x20 wurde ich im während des Wettkampfes im Stehendanschlag von einer Aufsicht gefragt, warum ich denn mit Handstopp schießen würde....das war aber nur diese besagte MEC-Handstütze in purer Form. Ich liebe sowas.

  • Hallo,
    hier mal eine direkte Antwort:
    klebe Dir ein Gummiband oder ähnl. an den Vorderschaft und es ist OK, weil die Sportordnung nichts Nachteiliges dazu sagt.
    Wenn Du einen Handschuh mit (Gummi-)Grip oder relativ harten Noppen hast, kannst Du dir auch ein grobes Leinen oder Jeansstoff auf das Holz kleben, da rutscht nichts mehr.


    Gut Schuss

  • Neues von der Handstützenfront !


    Wie ich ja angekündigt hatte habe ich beim DSB eine Anfrage gestartet wie sich der Unterschied zwischen einer Hanstütze und einer Vorderschafterhöhung charakterisiert.
    Heute habe ich dahingehend schonmal eine Antwort bejommen daß man sich für die Anregung bedankt und es im März auf einer
    "Liga-Ausschuss-Sitzung" (was auch immer das ist ?) diskutiert.
    Weiteres dazu wenn ich hoffentlich eine klare Antwort bekomme.



    Grüße
    Joachim

  • Pustekuchen !



    Heute kam eine Mail vom DSB:


    Sehr geehrter Herr .....,


    leider können wir Ihnen bei der beantwortung dieser Frage nicht weiterhelfen. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an Ihren zuständigen Landesverband:


    Hessischer Schützenbund: hess.schuetzen@t-online.de


    Freundliche Grüße


    Finde ich sehr merkwürdig.
    Es muss in der DSB Hirarchie doch jemand da sein der entscheiden kann wie die SpO auszulegen ist.


    Ich bleibe weiter am Ball !