Wechsel der Junioren/innen in die Damen-/Schützenklasse

  • Wieviel Junioren/innen treten aus dem Verein innerhalb von zwei Jahren nach dem Wechsel aus der Jungschützenabteilung in die Abteilung der Erwachsenen aus dem Verein aus, bzw. werden passive Mitglieder? 15

    1. ... mehr als 50 Prozent (4) 27%
    2. ... bis zu 5 Prozent (4) 27%
    3. ... bis zu 20 Prozent (2) 13%
    4. ... bis zu 40 Prozent (2) 13%
    5. ... bis zu 10 Prozent (1) 7%
    6. ... bis zu 30 Prozent (1) 7%
    7. ... bis zu 50 Prozent (1) 7%

    Ein Thema, das bei jeder Diskussion um die Mitgliederentwicklung in den Vereinen auftaucht. Wieviel Junioren/innen treten aus dem Verein innerhalb von zwei Jahren nach dem Wechsel aus der Jungschützenabteilung in die Abteilung der Erwachsenen aus dem Verein aus, bzw. werden passive Mitglieder?

  • Meine Antwort resultiert nur aus der Beobachtung unseren Bezirkes.


    Etliche Jugendliche in den Mitgliedelisten aber kaum starter bei den Meisterschaften.
    Dazu stagnierende Zahlen im Bereich der Schützenklasse die nicht alleine damit zu erklären ist das diese in die Altersklasse wechseln sondern auch von der Jugend so gut wie nix nachkommt.

  • Da kommen gleich mehrere Faktoren zusammen. Einerseits ist die Pubertät natürlich ein spezieller Lebensabschnitt. Interessen verlagern sich einfach. Das sollte man akzeptieren. Es gibt allerdings auch zahlreiche sehr handfeste Veränderungen: Das anstehende Berufsleben beschränkt die bisherigen Freizeitmöglichkeiten. Darauf haben wir wenig bis keinen Einfluss. Ich denke wir können aber trotzdem viel falschmachen. Das Training von 10-jährigen und 16-jährigen ist leider oft ähnlich. Da stellt sich schnell das Gefühl ein das alles bereits zu kennen und nichts mehr lernen zu können. Ich denke eine solide Lösung sind Trainingsgruppen und außerdem die persönliche Betreuung. Man sollte die Jugendlichen außerdem mehr und mehr einbinden und nicht nur Aufgaben sondern auch gewisse Verantwortung übertragen.


    Wie manche schon wissen, übernehme ich demnächst nach 8 Jahren als Schriftführer und Jugendtrainer das Amt des Jugendleiters. Ich möchte gerade diesen Übergang von der Jugendklasse zur Schützenklasse verbessern. Für viele Schützen ist der Übergang vom Rundum-Sorglos-Paket der Jugendklasse zum Friss-oder-Stirb-Prinzip der Schützenklasse eine ziemlich große Herausforderung. Man sollte als Jugendleiter die Entwicklung seiner Schützlinge noch weiter verfolgen und notfalls auch eingreifen. Man könnte beispielsweise den Sportleiter bei der Mannschaftsaufstellung unterstützen.


    Was meinen die 16- bis 18-jährigen? :)

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • also bei mir ist bis jetzt nur 1 passiv geworden aber
    das wegen arbeitszeiten weil sie es einfach zeitlich nicht schafft
    der rest is alles noch da! : ) und schießt auch noch

  • Bei uns geht dieser Übergang fließend, da ich (unterstützt von meinem Vater) nicht nur den Posten des Jugendleiters bekleide, sondern mich auch um die Sportleitertätigkeiten der Luftdruckwaffenschützen kümmere. So werden Meldungen und Mannschaftseinteilungen genauso erledigt wie im Jugendbereich.
    Der einzige Unterschied ist, dass man im Erwachsenenbereich nicht mehr so viele "Geschenke" bekommt wie im Jugendbereich. Aber nur wegen des Übergangs in die Schützenklasse ist bei uns noch keiner gegangen.
    Vielmehr ist dort dann der Faktor "Weggehen und Partys" ab 16-18 Jahren entscheidend. Auch die erste Freundin außerhalb des Schützenvereins kann hier schnell zum Abwandern des Schützen führen.
    Haben aber zur Zeit auch schon Gegenbeispiele gehabt, bei denen dann die Freundin auch im Verein das Schießen begonnen hat.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Bei uns im Bezirk liegt es eher an der mangelnden sportlichen Perspektive das so viele Junioren den Sprung in der Schützenklasse nicht "überleben".


    Es sind zwar Jugendleiter in den Vereinen vorhanden, doch die wenigsten bringen den kleinen das Freihandschießen bei bzw melden über die Bezirksmeisterschaft hinaus die Schützen.
    "Das ist ja sportliches schießen und das kostet Geld das wir dann nicht mehr haben um unser jährliches Pokalschießen zu veranstalten oder unser Schützenfest."

  • Das liebe Geld. Da du es gerade ansprichst: Wie schaut's mit den Kosten für Mitgliedschaft und Ausrüstung aus? Sind die vielleicht auch problematisch? In vielen Vereinen zahlen Erwachsene höhere Mitgliedsbeiträge. Wir verlangen beispielsweise 6 Euro / Jahr für Kinder (bis 13 Jahre), 12 Euro / Jahr für Jugendliche (14 bis 17 Jahre) und 43 Euro / Jahr für Erwachsene (ab 18 Jahre). Die meisten Erwachsenen müssen zum ersten Mal selbst dafür zahlen. Sie können die Vereinsausrüstung zwar übergangsweise noch verwenden aber benötigen früher oder später ihre eigene Ausrüstung. Das geht auch sehr ins Geld.

    Gerhard Seemüller


    „Great minds discuss ideas;

    average minds discuss events;

    small minds discuss people.“

  • Bei uns sind es noch 132€ Jahresbeitrag für die Erwachsenen, die Kids kommen momentan auf 84€ Jährlich.
    Oder anders ausgedrückt, 12€ Erwachsene und 7€ Kids im Monat.


    Natürlich noch die Sonderbeiträge für Studenten, für Studenten der Hochschule Bremerhaven gelten nochmal andere regelungen, Geschwister, Familien mit kinder (bis 18 jahre), Ehepaare, usw.


    Was die Ausrüstung angeht, so steht die allen zur Verfügung auch den Erwachsenen, soweit vorhanden. Die Nutzungsdauer ist auch unbegrenzt mit einer Einschränkung, die Jugend hat vorrang.

  • Da sind wir ja noch richtig günstig. Bei uns zahlt der Erwachsene 35 Euro im Jahr, die Jugend 10 Euro.
    Zudem haben wir festgelegt, dass im Luftdruckbereich pro 40er Serie 1 Euro von Erwachsenen und 0,50 Euro von Jugendlichen zu zahlen sind, denn wir haben die Erkenntnis gemacht, dass alles was nichts kostet, nichts wert ist. Und so ein Fünfzigerl tut keinem weh. Es kostet ja alles was, das Kino, der Bus, der Döner, usw. Mit dieser Regelung haben wir die unmotivierten Jungschützen, die das Training nur blockierten und aufhielten nicht mehr im Verein. Diese wären nach 1-2 Jahren sowieso wieder ausgetreten. Mit den anderen (habe statt 18 jetzt nur noch 12 Jugendliche) kann man viel vernünftiger arbeiten und dass von den 12 dann 8 auf der Bezirksmeisterschaft waren, heißt bei uns in Niederbayern dann schon viel (2 waren noch zu klein und 2 habens nicht gepackt). Außerdem wird das Schießen viel besser geschätzt und es wird viel konzentrierter geschossen, was sich in den besseren Ergebnissen niederschlägt.


    Im KK und GK-Bereich gelten höhere Standgebühren von 4 € pro Schießtag. Hier kann man sich aber durch Arbeitseinsatz und Standaufsicht im Verein "Freischießen" erarbeiten und somit ist hier für einige wirklich engagierte Schützen das Schießen auch frei. Und man hat nicht das Problem, immer nach Freiwilligen suchen zu müssen. Die Gebühr wirkt aufs Erste sehr hoch, wenn man aber bedenkt, dass dort ein Schuss ca. 60 Cent bis 1 Euro kostet, dann sind das 4-6 Schuss, also da fällt die Gebühr nicht ins Gewicht.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Das wäre doch mal eine eigene Rubrik wert



    Leute, wir in Boll leben anscheinend im Paradies. Für 24,-- Euro Jahresbeitrag über 18 und 6 Euro unter 18 haben wir einen großen KK-Stand, eine große LG-Halle und einen nagelneuen Biathlonstand. Jugendgewehre (alles neue Feinwerkbau Pressluft; Junior und Evolution) werden kostenlos gestellt ebenso die Schießjacken und Handschuhe für die Jugendlichen. Nur Schuhe und Hose muss man sich (wenn man möchte) selbst beschaffen. Die Diabolos (Match-Klasse) kosten 2 Euro die 500er und Scheiben sind frei...... Incl. einem voll lizenzierten Jugendtrainer und Jugendleiter ist alles da. Wir haben aber kaum Abwanderungen und sind dieses Jahr in den Gewehrdisziplinen 4 x Meister geworden und aufgestiegen. Dies haben wir auch den Jugendlichen zu verdanken. Hier sieht man, dass das Geld gut investiert ist.


    wer's nicht glaubt www.sv-boll.de


    Grüßle Dieter

  • sobigrufti: Das sind ja echt Beiträge wie im Schlaraffenland. Aber wie finanziert sich denn eure Verein dann? Es muss doch irgendwo das Geld reinkommen.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • hallo


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    mit ein bisschen Zusammenhalt reicht das dicke zum Leben, wir können sogar noch Ausflüge und Aufstiegsfeiern machen. Und die Gewehre -einige unserer Mitglieder arbeiten bei FWB. H. Altenburger ist bei uns schon öfters auf der Anlage gewesen......


    Grüßle


    Dieter