Fehlerfreie Bedienung der Pardini k12 Luftpistole

  • Hallo,

    ich habe eine Pardini K12 Absorber erstanden und zur fehlerfreien Bedienung ein paar Fragen, die mir nach lesen der Bedienungsanleitung nicht zu 100% beantwortet scheinen.

    Ich habe verstanden dass man den Fire und Dry-Fire Modus nur im gespannten Zustand betätigen darf da es sonst zu schäden kommen kann. Gilt das auch beim Kartuschenwechsel? Desweitern wurde mir gesagt dass ich die Pistole bei der Lagerung unter Druck stehen lassen soll und nicht wie bisher bei anderen Lupis die Kartusche leicht abschrauben soll! Kann das nochmal wer bestätigen?

    Dann steht in der Bedienungsanleitung das man das Gewinde des Adapters mit einem Feinmechaniker Öl benetzen soll. Da verstehe ich das kleine Gewinde, das praktisch in die Kartusche geschraubt wird? Macht ihr das wirklich jedes mal?

    Freue mich auf eure Antworten!

    Grüße DerDo

  • Hallo,

    Ich habe selber keine K12. Aber da bis jetzt niemand geantwortet hat, gebe ich mal eine generelle Antwort. Wie gesagt, ich habe keine K12, daher weiß ich nicht wie das mit dem Dry-Fire Umschalten ist, bei meiner P8x geht es nur im gespannten Modus. Die Frage bezüglich Kartuschenwechsel ist mir nicht ganz klar. Wegen der Lagerung mit oder ohne Druck gibt es einen anderen Thread, man muss abwägen zwischen Verschleiß an der Kartuschen/Regulator-Gewinde oder Verschleiß an den Dichtungen/Federn in der Pistole. Da wird es keine einheitliche Meinung zu geben.

    Von Öl würde ich grundsätzlich abraten, Öl hat in System mit Druckluft wenig zu suchen. Öl ist leichter flüchtig und kann eventuell irgendwo ins System geraten, wo es nicht hingehört. Ich würde wenn selten und dünn wenig Spezialfett (z.B. von FWB, gibt es auch von den anderen Herstellern) an das Gewinde machen. Das schützt das Gewinde und der Kartuschenwechsel geht leichter.

    Viele Grüße

  • Bei den Walther LP400 und LP500 gibt es einen Druckschalter zum Ein- und Ausschalten des Trockentrainingvorrichtung. Dieser Schalter soll nur betätigt werden, wenn der Spannhebel sich in der obersten Stellung befindet, d.h. wenn der Schlagbolzen gespannt ist. Erst nach dem Ein- bzw. Auschalten der Tockentrainingsvorrichtung wird der Spannhebel in seine Ausgangsposition zurückgeführt und der Abzug betätigt. Die Trockentrainingsvorrichtung verhindert, daß der Schlagbolzen auf das Ventil trifft und so die Luft in den Lauf strömen kann. Ähnlich ist es auch bei der Hämmerli AP 40 und wird es wohl auch bei der Pardini K12 sein.

    Bei anderen Preßluftpistolen (Steyr, Feinwerkbau, Hämmerli AP 20) bleibt der Verschluß nach dem Spannen in einer bestimmten, halbgeöffneten Stellung, um zu verhindern, daß durch Auslösen des Abzugs das Ventil geöffnet wird.

    Von der Verwendung von Ölen wird in den Benutzeranleitungen ausdrücklich gewarnt. Die Gewinde der Kartuschen und die Dichtungen sollen in Abständen mit silikonhaltigen Spezialfetten gepflegt werden.

  • Ich habe verstanden dass man den Fire und Dry-Fire Modus nur im gespannten Zustand betätigen darf da es sonst zu schäden kommen kann.

    Ich selber schieße keine Pardini-LP, aber inzwischen hat unser Verein ein paar davon gewonnen, einige Mitglieder haben auch einige gekauft ... - insofern habe ich da schon ein klein wenig Erfahrung.

    In der Regel läßt sich der Hebel für Dry/Fire nur dann betätigen, wenn die Waffe "das will". Solange die Betätigung ohne Kraftaufwand möglich ist, passiert da absolut nichts.

    Gilt das auch beim Kartuschenwechsel?

    Nein. Rausschrauben, an Adapter anschrauben, füllen, wieder an Waffe anschrauben - ggf. muss man, um den Fülladapter an der Flasche dicht zu bekommen, mit einem entsprechenden Schlüssel nachziehen (kenne ich wirklich nur von Pardini, aber nicht von allen Pardini-Adaptern).

    das man das Gewinde des Adapters mit einem Feinmechaniker Öl benetzen soll.

    Hin und wieder. Schont das Gewinde. Und GANZ WENIG!!!! davon. Tröpfchen auf die Fingerkuppe und dann vorsichtig auf das Außengewinde "einmassieren". Wenn man es weglässt, auch nicht schlimm.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • So vielen Dank schonmal für die zahlreichen Antworten.

    Tatsächlich steige ich gerade von einer Evo 10 E auf die Pardini um, weswegen die Fragerei bezüglich Trockentraining und Umschalter überhaupt zu Stande kommt.

    Das mit dem Ölen des Gewindes der Kartusche kommt mir auch etwas komisch vor, weshalb ich hier lieber noch einmal gefragt haben wollte bevor es auf den Stand geht. Das steht wirklich so und in Dickschrift in der Bedienungsanleitung!

    Wichtig war mir allerdings ob ich den Druckbehälter einfach abschrauben kann und das wurde ja jetzt geklärt.

    Vielen Dank schonmal für die Hilfestellungen. Falls wer aber dazu noch was weiß, gerne her damit!

    Beste Grüße

    DerDo

  • Das mit dem Ölen des Gewindes der Kartusche kommt mir auch etwas komisch vor,

    Eigentlich nicht. Bei den älteren Kartuschen der Hämmerli (Walther) AP20 war das leichte fetten überlebensnotwendig. Das Innengwinde der Kartuschen war aus extrem weichem Alu, das Außengewinde der Pistole und der Adapter aus hartem Edelstahl. Ich habe selbst mit eigenem Auge da "Steckgewinde" gesehen, wo das Innengwinde der Kartusche sich als Alu-spirale verabschiedete. Der Rat des Walther-Series war damals: "Fetten / ölen". Zum Glück hat sich seitdem bei dieser Firma das Gewindematerial verbessert.

    Jeden Tag ´ne grüne Tat: Verbieten, was ein andrer mag!

    "Das Scheibenbild zeigt zum Schützen." (DSB Sportordnung 0.4.1.1)

  • Ich hab mir ehrlich gesagt in den Jahren davor nicht so den Kopf darüber gemacht. Ich hab lediglich mit einem trockenen Lappen mit dem ich nach längerem Training die Pistole äußerlich etwas abwische die Gewinde von Kartusche und Stutzen abgewischt und dort eigentlich immer etwas grauen Abrieb bemerkt. Aber dann bekommt halt das Gewinde jetzt alle 5 mal füllen oder vielleicht auch erst alle 10 mal ein bisschen Öl und gut ist.

    Grüße

  • Was ist denn der Grund? Die evo 10 E ist doch State of the Art.

    Ich habe schon fast mit der Frage gerechnet :D

    Lange Geschichte aber kurz erzählt: Mir ist die Evo 10 zu kopflastig und trotz penibler Griffbearbeitung und herumspielen mit verschiedenen Griffwinkeln bekomm ich die nicht kontrolliert! Letztes Jahr hab ich dann mit viel Training trotzdem die 370 Ringe erreicht aber diese Saison lande ich im Schnitt nur noch bei 340 Ringen und deswegen hab ich jetzt mal das Sportgerät gewechselt, sonst hätte ich vermutlich den Spaß daran verloren.

    Grüße DerDo

  • Ich habe die Bedienungsanleitung für die Pistolen von Pardini heruntergeladen. Eine einzige Bedienungsanleitung für alle Pistolen (SP,FP, LP) und dazu noch in 5 Sprachen, das ist ganz schön unübersichtlich.

    Der Begriff "Feinmechanikeröl" in der deutschen Version basiert möglicherweise auf einer falschen Übersetzung. In der englischen Version steht dort "lubricant". Richtig übersetzt müßte es auf deutsch heißen "Schmiermittel" oder "Gleitmittel". In den anderen Sprachen wird noch inzugefügt, daß diese Scmiermittel frei von Lösungsmitteln und Additiven sein sollten.

    Feinmechaniköl ist ein Universalöl, das harz- und säurefrei ist. Nach der Berdinungsanleitung für LP von Walther ist es zum Schutz der Metallteile der LP vor Feuchtigkeit nach jedem Gebrauch zu verwenden. Für die Gewinde der Kartuschen werden silikonhaltige Schmiermittel empfohlen.

  • So, wollte mich jetzt nochmal melden wie es mir nach mehreren Durchgängen und Tagen gegangen ist.

    Also die Kartusche lass ich jetzt einfach wie empfohlen angeschraubt, auch wenn ich bei vielen Beobachten konnte dass sie zum Transport die Kartusche locker drehen. Drinnen lassen schont das Gewinde, was auch gleich der perfekte Übergang zum nächsten Punkt ist, das Ölen des Gewindes.

    Ich werde es eher lassen oder nur sehr sparsam anwenden. Es macht eigentlich niemand bei mir im Verein und die meisten die ich gefragt habe ob sie das Gewinde schmieren, haben dies eher abgelehnt. Vielleicht werde ich mir ein Silikonöl anschaffen.


    Auch wenn es nicht ganz zum Titelthema passt aber immerhin gefragt wurde hier noch ein kleiner Vergleich zwischen der Pardini K12 Absorber und der Steyr LP10 EVO E.

    Ich mag mir, vor allem in der kurzen Zeit, kein Urteil erlauben welche besser ist. Für mich ist die Pardini besser ausbalanciert wirkt dafür aber schwerer, was dafür wieder der Halteruhe zugute kommt. Der Griff der Pardini passt mir auf Anhieb relativ gut und fällt auch der Größe entsprechend aus. Bei der Steyr war mir der L Griff zu klein, da hätte ich eher eine Nummer größer gebraucht. Die fehlende Möglichkeit der Verstellung des Griffwinkels bei der Pardini geht mir aktuell nicht ab. Der Abzug löst gut und gleichmäßig aus. Der E-Abzugder EVO ist ebenfalls hervorragend. Sehe aber keinen großen Vorteil durch den E-Abzug. Die Pardini springt minimal beim Schuss auf, ist aber sehr gut zu kontrollieren. Allerdings find ich die Pardini vom Handling und der Kontrolle her, besser. Ich kann die Lage jeden Schusses nach Schussabgabe relativ zuverlässig abschätzen. Bei der Steyr war mir das nicht so möglich, lag aber vermutlich an den Griffproblemen. Der Ladehebel der Steyr ist etwas wertiger ausgeführt. Außerdem lässt sich auch dass Diabolo besser einführen. Die Möglichkeit Gewichte anzubringen find ich bei beiden Sportgeräten gut gelöst, aber bei der Pardini geht es werkzeuglos, ist dafür aber nicht Stufenlos, sondern nur in festgesetzten Bohrungen möglich. Mit den Abzugs-Einstellmöglichkeiten habe ich mich noch nicht beschäftigt.

    Fazit, beide sind gut, der Griff muss passen.

    Grüße und schönen Sonntag