KK Revolver Hülsen klemmen

  • Moin,

    bei dem KK-Revolver eines Schützenkollegen, lassen sich die abgeschossenen Hülsen nur mit Gewalt dazu bewegen, die Trommel zu verlassen.
    Mit dem Ausstoßer hat man gar keine Chance, man bekommt sie nur einzeln mit einem Dorn von vorne heraus.
    Verschiedene Munition (CCI, S&B, SK) haben wir durch. Trommel ist sauber und trocken.
    Hatte das schon jemand? Und wie bekommt man das weg...

    Grüße
    Erik

    trainieren, nicht heulen...
    FWB P85
    FWB P8x
    Tesro RS100
    CZ75 Sport II
    Walther GSP 500
    S&W 686-3
    Peters Stahl Multical .45

  • Plötzlich angefangen oder schon immer so gewesen?

  • Er hat den 17-3 gebraucht übernommen.
    Beim Probeschießen ist das nicht aufgetreten. Er fragt auch noch nach, welche Munition da genommen wurde

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  • Schäden können auftreten, wenn die Trommelkammern und der Lauf mit aggressiven chemischen oder mechanischen Mitteln gereiningt werden. Die chemischen Lösungsmittel dürfen nicht zu lange in der Waffe verbleiben. Danach müssen sie gründlich entfernt werden. Stahlbürsten sollten erst gar nicht zur Reinigung eingesetzt werden.

    Die Frage lautet, wie sieht es in den Trommelkammern und im Lauf aus? Sind Narben zu erkennen oder sind die Wände glatt? Wenn die Wände der Kammern extrem rauh oder uneben sind, kann die Patronenhülsen so gut lidern, daß sie nur mit Gewalt herausgezogen werden können.

  • Ich hatte mal bei meiner Hämmerli 150 FP ein ähnliches problem, dass die Hülsen gern geklemmt haben. Das konnte ich mit einem 22er Filzproppen und Laufreinigeröl beheben. Da war das Patronenlager durch nichtgebrauch und wenig reingen verschmockt, aber ich denke das lässt sich nicht wirklich mit der Trommel eines Revolvers vergleichen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Trommelkammern bauchig geworden sind und die Hülsen somit mechanisch klemmen. Wenn beim Probe schiessen recht alte Muni verwendet wurde kann es sein dass die Wandstärke der Hülsen eine andere war und sich somit das Problem nicht zeigte.

  • Die Frage lautet, wie sieht es in den Trommelkammern und im Lauf aus? Sind Narben zu erkennen oder sind die Wände glatt? Wenn die Wände der Kammern extrem rauh oder uneben sind, kann die Patronenhülsen so gut lidern, daß sie nur mit Gewalt herausgezogen werden können.

    Im Licht der Taschenlampe sehen die Kammern eigentlich okay aus. Rauhtiefe in 5,6mm Bohrungen kann ich leider nicht messen.

    Wir testen mal Federal und Remington, hier im Forum hatte ich den Hinweis gefunden, dass US Mun mit Revolver besser harmoniert.

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  • An der Munition wird es nicht liegen, daß die Hülsen klemmen. Die CCI und die SK sind m.E. gute Patronen, sowohl für Pistolen als auch für Revolver geeignet.

    Wenn die Trommelkammern frei von Verbrennungsrückständen und sauber sind, müßten vorhandene Oberflächenschäden im Gegenlicht zu sehen sein. Eine Lupe könnte von Vorteil sein.

    Ein Revolver S&W 17-3 ist zwar eins älteres Modell, aber Revolver, aus denen nur gefettete KK-Bleigeschosse verschossen werden, können eine sehr hohe Schußbelastung verkraften, ohne daß die Präzision deutlich nachläßt. Ihre größten Feinde sind der Rost und eine mangelhafte Pflege.

  • Das sich die Hülsen schwer aus der Trommel entfernen lassen ist ein bekanntes Problem bei .357 Revolvern, mit denen oft .38 Munition verschossen wird. Schießt man wieder .357 können die genannten Probleme auftreten. Die kürzere .38 Patrone hinterlässt nach der Schussabgabe Ablagerungen im vorderen Teil der Trommel. Führt man die längere .357 Magnum Patrone ein, ist ein höherer Widerstand im letzten Drittel zu spüren. Besonders beim entfernen der abgeschossenen Hülse. Bei mir hilft die Bürste mit Öl. Schrubben, schrubben, schrubben.

    Vielleicht treten bei dir an der Trommel auch Ablagerungen auf. Ist manchmal schwer zu erkennen.

    Ein Klick macht noch keine 10,9. Hang Loos. 8)

  • Ist denn der Ausstoßer des Revolvers freigängig oder ist er etwa durch Verbrennungsrückstände oder verharztes Waffenöl verdreckt?

    Der Ausstoßer wird bei diesem Modell durch zwei an der Trommel befestigten Stifte in der Ausgangsposition fixiert. Ist die Justierung des Ausstossers in Ordnung oder ist sie verdreht?

    Möglicherweise könnten darin die Ursachen für den erhöhten Ausziehwiderstand liegen.

    Die Reinigung der Trommel, der Rrommekrans, des Ausziehersterns und der Trommelachse erfordert einen gelegentlichen Zusatzaufwand. Dazu sollte die Trommel ausgebaut werden, indem die vordere Schraube der Seitenplatte gelöst wird. Dann läßt sich der Trommelkran mit der ausgeschwenkten Trommel nach vorne wegziehen.

  • Der Ausstoßer geht leicht.

    Oben steht auch, dass die Hülsen nur mit Gewalt die Trommel verlassen.

    man bekommt sie nur einzeln mit einem Dorn von vorne heraus.

    Der Kollege hat die Trommel jetzt nochmals gründlich gereinigt, mal sehen, ob es jetzt besser ist.

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  • Der Ausstoßerkranz liegt also plan und exakt zentriert durch die erwähnten zwei Pins auf der Trommel. Es gibt keinen Spalt zwischen Austoßerkranz und Trommel. Die Bohrungen des Ausstoßerkranzes und die Bohrungen der Trommel liegen genau übereinander.

    Wie sehen denn die Hülsen aus, nachdem sie mit dem Dorn herausgestoßen worden sind? Gibt es Verformungen oder Kratzspuren, welche auf die Ursachen eines schädlichen "Fire Forming" geben könnten?

  • Kann ich mir nachher nochmal ansehen, wir sind heute abend auf dem Schießstand. Der Ausstoßer war jedenfalls nicht das Problem. Die Hülsen saßen fest und lösten sich, wie gesagt, nur schwer aus der Trommel.

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