Erfahrungsbericht Steyr LG 110 connect Version

  • Hier nun auf vielfachen Wunsch mein Erfahrungsbericht mit dem Match-Luftgewehr Steyr LG 110 connect Version.


    Man kann das Steyr mit verschiedenen Optionen bestellen (hat keine Auswirkung auf den Preis!) und ich habe mich für folgendes entschieden:
    Rechtversion, blaue Kartusche, Verschlusshebel links, connect Version.


    Lieferumfang: -> Bild 1
    Gewehr mit Kartusche inkl. Fülladapter, viel Werkzeug und Zubehör, kleiner Koffer (ca. 97x27cm), Bedienungsanleitung, Munitionsdosenschutz, Steyr-Aufkleber
    Mein Eindruck: sehr gut verpackt, üppiges Zubehör, genial kleiner Koffer

    Korntunnel/Ringkorn:
    -> Bild 4
    Standardteil, M22 mit Plastiklochkorn 4,0. Er ist nicht schwenkbar und hat keine Verkantkontrolle. Für den ambitionierten Hobbyschützen ok. Ich habe mir allerdings meinen Centra Score Korntunnel montiert.
    Mein Eindruck: normales Standardteil. Gute Verarbeitung, gute Qualität.


    Visierlinienerhöhung:-> Bild 2
    Mittels unterschiedlich hohen Zwischenstücken (im Lieferumfang enthalten) bis auf das maximum erlaubte verstellbar. Zusätzlich auch in drei Positionen (mitte, links, ganz links) seitlich verstellbar. Trotzdem von mir durch meinen heißgeliebte MEC Block Club ersetzt.
    Mein Eindruck: gute Verarbeitung, tadellose Qualität.


    Stabilizer:-> Bild 5
    Vergleichbar mit z.B. MEC Tube. Trägt Visierlinienerhöhung und Korntunnel und ist verschiebbar. Dadurch kann das System auf die maximal erlaubte Länge gebracht werden.
    Mein Eindruck: gute Qualität, sauberst verarbeitet: lässt sich nach lösen der Fixierungsschrauben spielfrei und passgenau auf der Laufhülse verschieben.


    Lauf- und Laufhülsengewichte:-> Bild 5+6
    Ein Laufhülsengewicht (vorne beim Stabilizer) und drei Laufgewichte weiter hinten bieten gute Verstellmöglichkeiten zur optimalen Austarierung der Waffe. Alle vier Gewichte sind mit einer Schraube fixiert. Ist diese gelöst, kann das Gewicht nach oben weggenommen werden und muss nicht wie z.B. bei Anschütz bis ans Ende des Laufes geschoben und dann abgezogen werden.
    Mein Eindruck: gute Qualität, sauberst verarbeitet (s. Stabilizer)


    Kartusche/Pressluftsystem:
    Die Kartusche lässt sich problemlos ein- und wieder ausdrehen. Kaum Kraftaufwand nötig. Da der Stabilizer, das Laufhülsen- und die Laufgewichte an der Unterseite abgeflacht sind, kann die Kartusche problemlos herausgezogen werden. Bei anderen Herstellern kann es da schon mal an den Laufgewichten „haken“ (siehe Anschütz 2002). Das eingebaute Manometer gibt 300bar als Maximum an. Sollte aber wohl „nur“ mit 200bar betrieben werden. Die von Steyr angegebenen 450 Schuß schienen mir vor dem Kauf etwas zu hoch gegriffen. Aber ich habe nun mehrfach mit genau 200bar deutlich über 400 Schuß gemacht, ohne dass ein Druckverlust (Tiefschüsse, ovale Schußlöcher) entstanden wären.
    Mein Eindruck: alles gut durchdacht, super die hohe Anzahl von Schüssen pro Kartuschenfüllung.


    Vorderschafterhöhung:-> Bild 7
    Der Vorderschaft, der aus Holz gefertigt ist kann mittels der ausreichend beiliegenden Zwischenstücken bis auf das maximal erlaubte erhöht werden. Sogar die Schwenkung um die Achse kann bis zu einem gewissen Grad eingestellt werden; genial für Schützen wie mich, die Verkanten und dann trotzdem das Gewehr „gerade“ auf der linken Stützhand (oder vielmehr dem Schießhandschuh) ablegen können. Die Einstellung mit den Zwischenstücken ist etwas „fummelig“, aber trotzdem gut zu bewerkstelligen. Und das Teil stellt man ja nicht ständig um…
    Mein Eindruck: gute Qualität, ausreichend verstellbar, genial die Schwenkbarkeit. Kleiner Schönheitsfehler: etwas fummelig bei der Einstellung

    Schaft/connect Version:
    -> Bild 7+10
    Der Aluschaft ist sauberst verarbeitet. Durch die Ausstanzung des Herstellernamens im Schaft (beidseitig) erscheint der Schriftzug nach eindrehen der Kartusche blau hinterlegt. Optisch sehr gelungenes „Schmankerl“. Genial: der Hinterschaft kann bis zu einem gewissen Grad vom Vorderschaft „abgeknickt“ werden. Dadurch lässt sich der Schaft noch besser in die Schulter einpassen. Die Verstellung ist allerdings mittels der zwei Schrauben nicht ganz einfach. Es muss erst eine Schraube bis zu einem gewissen Grad gelöst werden, damit die andere Schraube bewegt werden kann. Der Hinterschaft kann zusätzlich noch mittels einer Schraube innerhalb von 2 Sekunden vom Vorderschaft lösen. Genial, wenn man in den Urlaub möchte und nicht den großen Gewehrkoffer mitschleppen will. Allerdings muss auch Diopter und Korntunnel entfernt werden, damit das ganze Platz im kleinen Koffer hat. Die Verbindung ist absolut spielfrei und im Gegensatz zu den ersten connect-Versionen 100% passgenau.
    Mein Eindruck: Top Qualität, super Optik, geniale Idee mit der Verschränkung, genial die Zerlegbarkeit


    Abzug/Ladesystem:-> Bild 8
    Der Abzugsschuh lässt sich in alle erdenklichen Richtungen ausreichen verstellen. Auch der Abzug an sich lässt keine Verstellwünsche offen. Vorzugsweg und Druckpunkt sind stufenlos zu verstellen (bis hin zum Direktabzug). Der Spannhebel ist angenehm leicht und ohne Kraftaufwand nach hinten zu ziehen. Ich habe mich für den Spannhebel auf der linken Seite entschieden, weil ich so alle mit der linken Hand erledigen kann. Bei Ladevorgang kann die rechte Hand nun da bleiben, wo sie hingehört: am Griff. Trockentrainingsabzug ist äußerst simpel: einfach Spannhebel nach hinten ziehen und nicht mehr ganz nach vorne. Schon kann ein Trockenschuss gemacht werden.
    Mein Eindruck: alles sehr gut durchdacht, gute Qualität, ausreichend Verstellmöglichkeiten. Kleines Manko: man sieht (im Gegensatz zu z.B. Anschütz 2002) nicht, ob die Waffe geladen ist oder nicht.

    Diopter:
    -> Bild 3
    Standardteil. Macht einen soliden und funktionalen Eindruck. Relativ globig und schwer. Ohne Gegenlichtblende, keine verstellbare Iris oder dergleichen. Drehknöpfe sind groß, griffig und lassen sich leicht drehen. Wurde von mir gleich durch Anschützdiopter und Centra Sight Basic Irisblende ersetzt.
    Mein Eindruck: gute Qualität, macht einen robusten Eindruck.

    Schaftbacke:
    -> Bild 9
    Aus Holz gefertigt, angenehmes Kontaktgefühl. Ausreichend in sämtliche Richtungen (auch kippbar) verstellbar.
    Mein Eindruck: gute Qualität, funktional durchdacht.


    Griff:-> Bild 8
    Der Griff ist ebenfalls aus Holz und nicht glatt sonder aufgeraut (punziert?), Dadurch angenehm „griffiges“ Kontaktgefühl. An meinem alten Anschütz 2002 hatte ich immer das Gefühl, die Hand rutscht am glatten Griff ab. Der Griff ist mittels einer konischen Scheibe die sich zwischen Griff und System befindet verstellbar. Allerdings ist die Einstellung etwas eingeschränkt. Da müsste für extreme Hände eventuell mit einer weiteren Scheibe o.ä. aufgebessert werden. Für mich reicht der Verstellbereich. Verstellung mit der konischen Scheibe etwas „fummelig“
    Achtung: da ich vorher schon wusste, dass die drei angebotenen Griffgrößen eher kleiner ausfallen und ich relativ kleine Hände mit kurzen, dicken Fingern habe, habe ich mich für die mittlere Größe entschieden. Das war genau richtig. Schützen mit großen Händen sollten unbedingt die große Version nehmen!
    Mein Eindruck: gute Qualität, sehr griffig. Kleines Manko: fummelige und etwas eingeschränkte Verstellbarkeit


    Schaftkappe: -> Bild 10 + 11
    In alle erdenklichen Richtungen problemlos und einfach zu verstellen, tolle Optik. Es könne zwei Zusatzgewichte „hinter“ der Schaftkappe befestigt werden. Trotzdem von mir gegen die heißgeliebte MEC Contact ausgetauscht.
    Mein Eindruck: gute Qualität, funktionell und durchdacht.


    So. Wer es geschafft hat bis hierhin zu lesen, wird denken: boah, klingt gut, muss ein gutes Gewehr sein. Stimmt. Bis hierher. Aber das Beste habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben:


    Schussverhalten:
    Ich will nicht lange drumrum reden: das System ist ein Traum. Du machst den Finger krumm und außer dem Schussgeräusch tut sich: nichts! Absolut nichts. Und wenn ich sage nichts, dann meine ich auch nichts. Ich habe im Vorfeld bewusst in allen drei Vereinen, in denen ich tätig bin sämtliche Gewehre ausführlich auf das Thema Schussverhalten getestet (außer Tesro alle gängigen Hersteller mit den jeweils neuesten Modellen). Keines kann auch nur annähernd dem Steyr das Wasser reichen. Achja, und die Mündungsgeschwindigkeit kann man auch noch einstellen...
    Mein Eindruck: mit Abstand das Beste auf dem Markt.


    Noch etwas zum Preis: Für um die 1750 € deutlich günstiger wie die Top-Modelle der Konkurrenz. Und das mit einigen Schmankerln, die kein Hersteller bietet.

    Mein Fazit:
    absolutes Top-Gewehr mit ganz kleinen, aber problemlos händelbaren Mankos. Deshalb: Wer keines hat, ist selber Schuld!


    Gruß Asterix
    PS: ich hoffe das war nicht zu lang. Aber ich denke, die unter uns, die sich eventuell mit dem Gedanken tragen ein neues Luftgewehr anzuschaffen sind für alle Infos dankbar. Wer noch Fragen hat, immer her damit.

  • Danke für diesen tollen Bericht. Ich habe mir dieses Gewehr auch schon angeschaut und dein Bericht hat meinen ersten Eindruck bestätigt. Schieße im Moment auch mit dem Anschütz 2002 (wie du früher), aber bei einem Neukauf von mir, wird es wahrscheinlich auch ein Steyr.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo Asterix,


    ich habe an deinen Bildern gesehen, das was bei der Holzverarbeitung verbessert wurde.


    Wenn du von vorn an der Seite über den Schaft schreichst sind dort noch Grate bei den 3 Löchern
    und bei dem Steyr Schriftzug?


    Hast du die Schaftkappe getestet oder bist du gleich auf die gewohnte gewechselt?


    Natürlich Glückwunsch zum Gewehr ich habe mich mit meinem auch angefreundet
    und das Schussverhalten ist ein Traum. ;)


    :P Das bekommen die, die die Firma Steyr Sportwaffen gekauft haben nichtmal SO hin. :P

  • meinen Dank an Asterix,


    entlich mal eine ausführliche Beschreibung und persönliche Eindrücke. Selber werde ich mir im Frühjahr 2011 auch eine LG110 anschaffen. Ich habe die Steyr LG110 auch schon mal, bei einen Händler in BS (Knappworst), testen können. Mein erster Eindruck war, für das Geld bekommst du eine Super Waffe, da musst du bei Walther und Anschütz schon loccker min. fünf Scheine mehr hin legen. Ein Kollege in der BZL schiesst auch mit einer und der kann auch nichts negatives sagen und 400 Schuß mit 200 bar ist unschlagbar! Natürlich gibt es auch hier bei Steyer noch Sachen zu verbessern, aber alles nur optische Dinge wie z.B. die Schaft Distanzscheiben sehen etwas billig aus, genauso das gesamte Holz Lackierung ohne das man die nartürliche Masserung erkennen kann,ich dachte zuerst das wäre alles aus Kunststoff wie bei der Walther LG30 & Hämmerli! Und die Schaftbacke habe ich sehr kantig in Erinnerung! Da kann und muss was geändert werden, z.B. in der Wettkampf freien Zeit (selbst ist der Mann). Was aber wieder gar nicht geht ist die Sache mit dem zu schmalen Koffer. Können die Hersteller nicht die Koffer so bauen, das man das Diopter an der Waffe dran lassen kann. Das passt immer nur dann wenn die Schaftbacke nicht zu tief sitzt und man keine Visiererhöhung drauf hat (das hat mich auch schon bei Walther geärgert). Na klar kann man jetzt sagen, wer sich eine Connect holt, der schraubt ja sowieso das Mopped aus einander....


    allen die das lesen, ein frohes Fest.............. :D

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Hallo Lepus,


    Wenn du von vorn an der Seite über den Schaft schreichst sind dort noch Grate bei den 3 Löchern
    und bei dem Steyr Schriftzug?


    Nein, da sind keine Grate. Man kann mit den Finger drüberstreichen, ohne sich die Haut aufzureißen :D


    Hast du die Schaftkappe getestet oder bist du gleich auf die gewohnte gewechselt?


    Hm. Ich habe gerade heute wieder auf Serienschaftkappe umgebaut. Warum? Naja, mir ist die MEC Contact ein hauch zu breit. Das Serienteil ist etwas schmähler und ich versuche es mal damit. Ich werde dann berichten und wenn ich beim Serienteil bleibe, steht ne MEC Contact II zum Verkauf ;)


    knappe:


    Nö, ich habe zwar die connect Version, aber ich werde das Steyr trotzdem in einem normalen Koffer zusammengebaut lassen. Warum ich dann die Connect Cersion bestellt habe? Weil ich zweimal im Jahr im Urlaub (alter Camper ich) relativ wenig Platz zur Verfügung habe. Und dann zerlege ich das Teil... ;)


    Gruß Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
    LG Steyr 110 connect Version tuned by MEC/Centra/TEC HRO
    KK Anschütz 1913 tuned by s.o.


    Rekorde:
    LP: 367


    in memoriam:
    LG: 395/591
    ZF: 281
    100m: 292
    EM: 589
    3x40: 1141
    3x20: 563

  • Hey verdammt gut beschrieben, wenn ich mir mal ein neues LG Kauf Teste ich glaub auch mal ein Steyr. Mir gefällt der hintere Teil nicht so beim 110 aber ist Geschmackssache. Steyr hat's irgendwie brutal drauf mit dem Schuss und Sprungverhalten, bei Luftpistolen ist das nicht anderst. Da müssen die anderen Hersteller noch viel tun um auf dieses Niveau zu kommen.


    Das trifft sich ja gut, falls die Mec Kappe verkaufst, ich könnt zurzeit eine brauchen! Falls was draus werden sollte bitte PN an mich mit Preisvorstellung Danke.


    Also lass es krachen, 2011 DM simma dabei!!! :)

    Der PC rechnet mit allem, nur nicht mit seinem Besitzer
    Atomkraft, ja bitte!

  • Hallo Meisterschützen,


    nur noch mal so zur Info:
    habe gerade im Training 392 Ringe mit dem Steyr geschossen.
    400 sind also drin - vorausgesetzt, der Mann (oder die Frau) hinter dem Gewehr hat - im Gegensatz zu mir - Ahnung und Talent zum Schießen...


    Gruß Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
    LG Steyr 110 connect Version tuned by MEC/Centra/TEC HRO
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    ZF: 281
    100m: 292
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    3x40: 1141
    3x20: 563

  • Zu Weihnachten gibts bei mir auch n neues Gewehr.Ich habe mich wie Asterix auch für das Steyr Lg 110 Match entschieden.
    Ich habe insgesamt zwei mal alle gängigen Matchwaffen zum Test geschossen.Mein Ergebniss sah so aus:
    1.Steyr Lg 110 Match mit weitem Abstand.Das Schussverhalten ist traumhaft damit dürfte selbst ich mal ordentliche Ergebnisse einfahren
    2.Anschütz 9003 S2 zu teuer und im Gegensatz zum Steyr nicht so ruhig
    3.Tesro rs 110 pro
    4.Walther Lg300 Anatomic
    5 Fwb 700 ?
    6 Anschütz 8002 S2

  • Du sag mal HSV´er, wie kommst Du auf Deine Rangliste?


    Hast Du ein paar mehr Details für uns zu Stärken und Schwächen der Gewehre, vom Preis mal abgesehen?! Das muss ja nicht so ausführlich sein wie von Asterix, aber mich würde das schon interessieren.

  • Servus und Hallo Allerseits,
    ich bin der Neue hier.


    Ich schieße seit gut 3 Jahren mit dem LG110 und hab noch die Revision1 mit der Bajonett-Laufverlängerung in der Connectversion.


    Habe damals alle möglichen Gewehre vom deutschem Markt ausprobiert und kam mit nichts zurecht; so dass ich mich mehr oder minder für einen Blindkauf des Steyrs entschieden habe - und damit das erste Steyr LG im Großraum Stuttgart - was ich bis heute nicht bereue :-)


    Genutzt wird das LG im Match (Zurzeit Ergebnisse um die 370 Ringe) und in Ergänzung mit einem Hawke ZF als Field Target Gewehr (4. Auf der DM)


    Hoffe mir hier noch ein paar Tipps holen zu können, damit ich das Potenzial dieser Waffe weiter ausnutze und das nächste Ziel sind die 380+ im Match.


    Beste Grüße
    dvux

  • Hallo Leute,


    muß mich hier mal als neuer Steyr LG110 Besitzer outen, bis jetzt hat das Gewehr alle Erwartungen erfüllt und jetzt liegt es an dem hinter der Waffe die gestecken Ziele zu erreichen.
    Wie schon öffter erwähnt das Steyr hat ein sehr gutes Preis leistungsverhältniss und schießt absolut ruhig, habe nur dierekt mit Feinwerk verglichen da diese beiden Typen bei mir in der engeren Wahl waren nicht das jetzt das Feinwerk bei der Schußabgabe wirklich merkbar gewesen ist aber das Gesammtpaket lies mich zu Steyr greifen.
    Ich von meiner Seite kann das LG110 ruhigen gewissens empfehlen.


    LG
    Markus

    Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen!

  • Hallo Leute,
    da ich das ganze Frühjahr und Sommer mit KK beschäftig gewesen bin hat es etwas länger gedauert! Aber gestern war es endlich so weit. Das bereits im April gekaufte Pferdchen, durfte gestern erstmals auf die Wiese:-) Das ganze unter Aufsicht und Anleitung einer Trainerin, die mir gleich ein paar wertvolle Tipps geben konnte. Ich hatte die Grundeinstellung von meiner „alten“ Walther 300 erst mal übernommen und so mit der neuen begonnen. Hier stellte sich heraus, dass ich die rechte Schulter hochzog und der Weg vom Griff zum Abzug zu kurz war. Somit lassen sich meine Ausreißer erklären und meine damit verbundene schlechte Leistung gehört nun hoffentlich der Vergangenheit an!


    Aber das ist eine andere Geschichte :D wieder zurück zum Thema.


    :) Positiv: Die im Vorfeld schon aufgeführten Vorteile der Waffe, kann ich nach dem Test nur bestätigen und will da nicht weiter drauf eingehen z.B. ruhige Schussabgabe. Die Schaftkappe ist für mich vollkommen ok und es muss nicht immer MEC sein. Das gesamte Design ist ansprechend. Die Gewichte kann man gut an der Waffe verteilen und auch mit Walther Teile noch zusätzlich erweitern.


    Ich hatte noch eine längere Kartusche und ein verstellbares Ringkorn geordert.


    :cursing: Was ich als negativ empfinde ist:


    der Griff: bei Walther hatte ich einen in Gr.L, so bestellte ich bei Steyr gleich einen in L mit. Und dieser ist wesentlich kleiner als von Walther. Ich habe das Gefühl ich würde einen Besenstiel in der Hand halten. Ob die Ösis alle kleiner Hände haben als wir Piefkes????


    die Schaftbacke: Ich empfinde diese als extrem kantig und unangenehm an der Wange. Also werde ich Umbaumaßnahmen planen und zu Holzpaste und Feile greifen. bis denne.... ;)

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Das mit der Griffgrösse ist bedingt richtig, wir Österreicher haben aber sicher keine kleineren Hände. Ich hatte da gleiche Gefühl als ich vor dem Steyer-Kauf mit dem Feinwerk und meinem alten Steyer verglichen habe.....
    Habe aber mitlerweile eine für mich passende Einstellung gefunden uns jezt passt der Griff sehr gut, ähnlich ist es mir mit der Schaftbacke ergangen die Richtige Einstellung war für mich der Weg und nicht die Feile.


    Lg
    Markus :)

    Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen!

  • ......... die Schaftbacke habe ich nun ein bischen schräg zum Gesicht eingestellt, fühlt sich schon besser an. Mit dem Steyr Griff ist es ein "no go" für mich, da hilft mir auch keine Einstellung mehr weiter. Hier werde ich meinen alten von Walther anpassen (muss nur noch die Bohrung erweitern & schwärzen).

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Hallo Asterix, alle,


    wenn ich den Bericht so lese würde ich vom Kauf dieser Waffe abraten.


    Du hast 1750 Euro ausgegeben und musstest dann noch eine andere Schaftbacke, Visierlinienerhöhung , Diopter, Ringkorntunnel etc von


    anderen Herstellern auswechseln damit das Gewehr dir gepasst hat??? Da kann doch nicht sein! Was hat das jetzt alles zusammen gekostet? (mehr als 2500 Euro???)


    Hier ist generell eine "Message" an die Waffenhersteller zu übermitteln- und die Topschützen sind die besten um das zu machen.


    Beim Kauf einer 1750 - 2500 Euro teueren Matchwaffe muss es mehr Auswahlmöglichkeiten geben damit die Waffe individuell "passt"-


    und das nicht mit einer Preiserhöhung verbunden!


    Meiner Meinung nach sollte eine heutige Matchwaffe haben: Verstellbare Irisblende, Schaftbacke nach Wahl, Visierlinienerhöhung, Ringkorntunnel mit verstellbarem Ringkorn - Verkantkontrolle, Vorderschafterhöhungsverstellung , Diopter mit Gegenlichtblende. Wem fällt noch was ein?


    Grüsse


    Reinhold

  • Beim Kauf einer 1750 - 2500 Euro teueren Matchwaffe muss es mehr Auswahlmöglichkeiten geben damit die Waffe individuell "passt"-


    und das nicht mit einer Preiserhöhung verbunden!


    Meiner Meinung nach sollte eine heutige Matchwaffe haben: Verstellbare Irisblende, Schaftbacke nach Wahl, Visierlinienerhöhung, Ringkorntunnel mit verstellbarem Ringkorn - Verkantkontrolle, Vorderschafterhöhungsverstellung , Diopter mit Gegenlichtblende.


    .....da gebe ich dir uneingeschränkt recht. Ich hatte einige Waffen von verschiedenen Herstellern getestet und irgend etwas hat mich immer gestört. Bei der LG110 waren die wenigsten negativen Punkte von allen anderen, die mich zum Kauf bewogen haben! Ausserdem hat die Steyr ja auch einiges davon was du aufgefüht hast, z.B. die Visierlinienerhöhung, Vorderschafthöhenfestellung und ein Diopter. Leider muss man für das ganze andere "verhandlugsgeschickt" sein um es günstiger zu bekommen, aber leider nicht für umsonst. Ich z.B. konnte noch die lange Kartusche für lau herausschlagen und einen kleinen Preisnachlass für das verstellbare Ringkorn & Blende. Auf eine Verkantkontrolle verzichte ich ganz bewusst drauf, wenn man ein Balken-Ringkorn hat reicht das vollkommen. Man muss der Zubehör Industrie ja nicht alles abkaufen, was die sich ausdenken ;) Wie die Dinge die zum Beispiel von MEC sind, in meinen Augen immer zu teuer und manchmal auch noch zu kompliziert (ein Sorry an Maik, deine Ideen in allen Ehren).

    Mut steht am Anfang des
    Handelns, Glück am Ende.

  • Hallo


    Hallo Asterix, alle,
    wenn ich den Bericht so lese würde ich vom Kauf dieser Waffe abraten.
    Du hast 1750 Euro ausgegeben und musstest dann noch eine andere Schaftbacke, Visierlinienerhöhung , Diopter, Ringkorntunnel etc von
    anderen Herstellern auswechseln damit das Gewehr dir gepasst hat??? Da kann doch nicht sein! Was hat das jetzt alles zusammen gekostet? (mehr als 2500 Euro???)


    Hallo Reinhold,


    da hast du aber was gründlich missverstanden.
    Das Steyr ist im Serienzustand schon ein Top-Gewehr mit wirklich ausreichend Verstellmöglichkeiten und ich hätte das problemlos an mich (und an jeden anderen Schützen) anpassen können.


    Letzendlich habe ich lediglich folgende Dinge ausgetauscht:


    - Diopter
    - Iris
    - Korntunnel


    Nicht falsch verstehen: Das habe ich nicht ausgetauscht, weil es nichts taugt, sondern weil ich die Sachen eh noch von meinem Anschütz übrig hatte. (ich habe in der Zwischenzeit auch die serienmäßige Visierlinienerhöhung und die serienmäßige Schaftkappe wieder verbaut)
    Die Sachen hätte ich im übrigen aber auch bei einem Walther, Anschütz, Feinwerk oder was auch immer ausgetauscht. Ich habe die Teile schon so lange und habe sie "lieb" gewonnen.


    Von daher sind die 1750 € fix und unschlagbar. Die anderen Hersteller sind deutlich teurer und haben auch keine MEC/Centra Teile verbaut - ich müsste also auch wieder aufrüsten...
    Und es gibt einen namhaften Hersteller, beid em die Basis ohne Visierung schon deutlich mehr kostet :whistling::whistling::whistling:


    Gruß Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
    LG Steyr 110 connect Version tuned by MEC/Centra/TEC HRO
    KK Anschütz 1913 tuned by s.o.


    Rekorde:
    LP: 367


    in memoriam:
    LG: 395/591
    ZF: 281
    100m: 292
    EM: 589
    3x40: 1141
    3x20: 563

  • Ich habe diesen tollen Testbericht nun auch in den Blogs unter Testberichte Blog - Meisterschützen gepostet.


    Dort habe ich auch nochmals auf Asterix hingewiesen und für den tollen Bericht gedankt.


    Ihr dürft gerne auch selbst gute Testberichte dort einstellen. Zur Zeit haben wir 2 Stück, aber die sind wirklich erste Sahne!!

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Hallo zusammen,
    ich bin mir auch am überlegen ein Steyr 110 zu kaufen. Dieses wird nun auch als Linksspannsystem verkauft.
    Ist dieses Linksspannsystem nur für Linksschützen von Vorteil, oder bringt es auch eine Erleichterung für Rechtsschützen mit Stativ? Es könnte dann ja die Abzugshand komplett an der Waffe bleiben.


    Was meint Ihr ??

  • Ich lade bereits bei einem anderen Gewehr (Walther) mit meiner linken Hand obwohl ich Rechtsschütze bin. Würde mir aber beim nächsten Gewehr den Ladehebel auf die andere Seite montieren lassen.

    Nicht alle seine Fähigkeiten und Kräfte soll man sogleich und bei jeder Gelegenheit anwenden. - Baltasar Gracián