...und wieder Amoklauf mit Sportwaffe

  • man-o-man. Amok in Lörrach.
    Und Sie werden wieder über uns herfallen:


    "Bei der Täterin handelt es sich um eine 41 Jahre alte Rechtsanwältin aus Südbaden. Die Frau soll nach BZ-Informationen eine Sportschützin gewesen sein. Dies würde auch erklären, wie sie an die Schusswaffe und die Munition gekommen ist, mit der sie die Bluttat begangen hat. Schon Sonntag war bekannt geworden, dass es sich um eine kleinkalibrigen Sportwaffe Kaliber 22 gehandelt hat. Im Krankenhaus wurden über 100 Patronen gefunden"


    Ein trauriger Asterix

    LP Steyr 10e


    in memoriam:
    LG Steyr 110 connect Version tuned by MEC/Centra/TEC HRO
    KK Anschütz 1913 tuned by s.o.


    Rekorde:
    LP: 367


    in memoriam:
    LG: 395/591
    ZF: 281
    100m: 292
    EM: 589
    3x40: 1141
    3x20: 563

  • Kann es sich dann aber wirklich um eine Sportwaffe gehandelt haben? Denn ich habe was von Schnellfeuerwaffe in den Nachrichten gehört und außerdem sind doch bei Sportwaffen die Magazine gar nicht so groß oder täusche ich mich da? Ich kenne nur bei KK Einzellader und vom Biathlon 5 Schussmagazine.


    Was ich aber eben noch auf Spiegel.de gefunden habe:

    Quote

    Anschließend stürmt Sabine R. nach Polizeiangaben über die Straße zum St. Elisabethkrankenhaus - bewaffnet mit einem Messer und einer kleinkalibrigen Pistole .22, wie sie Sportschützen benutzen. Ob Sabine R. einen Waffenschein besaß, ist noch unklar.

    Der Link dazu: Amoklauf: Die Todesnacht von Lörrach - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

  • Naja abwarten, weil es ja war "nur ein Kleiner" Amoklauf und außerdem hat sie ja auch noch die Wohnung in die Luft gejagt. Also nicht nur rein mit der Waffe alles passiert.

  • Hallo,


    es gibt sehr wohl mehrschüssige KK-Pistolen. Denke doch nur an die Sportart Olympische Schnellfeuerpistole. Da es sich hier aber um eine olympische Disziplin handelt, bin ich sehr gespannt, was nun wohl über diese Waffe gesprochen wird.


    In den Medien habe ich aber zur Zeit noch nicht viel über den Sportschützenaspekt der Tat gehört. Es wird immer darüber gesprochen, dass es eine Frau war, dass sie Rechtsanwältin war und dass es eine Beziehungstat war.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Also bei der Sportpistole wird Standard-Mäßig ein 5-Schuss-Magazin verwendet.
    Es gibt wohl auch Modelle, wo man mehr Laden kann.
    Nicht zu vergessen, ein KK-Revolver !
    Auch hier passen 6 Schuss rein !!!


    Greetz

    Markus Mitter
    SG Wendlstoana Putzbrunn e.V.
    Disziplin: LG :thumbsup: , LP, KK-SpoPi


    Gaujugendleiter Gau München Ost-Land

  • Ja aber kann es wirklich eine Sportwaffe sein, wenn über 100 Patronen gefunden wurden? Wenn man dann immer nur 5 oder 6 Schuss hat und dann nachladen muss, hält das auch und halte ich nicht wirklich für geeignet.

  • Bleibt abzuwarten, wass letztlich rauskommt.
    Selbst wenn man einzelne Magazine verwenden würde, und ein nachladen relativ schnell geht, halte ich es für relativ unglaubwürdig, dass es sich tatsächlich um eine Sportpistole handelt.
    Wenn man allerdings bedenkt, dass zwei Schachteln KK-Munition nicht größer wie eine Zigarettenschachtel sind und 100 Schuss beinhalten.....
    Vielleicht übertreiben die Medien ja auch wieder maßloss.....

    Markus Mitter
    SG Wendlstoana Putzbrunn e.V.
    Disziplin: LG :thumbsup: , LP, KK-SpoPi


    Gaujugendleiter Gau München Ost-Land

  • Es is raus... es ist eine KK Sportwaffe... Bilder kursieren im net...


    Jetzt kriegen wir Schützen wieder eines auf den Deckel... und bald werden dann auch Messer und Gabeln verboten weil eine Person aus 81 millionen in Deutschland amog gelaufen ist...


    Seufz...

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Hallo,


    jetzt ist sogar die Rede von ca. 300 Schuss Munition. Aber da reichts ja schon, wenn sie sich 5-6 Schachteln an KK-Munition eingesteckt hat und die tragen ja wirklich nicht auf.


    Da erinnere ich gerne an die Geschichte, als ein Sportschütze aus einem Schützenbedarfsladen gekommen ist, mit einem Luftgewehr und 30.000 Schuss Diabolos für den Verein. Leider kam in diesem Moment gerade eine Demo an dem Laden vorbei. Die Polizei kontrollierte ihn und das Mitführen von Waffen bei einer Demo ist ja nicht erlaubt.


    Was machten die Medien daraus: Sportschütze mit Waffe und 30.000 Schuss Munition bei Demo dabei. So viel zu den Medien.

    Mit bestem Schützengruß aus Niederbayern

    dingo

  • Nachdem der Sohn mit einer Plastiktüte umgebracht wurde sollte man doch das Plastiktütengebrauchsgesetz verschärfen...


    Tut mir leid wegen der Polemik, ist vielleicht in der Situation geschmacklos und mir tun alle Opfer leid. Aber es ist einfach mühsam das Problem bei psychisch gestörte Menschen im Werkzeug zu suchen mit dem sie ihre Taten begehen...

    Servus, habe die Ehre..
    Kloaner_Schütz


    Mein Gewehr: FWB 601
    Gehmann Iris/Gehmann Klarsicht-Ringkorn verstellbar/Visirlinienerhöhung (FWB)/Laufgewichte (FWB)/MEC III Contact Kappe/TEC-HRO Touch Abzug/TEC-HRO Schaftgewicht


    Meine Vereine:
    1. SG Immergrün Unterföhring (Bayern) 2. Sportschützen UBS Zürich (Schweiz) 3. SSG Wallisellen (Schweiz)

  • Habe heute auf N24 ein Interview gesehen, wo jemand von der Gewerkschaft der Polizei meinte, dass nicht ein noch schärferes Gesetz hilft, sondern die bessere Überprüfung und Durchsetzung des aktuellen durch mehr Polizisten und mehr Sachbearbeitern in den Kommunen. Er meinte auch, dass die Polizei besser arbeiten könnte, wenn sie nicht bei Stuttgart21 und Kastortransporten aufpassen müssten, sondern mehr Razzien durchführen könnten, wo illegale Waffen gefunden werden.


    Breite Front gegen schärferes Waffenrecht - Amoklauf von Lörrach - N24.de

  • Es bleibt zu hoffen, dass objektiv und ordentlich ermittelt berichtet wird. Schließlich handelt es sich, um soweit ich weiß ersten "Amok-Lauf" einer Frau. Dass schlägt Wellen.


    Und die Sportschützenschaft wird hinterher wieder verantwortlich gemacht


    Unabhängig von der Explosion des Brandbeschleunigers


    Unabhängig davon, dass die Todesursache des Sohnes keine Schussverletzung sein soll


    Unabhängig von sämtlichen anderen Beweggründen die dieses Drama verursachten.

  • Unabhängig davon, dass die Todesursache des Sohnes keine Schussverletzung sein soll


    Grad kam es in den Nachrichten - der kleine Junge wurde stranguliert. Lediglich der Mann und der Pfleger wurde erschossen zumindest angeschossen, zudem wurden Messerstiche festgestellt.


    Ich sag mal die Frau hatte so einen Hass, die wenn in einer Töpfergruppe gewesen wäre hätte die genauso durchgedreht, nur war sie leider Mitglied im Schützenverein.

  • habe gerade in n-tv gehört, dass die Grünen ein Totales Waffenverbot und Verbot des Schießsports fordern.
    sowas find ich einfach maßlos übertriebene Reaktionen. Hintergründe werden nicht berücksichtigt, aber die Schützen werden mal wieder dafür verantwortlich gemacht :(:cursing: ...

    Alexander Straßer

  • Ich habe jetzt gelesen, das sie seit 1996 Ausgetreten ist und die Waffe noch hatte...


    Allerdings erst seit 2003 muss der Verein jeden Austritt der kommunalen Behörde melden.
    Ich sehe die Person somit nicht mehr als "Sportschützin" an.


    Gruß
    Oliver

  • Die hier anzuwendende Passage des WaffG steht unter § 15 Schießsportverbände, schießsportliche Verbände


    §15 (5) WaffG Meldung ausgeschiedener Vereinsmitglieder


    (5) Der schießsportliche Verein ist verpflichtet, der zuständigen Behörde Sportschützen, die Inhaber einer Waffenbesitzkarte sind und die aus ihrem Verein ausgeschieden sind, unverzüglich zu benennen.


    Was unter unverzüglich zu verstehen ist, wird hier nicht beschrieben. Das Gesetz verwendet an verschiedenen Stellen den Ausdruck "Unverzüglich". Eine gesetzliche Definition findet sich nur innerhalb des § 121 BGB: Danach ist eine Handlung unverzüglich, wenn sie ohne schuldhaftem Zögern vorgenommen wurde. Diese Definition hat für den im gesamten Recht verwendeten Ausdruck der Unverzüglichkeit Geltung.
    Entscheidend ist daher die subjektive Zumutbarkeit. Nicht erforderlich ist, dass die Handlung sofort vorgenommen wird.



    In diesem Fall kann man dem Verein, der gesetzlich erst seit 2003 dazu verpflichtet ist, eine Meldung zum Ausscheiden von WBK-Inhabern abzugeben, wohl keinen Gesetzesverstoß vorwerfen - sieben Jahre nach dem Vereinsaustritt der ehemaligen Sportschützin.


    Man kann nur hoffen, dass in den Vereinen verantwortungsbewusste Vorstände auch diese Regel einhalten. Spätestens mit der Einführung des nationalen Waffenregisters wird diese Meldung einen sehr hohen Stellenwert unter den Aufgaben der Vereine bzw. deren Vereinsvorstände einnehmen.


    Eigentlich sollte diese Verpflichtung heute schon erfüllt werden. Aufgrund vieler Antworten zur Anwendung des § 15 (5) muss ich allerdings schließen, dass dieser Verpflichtung längst nicht alle Vereine nachkommen, viele die gesetzliche Anforderung nicht einmal kennen.

  • Da fragt man sich jedoch schon, wofür (zwecks Bedürfnisprüfung) sowohl in den Vereinen als auch vom Schützen selbst, Schießbücher geführt werden die Training und Wettkampfteilnahme dokumentieren, wenn noch nicht einmal beim Austritt aus einem Verein / Verband die Berechtigung bzw. das "Bedürfnis" überprüft wird.


    Es scheint, als fütterten wir einen dicken bürokratischen zahnlosen Papiertiger, der überall ist, nur nicht da wo er gebraucht wird.

  • Bitte berücksichtigt, dass die Frau bei ihrer Verzweiflungstat nicht nur die Schusswaffe eingesetzt hat. Sie hat zu dem Tatmittel gegriffen, das ihr gerade zur Verfügung stand. Aber sie hätte diese Tat sicher auch ohne die verfügbare Waffe begangen, nur dann eben mit anderen Tatmitteln.


    Es ist einfach nicht richtig, davon auszugehen, dass ohne die Verfügbarkeit legaler Waffen solche Taten nicht begangen würden. Die vorhandenen Waffen sind nie die Ursache, sondern immer ein austauschbares Tatmittel.



    Mit bestem Schützengruß


    Frank