Orientierungswerte (Ringe) 10m LP freistehend

  • Aber so ganz 100%ig ging das leichte „L“ nicht aus meiner Zielkurve… Bis ich eben nochmal ein Bundesliga-Online Video von letztem Samstag weitergesehen habe. Ich hatte bisher nur einen Wettkampf live verfolgt und einen zweiten von dem Tag in der Aufzeichnung gesehen.

    Heute ist mir etwas an 2 Schützen aufgefallen, das ich auch schon unbewusst an anderen Schützen gesehen hab. Eine Art „Ritual“ im Aufbau des „äußeren Anschlages“ also der Grundhaltung. Jeder macht das etwas auf seine Art aber die Top-Schützen dann doch sehr wiederkehrend und identisch. Und dann ist mir dank der Videoeinstellung von vorne das erste mal so richtig aufgefallen, wie langsam und konzentriert die Schützen vom ersten Anhaltepunkt über dem Spiegel in den zweiten Halteraum unter dem Spiegel gehen. Und: wow die Haltedauer ist echt enorm wenn man das mal stoppt….

    Und dann hab ich das mal mit mir selbst verglichen: Ich hab zwar sehr auf die Atmung geachtet, aber hab weder einen echten „ritualisierten Aufbau des äußeren Anschlages“ noch wirkliche Spannung im Oberkörper aufgebaut. Und wenn ich Ziele, dann achte ich zwar auf die Atmung, sacke aber eher sehr schnell und ungezielt von oben nach unten in den Halteraum und beginne dort erst das eigentliche Zielen. Da versuchte ich dann bisher das richtige Zielbild hinzubekommen und hatte eher mit zu tiefem Zielen zu kämpfen, das ich durch „heben“ (ja, falsch) zu kompensieren versucht habe.

    Also wieder das Buch von Heinz R. rausgeholt, nachgelesen und an die Stirn geschlagen und mich über mich selbst geärgert. Hatte ich ja doch schonmal gelesen das Kapitel.. :-/

    Dann mal auf den richtigen Aufbau und Spannung im Oberkörper geachtet, und das Zielen über dem Spiegel begonnen und beim bewussten Absenken wie im Lehrbuch gerade gelesen nicht einfach den Arm abgesenkt, sondern über die Ausatmung, nach dem zweiten flachen Einatmen, gesteuert. WOW. Das hat das Zielen nochmal dramatisch geändert. Das hat beim ersten Mal nicht bei jedem Versuch geklappt (merke die Grippe auch noch zu gut im Körper), aber von 20 Schüssen vorhin im Trocken-Laser-Training im Probelauf waren 14 eine 10. Auch das wird jetzt mal weiter verfolgt und geübt. Ich glaube das kann mir ebenfalls helfen, denn wenn ich schon unkoordiniert in den Halteraum komme, wie soll’s da denn besser werden… :)

    Zumindestens wenn die erste Wettkampfaufregung mal im Griff ist, denn damit das klappt muss die Hand schon recht ruhig liegen :) Also wieder was zum Einbau in den Ablauf und zum Üben :)

  • Hi zusammen,

    ich kann jedem nur raten sich mal die Zeit zu nehmen und die Bundesliga Videos unter: https://sportdeutschland.tv/videos/sportschiessen wirklich zu studieren. Manche Vereine zeichnen von vorne und manche von hinten auf. Es lohnt sich also mal durchzustöbern.

    Und ja ich meine wirklich zu studieren: ansehen, beobachten und dann mit seinen eigenen Bewegungen, Abläufen und Reaktionen etc. zu vergleichen. Und dann schauen was die Bundesliga-Schützen so anders machen… Also was machen die Top-Schützen anders was sich zu überdenken lohnt, was machen Schützen bei denen es mal nicht so läuft, und kann man auch da Parallelen zu sich ziehen (z.B. Umgang mit Emotionen bei weniger guten Schüssen). Total faszinierend! Mit jedem Video das ich mir angesehen hab, habe ich was neues gelernt (also theoretisch… praktisch muss das noch umgesetzt werden).

    Neueste Erkenntnis: ich glaube ich sehe & ziele „falsch“, bzw. sollte das mal überdenken…

    Meine Logik bisher: Wenn ich die Irisblende meiner Schießbrille bis aufs Maximum schließe, dann sehe ich neben dem Korn auch den unteren Rand des Spiegels sehr scharf. Da ich im Training ohne Ablenkung recht passabel treffen kann, war meine Logik: Je schärfer ich den Rand des Spiegels sehe, desto besser der Kontrast, desto klarer der Punkt auf den ich ziele = bessere Ergebnisse. Das war auch bisher tatsächlich so und meine Ergebnisse sind mit der Irisblende damals erstmal besser geworden. Aber es strengt mich auch sehr stark an den Fokus auf dem Korn zu halten und bei maximaler Blende ist der Schärfepunkt so klein, dass ich teilweise den Kopf beim Zielen bewegen muss um den unteren Rand scharf zu sehen.

    Beim ansehen der Bundesliga-Videos ist aufgefallen dass erstaunlich wenige Top-Schützen Irisblenden verwenden. Und wenn doch, dann haben nur wenige diese sehr stark geschlossen. Das hatte ich ehrlicherweise nicht erwartet und das hat mich nachdenklich gemacht… Da die alle besser zielen, halten und abziehen können als ich: warum verwenden die dann nicht alle Irisblenden um die maximale Schärfe zu erreichen?

    Vielleicht macht es ja Sinn das nicht alle eine Irisblende tragen... Also Irisblende ein Stück geöffnet und mit der Unschärfe der Scheibe gespielt. Das was erstmal ungewohnt, da mein Haltepunkt bisher sehr dicht unter dem schwarzen Spiegel lag, dichter als in den Lehrbüchern empfohlen. Aber das Verschwimmen des Spiegels hat im gleichen oder sogar höheren Maße den Kontrast & Fokus von Kimme und Korn erhöht.

    Gefühlt fällt mir das Fokussieren damit leichter, da mein Fokus nicht ständig zwischen Spiegelunterkante und Korn hin- und her springt. Und damit schaffe ich es gefühlt besser im Halteraum zu zielen. Aber mir fehlt gerade noch mein „klarer“ Halteraum durch die unscharfe Unterkante.

    Das Ganze ist aber wieder ein zusammenreimen durch Beobachtung… Wie macht ihr es? Scharfschützenmodus mit maximaler Schärfe oder mit Unschärfe und besserem Fokussieren? Würde mich mal interessieren ob meine Beobachtung oben logisch ist und ich damit „auf der richtigen Fährte“ bin…

  • Hi,

    jetzt mal hier und nicht als Privatnachricht. Der Fokus liegt tatsächlich auf dem scharf sehen von Kimme/Korn. Dadurch erkennst du die Lage deiner Pistole. Wohin geht der Lauf, hängt das Korn... usw.! Und wenn da was nicht stimmt, dann absetzen und korrigieren!

    Die Scheibe steht immer am selben Platz. Dementsprechend ist es eigentlich egal wie scharf oder unscharf du die Scheibe siehst. Wenn dein Zielvorgang passt, du deinen Halteraum kennst und halten kannst, dann ist es doch egal ob du die Scheibe scharf siehst oder nicht.

    LP: Pardini K12 / Spopi: Walther GSP

    Vereine: St. Marien Hilfarth, St. Seb. Ratheim, St. Seb. Beeck, Sp. Sch. Effeld , Sp. Sch. St. Seb. Pier 2000

    #roadtorothenburg

  • dann ist es doch egal ob du die Scheibe scharf siehst oder nicht.

    Ich hab nach ein wenig rumexperimentieren sogar das Gefühl, dass ich besser ziele mit weiter geöffneter Blende, da mich da nicht so anstrengt und ich nicht so oft den Focus zwischen Korn und Spiegel wechsel. Ich hatte mir schon direkt als ich begonnen mit LP & GK in meinem ersten Verein eine Irisblende zum klemmen an die Schießbrille gekauft und mir die recht schnell am Anfang sehr „zugedreht“ und mich eher daran gewöhnt. Aber ich hatte damals auch keinen der mir das hätte erklären können.

    Mein Halteraum ist bisher durch die Schärfe direkt unter dem Spiegel. So ungefähr 1/3 unter dem 7er Ring im 6er Ring.

    Die Fachliteratur zeigt ja die Unterkante des 5. Ringes als optimal Bzw. Irgendwo zwischen Unterkante 6 und Unterkante 5.

    Mir hat das ja nie jemand richtig erklärt. Vielleicht komme ich ja besser mit unschärferem Spiegel und etwas größerem Abstand zum Spiegel zurecht…. Muss ich mal ausprobieren. Bisher fand ich das Zielen auf den Punkt der Unterkante einfacher, ich ja aber vielleicht ein Trugschluss…

    Bei Dir konnte ich beobachten, dass Du ja mit einer normalen Brille und ohne Blende schießt. Zielst Du mit beiden Augen geöffnet?

  • Wie auch der berühmte Yusuf von der Olympia 😉

    Richtig :) Immer diese viralen Hypes. Aber das tut ja auch der Sportart gut. Denn ich wurde von ganz vielen Bekannten auf ihn angesprochen, die sich sonst nie mit LP bei Olympia beschäftigt hätten. :) Und ja, der sieht lässiger aus als ich mit meiner Cyborg-Brille :)

  • Mein Halteraum ist bisher durch die Schärfe direkt unter dem Spiegel. So ungefähr 1/3 unter dem 7er Ring im 6er Ring.

    So habe ich bis vor kurzem auch gemacht, bis ich den Tipp erhalten habe, ich möge doch einen halben Spiegel tiefer anhalten. Was mich nach kurzer Ein(um)gewöhnung direkt zum persönlichen Rekord katapultierte.

  • Die ersten Versuche gestern mit dem neuen Halteraum waren schon sehr vielversprechend. Hatte aber keine Kraft mehr im Arm für eine 40er Gruppe. Aber es fühlte sich deutlich besser an als erwartet.

    Konnte gestern dann auch nachlesen, dass die Parallelverschiebung (bei richtig ausgerichteter Kimme & Korn) sich weniger stark im Trefferbild auswirkt als ein Kippen oder verkanten. Ich hab mir das dann mal mit Photohop selbst visualisiert und mir den Halteraum für einen Treffer im 9er und 10er Bereich eingezeichnet.

    Was man schön sieht ist, dass ich mir bisher ca. 40% des Halteraumes selbst genommen habe, da dieser Bereich im Schwarz liegt und keinen Kontrast bietet. Und wenn ich mit meiner Beobachtung recht habe, dass mir das sehr scharfe Sehen der Unterkante des Spiegels zu sehr vom Fokussieren des Korns ablenkt (zu häufiges Wechseln zwischen den beiden), dann könnte ein Wechsel nach unten auf die empfohlene Unterkante des 5er Ring mir vielleicht helfen mehr Ruhe und Fokus auf die perfekte Ausrichtung Kimme & Korn zu bringen.

    Klingt eigentlich logisch wenn man sich das so selbst vor Augen führt...
    Vielleicht ist das die Lösung die Punkte kostenden Ausreißer in die 8 oder 7 loszuwerden... Bin gespannt. :)

  • Der Mittelpunkt des Halteraumes sollte so gewählt werden, dass keine Bewegungen ins Schwarze erfolgen. Dort blockiert nämlich der Finger SOFORT. Das muss unbedingt vermieden werden. Kurz: Je grösser der Halteraum, umso grösser ist der Abstand des Zentrums(des Halteraumes)vom unteren Rand des Spiegels.

  • Die ersten Versuche gestern mit dem neuen Halteraum waren schon sehr vielversprechend. Hatte aber keine Kraft mehr im Arm für eine 40er Gruppe. Aber es fühlte sich deutlich besser an als erwartet.

    Konnte gestern dann auch nachlesen, dass die Parallelverschiebung (bei richtig ausgerichteter Kimme & Korn) sich weniger stark im Trefferbild auswirkt als ein Kippen oder verkanten. Ich hab mir das dann mal mit Photohop selbst visualisiert und mir den Halteraum für einen Treffer im 9er und 10er Bereich eingezeichnet.

    Was man schön sieht ist, dass ich mir bisher ca. 40% des Halteraumes selbst genommen habe, da dieser Bereich im Schwarz liegt und keinen Kontrast bietet. Und wenn ich mit meiner Beobachtung recht habe, dass mir das sehr scharfe Sehen der Unterkante des Spiegels zu sehr vom Fokussieren des Korns ablenkt (zu häufiges Wechseln zwischen den beiden), dann könnte ein Wechsel nach unten auf die empfohlene Unterkante des 5er Ring mir vielleicht helfen mehr Ruhe und Fokus auf die perfekte Ausrichtung Kimme & Korn zu bringen.

    Klingt eigentlich logisch wenn man sich das so selbst vor Augen führt...
    Vielleicht ist das die Lösung die Punkte kostenden Ausreißer in die 8 oder 7 loszuwerden... Bin gespannt. :)

    Warum eine 40er Gruppe? Im Training wird nicht auf Ergebnisse geschossen. Du solltest dich erstmal auf Grundlagen konzentrieren. In der Zeit wo du mit Photoshop rumspielst, bietet sich Trockentraining an.

  • Bei Dir konnte ich beobachten, dass Du ja mit einer normalen Brille und ohne Blende schießt. Zielst Du mit beiden Augen geöffnet?

    Dazu eine kurze Erklärung: Ich bin Brillenträger von Natur aus. Ich habe in der letzten Saison noch mit einer Schießbrille und Blende aber ohne Iris geschossen. Danach bin ich nach langer Zeit mal wieder zum Optiker gegangen weil ich bei der Arbeit kaum noch was auf dem Bildschirm erkennen konnte. Dabei kam dann erstmal eine Gleitsichtbrille für den Alltag und eine Arbeitsplatzbrille für die Bildschirmarbeit raus.

    War schon eine Umstellung für die Augen.... In der Folge merkte ich dann das ich mit der Schießbrille auch immer schlechter sehe. Die war ja auch schon ein paar Tage alt. Aber um ein neues Glas machen zu lassen, fehlte mir die Zeit, Motivation oder was auch immer. Aber ich hab mal scharf nachgedacht und gemerkt, der Abstand vom Auge zu Kimme/Korn, was ich ja scharf sehen will und der Abstand von meinem Sitzplatz bis zum Monitor ist doch fast der gleiche. Also die Arbeitsplatzbrille beim Training ausprobiert und hat gepasst. Seitdem schieße ich mit der "normalen" Brille und ja immer mit beiden Augen offen!

    Beide Augen offen, warum? Für das zukneifen des nichtzielenden Auge beanspruchst du Muskeln und "Gehirnleistung", die dir dann nicht mehr zum zielen zur Verfügung stehen. Probiere es mal aus.

    Und ohne Blende weil mich diese Brillenansteckblenden stören. Die Gefahr ist zwar groß, das man eventuell durch andere Dinge im Sichtfeld abgelenkt wird. Aber das muss man dann halt selber aus"blenden".

    Und ich nutze in letzter Zeit öfters keinen Gehörschutz. a) manchmal stört mich halt der Gehörschutz egal ob Kapsel oder InEar und b) lass ich zur eigenen Motivation die Umgebung/Stimmung auf mich wirken.

    LP: Pardini K12 / Spopi: Walther GSP

    Vereine: St. Marien Hilfarth, St. Seb. Ratheim, St. Seb. Beeck, Sp. Sch. Effeld , Sp. Sch. St. Seb. Pier 2000

    #roadtorothenburg

  • Und ich nutze in letzter Zeit öfters keinen Gehörschutz. a) manchmal stört mich halt der Gehörschutz egal ob Kapsel oder InEar und b) lass ich zur eigenen Motivation die Umgebung/Stimmung auf mich wirken.

    Was ich wirklich bewundere/beneide ist dass Du das Umfeld auf Dich wirken lassen kannst, während ich alles dafür tue/gebe um genau das auszublenden… Und bei meinen Wettkämpfen ist nicht annähernd so viel los wie bei Euch. Ich beneide das total…

    Mich kostet mein Kopf, der das Umfeld/die eigenen Gedanken eben noch nicht ausblenden kann, stolze 30 Ringe… 375 Ringe schaffe ich locker im Trainingsschnitt und 340-350 im Wettkampf. Ja, ich bin jetzt ganz neu in den Wettkämpfen und ja das kommt mir der Zeit & Regelmäßigkeit. Aber dennoch frustriert mich das massiv. Und so manch einem der mir sehr nett geschrieben hat, geht es genauso… Naja, kommt hoffentlich bald.

    Ich merke dass ich in den letzten Tagen zu viel trainiert habe und meine Schulter- und Armmuskulatur stopp schreit. Die Hand zittert und die Schulter schmerzt. Muss jetzt mal bis zum nächsten richtigen Training im Verein pausieren.

    Aber heute Abend hab ich mich weiter mit dem neuen Haltepunkt angefreundet. Sieht schon recht ordentlich aus! Den Ausreißer in die 8 hätte ich mir gerne erspart, aber die 7 Zehner sehen schon so aus wie ich das gerne hätte. Und tatsächlich hilft mir der neue Haltepunkt etwas leichter zu fokussieren. Es strengt mich nicht mehr so stark an.

    Jetzt wird erstmal eine (Zwangs)-Pause eingelegt und dann Mittwoch wieder im Verein trainiert.

  • :) Das ist auch eine gute Idee!! :) Aber ich mag meine Schwiegermutter wirklich sehr, muss mir da ne alternative suchen :)
    Aber genau das ist das was mir die ganze Nacht durch den Kopf ging: Ich brauche mehr Konfrontation, denn dann lässt das vielleicht ja auch nach… Also mehr Wettbewerbe… :)

    Unter Druck schießen!

    Ich habe bei unserem Training, das "Punkte Finalschießen" eingeführt.

    4-6 Schützen schießen gegeneinander und jeder Schuss zählt separat.

    Wer zuerst 10 Punkte hat, hat gewonnen.

    Das hat auch den Vorteil, das ein schlechter Schuss dich nicht runter zieht. Du hast nur einen Punkt weniger.

    Ich habe bei unseren Schützen bemerkt, dass sie im Wettkampf in so eine Art "Flow" kommen und Schuss für Schuss nacheinander durchdrücken. Da kommt auch mal schnell eine Folge schlechter Schüsse. Ich habe mir angewöhnt bei jedem Schuss eine kleine Pause (Reset) einzulegen.

    Klappt richtig gut 👍

    Grüße vom "Otmar Martin Fan-Club" ;)

  • Und ich nutze in letzter Zeit öfters keinen Gehörschutz. a) manchmal stört mich halt der Gehörschutz egal ob Kapsel oder InEar und b) lass ich zur eigenen Motivation die Umgebung/Stimmung auf mich wirken.

    Wenn dann irgendwann der Tinnitus doch lästig wird, kann man dir dann im Forum erklären daß es sicher nicht vom schießen kommt.

  • Wenn dann irgendwann der Tinnitus doch lästig wird, kann man dir dann im Forum erklären daß es sicher nicht vom schießen kommt.

    Das sollte kein Problem sein. Schlimmer sind Kopfschmerzen die man von einigen Schützen bekommt.

  • Mein erster 99´er :) So kann’s weiter gehen.



    Heute kam der neue Akku für meine LP500 und der eAbzug ist wirklich deutlich besser als der mechanische mit dem ich jetzt die letzten Wochen trainieren musste. Ich habe spürbar weniger Bewegung beim Abziehen. Leider bin ich immer noch nicht fit, so dass ich heute immer noch keine Energie/Konzentration für eine ganze 40er Serie hatte. Nach 15 Schuss kamen dann die Ausreißer… Dann Pause gemacht und wieder neu begonnen. Der 99er kam im 4. Anlauf..

    Die Kombination aus neuem Halteraum und offener Irisblende hilft mir tatsächlich mich besser zu fokussieren.
    Ist noch ungewohnt, aber es ist besser…

    Und die Kombination aus angepasstem Griff, wieder funktionierendem eAbzug, neuem Halteraum, offener Iris und nun deutlich fokussierterem Absenken vom ersten Halteraum über dem Spiegel unter den Spiegel fühlt sich richtig gut an.

    Löst zwar alles mein Wettkampffieber nicht, aber wenn ich das in den Griff bekomme und nur die Hälfte von dem richtig mache, was ich Training schaffe, dann dürfte ich mein Punkteschnitt heben können :)

  • gratulier zur 99er :clapping: :sporty::excited:

    .... aber die Hälfte im Wettkampf wär dann doch ein bisserl zu wenig, sprich 49,5 :whistling:  :amused: ;)

  • Bitte nicht ernst nehmen, ich konnts mir nicht verkneifen. Ein bisserl Spaß muss sein :-))). Und so als Anfänger meinerseits ist natürlich ein gewisser Neid, aber Respekt genauso dabei :). 99 mit der Pistole ist schon eine Ansage!

  • Mein erster 99´er :) So kann’s weiter gehen.

    ...........

    Löst zwar alles mein Wettkampffieber nicht, aber wenn ich das in den Griff bekomme und nur die Hälfte von dem richtig mache, was ich Training schaffe, dann dürfte ich mein Punkteschnitt heben können :)

    Hallo Hawkeyes,

    ich hab jetzt lang überlegt, ob ich was schreibe. Den Thread verfolge ich schon geraume Zeit, hab's mir aber bislang verkniffen.
    Viele Hinweise gingen aus meiner Sicht in die richtige Richtung.

    Ich schieße schon seit über 40 Jahren und habe in der Zeit viele Trainingsweltmeister erlebt.

    Man kann ja in niemanden reinschauen, aber aus meiner Sicht haben die alle einen entscheidenden Fehler gemacht.
    Sie haben sich im vermeintlichen Training allzusehr auf die Ergebnisse konzentriert.
    Das ist ja auch eine Belohnung und treibt uns an. Und wir fühlen und super dabei.

    Wenn ich aber mentale Probleme habe, das in den Wettkampf rüber zu bringen, dann wird der Druck nur noch höher.

    Du hast jetzt eine 99er-Serie geschossen. Toll.
    Was macht das mit Dir im nächsten Wettkampf?
    Wird Dich das weiterbringen?

    Eher nicht. Die 99 werden Dir im Kopf rumgehen, sobald Dir pro Serie zwei Ringe fehlen und du wirst Dich ab dem Moment nicht mehr mit dem beschäftigen, was wichtig ist: die korrekte Technik.

    Je besser Du im Training wirst und je mehr Du Dich mit Trainingsergebnissen belohnst, desto größer wird Dein Frust im Wettkampf sein.

    Meiner Meinung nach musst Du diese guten Ergebnisse aus dem Kopf rausbringen.
    Hinweise dazu finden sich hier genügend, bislang hast Du sie aber ignoriert.
    Weiße Scheibe, die Neun ausschneiden oder auf Technikscheiben schießen und nur auf die Technik konzentrieren.
    Das könnte Dich weiterbringen. Wenn die Technik stimmt, stellen sich auch im Wettkampf die Ergebnisse ein.

    Viele Erfolg dabei.

    Gruß, Nullinger