Historische Königsscheiben

  • Die alten Königsscheiben, die in vielen Vereinen hängen, haben ein oder zwei Dutzend Löcher, in denen meist kleine Holzpflöcke stecken. Manchmal ist einer der Holzstöpsel auch größer und geschnitzt. Offenbar wurde das Königsschießen direkt auf die Scheiben durchgeführt.

    Kennt jemand das Regelement? Wie wurde ausgewertet? Wer durfte mitschießen? Wieviel Schuss? Wie wertete man die Treffer ohne die Ringe einer Scheibe aus?

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  • Das Reglement hängt vom Verein ab. Bei uns wird das heute noch so gehandhabt (50m KK).

    Jeder Schütze hat einen Probeschu? auf eine normale Scheibe und dann einen Schuß auf die Königsscheibe. Die hat bei uns einen Aufgeklebten roten Punkt als "Ziel". Wer am nähesten dran ist ist König. Ausgewertet wird nach jedem Schuss mit Lineal, oder wenns knapp wird Meßschieber.

  • Bei uns sehr ähnlich.

    Die Scheibe wird von einer Künstlerin jedes Jahr neu gestaltet (früher war es unser Sportwart, der Malen und Airbrushen als Hobby hatte).

    Auf dem Bild gibt es - nicht immer in der Mitte - einen Punkt, der zu treffen , der aber aus 25m Entfernung nicht gut zu sehen ist.
    Die Waffe ist jedes Jahr eine andere KK-Waffe (i.d.R. Kurzwaffe). Ein Schuss Probe, ein Wertungsschuss.

    Vor dem Schuss erwirbt der Schütze einen roten Holzstecker (angespitzt und mit Nummer versehen, die Nummer und der Name werden vermerkt) - den gibt er dem Schießleiter, der nach vorne geht und diesen Stecker im frischen Loch mit etwas Holzleim und Gummihammer befestigt. Es wird nur preisgegeben, ob getroffen oder nicht. Beim Verfehlen der Scheibe wird das 4-fache Startgeld für den nächsten Wertungsschuss fällig, bis die Scheibe 1x getroffen wurde (damit nicht jemand aus Absicht daneben schießt, um - wegen seines Geizes - nicht Schützenkönig zu werden).

    Der Sportwart misst dann die Treffer aus - Lineal, Zirkel, ggf. Schieblehre - und erstellt anhand der Liste Nummer-Name die Reihenfolge. Sieger ist Schützenkönig(in), 2. ist Erster Ritter und 3. ist Zweiter Ritter.

    Dito im Druckluftbereich - nur ohne rote Stecker, weil die Dias nicht ausreichend tiefe Löcher machen - Jugendschützenkönig, erster Knappe, zweiter Knappe. Im Lichtbereich nutzen wir eine alte Meyton/Meyrosa-Anlage, wo als Zielbild die Jugendscheibe als Kopie auf einer Schießscheibe aufgedruckt vorgehängt wird, da werden die Schüsse dann als Trefferbild ausgedruckt und per Nadel auf die echte Scheibe übertragen.

    Es dürfen in der Regel auch nur die mitschießen, die vorhaben, auf den Schützenball mit zu kommen - denn erst da werden die Majestäten benannt und gekrönt. Wäre ja blöd, wenn jemand Schützenkönig wird, aber nicht zur Proklamation erscheint.

    Die Proklamation ist immer auf dem Schützenball, der 1 oder 2 Wochen nach dem Königsschießen stattfindet. Großes Buffet, Salutschießen und dann die Verkündung Lichtkönig, Jugendkönig, Schützenkönig.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

    Einmal editiert, zuletzt von Califax (6. Dezember 2025 um 23:45)

  • Die alten Königsscheiben, die in vielen Vereinen hängen, haben ein oder zwei Dutzend Löcher, in denen meist kleine Holzpflöcke stecken. Manchmal ist einer der Holzstöpsel auch größer und geschnitzt. Offenbar wurde das Königsschießen direkt auf die Scheiben durchgeführt.

    Kennt jemand das Regelement? Wie wurde ausgewertet? Wer durfte mitschießen? Wieviel Schuss? Wie wertete man die Treffer ohne die Ringe einer Scheibe aus?

    Machen wir heute noch so. Die Könige werden direkt auf die gemalte Scheibe ausgeschossen. Mit KK, auf 50 m. Die Hölzchen sind nummeriert, damit man die Treffer zuordnen kann.

    Auf dem gemalten Ziel wird der Mittelpunkt und zusätzliche Messpunkte angebracht, damit man eng beieinander liegende Schüsse ausmessen kann.

    Die schlechtesten Schützen haben die besten Ausreden.:sobbing: ^^